Author Topic: [The Lordship of Moneygaming... ]  (Read 117359 times)

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[Gefälschte Anträge... ]
« Reply #195 on: November 10, 2010, 09:59:11 AM »
Quote
[....] Bisher seien knapp 5000 gefälschte Anträge entdeckt worden. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft wurden inzwischen insgesamt 17 Personen angeklagt, unter ihnen sechs feste Angestellte des Holocaust-Fonds. Die amerikanische Bundespolizei FBI habe im Vorjahr die Ermittlungen aufgenommen, als anderen Angestellten des Fonds zwei Anträge von verschiedenen Personen mit "bemerkenswert ähnlichen" Begründungen aufgefallen waren.

"Fonds, die von der deutschen Regierung geschaffen und finanziert wurden, um Holocaust-Opfern zu helfen, wurden von den Gierigen abgeschöpft - und nicht wie geplant an die Bedürftigen ausgezahlt", sagte die New Yorker FBI-Chefin, Janice Fedarcyk. Nach Angaben der Ermittler geht es um zwei Geldtöpfe. Der Hardship Fonds sieht eine Einmalzahlung in Höhe von 3600 Dollar (etwa 2600 Euro) an NS-Opfer vor, die während der Gewaltherrschaft Adolf Hitlers aus ihren Wohnorten vertrieben wurden.

Der sogenannte Artikel-2-Fonds unterstützt Holocaust-Überlebende, die weniger als 16.000 Dollar (etwa 11.500 Euro) im Jahr zur Verfügung haben, mit etwa 411 Dollar pro Monat. Bislang seien 4957 Fälle identifiziert worden, in denen betrügerische Anträge auf Hilfe aus dem Hardship Fonds gestellt worden seien, teilten die Ermittler weiter mit. Der Schaden betrage etwa 18 Millionen Dollar. In vermutlich 658 Fällen sei der Artikel-2-Fonds missbraucht und um insgesamt 24,5 Millionen Dollar betrogen worden.

Zwölf der Angeklagten wurden am Dienstag festgenommen, fünf weitere befinden sich bereits seit längerem in Gewahrsam. Nach Angaben der Behörden bekannten sich bereits vier Angeklagte schuldig. Den mutmaßlichen Betrügern drohen bis zu 20 Jahre Gefängnis.

...


Aus: "Deutsche Holocaust-Entschädigungsgelder: FBI deckt Millionenbetrug auf" (10.11.2010)
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/deutsche-holocaust-entschaedigungsgelder-fbi-deckt-millionenbetrug-auf-1.1021665


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[Erfahren Sie mehr über die BayernLB... ]
« Reply #196 on: January 07, 2011, 12:00:03 PM »
Quote
[...] Karriere - Sie suchen spannende Projekte, innovative Produkte, vielseitige Herausforderungen und exzellente Karrieremöglichkeiten? Auf den folgenden Seiten finden Sie umfassende Informationen über die BayernLB, wen wir suchen und welche Einstiegsmöglichkeiten wir Ihnen bieten.

Ihr Arbeitgeber - Erfahren Sie mehr über die BayernLB und was uns als Arbeitgeber auszeichnet.

...


Aus: "BayernLB - Karriere" (Stand 01/2011)
Quelle: http://www.bayernlb.de/internet/de/meta/Karriere/Karriere.html


-.-

Quote
[...] Der frühere Bayern LB-Manager Gerhard Gribkowsky ist heute verhaftet worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft München mit. Gegen den Ex-Vorstand wird wegen der ungeklärten Herkunft seines Vermögens in Höhe von 50 Millionen US-Dollar ermittelt.

...


Aus: "BayernLB: Ex-Vorstand Gribkowsky verhaftet" (05.01.2011)
Quelle: http://www.br-online.de/aktuell/bayern-lb-landesbank-skandal-ID1294046424639.xml

-.-

tbc.

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[Wenn das Geld plötzlich weg ist, staunen die Leute... ]
« Reply #197 on: January 08, 2011, 01:00:14 PM »
Quote
[...] Hans Christoph Binswanger: ... Uns muss klar sein, dass viele Werte am Finanzmarkt fiktiv sind. Es sind Luftbuchungen, die an den Märkten gehandelt werden, die aber keinen realen Gegenwert besitzen. Wenn das Geld plötzlich weg ist, staunen die Leute: Wer hat denn jetzt mein Geld? Die Antwort ist: niemand. Es war ja nie wirklich da.

