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Gedankenschleuder und Fraktal Texte / [Romantik und Melancholie... ]
« Last post by Textaris(txt*bot) on Yesterday at 10:42:48 AM »
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[...] Frank Jödicke: ... Als ob die Melancholie dadurch entstünde, dass etwas innerlich, geistig genau ausgearbeitet wird. Sei es jetzt durch die Erinnerung oder die Kunst.

Konstantin Wecker: Das ist natürlich völlig richtig, die Melancholie gehört immer dazu. Eugen Drewermann hat gesagt, die Schwermut sei die Schwester Deines Glücks.
Das erscheint mir deswegen interessant, weil ich das an mir erst seit kurzem akzeptiere. Ich habe vor 14 Jahren ein Lied über die Schwermut geschrieben. Meine Texte passieren mir ja und ich denke sie mir nicht aus. Und nach diesem Lied wusste ich plötzlich, dass ich immer schon ein schwermütiger Mensch war und mir gerne von außen einreden ließ, ich hätte die Power und sei immer gut drauf. Ohne Schwermut kann man nicht mitfühlend sein. Erst die Schwermut gibt uns die Möglichkeit, tief in uns hineinzugehen, und wir beginnen dort etwas zu verarbeiten.
Die Schwermut ist eine Bedingung der Kunst. Das Glück ist ohne Schwermut gar nicht als solches zu erfassen. Das Erinnern an die schönen Augenblicke wird mir heute im Alter erst viel klarer. Die wirklich schönen Augenblicke sind nicht die, wo man mal kurz gut drauf ist, sondern sind jene der Ich-Losigkeit, wo man einfach nur da ist und aufgehoben ist in allem.
An diese mystischen Erfahrungen kann man sich natürlich nachher nicht erinnern, weil man ja in diesen Erfahrungen mitten drinnen war und ohne Ratio. Ich kann mich nur erinnern, dass da mal was war. Es kann nicht nachempfunden werden und mit dem Verstand zurückgeholt werden. Um es erneut zu empfinden muss es wieder erlebt werden. Das ist gerade das Schöne an diesen Momenten. Sie können auch nicht erarbeitet werden, auch vierzig Jahre Meditation bieten keine Gewähr, dass man in diesen Zustand kommt.



Aus: ""Nationalismus wird uns immer ins Elend führen"" Frank Jödicke (15. August 2018)
Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Nationalismus-wird-uns-immer-ins-Elend-fuehren-4136969.html?seite=all
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[...] Konstantin Wecker: Ich möchte an dieser Stelle nochmals betonen, dass meine Eltern völlig untypisch für die Generation der Eltern eines Siebzigjährigen waren. Dies erwähne ich ganz bewusst immer wieder. Wenn ich in meinem Lied schreib: "Ich habe eine großes Herz für die Träumer und Versager", dann meine ich damit schon auch meinen Vater. Weil der ja in gesellschaftlichem und finanziellem Sinn ein Versager war. Was er sicherlich nicht gern gehört hätte. Aber was für ein wunderbarer, warmherziger und weiser Mann ist er geworden.
Wir müssen den Worten mehr auf den Grund gehen. Versager heißt, "ich versage mir etwas". (lacht) Hat doch was, oder? Ich versage mir, teure Markenkleidung zu tragen, ich versage mir, andere auszubeuten, und ich versage mir, Euren Quatsch mitzudenken. Ich bin ein Versager.

...



Aus: ""Nationalismus wird uns immer ins Elend führen"" Frank Jödicke (15. August 2018)
Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Nationalismus-wird-uns-immer-ins-Elend-fuehren-4136969.html?seite=all
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[...]  Ungewöhnlich brutal ist ein 21-Jähriger am Sonntagabend nacheinander mit einem Messer und Faustschlägen auf drei junge Leute losgegangen, die ihm zufällig über den Weg liefen. Bundespolizei und Berliner Polizei bestätigten auf Tagesspiegel-Anfrage, dass es sich bei zwei separat gemeldeten Angriffen, die sich kurz nacheinander abspielten, um ein und denselben Intensivtäter handelt. Zuerst saß er gegen 20.30 Uhr aus Richtung Innenstadt kommend in der S5, wie die Bundespolizei berichtet. Ihm gegenüber befand sich ein 25-Jähriger, dem plötzlich auffiel, dass dem Mann ein Messer aus dem Rucksack fiel, woraufhin er seinen Sitzplatz wechselte. Der 21-Jährige folgte ihm jedoch, fragte ihn, ob er jetzt die Polizei rufen würde – und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht. Am Bahnhof Wuhletal stieg der Angreifer in die U5 nach Hönow um.

