Author Topic: [The Lordship of Moneygaming... ]  (Read 117219 times)

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[The Lordship of Moneygaming... ]
« on: April 15, 2006, 05:07:44 PM »
Bei der in vielen Schichten entstandenen Erzählung vom Goldenen Kalb handelt es sich nicht um die Schilderung einer historischen Begebenheit, sondern in ihrer letzten deuteronomistischen Bearbeitung um eine ätiologische Erzählung, die den Untergang des Nordreiches nachträglich erklärt.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Goldenes_Kalb (2014)

---

Quote

        Das goldene Kalb
        Doppelflöten, Hörner, Geigen
        Spielen auf zum Götzenreigen,
        Und es tanzen Jakobs Töchter
        Um das Goldne Kalb herum -
        Brum - brum - brum -
        Paukenschläge und Gelächter!
      
        Hochgeschürzt bis zu den Lenden
        Und sich fassend an den Händen,
        Jungfraun edelster Geschlechter
        Kreisen wie ein Wirbelwind
        Um das Rind -
        Paukenschläge und Gelächter!
        
        Aaron selbst wird fortgezogen
        Von des Tanzes Wahnsinnwogen,
        Und er selbst, der Glaubenswächter,
        Tanzt im Hohenpriesterrock,
        Wie ein Bock -
        Paukenschläge und Gelächter!



Heinrich Heine - Romanzero Gedichte (1851)
Quelle: http://www.textlog.de/heine-gedichte-goldene-kalb.html

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Der Spieler erschien 1867 kurz nach Schuld und Sühne ...
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Spieler

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" ... die Filmkritikerin Linda Williams bezeichnete Geld einmal als die „ultimative Obszönität“ ..."
Aus: "Komm zu Papa" Sarah Schaschek (02.09.2014)
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/komm-zu-papa

« Last Edit: September 16, 2014, 10:56:35 AM by Textaris(txt*bot) »

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[Geheimbund auf Dauer... ]
« Reply #1 on: April 15, 2006, 05:20:31 PM »
Quote
... Die Flick- Affäre steht für die Käuflichkeit der politischen Elite in der Bonner Republik. Er [Friedrich Karl Flick] ließ sie alle schmieren. CDU, CSU, SPD und FDP. Fast die gesamte erste Garde der Bonner Politik. ... Ein Routinevorgang im Finanzamt St. Augustin bei Bonn bringt den damaligen Regierungsdirektor Klaus Förster auf die Spur ...


Aus: "Ein Mann und die Macht" (Hubert Seipel, 8.10.2006)
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Die-Dritte-Seite;art705,1973065


Quote
[...]  Rückgrat - "Vier Jahre lang plagte sich später die damals SPD-regierte Düsseldorfer Staatskanzlei mit der Frage, ob [Klaus] Förster ein Bundesverdienstkreuz zustehe. Er bekam es nicht, weil er ja nur "seine Pflicht getan" habe. Förster hat diese Entscheidung bedauert, weil er gern das Bundesverdienstkreuz abgelehnt hätte." (06.02.2009  13:59:45, Rhinelander)


Kommentar zu: http://www.sueddeutsche.de/kultur/756/457416/text/



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Quote
[...] Mehr als elf Millionen Euro musste Hessens CDU wegen der Schwarzgeldaffäre an die Bundespartei zahlen – und verzichtet trotzdem auf Schadenersatz vom Hauptverantwortlichen, Ex-Parteichef und Bundesinnenminister Manfred Kanther.

Die finanziellen Risiken eines Prozesses seien zu hoch, teilte die Partei am Samstag mit. Auch gegen den ehemaligen Unions-Landesschatzmeister Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein und den ehemaligen Unions-Finanzberater Horst Weyrauch werde keine Klage erhoben. Knapp vier Monate vor der hessischen Kommunalwahl sorgt die Partei sich zudem, dass ein neuer langwieriger „Kanther- Prozess“ mit ungewissem Ausgang ihr Ansehen beschädigen könnte.


Aus: "Hessische CDU erspart Kanther neuen Prozess" (HANDELSBLATT, Samstag, 10. Dezember 2005)
Quelle: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/hessische-cdu-erspart-kanther-neuen-prozess;1002954


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Quote
[...]  Die Staatsanwaltschaft begründete ihre Forderung unter anderem mit dem hohen Schaden, der der Union durch die Abgabe unvollständiger Rechenschaftsberichte entstanden war. Der damalige hessische CDU-Generalsekretär Kanther, Weyrauch und der ehemalige hessische CDU-Schatzmeister Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein hatten Ende 1983 insgesamt 20,8 Millionen Mark (10,63 Millionen Euro) ins Ausland transferiert. Die Herkunft des Geldes ist nach Ansicht der Anklage auch weiterhin nicht völlig geklärt. In dieser Hinsicht sei man heute so schlau wie vor fünf Jahren, sagte Staatsanwalt Wolf Jördens.