...


Aus: "Geldpolitik: "Wir sind wie ein Alkoholkranker"" Von Philip Faigle (7.1.2011)
Quelle: http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-01/interview-binswanger


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[Den Prozess vor der 9. Wirtschaftskammer des Landgerichts Augsburg... ]
« Reply #198 on: April 20, 2011, 11:29:12 AM »
Pfahl verweigert jede Aussage zur Flucht
Nach Pfahls-Festnahme: Suche nach den Helfern (17.07.2004)
http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Nach-Pfahls-Festnahme-Suche-nach-den-Helfern_aid_54923.html

-.-

Er galt als Ziehsohn von Franz Josef Strauß, war Verfassungsschutzpräsident und Staatssekretär im Verteidigungsministerium: Kaum ein anderer deutscher Spitzenbeamter ist so tief gefallen wie Ludwig-Holger Pfahls. Jetzt schreibt die bayerische Justiz die Geschichte fort: Pfahls muss sich voraussichtlich abermals vor Gericht verantworten - wegen Bankrotts in 93 Fällen, Betrugs und Erpressung.

Anklage gegen Ex-Staatssekretär - Der tiefe Fall des Ludwig-Holger Pfahls (20.04.2011)
http://www.sueddeutsche.de/politik/anklage-gegen-frueheren-staatssekretaer-der-tiefe-fall-des-ludwig-holger-pfahls-1.1087351

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Pfahls soll heimlicher Millionär sein (23.12.2010)
http://www.sueddeutsche.de/bayern/staatsanwaltschaft-augsburg-pfahls-soll-heimlicher-millionaer-sein-1.1040014

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Quote
[...] Ex-Staatssekretär Pfahls gibt Auslandskonten zu

Augsburg (dpa) - Der frühere Verteidigungsstaatssekretär Ludwig-Holger Pfahls hat nach eigenen Angaben ein Millionenvermögen im Ausland versteckt.

Die Summe von rund 2,1 Millionen Euro müsse auf Konten auf den Bahamas, in der Schweiz und in Luxemburg liegen, gab der 68-Jährige am Mittwoch zu Beginn seines Prozesses vor dem Landgericht Augsburg über seinen Anwalt zu. Pfahls steht unter anderem wegen Bankrotts, falscher Versicherung an Eides statt, Steuerhinterziehung und Erpressung vor Gericht.

Nach Überzeugung der Ermittler hat der einstige CSU-Politiker frühzeitig begonnen, sein Vermögen von mehr als vier Millionen Euro in Sicherheit zu bringen. Einer seiner Gläubiger war der Fiskus, dem er laut Anklage rund 3,7 Millionen Euro schulden soll - eine Summe, die Pfahls allerdings in dieser Höhe bestreitet. Neben ihm stehen noch acht weitere Angeklagte vor Gericht, darunter seine Ehefrau und der Geschäftsmann Dieter Holzer. Ihnen wird vor allem Beihilfe angelastet.

Pfahls räumte allerdings nur einen Teil der Vorwürfe ein. «Ich will reinen Tisch machen», ließ er erklären. Den finanziellen Schaden, den er angerichtet habe, wolle er so weit wie möglich begleichen. Er gab zu, dass ihm ein Anwesen im bayerischen Sengenthal gehört, das rund 500 000 Euro wert sein soll. Ferner habe er eine Million Euro in eine Immobilienfirma investiert.

Eine wichtige Rolle spielte nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft eine Villa in Südfrankreich, die Pfahls mit Hilfe Holzers an einen Strohmann verkauft haben soll. Als das Haus später tatsächlich veräußert wurde, ließ Pfahls den Erlös von mindestens 2,7 Millionen Euro nach Ansicht der Ermittler auf das Konto seiner Ehefrau leiten. Den Scheinverkauf räumte der Ex-Staatssekretär ein. Er habe aber nur rund 2,2 Millionen Euro erhalten.