Am U-Bahnhof Hellersdorf setzte er seinen gewalttätigen Streifzug fort. Gegen 20.40 Uhr ging er auf der Stendaler Brücke, die über die Gleise führt, ziemlich unvermittelt auf zwei Jugendliche zu und pöbelte sie an. Bei dem Versuch des 17-Jährigen, die Situation zu beruhigen, holte der junge Mann sein Messer aus dem Rucksack, griff den Hals seines Gegenübers und stach ihm in den Unterarm, wie die Berliner Polizei berichtete. Als der 15-Jährige dazwischen ging, wurde auch er durch Faustschläge ins Gesicht verletzt. Beamte einer Einsatzhundertschaft nahmen den Angreifer wenig später vorläufig fest. Die Stichwunde konnte ambulant behandelt werden. Die beiden anderen bekannten Opfer verzichteten auf medizinische Hilfe. Nach Angaben der Bundespolizei ergab eine Atemalkoholmessung einen Wert von rund 1,9 Promille. Der Mann sei „einschlägig polizeibekannt“.


Aus: "Polizei: Intensivtäter schlägt und sticht mehrfach unvermittelt zu" Ingo Salmen (14.08.2018)
Quelle: https://leute.tagesspiegel.de/marzahn-hellersdorf/polizei/2018/08/14/53483/intensivtaeter-schlaegt-und-sticht-mehrfach-unvermittelt-zu/

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[...] Nach Polizeiangaben von Montag liefen die beiden, 35 und 36 Jahre alt, kurz nach 18 Uhr Hand in Hand aus dem U-Bahnhof Möckernbrücke, als sie von dem Unbekannten zunächst homophob beleidigt worden seien. Anschließend habe der Mann beide geschlagen, bevor er in den Park am Gleisdreieck flüchtete. Das Paar trug leichte Verletzungen davon; eine medizinische Behandlung lehnte es ab.  Die Frauen beschrieben den Tatverdächtigen als Nordafrikaner.


Aus: "Berlin-Kreuzberg: Frauen homofeindlich beleidigt und geschlagen" (13.08.2018)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/berlin/queerspiegel/berlin-kreuzberg-frauen-homofeindlich-beleidigt-und-geschlagen/22906020.html

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Pat7 13.08.2018, 11:39 Uhr
Antwort auf den Beitrag von Kapitel 13.08.2018, 11:28 Uhr
Kennen Sie einen Kriminellen, der eine Tat begangen und dann auf die Polizei gewartet hat?

Hier geht es nicht um normale Kriminalität zum Zwecke des sich Bereicherns. Dessen Wesen ist nun mal die Anonymität und funktioniert nur auf die Weise.

Hier hat jemand ein Statement abgeliefert weil er welchen Hass auch immer auf Frauen hat die Händchen halten. Sich erst toll finden weil man es denen mal gezeigt hat aber nicht bereit sein zu seinen Ansichten zu stehen. Das ist Feigheit. Die selbe Feigheit wie im  Netz wenn andere wegen der politischen Meinung oder ihrer Lebensweise anonym bedroht, beleidigt und beschimpft werden oder man Bürgerbüros von Parteien mit Farbe und Parolen beschmiert oder Wahlkampstände angreift und dann abhaut.


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[...] Einen Tag nach dem Angriff auf einen Fanbus des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin in Köln spricht die Polizei von einer "neuen Dimension der Gewalt nach Fußballspielen". Der gewaltsame Zwischenfall hatte sich in der Nacht zum Dienstag ereignet, nach einem Spiel des 1. FC Köln gegen Union Berlin. Der Angriff auf den Bus war nach Einschätzung der Beamten eine gezielte und geplante Aktion. Von den 28 Festgenommenen seien bis auf einen noch alle in Gewahrsam, hieß es weiter. Einige von ihnen seien als "Gewalttäter Sport" bekannt.