Ihrer Partei verschwiegen Kanther, Weyrauch und Prinz Wittgenstein in den folgenden Jahren das Vermögen und holten es stattdessen unter anderem als jüdische Vermächtnisse getarnt wieder zurück. Sie hätten damals einen "Geheimbund auf Dauer" geschlossen, sagte Jördens. Sämtliche Gelder seien allerdings für die CDU verwendet worden, es habe nie persönliche Bereicherungen gegeben. Dies wertete die Anklage als strafmildernd für Kanther.


Aus: "Kanther Geldstrafe für Kanther wegen CDU-Affäre gefordert - Ex-Innenminister soll 72.000 Euro Strafe zahlen" (AFP vom 22.03.2005)
Quelle: http://www.123recht.net/article.asp?a=12400
« Last Edit: November 21, 2009, 12:19:32 PM by Textaris(txt*bot) »

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[Schlüsselfiguren... ]
« Reply #2 on: July 13, 2006, 10:23:09 AM »
Quote
[...] Die Vermutung, dass die Unternehmensspitze Betriebsräte gekauft haben solle, sei „absurd“, sagt er. Im Vorstand seien solche Vorgänge keinem bekannt. Und: „Niemand im Vorstand hätte sie gebilligt.“ Hartz betonte: „Ich weise die Verunglimpfungen aufs Schärfste zurück.“


Aus: "Korruptionsskandal bei VW zieht Kreise" (07.07.2005)
Quelle: http://www.lr-online.de/nachrichten/wirtschaft/wirtschaft/art1067,957918.html?fCMS=cfe5563761c4bfb25ebded2f43cb6f10

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Quote
[...] Bei der Aufarbeitung der VW-Affäre und möglichen Schadenersatzforderungen zeigte sich VW-Chef Pischetsrieder hart: "Es geht um das Geld unserer Aktionäre. Wir werden versuchen, jeden einzelnen Euro, der dem Konzern an Schaden entstanden ist, zurückzuholen", sagte Pischetsrieder der "Welt am Sonntag". VW prüft der Zeitung zufolge auch Regressansprüche gegen den auf Grund der Affäre zurückgetretenen Personalvorstand Hartz.


Aus: "VW-Spitze lehnt Hartz-Nachfolger Neumann offenbar ab - Konzern will in Affäre Schadenersatz von Managern" (12.11.2005)
Quelle: http://newsfoxx.de/2530/VW-Spitze-lehnt-Hartz-Nachfolger-Neumann-offenbar-ab.html

-.-

Quote
[...] Wolfsburg (aktiencheck.de AG) - Aktuellen Presseberichten zufolge will die Wolfsburger Volkswagen AG anscheinend auf eine Schadenersatzklage gegen ihren Ex-Personalvorstand Peter Hartz verzichten. Dies berichtet die "Augsburger Allgemeine Zeitung" am Dienstag vorab aus ihrer Mittwochausgabe.

Nach Informationen der Zeitung liegt dazu nun ein Beschluss vom Präsidium des VW-Aufsichtsrats vor. Hartz ist einer der Schlüsselfiguren im VW-Korruptionsskandal.


Aus: "Presse: VW verzichtet auf Schadenersatzklage gegen Hartz" (Dienstag 11. Juli 2006)
Quelle: http://de.biz.yahoo.com/11072006/85/presse-vw-verzichtet-schadenersatzklage-hartz.html


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Quote
[...] Vier Tage später wurde bekannt, daß der VW-Vorstand dem Betriebsrat teure Luxusreisen spendiert hat. Erst wies der damalige Personalvorstand Peter Hartz die Vorwürfe zurück, doch am 8. Juli stellte der Schröder-Freund und Namenspatron des Arbeitsmarktkonzeptes seinen Posten zur Verfügung. Die Annahme seines Rücktrittangebots durch den VW-Vorstand war am 8. August nur noch Formsache. Elf Tage später nahm die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen Volkert auf und prüfte, ob VW-Gelder für dessen Reisen mit dem Geschäftszweck vereinbar waren. Volkert räumte später Verbindungen zu Schuster ein.

Ende September wurde Hartz vernommen. "Kontrollen der Verwendung von Geldmitteln" hätten zeitweise offenbar nicht im erforderlichen Umfang stattgefunden, räumte er ein. Am 7. Oktober wurde der Ex-Arbeitsdirektor der Untreue verdächtigt.

[...] Piëch sagte, er habe davon nichts gewußt und sei an einer lückenlosen Aufklärung interessiert. Am 19. April wurde VW-Chef Bernd Pischetsrieder vernommen. Dabei ging es vor allem um den Verantwortungsbereich von Hartz und die Kostenstelle "1860", über die mit Eigenbelegen sogenannte Vertrauensspesen abgerechnet worden sein sollen. Im Mai stieg die Zahl der Beschuldigten, gegen die wegen des Verdachts auf Untreue und Betrug ermittelt wird, auf 14.


Aus: "Hartz kostete die Affäre den Posten" (Artikel erschienen am Sat, 15. July 2006)
Quelle: http://www.welt.de/data/2006/07/15/959849.html

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Quote
[...] Der frühere VW-Personalvorstand Peter Hartz hat einen neuen Job. Im Saarland hat er eine eigene Firma registriert - die bietet Hilfe bei Unternehmensführung und Controlling an.