Laut Anklage wickelte der Jurist seine Transaktionen auch über Depots und Gesellschaften im Ausland ab. Pfahls habe aus Gewinnsucht gehandelt und um sich einen hohen Lebensstil zu finanzieren, sagte Staatsanwalt Marcus Peintinger. Neben Schmuck für seine Ehefrau habe er sich auch ein teures Auto gegönnt. Dem Gericht gegenüber habe er sich indes als völlig mittellos dargestellt. Außerdem soll er einen privaten Gläubiger so massiv bedroht haben, dass dieser seine Forderung von 5000 Euro fallen ließ - ein Vorwurf, den Pfahls jedoch bestreitet.

Pfahls war 1999 untergetaucht, nachdem im Zusammenhang mit dubiosen Rüstungsgeschäften des Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber der Verdacht auf Schmiergeldzahlungen aufgekommen war. 2004 wurde er in Paris gefasst und 2005 in Augsburg wegen Vorteilsannahme und Steuerhinterziehung verurteilt. Wenig später kam er frei, weil ihm die Untersuchungshaft angerechnet wurde. Im Rahmen der Ermittlungen rund um Schreiber war auch die CDU-Spendenaffäre ans Licht gekommen. Pfahls, seine Frau und weitere Personen waren Ende 2010 kurz vor Weihnachten verhaftet worden.


Aus: "Ex-Staatssekretär Pfahls gibt Auslandskonten zu" (05.10.2011)
Quelle: http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1214256

« Last Edit: October 05, 2011, 03:51:46 PM by Textaris(txt*bot) »

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[Die Ermittlungen zu dem Insiderhandel... ]
« Reply #199 on: May 12, 2011, 09:35:40 AM »
Quote
[...] Etliche ehemalige Börsenhändler, hochrangige Manager und Anwälte sollen untereinander börsenrelevante Informationen ausgetauscht haben.

Rajaratnam hatte nach Ansicht der Jury in der Finanzmetropole und darüber hinaus ein dichtes Netz an Informanten aufgezogen; seine Kontakte reichten bis ins Management großer US-Konzerne. Die Beteiligten wussten immer den entscheidenden Moment früher als der restliche Markt über Quartalsberichte oder interessante Fusionspläne von Schwergewichten wie IBM, Google oder Intel Bescheid. Damit war gutes Geld zu machen: Nach Berechnung der New Yorker Staatsanwaltschaft hat Rajaratnam insgesamt 63,8 Millionen Dollar erschwindelt.

... 46 Männer und Frauen stehen unter Verdacht, Komplizen gewesen zu sein; 34 davon sind mittlerweile verurteilt. Rajaratnam selbst leugnete seine Schuld bis zuletzt. Er sagte, er habe sich die Informationen auf legalem Wege beschafft. Die Ermittlungen zu dem Insiderhandel dauerten mindestens sechs Jahre. Bislang tat sich die Justiz bei komplizierten Finanzdelikten schwer, den Verantwortlichen ihre Taten nachzuweisen. Von den Bankchefs, die die Finanzkrise mitverschuldeten, laufen alle noch frei herum. Im Fall Rajaratnam setzte die Staatsanwaltschaft nun Methoden ein, die sie sonst eher für die organisierte Kriminalität benutzt: Tonbandaufnahmen.

Ermittler hatten Verdacht geschöpft und Rajaratnams Telefon angezapft. Vor Gericht spielten diese Mitschnitte eine zentrale Rolle. Auf den Bändern war zu hören, wie Rajaratnam mit seinen Kontaktleuten spricht und sich streng vertrauliche Firmeninterna beschafft, etwa die neuesten Geschäftszahlen oder Übernahmepläne.

...


Aus: "US-Milliardär Rajaratnam soll ins Gefängnis" (11.05.2011)
Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,762023,00.html


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[Ein UBS-Händler verbrennt im Alleingang... ]
« Reply #200 on: September 15, 2011, 05:16:03 PM »
Quote
[...] Ein UBS-Händler verbrennt im Alleingang zwei Milliarden Dollar ...

Die Verluste seien durch einen "Händler mit beträchtlicher krimineller Energie" im Aktienhandel in London entstanden und erst am Mittwochnachmittag entdeckt worden.