Rund 100 vermummte Störer – alle in weißen T-Shirts und weiß-roten Sturmhauben – hatten nach Darstellung der Polizei zunächst einen polizeibegleiteten Fanbus vor einer Autobahnauffahrt mit Steinen attackiert. Aus dem Berliner Fanbus stürmten dann laut Polizei ebenfalls vermummte Störer. Die Einsatzkräfte drängten diese in den Bus zurück und die Kölner Angreifer auf einen nahe gelegenen Parkplatz. Von dort aus seien viele in unbeleuchteten Autos geflüchtet, hätten dabei gezielt Kurs auf Polizisten und Polizistinnen genommen und alle Anhalte-Aufrufe missachtet.

Polizeipräsident Uwe Jacob sprach in einer Pressekonferenz von "blankem Hass" und einem "nicht hinnehmbaren Angriff auf unser Rechtssystem". Dass niemand verletzt wurde, sei "irgendwo auch ein Wunder". Jacob nannte es erschreckend, dass sogar die Begleitung der Fanbusse durch die Polizei kein Hindernis gewesen sei, "sinnlose Gewalt" zu verüben.

Die Polizei beschlagnahmte sechs Fahrzeuge, mehrere Schlagstöcke, Pyrotechnik und andere gefährliche Gegenstände. Natalie Neuen von der Kölner Staatsanwaltschaft sagte, in den nächsten Tagen werde geprüft, "inwiefern wir Haftbefehle beantragen". Kripo-Leiter Becker zufolge gibt es Hinweise, dass die Kölner Störer von polizeibekannten Personen aus der Dortmunder Szene unterstützt wurden. Polizei und Justiz müssten auf "zunehmende Radikalisierung" reagieren. "Sonst haben wir bald keine Fußballspiele mehr, sondern befassen uns nur noch mit Gewalt im Fußball."

Der 1. FC Köln betonte, er verurteile Gewalt "ohne Wenn und Aber". Das habe man wiederholt zum Ausdruck gebracht und daran habe sich nichts geändert. "Nach unseren derzeitigen Informationen waren an den Vorfällen offenbar auch Personen beteiligt, die vom 1. FC Köln bereits mit einem Stadionverbot belegt sind", hieß es in einer Stellungnahme. "Das zeigt: Außerhalb des Stadions und abseits unserer Spiele sind die Vereine im Kampf gegen Gewalt auf Polizei und Justiz angewiesen."

Die Kriminalpolizei untersucht die Vorfälle nun mit einer Sonderermittlungsgruppe Paul, da sich die Ausschreitungen "Auf dem Paulsacker" ereigneten. Schwere Straftaten wie Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr und Verstöße gegen das Versammlungsgesetz stehen im Raum, wie der Kölner Kripo-Leiter Klaus-Stephan Becker in der Pressekonferenz sagte. Alle Festgenommenen zeigten sich bisher "vollkommen unkooperativ". Ihre Handys würden ausgewertet.

Die Beamten werden bei ihren Ermittlungen auch alle 77 Insassen des Berliner Fanbusses überprüfen. Man habe das Fahrzeug zum Präsidium eskortiert und dort alle Personalien festgestellt, sagte Becker. Es werde unter anderem der Frage nachgegangen, ob die Angriffe nicht nur unter den Kölnern zuvor abgesprochen waren, sondern es möglicherweise auch Verabredungen zur Gewalt zwischen Kölnern und Berlinern gab.

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matotope #1.3

Der Proll schwört auf MMA.


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matotope #3

Für Stein- & Flaschenwürfe bekamen einige nach G20 bis zu drei Jahre aufgebrummt, mal sehen wie das hier ausgeht.