Wolfsburg/Hamburg - Das Unternehmen sei im Januar bei der IHK Saarland als Mitglied registriert worden, schreibt die "Wolfsburger Allgemeine Zeitung". Es sei als Firma "Professor Dr. h.c. Peter Hartz GmbH & Co." eingetragen und beschreibe seinen Geschäftszweck mit "Beratung, Unternehmensführung und Controlling".


Aus: "Peter Hartz ist jetzt Berater" (SPON; 25. Juli 2006)
Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,428390,00.html


-.-

Quote
[...] Objekte von Faurecia in München und einer anderen Stadt seien im Mai durchsucht worden. Der ehemalige BMW-Abteilungsleiter aus München sei schon seit einem Jahr in Untersuchungshaft. Er soll von mehreren Zulieferfirmen für Aufträge insgesamt mehrere 100.000 Euro in bar verlangt haben. Dabei sei es um Teile für den 3er-BMW und den Mini gegangen. Im Zuge dieser Ermittlungen sei man schließlich auch auf Faurecia gestoßen, erklärte Winkler.


Aus: "Auch BMW-Manager soll geschmiert worden sein" (.rp-online.de; 25.07.06)
Quelle: http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/wirtschaft/unternehmen/344541

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Quote
[...] Der ehemalige VW-Betriebsratschef Klaus Volkert hat sein Gehalt durch Sonderboni offenbar fast verdoppeln können. Sein Gönner, Ex-Personalvorstand Peter Hartz, habe die Zahlungen heimlich und eigenverantworlich veranlasst, heißt es.


Aus: "VW-AFFÄRE: Zwei Millionen für Ex-Betriebsrat Volkert" (15.10.2006)
Quelle: http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,442688,00.html

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Quote
[...] In der VW-Affäre um Schmiergeld, Sexpartys und Lustreisen für Betriebsräte erwägt die Staatsanwaltschaft die Verfahren in Einzelfällen schriftlich zu erledigen. Durch den Verzicht auf öffentliche Verhandlungen soll das Großverfahren gestrafft werden.

[...]  Ziehe sagte, in einzelnen Fällen werde erwogen, auf eine öffentliche Verhandlung zu verzichten, um das Verfahren zu beschleunigen und den Beteiligten aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes die Darstellung aller Details zu ersparen.

Das sei möglich, wenn die Beschuldigten auf einen Einspruch verzichteten und die ihnen zur Last gelegten Beschuldigungen mit Geldstrafe oder maximal einem Jahr Haft geahndet werden könnten. Ein "Deal" sei das allerdings nicht – und auch keine Einstellung des Verfahrens, sondern eine Erledigung auf schriftlichem Wege.


Aus: "VW-Affäre: Justiz verzichtet auf öffentliche Verhandlungen" (11/2006 Financial Times Deutschland)
Quelle: http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/137066.html?zid=90221



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Quote
[...] Die jüngsten Preiserhöhungen der Deutschen Bahn hat Bahn-Chef Hartmut Mehdorn mit hohen Energiekosten begründet. Die Gehälter für den Vorstand erwähnte er nicht - sie schnellten in den vergangenen Jahren um 400 Prozent nach oben.


Aus: "DEUTSCHE BAHN: Vorstandsbezüge steigen schneller als die Preise" (15.10.2006)
Quelle: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,442669,00.html

« Last Edit: September 16, 2014, 10:57:54 AM by Textaris(txt*bot) »

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[Herzversagen und eine Leiche im Stadtpark]
« Reply #3 on: July 13, 2006, 10:46:57 AM »
Quote
[...] Der wegen Betrugs verurteilte einstige Chef des US-amerikanischen Energiekonzerns Enron, Kenneth Lay, ist tot. Das berichteten US-Medien am Mittwoch. Lay (64) sei in Aspen (Colorado) gestorben, hieß es unter Berufung auf die Familie. Über die Todesursache wollte sie keine Angaben machen. Laut CNN war Lay am Dienstagabend mit Herzproblemen ins Krankenhaus gebracht worden. Nach Angaben der Ärzte habe sein Herz am frühen Morgen versagt.


Aus: "Herzversagen - Enron-Gründer Lay tot" (n-tv.de; Mittwoch, 5. Juli 2006)
Quelle: http://www.n-tv.de/685880.html

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Quote
[...] London - Ein wichtiger Zeuge im Skandal um die Milliardenpleite des US-Energiekonzerns Enron ist am Mittwoch in London tot aufgefunden worden. Die Leiche des ehemaligen Chefs der Nordamerika-Abteilung der Royal Bank of Scotland, Neil Coulbeck, wurde in einem Stadtpark im Osten der Finanzmetropole entdeckt.


Aus: "ENRON-PROZESS - Topbanker tot im Park gefunden" (12.07.2006)
Quelle: http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,426453,00.html

« Last Edit: July 13, 2006, 04:45:44 PM by lemonhorse »

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[Händeschüttlern... ]
« Reply #4 on: July 18, 2006, 10:46:34 AM »
Quote
[...] Grasser betonte am Montag einmal mehr, dass er Flöttl nicht persönlich kenne und dass er mit dem Investmentbanker auf der Yacht lediglich "Smalltalk" betrieben habe.