... Noch rätselt die Fachwelt darüber, wie genau und über welchen Zeitraum die Verluste bei der UBS entstanden sind. Mit Details halten sich die Verantwortlichen zurück. Die UBS bemüht sich vor allem um Schadensbegrenzung. In einer E-Mail von Konzernchef Oswald Grübel heißt es laut der "NZZ", es handele sich um eine "bedauerliche Nachricht". Allerdings werde die "fundamentale Stärke unseres Unternehmens dadurch nicht beeinträchtigt". Die Konzernleitung fordert die Mitarbeiter auf, "sich weiterhin auf Ihre Kunden zu konzentrieren".

...


Aus: "Finanzkonzernen droht neue Gierdebatte" Von Yasmin El-Sharif (15.09.2011)
Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,786394,00.html


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[Kundenbetreuung... ]
« Reply #201 on: September 19, 2011, 01:29:09 PM »
Quote
[...] Die Schweizer Großbank Credit Suisse zahlt den deutschen Behörden 150 Millionen Euro, um die Ermittlungen gegen das Unternehmen wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu beenden. Dies sei das Ergebnis einer Einigung mit der Staatsanwaltschaft Düsseldorf mit Blick auf Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Credit Suisse, teilte die Bank mit.

Damit könne "ein für alle Beteiligten komplexer und langwieriger Rechtsstreit vermieden werden", hieß es in der Mitteilung der Bank. Gleichzeitig schaffe die getroffene Lösung "wichtige Rechtssicherheit".

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hatte im März 2010 Ermittlungen gegen 1.100 Kunden der Credit Suisse wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung sowie gegen Mitarbeiter der Schweizer Bank wegen Beihilfe dazu aufgenommen. Bei einer Razzia im Juli 2010 wurden Filialen und Repräsentanzen der zweitgrößten Schweizer Bank in 13 deutschen Städten durchsucht.

Die Mitarbeiter der Credit Suisse wurden verdächtigt, als Repräsentanten der Großbank Beihilfe eine grenzüberschreitende Kundenbetreuung geführt zu haben. Die Ermittler hatten sogenannte Cross-Border-Geschäfte untersucht. Ihnen waren auch vertrauliche Unterlagen zugespielt worden. Die Dokumente legten den Verdacht nahe, dass Lebensversicherungen auf den Bermudas genutzt wurden, um darin unversteuertes Geld zu verstecken.

Die Ermittlungen beruhten auf einer Steuer-CD, die das Land Nordrhein-Westfalen für 2,5 Millionen Euro von einem Informanten gekauft hatte. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatten die Credit-Suisse-Kunden insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro in der Schweiz angelegt. Gegen einen leitenden Mitarbeiter der Bank sei außerdem die Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen Zahlung von 250.000 Euro beantragt worden, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit.

Ganz ausgeräumt sind die Folgen der früheren Steuerpraktiken aber noch nicht. Deutschland und die Schweiz haben ein Steuerabkommen ausgehandelt, das dem deutschen Fiskus Steuerzahlungen und Steuernachzahlungen auf die im Nachbarland verwalteten Vermögen sichert. Kreisen zufolge soll das Abkommen in dieser Woche unterschrieben werden. Wenn auch die Parlamente der beiden Länder zustimmen, dürfte es 2013 in Kraft treten.

Im deutschen Bundesrat hatte es jedoch zuletzt Kritik an dem Abkommen gegeben. Kepler-Analyst Dirk Becker rechnet damit, dass das Abkommen zu massiven Abflüssen aus der Schweiz führen wird. Die Vereinbarung regelt aber auch, dass Deutschland von der Verfolgung von Bankmitarbeitern bei neuen Steuerdelikten absieht.



Aus: "Illegale Geldanlage - Credit Suisse kauft sich aus Steuerverfahren frei " (19.9.2011)
Quelle: http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2011-09/credit-suisse-steuerhinterziehung


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[Die Deutschen Bank & das Casinohotel Cosmopolitan... ]
« Reply #202 on: October 18, 2011, 09:37:40 AM »
Quote
[...] Im vergangenen Dezember eröffnete in der Vergnügungsmetropole im US-Bundesstaat Nevada das riesige Casinohotel Cosmopolitan, das der Deutschen Bank gehört. 3,9 Milliarden Dollar soll das Institut für den Bau des Luxus-Casinos ausgegeben haben - diese Zahl wurde bereits anlässlich der Eröffnung kolportiert. Allerdings wurde die Bank nicht ganz freiwillig Eigentümer des Cosmopolitan: Der ursprüngliche Investor konnte im Zuge der Finanzkrise 2008 einen Kredit nicht zurückzahlen; das Projekt fiel an die Deutsche Bank, die das Casino lieber zu Ende bauen ließ, als es als Investitionsruine abzuschreiben.