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Martin Köster #5

wenn ich mir das durchlese, wenn ein bestimmter teil der bevölkerung noch nicht mal in frieden mit einem konkurrierenden fußballverein leben kann, dann muß man sich nicht wundern welche aggression den flüchtlingen und schutzsuchenden entgegenschlägt.
auf den schützenfesten prügelt man sich sogar mit den bewohnern des nachbardorfs, weil die "die anderen" sind.
da laufen primitivste biochemische vorgänge in den hirnen ab ...

richtig absurd wird es aber, wenn diese hooligans sich dann im rechtsextremen milieu wiederfinden, als verteidiger unseres "vaterlands" ...

meiner meinung geht es immer nur darum einen ideologischen grund zur ausübung seiner sadistischen und gewaltaffinen triebe zu finden; mit vaterland oder überfremdung hat das sehr wenig zu tun ... es geht nur um den rausch und primitivste machtausübung moralisch/ethisch kompromittierter seelen am rande eines pathologisch zu nennenden befundes ...


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vincentvision
#8  —  vor 27 Minuten 3

Bezeichnend, dass diejenigen, die beim G20-Gipfel und seinen Gewaltexzessen den Untergang des Abendlandes verorteten, angesichts solcher und ähnlicher Exzesse sehr still sind.

Denn Woche für Woche müssen Hunderschaften an Polizei ausrücken, um durchgeknallte Hooligans voneinander zu trennen und die Fans von x Fußballspielen in ihren Zügen und Fankurven zu sichern und zu separieren.

Oft genug auch unter Gewalt und Auschreitungen. ...


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Huanaco #17

Es zeigt sich, dass Fanprojekte offenbar bei einigen sogenannten Fans nichts fruchten. Vor lauter Langeweile verabredet man sich zu einer Prügelei, weil man mit sich und der Welt nichts anzufangen weiß. Ausgeschlagene Zähne, gebrochene Nasenbeine, blutende Platzwunden dienen als Beweis einer Männlichkeit, die das genaue Gegenteil von LGBT verkörpern und in eine Zeit zurück will, als der Mann noch als ganzer Kerl zählte, der sich wie einst auf mittelalterlichen Ritterturnieren um die Huld eines Weibes prügelte. "Der will nur spielen", heißt es, wenn ein gemeiner Straßenköter sich in meine Jeans verbeißt. Das können wir den Prügelnden nicht durchgehen lassen. "Denn sie wissen nicht, was sie tun." Nehmen Sie es biblisch oder mit James Dean. Ob Prügelei oder verbotenes Autorennen. Die Ursachen sind m. E. die gleichen. Es gilt wieder als männlich, "sein Recht" in die eigene Hand zu nehmen. Notfalls eben auch, indem das Recht des/der anderen missachtet wird. Man hat keine Argumente, aber Fäuste. Und die Eltern kennen oft nicht einmal "die Freunde" ihres Sohnes (die aus der Wirklichkeit, die bei fatzebuk ohnehin nicht). Ob Strafen die Prügelnden erreichen, weiß ich nicht. Noch gilt es in den Fangruppen als cool, wie ein Märtyrer in den Knast zu kommen. ...


...


Aus: "Polizei sieht in Angriff auf Fanbus neue Dimension der Gewalt" (14. August 2018)
Quelle: https://www.zeit.de/sport/2018-08/gewalttaeter-sport-fc-union-berlin-angriff-koeln-fanbus-planung-aktion



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[...]  Ein Missbrauchsskandal erschüttert die katholische Kirche: In Pennsylvania sollen sich mehr als 300 Priester in 70 Jahren an mindestens 1000 Kindern vergangen haben. 

... Shapiro sprach von einer „jahrzehntelangen Vertuschung“ durch ranghohe Kirchenobere in Pennsylvania und bis in den Vatikan. Dies habe dazu geführt, dass kaum einer der Fälle heute noch strafrechtlich verfolgt werden könne - fast alle der Taten seien verjährt. Straffällig gewordene Priester seien routinemäßig in andere Gemeinden versetzt worden. Die Gemeindeglieder seien nicht in Kenntnis gesetzt worden.