[...] Grasser hatte den Yacht-Ausflug mit Flöttl ursprünglich dementiert und erst nach Vorliegen aller Fakten bestätigt.

[...] Rückendeckung erhält Grasser nur von den Koalitionsparteien: BZÖ-Chef Peter Westenthaler bezeichnete ihn am Montag als "ausgezeichneten Finanzminister" und will über den Yacht-Ausflug nicht sprechen: "Ich befasse mich nicht mit Segelfahrten eines Ministers." Für den ÖVP-Politiker Werner Amon sind die Attacken der Opposition "unterstes Wahlkampfniveau" und ein Ablenkungsversuch von der Bawag-Affäre.

Auch Grasser selbst denkt nicht daran, wegen des Yacht-Ausflugs die Segel zu streichen: "Die Rücktrittsaufforderungen lassen mich völlig ungerührt", betonte der Minister - zumal bekannt sei, dass sich auch die Ex-Kanzler Franz Vranitzky und Viktor Klima mit Flöttl getroffen hätten und dessen Familie mit der Familie von Bundespräsident Heinz Fischer befreundet sei. Grasser: "Am Ende des Tages wird sich herausstellen, dass die Malversationen bei anderen Händeschüttlern liegen." (Ag.)


Aus: " Opposition fordert Grasser-Rücktritt" (diepresse.com; 17.07.2006)"
Quelle: http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=p&ressort=ip&id=572482

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Quote
[...] Die Refco-Gläubiger wollen von der BAWAG mehr als 1,3 Mrd. Dollar (rund 1 Milliarde Euro) einklagen. In einer umfangreichen Klagsschrift beschuldigen sie die Gewerkschaftsbank der Beihilfe zum Betrug. Den Vorwürfen zufolge soll die BAWAG in den vergangenen Jahren über "Ultimo-Geschäfte" wiederholt mitgeholfen haben, Verlustlöcher in Bilanzen des Brokers Refco zu stopfen. Die BAWAG sieht sich allerdings selber als Opfer.

Aus: "Entscheidung über Milliardenklage gegen BAWAG" (27. April 2006; SN/APA; salzburg.com)
Quelle: http://www.salzburg.com/sn/nachrichten/artikel/2016351.html

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Quote
[...] WIEN. Die Bank hat nach eigenen Angaben mit hochspekulativen Geschäften in den Jahren 1995 bis 2000 rund eine Mrd. Euro verloren. Als darauf die Eigenkapitalbasis des Instituts bedenklich zusammenschmolz, stand heimlich der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) mit seiner durch Mitgliedsbeiträge aufgefüllten Streikkasse für die Bawag gerade. Ohne diese Absicherung wäre die Bawag damals am Ende gewesen. Die Gewerkschaftsbank hatte erst vor kurzem wegen der Pleite eines US-Brokers 400 Mill. Euro abschreiben müssen.

Der heutige Bawag-Aufsichtsratschef Günter Weniger hatte die Rettungsaktion damals mit dem ÖGB eingefädelt und auch dessen Chef Fritz Verzetnitsch informiert. Beide bewahrten aber Stillschweigen. „Der Vorstand der Bank hat mich Ende 2000 von Verlusten in einer Höhe informiert, die die Erstellung der Bawag-Bilanz gefährdet hätten. In Abwägung aller Interessen habe ich beschlossen, diese Information für mich zu behalten“, erklärte Weninger am Freitag. Wären die horrenden Verluste publik geworden, so „hätte das die Gefahr von Mittelabflüssen, den Verlust von Arbeitsplätzen und Vermögen des Eigentümers bedeutet“. Weninger wird nun seinen Hut nehmen. Auch der Posten des österreichischen Gewerkschaftsbosses Verzetnitsch wackelte über das Wochenende zunehmend.

Der Skandal fällt in den anlaufenden Wahlkampf in Österreich, wo im Herbst ein neues Parlament gewählt werden soll. Entsprechend erbittert sind die politischen Reaktionen. Vizekanzler Hubert Gorbach, der dem rechten Bündnis BZÖ angehört, spricht vom größten Bankenskandal in der österreichischen Nachkriegsgeschichte und fordert den Rücktritt des ÖGB-Präsidenten. „Da hat ein Klüngel aus Parteifunktionären, Gewerkschaftsvertretern und Bawag-Managern die Beiträge der Gewerkschaftsmitglieder verzockt“, sagte Gorbach.


Aus: "Streikkasse rettete österreichische Bawag-Bank" Von Oliver Stock
(HANDELSBLATT, Montag, 27. März 2006)
Quelle: http://www.handelsblatt.com/news/Default.aspx?_p=200039&_t=ft&_b=1055630


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Quote
[...] Der Inhalt ist streng vertraulich. Grasser verriet nur soviel: Es verdichten sich die "Verdachtsmomente in Richtung Veruntreuung und krimineller Machenschaften sehr deutlich".