Dem Bericht der "Financial Times" zufolge war dies aber nicht das ganze Ausmaß des Engagements der Deutschen Bank auf dem US-Zocker-Markt: Eine weitere Milliarde Dollar Kredit gab die Bank demnach einem Unternehmen namens Station Casinos, das mehrere Glückspieltempel rund um Las Vegas betreibt. Das Geldhaus ist laut dem Bericht auch mit 25 Prozent an dem Casinobetreiber beteiligt.

Dabei laufen die Geschäfte in Las Vegas derzeit äußerst schlecht: Die Rezession und die Immobilienkrise haben das sogenannte Spielerparadies besonders hart getroffen. Viele Amerikaner verzichten seitdem auf den Trip in die Wüstenstadt. Von 2007 bis 2010 fielen die Umsätze in den Spielhallen um mehr als eine Milliarde Dollar oder rund 15 Prozent - was laut britischem "Telegraph" drei große Casinos in den Ruin trieb. Laut Angaben der US-Regierung ist die Arbeitslosenquote nirgendwo im Land höher als in Las Vegas, das vor der Finanzkrise als Amerikas Boomtown galt. Es ist fraglich, ob die Stadt sich jemals wieder auf das Vorkrisenniveau erholen wird. Das Cosmopolitan jedenfalls soll operativ tief in den roten Zahlen stecken.

Dass das Geldhaus damit zu einem der größten Player im amerikanischen Glücksspielmarkt aufgestiegen ist, ist umso pikanter, da die Summe von 4,9 Milliarden Dollar fast dem Betrag entspricht, mit dem die Deutsche Bank in den europäischen Krisenstaaten wie Griechenland und Spanien engagiert ist - laut dem Bericht liegt er bei 5,1 Milliarden Dollar. Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte zu den Zahlen keine Stellung nehmen.

Festzustehen steht: Das Institut sucht nach einem Käufer für das Casino und ist offenbar nicht bereit, zu einem Schleuderpreis zu verkaufen. Als strategisches Investment hat man das Projekt, in das man eher hineingerutscht ist, wohl ohnehin nie gesehen. Man sei weiterhin "kein Hotelbetreiber, sondern primär eine Bank", ließ das Geldhaus zur Eröffnung des Cosmopolitan mitteilen.

lgr/fdi


Aus: "Deutscher Bank droht Milliarden-Verlust in Las Vegas" (17.10.2011)
Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,792180,00.html


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[Dunkle Kanäle... ]
« Reply #203 on: November 11, 2012, 02:06:49 PM »
Quote
[...] München (AFP) Bei einem Waffengeschäft zwischen dem europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS und Österreich sollen nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" mindestens 70 Millionen Euro in dunklen Kanälen verschwunden sein. Diese Summe sei bei EADS im vergangenen Jahrzehnt beim Verkauf von Kampfflugzeugen zum Preis von 1,7 Milliarden Euro an Österreich abgezweigt worden, berichtete die Zeitung (Samstagsausgabe). Der größte Teil des Geldes floss demnach über eine Firma in London auf Konten von Gesellschaften in Österreich, Malta, Liechtenstein, der Schweiz sowie auf der Isle of Man.

...


Aus: "Zeitung: Bei EADS verschwanden 70 Millionen in dunklen Kanälen" (10.11.2012)
Quelle: http://www.zeit.de/news/2012-11/10/deutschland-zeitung-bei-eads-verschwanden-70-millionen-in-dunklen-kanaelen-10134604


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[Dividenden-Stripping... ]
« Reply #204 on: December 02, 2012, 12:41:18 PM »
Quote
[...] Es steht der Vorwurf im Raum, dass sie einem Frankfurter Investor geholfen haben, den Fiskus durch Dividendengeschäfte um 124 Mio. Euro zu betrügen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von einer mit dem Vorgang vertrauten Person.