... Dem Bericht zufolge vergewaltigten und schwängerten Priester junge Mädchen. In einem Fall sei eine Abtreibung arrangiert worden. Der zuständige Bischof habe anschließend sein Mitgefühl ausgedrückt - nicht mit dem Opfer, sondern mit dem Priester. „Es muss eine sehr schwere Zeit für Sie sein.“

Zu dem Bericht haben auch eine halbe Million Dokumente beigetragen, die bislang in den Geheimarchiven der Bistümer unter Verschluss gehalten worden waren. Die Ermittler in Pennsylvania haben sich mit juristischem Druck Zugang verschafft. Mehrere der identifizierten Geistlichen hatten sich gegen die Veröffentlichung ihres Namens gewehrt, was die Publikation des Berichts verzögert hat. Insgesamt stehen mehr als 400 Priester unter Verdacht.

...


Aus: "Missbrauchsskandal in Pennsylvania "Jahrzehntelange Vertuschung" – bis in den Vatikan" Michael Donhauser (15.08.2018)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/missbrauchsskandal-in-pennsylvania-jahrzehntelange-vertuschung-bis-in-den-vatikan/22914112.html
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[...]  Ein Missbrauchsskandal erschüttert die katholische Kirche: In Pennsylvania sollen sich mehr als 300 Priester in 70 Jahren an mindestens 1000 Kindern vergangen haben. 

... Shapiro sprach von einer „jahrzehntelangen Vertuschung“ durch ranghohe Kirchenobere in Pennsylvania und bis in den Vatikan. Dies habe dazu geführt, dass kaum einer der Fälle heute noch strafrechtlich verfolgt werden könne - fast alle der Taten seien verjährt. Straffällig gewordene Priester seien routinemäßig in andere Gemeinden versetzt worden. Die Gemeindeglieder seien nicht in Kenntnis gesetzt worden.

... Dem Bericht zufolge vergewaltigten und schwängerten Priester junge Mädchen. In einem Fall sei eine Abtreibung arrangiert worden. Der zuständige Bischof habe anschließend sein Mitgefühl ausgedrückt - nicht mit dem Opfer, sondern mit dem Priester. „Es muss eine sehr schwere Zeit für Sie sein.“

Zu dem Bericht haben auch eine halbe Million Dokumente beigetragen, die bislang in den Geheimarchiven der Bistümer unter Verschluss gehalten worden waren. Die Ermittler in Pennsylvania haben sich mit juristischem Druck Zugang verschafft. Mehrere der identifizierten Geistlichen hatten sich gegen die Veröffentlichung ihres Namens gewehrt, was die Publikation des Berichts verzögert hat. Insgesamt stehen mehr als 400 Priester unter Verdacht.

...


Aus: "Missbrauchsskandal in Pennsylvania "Jahrzehntelange Vertuschung" – bis in den Vatikan" Michael Donhauser (15.08.2018)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/missbrauchsskandal-in-pennsylvania-jahrzehntelange-vertuschung-bis-in-den-vatikan/22914112.html
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[...]  Ein Missbrauchsskandal erschüttert die katholische Kirche: In Pennsylvania sollen sich mehr als 300 Priester in 70 Jahren an mindestens 1000 Kindern vergangen haben. 

... Shapiro sprach von einer „jahrzehntelangen Vertuschung“ durch ranghohe Kirchenobere in Pennsylvania und bis in den Vatikan. Dies habe dazu geführt, dass kaum einer der Fälle heute noch strafrechtlich verfolgt werden könne - fast alle der Taten seien verjährt. Straffällig gewordene Priester seien routinemäßig in andere Gemeinden versetzt worden. Die Gemeindeglieder seien nicht in Kenntnis gesetzt worden.

... Dem Bericht zufolge vergewaltigten und schwängerten Priester junge Mädchen. In einem Fall sei eine Abtreibung arrangiert worden. Der zuständige Bischof habe anschließend sein Mitgefühl ausgedrückt - nicht mit dem Opfer, sondern mit dem Priester. „Es muss eine sehr schwere Zeit für Sie sein.“

Zu dem Bericht haben auch eine halbe Million Dokumente beigetragen, die bislang in den Geheimarchiven der Bistümer unter Verschluss gehalten worden waren. Die Ermittler in Pennsylvania haben sich mit juristischem Druck Zugang verschafft. Mehrere der identifizierten Geistlichen hatten sich gegen die Veröffentlichung ihres Namens gewehrt, was die Publikation des Berichts verzögert hat. Insgesamt stehen mehr als 400 Priester unter Verdacht.