[....] Der Inhalt des Prüfberichts der Nationalbank ist bereits Ende Juni publik geworden. Die aktualisierte Version kommt just zu einer Zeit, in der Grasser wegen seiner Yacht-Affäre unter Beschuss ist, kommentiert die Opposition. Tatsächlich befinden sich zumindest einige interessante Neuheiten in dem Bericht. So fanden die Bawag-Prüfer bisher 120 Stiftungen und Sondergesellschaften, die laut Grasser nur dazu gegründet worden sind, um zu verschleiern.

Brisant sind auch die Erkenntnisse über das Vermögen von Wolfgang Flöttl jr. Dieser hat bekanntlich bei den Karibik-Geschäften 1,4 Mrd. Euro verspekuliert. "Es stellte sich in diesem Zusammenhang die grundsätzliche Frage, wie wahrscheinlich es ist, dass ein erfahrener Portfoliomanager wie Wolfgang Flöttl über Jahre hindurch jedes ihm anvertraute Geld in einen Totalverlust führt", heißt es im Bericht.

Zur Deckung des Schadens sollte Flöttls Vermögen herhalten. Gemälde, darunter Picassos und Van Goghs, Liegenschaften und ein Jet. Laut Berechnungen des Restrukturierungsteams in der Bawag war das Vermögen rund 240 Mio. Euro wert. Es wurde in drei liechtensteinische Stiftungen eingebracht, die ganze Aktion lief in der Bawag unter größter Geheimhaltung. Doch letztendlich flossen nur 100 Mio. Euro an die Bawag zurück. Der Rest? Es besteht der dringende Verdacht, so der Prüfbericht, dass ein Teil der Gelder veruntreut wurde. Sogar wertvolle Gemälde seien spurlos verschwunden.

Immerhin musste die Bawag 172 Mill. Dollar bezahlen, um an Flöttls Aktiva heranzukommen. Für die Bilder mussten noch ein 154-Mio.-Dollar-Kredit bei Sotheby's beglichen werden. Und dann hatte Flöttl auch noch einen 18-Mio.-Dollar-Kredit bei der Meinl Bank offen, dem Kreditinstitut seines Freundes Julius Meinl V.


Aus: "Wer kassierte die Flöttl-Millionen? (Die Presse; 19.07.2006)
Quelle: http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=p&ressort=i&id=572742

« Last Edit: September 12, 2008, 09:42:55 AM by Textaris(txt*bot) »

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[in einem Anflug von Ganovenehre... ]
« Reply #5 on: July 19, 2006, 11:45:52 AM »
Quote
[...] Im Betrugsskandal um die Geldtransportfirma Heros ist nach Angaben des Insolvenzverwalters den Kunden ein Schaden von insgesamt 540 Mio. Euro entstanden.

[...] Heros hatte Preise verlangt, die zum Teil nur halb so hoch waren wie auf dem Markt üblich. Allein 230 Mio. Euro an Kundengeldern wurden Sack zufolge in den Jahren 2002 bis 2006 für die Aufrechterhaltung des Heros-Betriebs verwendet. Weiteres Geld floss in die Taschen führender Heros-Mitarbeiter. So habe etwa eine frühere Mitarbeiterin zwei Mio. Euro als Schweigegeld erhalten.

Der Verbleib von 95 Mio. Euro sei weiter unklar, sagte Sack. Wahrscheinlich sei, dass Heros-Führungskräfte auch diese Gelder zum Grossteil zu privaten Zwecken verbraucht hätten. "So wie wir das einschätzen, hat man sich wahrscheinlich eine Reserve für die Zeit nach der Haft geschaffen", sagte Sack. "Es gibt sicherlich Gelder, die noch keiner entdeckt hat." Der frühere Chef von Heros und drei führende Mitarbeiter sitzen seit Februar in Untersuchungshaft.

Heros hatte nach mutmasslichen Betrügereien Insolvenz angemeldet. Im Mai übernahm der US-Finanzinvestor MatlinPatterson das Unternehmen für 13,45 Mio. Euro und führt es unter dem Namen SecurLog weiter.

[...] Die Heros-Führung hatte nach Sacks Angaben ab Mitte der 90er Jahre Kundengelder veruntreut. Mit einem "fein ausgeklügelten Schneeballsystem" habe die Firma das bei Banken abgeholte Geld erst mit Verzögerung bei den Kunden abgeliefert und Beträge für die Aufrechterhaltung seines eigenen Betriebs abgezweigt. Insgesamt gebe es heute rund 1000 Forderungen von Gläubigern. Noch einen Tag vor der Insolvenzmeldung habe Heros die Forderungen einige kleinerer Kunden erfüllt, sagte Sack. "Das geschah wohl in einem Anflug von Ganovenehre." (apa)


Aus: "Gesamtschaden von 540 Mio. Euro für Heros-Kunden - 140 Mio. Euro auf Heros-Konten eingefroren" (wirtschaftsblatt.at; 18.07.2006)
Quelle: http://www.wirtschaftsblatt.at/pages/495926

« Last Edit: December 16, 2008, 10:28:41 AM by Textaris(txt*bot) »