Dabei geht es um so genanntes Dividenden-Stripping. Hierbei wird mit Leerverkäufen von Aktien rund um den Dividendenstichtag gearbeitet - Papiere wurden verkauft, aber erst zu einem späteren Zeitpunkt geliefert. Die zeitliche Differenz nutzten Investoren dann rund um die Dividendenzahlung aus: Von den Banken bekamen sie eine Bestätigung, Kapitalertragsteuer auf die Dividendenerlöse bezahlt zu haben. In Wahrheit führten sie jedoch gar keine Steuern ab. Mittlerweile ist diese Praxis wegen strengeren gesetzlichen Regeln nicht mehr möglich. ...


Aus: "Aktiengeschäfte: Steueraffäre erfasst Deutsche Bank" (01.12.2012)
Quelle: https://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:aktiengeschaefte-steueraffaere-erfasst-deutsche-bank/70124164.html


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[Er vermute eine Größenordnung... ]
« Reply #205 on: December 04, 2012, 10:04:14 AM »
Quote
[...] Offizielle Schätzungen, wie viel Schwarzgeld Deutsche auf Schweizer Konten angelegt haben, gibt es nicht. Der Chef der Deutschen Steuergewerkschaft, Thomas Eigenthaler, sagte der Süddeutschen Zeitung, er vermute eine Größenordnung von etwa 150 Milliarden Euro.

...


Aus: "Daten von Steuer-CD enthüllen Milliarden-Betrug" (4. Dezember 2012)
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-kunden-bei-schweizer-bank-ubs-daten-von-steuer-cd-enthuellen-milliarden-betrug-1.1540630


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[Auf diese Weise soll... ]
« Reply #206 on: December 06, 2012, 12:34:13 PM »
Quote
[...] Hat die Deutsche Bank während der Finanzkrise ihre Bilanz schöngerechnet? Und sich damit die Peinlichkeit erspart, vom Staat gerettet zu werden? Ex-Angestellte erheben in der "Financial Times" schwere Vorwürfe. Die Bank sagt, die Kritiker wüssten gar nicht, wovon sie reden.

... Es geht, wie so oft bei der Aufarbeitung der Finanzkrise, um komplexe Finanzderivate. In diesem Fall um ein 130-Milliarden-Dollar-Portfolio an verbrieften Schulden namens "leveraged super senior". Der Ausdruck "super senior" soll im Händlersprech eigentlich für besonders sichere Tranchen von Derivaten stehen. Eigentlich. Aber als diese Papiere an Wert verloren, soll die Bank sie nicht "marktnah" berechnet haben. Sie sollen angeblich in der Bilanz zu hoch ausgewiesen worden sein. Damit soll die Bank verschleiert haben, wie sie wirklich in diesem Moment dastand.

Einer der Risikomanager soll immer wieder intern nachgefragt haben, wie denn dieses Portfolio abgesichert sei - ohne Antwort zu bekommen. Laut FT sei ihm von seinen Vorgesetzten in London gesagt worden, die Entscheidung sei "an der Spitze der Pyramide" gefallen. Wenige Tage nachdem er 2011 die Börsenaufsicht über die Risiken informiert hatte, wurde er gefeuert. Er sagt: Das sei die Rache der Deutschen Bank. Auch ein zweiter Whistleblower soll seinen Job der FT zufolge verloren haben.

Bisher weitgehend unbekannt war außerdem, dass die Holding Berkshire Hathaway des US-Milliardärs Warren Buffett in der Finanzkrise nicht nur den schwächelnden Instituten Goldman Sachs und Bank of America mit Finanzspritzen zu Hilfe kam, sondern auch - auf etwas andere Weise - der Deutschen Bank behilflich gewesen sein soll. Buffetts Versicherung deckte mögliche Verluste von Ackermanns Bank dem Bericht zufolge bis zu einer Summe von drei Milliarden Dollar ab. Die Deutsche Bank gab dennoch an, für Zehntausende Milliarden versichert zu sein. Auf diese Weise soll sie ihre Situation wiederum als stabiler dargestellt haben als sie tatsächlich war.