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Aus: "Missbrauchsskandal in Pennsylvania "Jahrzehntelange Vertuschung" – bis in den Vatikan" Michael Donhauser (15.08.2018)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/missbrauchsskandal-in-pennsylvania-jahrzehntelange-vertuschung-bis-in-den-vatikan/22914112.html
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[...] Laut einer Testreihe der Nachrichtenagentur AP sammelt Google auch Geodaten von Kunden, die sich in ihren Einstellungen explizit dagegen entschieden haben. Betroffen sind demnach weltweit mehr als zwei Milliarden Handys mit Android-Betriebssystem sowie mehrere Hundert Millionen iPhone-Nutzer.

Wie Wissenschaftler der Princeton University in New Jersey bestätigten, reicht es nicht aus, in der App Google Maps die Aufzeichnung der Reisedaten abzustellen. Auch automatische Updates in der Wetter-App und Eingaben im Browser von Google Chrome werden genutzt, um Geodaten zu sammeln.

Auf der Google-Supportseite ist zu lesen: "Sie können die Aufzeichnung Ihrer Ortungsdienste jederzeit abstellen. Ihre Aufenthaltsorte werden dann nicht mehr gespeichert." Laut AP ist das eben nicht der Fall. Manche Google-Apps zeichnen weiterhin Geodaten auf. Selbst nicht ortsgebundene Websuchen wie etwa nach "Schokoladenkeksen" sollen schon zur Aktivierung des Trackings führen können. 

Die sogenannten "Location Marker", also das regelmäßige Sammeln einzelner Ortungspunkte, werden in den USA auch von der Polizei genutzt, um den Standort von Verdächtigen festzustellen – und beschäftigte zuletzt immer wieder Gerichte. Mutmaßliche Straftäter hatten geklagt, dass mit dem Sammeln ihrer Daten ihre Persönlichkeitsrechte verletzt werden.

Eine detaillierte Anleitung, wie Nutzer dennoch das Aufzeichnen ihrer Daten unterbinden können, hat das Fachblatt Wired zusammengestellt.


Aus: "Google speichert Geodaten von Kunden auch gegen deren Willen" (14. August 2018)
Quelle: https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2018-08/datenschutz-google-geo-daten-iphone-android-mobiltelefon
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[...] Laut einer Testreihe der Nachrichtenagentur AP sammelt Google auch Geodaten von Kunden, die sich in ihren Einstellungen explizit dagegen entschieden haben. Betroffen sind demnach weltweit mehr als zwei Milliarden Handys mit Android-Betriebssystem sowie mehrere Hundert Millionen iPhone-Nutzer.

Wie Wissenschaftler der Princeton University in New Jersey bestätigten, reicht es nicht aus, in der App Google Maps die Aufzeichnung der Reisedaten abzustellen. Auch automatische Updates in der Wetter-App und Eingaben im Browser von Google Chrome werden genutzt, um Geodaten zu sammeln.

Auf der Google-Supportseite ist zu lesen: "Sie können die Aufzeichnung Ihrer Ortungsdienste jederzeit abstellen. Ihre Aufenthaltsorte werden dann nicht mehr gespeichert." Laut AP ist das eben nicht der Fall. Manche Google-Apps zeichnen weiterhin Geodaten auf. Selbst nicht ortsgebundene Websuchen wie etwa nach "Schokoladenkeksen" sollen schon zur Aktivierung des Trackings führen können. 

Die sogenannten "Location Marker", also das regelmäßige Sammeln einzelner Ortungspunkte, werden in den USA auch von der Polizei genutzt, um den Standort von Verdächtigen festzustellen – und beschäftigte zuletzt immer wieder Gerichte. Mutmaßliche Straftäter hatten geklagt, dass mit dem Sammeln ihrer Daten ihre Persönlichkeitsrechte verletzt werden.

Eine detaillierte Anleitung, wie Nutzer dennoch das Aufzeichnen ihrer Daten unterbinden können, hat das Fachblatt Wired zusammengestellt.