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[Beraterhonorar oder Motivationszahlung... ]
« Reply #6 on: July 19, 2006, 11:55:13 AM »
Quote
[...] Die aktuelle Verleumdungsaffäre um angebliche Schwarzgeldkonten französischer Politiker bei der luxemburgischen Finanzgesellschaft Clearstream zeigt, wie vernichtend sich heute bereits der Vorwurf der Korruption auf Politik und Gesellschaft auswirkt. Selbst ihren eigenen Volksvertretern trauen die westeuropäischen Gesellschaften illegale Geschäfte zu. In Deutschland wie in Frankreich hat heute jeder zweite Fall, der die Gerichte beschäftigt, mit Bestechung und Bestechlichkeit zu tun - und dabei bleiben nach Schätzungen der Strafverfolger 90 Prozent der Fälle unentdeckt. Allein die erfassten Schmiergeldzahlungen belaufen sich auf fast sechs Milliarden Euro. Nichts lässt die Hemmschwelle so schnell sinken, wie die Überzeugung, dass die anderen es auch nicht anders machen. "In vielen Firmen und Behörden ist Korruption gelebter Alltag", schreibt Deutschlands führender Antikorruptionskämpfer Wolfgang Schaupensteiner. "Die meisten Täter, etwa 70 Prozent, sind ohne Unrechtsbewusstsein." Schmiergeld heißt bei ihnen Beraterhonorar oder Motivationszahlung. Die Täter sind oft Entscheidungsträger und begehen die Taten aus Kalkül, weil sie an die Notwendigkeit von Korruption glauben, aus Selbstüberschätzung, weil sie sicher sind, nicht erwischt zu werden, oder aus Gier, weil ihnen ein gutes Einkommen immer noch nicht reicht.


Aus: "Im Sumpf der Korruption" (1arte-tv.com/de; 8. Juli 2006)
Quelle: http://www.arte-tv.com/de/woche/244,broadcastingNum=538513,day=4,week=29,year=2006.html

« Last Edit: December 16, 2008, 10:28:28 AM by Textaris(txt*bot) »

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[Unregelmäßigkeiten... ]
« Reply #7 on: July 26, 2006, 10:05:37 AM »
Quote
[...] Im Einzelnen geht es um den ehemaligen CEO Greg Reyes, den ehemaligen Finanzchef Tony Canova sowie die Expersonalchefin Stephanie Jensen. Dies ist der bisher kräftigste Schlag gegen mutmaßliche Optionsbetrügereien. Gegen über 80 Firmen wird bereits ermittelt, doch könnten mehrere hundert Unternehmen betroffen sein. Eine breit angelegte Studie an den Universitäten in Iowa und Indiana weist darauf hin, dass zwischen 1996 und 2005 rund 30 Prozent von 7800 untersuchten Firmen Optionen zurückdatierten und dass 13,6 Prozent dieser Anrechte manipuliert waren.

[...] Interessanterweise ist das Zurückdatieren selbst nicht strafbar – wenn es die Firma gegenüber den anderen Aktionären öffentlich bekannt macht. Dies ist aber wohl in der Regel unterblieben. So wird denn auch Brocades Ex-CEO Reyes nicht vorgeworfen, eigene Optionen manipuliert und sich so bereichert zu haben. Profitiert von dem Verfahren hätten neu eingestellte Mitarbeiter, denen die werthaltigeren Optionen zum Unternehmenseintritt angeboten wurden. Jensen kontrollierte angeblich das System der Optionsausübung; Canova wird beschuldigt, dem Treiben von Reyes und Jensen kein Ende gesetzt zu haben. Reyes und Jensen drohen bis zu 20 Jahre Haft und Geldstrafen in Höhe von maximal fünf Millionen US-Dollar.

Wie es aussieht, will die SEC mit den Ex-Brocade-Managern ein Exempel statuieren. Ermittlungen räumen indes immer mehr Hightech-Unternehmen ein, darunter Verisign, Cnet Networks, Foundry Networks, Applied Micro Circuits, Cyberonics, M-Systems und Progress Software. Selbst Apple Computer gab an, dass man bei einer hausinternen Untersuchung „Unregelmäßigkeiten“ entdeckt habe – eine davon betreffe sogar den jetzigen Chef Steve Jobs. (speicherguide.de/cvi)


Aus: "Will die SEC bei Brocade ein Exempel statuieren?" (25.07.2006)
Quelle: http://www.tecchannel.de/news/themen/business/444204/

« Last Edit: December 16, 2008, 10:29:00 AM by Textaris(txt*bot) »

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[Das „Confesercenti“-Papier... ]
« Reply #8 on: July 26, 2006, 10:10:14 AM »
Quote
[...]  Der Umsatz, den das Organisierte Verbrechen durch Erpressung von Unternehmen und Kaufleuten generiert, beträgt 77,8 Mrd. Euro und ist damit so hoch wie jener eines Großunternehmens.

[...] In einigen Regionen Süditaliens wie Sizilien und Kalabrien zahlen fast 80 Prozent der Kaufleute Schutzgeld, geht aus dem „Confesercenti“-Papier hervor. Auf Sizilien seien es 50.000 Kaufleute. „In einigen Regionen zahlen nur jene Unternehmen, die direkt im Besitz der Mafia stehen, kein Schutzgeld“, hieß es im Dossier.