...


Aus: "Deutsche Bank soll Milliardenrisiken verschleiert haben" (6. Dezember 2012)
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/vorwuerfe-von-ex-mitarbeiter-deutsche-bank-soll-verluste-verschleiert-haben-1.1542977


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« Reply #207 on: December 13, 2012, 12:20:50 PM »
Quote
[...] Die Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit CO2-Emissonsrechten wird seit dem Frühjahr 2010 untersucht. Im Dezember 2011 hatte das Landgericht Frankfurt dann sechs Männer zu Haftstrafen verurteilt. Sie hatten weitgehend gestanden, über einen Handel mit Luftverschmutzungsrechten über europäische Grenzen hinweg mindestens 230 Millionen Euro Umsatzsteuer hinterzogen zu haben. Da die Geschäfte über die Deutsche Bank abgewickelt wurden, musste sie sich in dem Prozess vorhalten lassen, den grenzüberschreitenden CO2-Zertifikatehandel erst so richtig in Schwung gebracht zu haben. (FR/dpa)

...


Aus: "Banker werden Haftrichter vorgeführt" (13. Dezember 2012)
Quelle: http://www.fr-online.de/frankfurt/deutsche-bank-banker-werden-haftrichter-vorgefuehrt,1472798,21106552.html


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[Gegenstand der Ermittlungen seien... ]
« Reply #208 on: February 20, 2013, 10:18:04 AM »
Quote
[...] Wegen Betrugs mit Kapitalanlagen haben 1.200 Beamte die Büros einer Frankfurter und einer Hamburger Unternehmensgruppe durchsucht. Sie soll Tausende Anleger um einen dreistelligen Millionenbetrag geprellt haben. Gegenstand der Ermittlungen seien mehrere Anlagefonds im Gesamtvolumen von mehr als 100 Millionen Euro, teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt mit. Es gehe unter anderem um den Verdacht des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs und Untreue. Sechs mutmaßliche Haupttäter seien verhaftet und weitere Beschuldigte festgenommen worden. Sie sollen über Jahre hinweg ein groß angelegtes Betrugssystem aufgebaut haben.

... Tausenden Kunden sollen Anteile an Investmentfonds verkauft worden sein, die wiederum ihre Mittel an eine Immobilien-GmbH der S&K-Gruppe als Darlehen weiterreichten. Den Kunden wurde laut Verkaufsprospekt eine Verzinsung von zwölf Prozent versprochen. Um die Ansprüche älterer Anleger zu befriedigen, seien im Schneeballsystem neue Zuflüsse verwendet worden, lautet ein Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

Die Beamten gehen davon aus, dass von den Anlagegeldern nicht mehr viel übrig ist: Sie seien unter anderem für "den extrem aufwändigen und exzessiven Lebensstil der Beschuldigten" verwendet worden. Im Internet kursieren Fotos der beiden S+K-Chefs mit teuren Sportwagen. Zudem sind die Gelder nach Einschätzung der Strafverfolger in großem Stil in das Eigentum verbundener Unternehmen, beschuldigter Personen und deren Familienangehöriger verschoben worden. Sie stünden daher mutmaßlich den Anlegern nicht mehr zur Verfügung. Beide Firmengruppen haben weit mehr als 100 Untergesellschaften.

...


Aus: "1.200 Beamte durchsuchen Büros mutmaßlicher Immobilienbetrüger" (19.02.2013)
Quelle: http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-02/razzia-immobilien-anlagebetrug


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[Man sei in gutem Glauben gewesen... ]
« Reply #209 on: February 20, 2013, 12:58:05 PM »
https://de.wikipedia.org/wiki/Unicredit_Bank

Quote
[...] Ausgesprochen schwere Kost bekamen dieser Tage die Aufsichtsräte der Hypo-Vereinsbank (HVB) präsentiert. Den Kontrolleuren wurde ein 173-seitiger Untersuchungsbericht vorgelegt, in dem mutmaßlich kriminelle Geschäfte beschrieben werden. Hochkomplizierte und verwirrende Aktiendeals, die nicht leicht zu kapieren sind. Nicht einmal für gute Kenner des Banken- und Börsenwesens.