Zu den Branchen, in denen die Mafia besonders aktiv sind, zählen laut „Confersercenti“ die Freizeitindustrie, die Gastronomie, Supermärkte, Autosalons und die Modebranche. Auch im Immobilienbereich ist das Organisierte Verbrechen besonders aktiv. „Die Mafia ist bereits in die Finanzkreisen von halb Europa eingedrungen“, warnte der Bericht.


Aus: "Mafia: Druck auf Italiens Wirtschaft" (vienna.at; 24. Juli 2006)
Quelle: http://www.vienna.at/engine.aspx/page/vienna-article-detail-page/cn/vol-news-jsteiner-20060724-034415/dc/tp:vol:news-welt

« Last Edit: December 16, 2008, 10:29:16 AM by Textaris(txt*bot) »

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[Anonyme Spenden... ]
« Reply #9 on: July 27, 2006, 10:31:46 AM »
Quote
[...] Die SPD Wuppertal habe im Jahr 1999 anonyme Spenden in Höhe von einer halben Million Mark (256 000 Euro) angenommen, urteilte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. „Erst nachträglich in Erscheinung tretende Spender erkennt das Gesetz nicht an“, hieß es in der Entscheidung. Es müsse für die Parteimitglieder und für die interessierte Öffentlichkeit klar sein, wer durch namhafte Spenden gegebenenfalls auf die Willensbildung und die Entscheidungen einer Partei Einfluss nehmen könne.

Hintergrund des Rechtsstreits waren Spenden eines Bauunternehmers, der den Wahlkampf des damaligen Wuppertaler Oberbürgermeisters Hans Kremendahl (SPD) unterstützen wollte. Da der Geschäftsmann nicht selbst als Spender der gesamten Summe in Erscheinung treten wollte, nannte er nachträglich mehrere Privatpersonen als weitere Geber. Die Bundes-SPD übernahm zwei der Personen in ihren Rechenschaftsbericht für 1999, der Grundlage für die staatliche Parteienfinanzierung im Jahr 2000 war. Tatsächlich hatten beide Personen jedoch nicht gespendet.


Aus: "770 000 Euro Strafe für die SPD" (focus.msn.de; 26.07.06)
Quelle: http://focus.msn.de/politik/deutschland/parteispendenaffaere_nid_32598.html

« Last Edit: December 16, 2008, 10:29:27 AM by Textaris(txt*bot) »

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[Sonderkonditionen... ]
« Reply #10 on: July 27, 2006, 10:39:36 AM »
Quote
[...] Vor der letzten Unterhauswahl im Mai 2005 hatte sich die Labour Party von reichen Unternehmern Vorzugskredite in Höhe von umgerechnet rund 20 Millionen Euro gewähren lassen. Während Spenden binnen Jahresfrist deklariert werden müssen, konnten solche so genannten Kredite bisher geheim bleiben. Mindestens vier der Spender hatte der wiedergewählte Premier dann für einen Sitz im Oberhaus vorgeschlagen, was die zuständige Berufungskommission ablehnte. Blairs Beteuerung, das eine habe mit dem anderen „nichts zu tun“, klang wenig überzeugend. Dass im Gegenteil die Geldgeber mit Gegenleistungen rechnen dürfen, hielt MacNeils Parteichef Alex Salmond dem angeschlagenen Premierminister im Parlament vor: „80 Prozent der gesamten Spenden an Labour kamen von Leuten, die anschließend Orden, Ritterschlag oder Lord-Titel erhielten.“

[...] Schon gilt die Labour-Regierung in der Bevölkerung als ebenso „schmierig“ wie die letzte Tory-Administration des glücklosen John Major. Dabei wollte Blair 1997 „weißer als weiß” auftreten, um der Parteiverdrossenheit entgegenzuwirken. Immerhin hat die Regierung seit 1997 gegen den Widerstand der Torys das Spendensystem transparenter gemacht, beispielsweise auch dafür gesorgt, dass Spenden von Ausländern verboten wurden. Kredite zu Sonderkonditionen aber kamen in den einschlägigen Vorschriften nicht vor.

Inzwischen verstärken neue Details den Eindruck, dass in der Downing Street Schattengeschäfte zur Regel geworden sind. „Nicht zum ersten Mal“, seufzt der Labour-Abgeordnete Tony Wright, „bedarf es erst eines Skandals, bevor eine Reform zustande kommt.“ Als Vorsitzender des Parlamentsausschusses für die öffentliche Verwaltung hat Wright bisher der Polizeiuntersuchung den Vortritt gelassen. Das ist für Labour und Premier Blair einstweilen wahrscheinlich besser so. Schließlich gilt in der Politik die Unschuldsvermutung des Strafrechts nur in Ausnahmefällen – und ganz gewiss nicht, wenn es um Geld geht.


Aus: "Orden für die Gönner" Von SEBASTIAN BORGER, LONDON (Rheinischer Merkur Nr. 30, 27.07.2006)
Quelle: http://www.merkur.de/2006_30_Orden_fuer_die_G.14195.0.html?&no_cache=1

« Last Edit: December 16, 2008, 10:29:39 AM by Textaris(txt*bot) »

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[Rechnungen von Drittfirmen... ]
« Reply #11 on: July 31, 2006, 07:36:15 PM »
Quote
[...] Erneut muß sich ein Mitarbeiter des DaimlerChrysler-Konzerns wegen Korruption in Millionenhöhe verantworten. Es werde geprüft, ob sich der Mann Geld erschlichen habe, indem er sich Rechnungen von Drittfirmen ausstellen ließ, für die es keine Leistungen gab, bestätigte eine Sprecherin der Stuttgarter Staatsanwaltschaft.


Aus: "Früherer Daimler-Angestellter soll Millionen veruntreut haben" (welt.de; 31. Juli 2006)
Quelle: http://www.welt.de/data/2006/07/31/979793.html
« Last Edit: December 16, 2008, 10:29:53 AM by Textaris(txt*bot) »

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[Im Lenkungsbauausschuss... ]
« Reply #12 on: August 09, 2006, 07:46:58 PM »
Quote
[...] Wildmoser war bei der Vergabe des Bauauftrags für die Arena als Verantwortlicher des Fußballvereins 1860 München auch Geschäftsführer der Stadiongesellschaft und Mitglied eines Lenkungsbauausschusses. Für diese Funktionen erhielt er zwar ein Jahresgehalt von rund 400.000 Euro. Gleichwohl hatte er während des Bauvergabeverfahrens über einen Mitarbeiter Kontakt zu der Firma Alpine Bau aufgenommen und ihr gegen Zahlungen in Höhe von 2,8 Millionen Euro Insiderinformationen zugeschanzt.


Aus: "Allianz Arena: Vier Jahre Haft für Wildmoser" Karl-Heinz Wildmoser junior muss wegen der Schmiergeldaffäre um den Bau der Münchener "Allianz-Arena" ins Gefängnis. Laut Staatsanwaltschaft bleiben ihm noch maximal zwei Monate in Freiheit, bevor er seine Haftstrafe absitzen muss (ZEIT online, Tagesspiegel | 09.08.2006 18:05)
Quelle: http://www.zeit.de/news/artikel/2006/08/09/70270.xml?page=1
« Last Edit: December 16, 2008, 10:30:29 AM by Textaris(txt*bot) »

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[Geschenkgutscheine... ]
« Reply #13 on: August 13, 2006, 10:06:53 PM »
Quote
[...] Washington - Der ehemalige Vize-Präsident der US-Supermarktkette Wal-Mart, Thomas Coughlin, ist wegen Veruntreuung und Steuerhinterziehung zu einem 27-monatigen Hausarrest verurteilt worden.

Wie das "Wall Street Journal" am Freitag (Ortszeit) auf seiner Website berichtete, gestand Coughlin vor Gericht, mittels gefälschter Rechnungen und Missbrauch von Geschenkgutscheinen Firmengelder in Höhe von 500.000 Dollar (rund 392.000 Euro) in die eigene Tasche gewirtschaftet zu haben.

[...] Coughlin, ein langjähriger Vertrauter des verstorbenen Wal-Mart-Gründers Sam Walton, hatte das Unternehmen nach den Anschuldigungen vor mehr als einem Jahr verlassen. Er gab seinerzeit an, die Gelder unter anderem für ein betriebsinternes Vorgehen gegen Gewerkschafter eingesetzt zu haben.

Wal-Mart wies dies zurück, auch das Gericht fand keine Belege für eine solche Aktion. Laut "Wall Street Journal" hat das Unternehmen nun ein zivilrechtliches Verfahren angestrengt, um ein mit Coughlin vereinbartes Rentenpaket in Höhe von zehn Millionen Dollar zu streichen


Aus:"WAL-MART - Habgieriger Manager verurteilt" (manager-magazin.de; 13.08.2006)
Quelle: http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,431468,00.html

« Last Edit: December 16, 2008, 10:31:13 AM by Textaris(txt*bot) »

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[Ein Sonderkonto und Platzhaltergeschäfte]
« Reply #14 on: August 17, 2006, 12:16:22 PM »
Quote
[...] Das Sonderkonto wurde bei der Post-Privatisierung 1995 von der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation eingerichtet. Darüber liefen diverse „Platzhaltergeschäfte“, deren Erträge aber nicht im Bundeshaushalt ausgewiesen wurden, schreiben die Rechnungsprüfer.

So seien von dem Konto rund 550 Millionen Euro als Darlehen an die KfW-Bank geflossen. Das Ministerium habe mehrere Zusagen gebrochen, das Konto aufzulösen.

Es setze diese „Umgehung des Bundeshaushalts und dessen parlamentarischer Kontrolle“ bis heute fort, obwohl 2005 die gesetzliche Grundlage weggefallen sei. Bei der jüngsten Kontrolle fiel auf, dass in diesem Jahr immer noch rund 42 Millionen Euro auf dem Konto parken.


Aus: "Millionensummen verschoben - Rechnungshof deckt Schattenhaushalt des Finanzministers auf" (Stefan Reker; 16.08.06)
Quelle: http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/politik/deutschland/347589