Die Kernbotschaft, die der Prüfreport enthält, ist aber ohne weiteres zu verstehen. Frühere Mitarbeiter und Manager der HVB sollen den Fiskus systematisch betrogen haben. Das haben interne Ermittlungen der Bank ergeben, die zum italienischen Finanzkonzern Unicredit gehört. Der Verdacht auf Steuerhinterziehung in großem Stil, dem inzwischen auch die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt nachgeht, hat sich erhärtet.

Bereits im Herbst 2011 hatte der Aufsichtsrat der HVB die internationale Anwaltskanzlei Skadden Arps Slate Meagher & Flom beauftragt, fragwürdige Deals zu durchleuchten. Jetzt liegen erste Ergebnisse vor, mit denen sich der Aufsichtsrat vergangenen Freitag befasste. Ein Skadden-Jurist, der die Resultate vorstellte, redete Klartext. Es spreche alles dafür, dass sich die Beteiligten an diesen Geschäften abgesprochen hätten, den Fiskus auszunehmen. Außerdem sei man über die ersten Verdachtsfälle hinaus auf weitere fragwürdige Geschäfte gestoßen.

Für die HVB dürfte das ziemlich teuer werden. Vorstandschef Theodor Weimer sagte dem Aufsichtsrat, die Steueraffäre könnte die Bank nach vorläufigen Einschätzungen bis zu 200 Millionen Euro kosten. Die HVB erklärte auf Anfrage, man kooperiere mit den Ermittlungsbehörden. Da es sich um ein laufendes Verfahren handele, könne man keine weiteren Auskünfte geben.

Begonnen hatten die Probleme für die HVB im Jahr 2011, als das Finanzamt Wiesbaden II der Bank bescheinigte, bei Aktiendeals mit dem Berliner Immobilienunternehmer Rafael Roth "aktiv daran mitgewirkt" zu haben, den Fiskus zu betrügen. Der Aufsichtsrat war alarmiert und schaltete Skadden ein. Außerdem informierte die Bank ihre Aktionäre und die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft. Die wiederum durchsuchte im November 2012 die HVB wegen der Handelsgeschäfte mit Roth.

Bei insgesamt gut 20 Deals mit Roth soll der Fiskus, also der Staat, um 124 Millionen Euro erleichtert worden sein. Nun kommen neue Verdachtsmomente hinzu. Die HVB soll auch im sogenannten Eigenhandel mit Aktien die Finanzbehörden getäuscht haben. Im Untersuchungsbericht von Skadden sind dem Vernehmen nach zahlreiche Fälle aus den Jahren 2005 bis 2008 aufgelistet, jeweils mehr als zehn pro Jahr.

Der Trick bei diesen Geschäften, die im Fachjargon als "Dividenden-Stripping" bekannt sind: Die Handelspartner sollen mit falschen Bescheinigungen hohe Steuerrückzahlungen beim Fiskus geltend gemacht und kassiert haben. Eine nur ein Mal gezahlte Kapitalertragssteuer auf Dividendenerlöse sei zwei Mal oder sogar noch öfter erstattet worden. Die Deals seien mit Hilfe von Handelspartnern im In- und Ausland so gestaltet worden, dass den Finanzbehörden der Trick lange nicht aufgefallen sei.

... In Finanzkreisen heißt es, viele Banken hätten solche Geschäfte gemacht. Man sei in gutem Glauben gewesen, auf legale Art und Weise eine Gesetzeslücke nutzen zu können. Staatsanwälte und Steuerfahnder sehen das völlig anders, und sie werden durch den Prüfreport der HVB nun bestätigt. Auf den 173 Seiten werden etliche Indizien für systematischen Steuerbetrug genannt. Der Bericht geht nun an die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und die Bankenaufsicht Bafin. Außerdem wird Skadden rein vorsorglich bei der HVB nun auch die Jahre 2009 bis 2011 erforschen. Vorstandschef Weimer, ist aus der Bank zu hören, will alles "lückenlos aufklären".




Aus: "Hypo-Vereinsbank soll Fiskus geprellt haben" (20. Februar 2013)
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/untersuchungsbericht-hypo-vereinsbank-soll-fiskus-geprellt-haben-1.1604667