Aus: "Google speichert Geodaten von Kunden auch gegen deren Willen" (14. August 2018)
Quelle: https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2018-08/datenschutz-google-geo-daten-iphone-android-mobiltelefon
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[...] Laut einer Testreihe der Nachrichtenagentur AP sammelt Google auch Geodaten von Kunden, die sich in ihren Einstellungen explizit dagegen entschieden haben. Betroffen sind demnach weltweit mehr als zwei Milliarden Handys mit Android-Betriebssystem sowie mehrere Hundert Millionen iPhone-Nutzer.

Wie Wissenschaftler der Princeton University in New Jersey bestätigten, reicht es nicht aus, in der App Google Maps die Aufzeichnung der Reisedaten abzustellen. Auch automatische Updates in der Wetter-App und Eingaben im Browser von Google Chrome werden genutzt, um Geodaten zu sammeln.

Auf der Google-Supportseite ist zu lesen: "Sie können die Aufzeichnung Ihrer Ortungsdienste jederzeit abstellen. Ihre Aufenthaltsorte werden dann nicht mehr gespeichert." Laut AP ist das eben nicht der Fall. Manche Google-Apps zeichnen weiterhin Geodaten auf. Selbst nicht ortsgebundene Websuchen wie etwa nach "Schokoladenkeksen" sollen schon zur Aktivierung des Trackings führen können. 

Die sogenannten "Location Marker", also das regelmäßige Sammeln einzelner Ortungspunkte, werden in den USA auch von der Polizei genutzt, um den Standort von Verdächtigen festzustellen – und beschäftigte zuletzt immer wieder Gerichte. Mutmaßliche Straftäter hatten geklagt, dass mit dem Sammeln ihrer Daten ihre Persönlichkeitsrechte verletzt werden.

Eine detaillierte Anleitung, wie Nutzer dennoch das Aufzeichnen ihrer Daten unterbinden können, hat das Fachblatt Wired zusammengestellt.


Aus: "Google speichert Geodaten von Kunden auch gegen deren Willen" (14. August 2018)
Quelle: https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2018-08/datenschutz-google-geo-daten-iphone-android-mobiltelefon
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Gedankenschleuder und Fraktal Texte / [Männlichkeitskonstruktionen... ]
« Last post by Textaris(txt*bot) on August 14, 2018, 07:51:02 PM »
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[...] Einen Tag nach dem Angriff auf einen Fanbus des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin in Köln spricht die Polizei von einer "neuen Dimension der Gewalt nach Fußballspielen". Der gewaltsame Zwischenfall hatte sich in der Nacht zum Dienstag ereignet, nach einem Spiel des 1. FC Köln gegen Union Berlin. Der Angriff auf den Bus war nach Einschätzung der Beamten eine gezielte und geplante Aktion. Von den 28 Festgenommenen seien bis auf einen noch alle in Gewahrsam, hieß es weiter. Einige von ihnen seien als "Gewalttäter Sport" bekannt.

Rund 100 vermummte Störer – alle in weißen T-Shirts und weiß-roten Sturmhauben – hatten nach Darstellung der Polizei zunächst einen polizeibegleiteten Fanbus vor einer Autobahnauffahrt mit Steinen attackiert. Aus dem Berliner Fanbus stürmten dann laut Polizei ebenfalls vermummte Störer. Die Einsatzkräfte drängten diese in den Bus zurück und die Kölner Angreifer auf einen nahe gelegenen Parkplatz. Von dort aus seien viele in unbeleuchteten Autos geflüchtet, hätten dabei gezielt Kurs auf Polizisten und Polizistinnen genommen und alle Anhalte-Aufrufe missachtet.

Polizeipräsident Uwe Jacob sprach in einer Pressekonferenz von "blankem Hass" und einem "nicht hinnehmbaren Angriff auf unser Rechtssystem". Dass niemand verletzt wurde, sei "irgendwo auch ein Wunder". Jacob nannte es erschreckend, dass sogar die Begleitung der Fanbusse durch die Polizei kein Hindernis gewesen sei, "sinnlose Gewalt" zu verüben.

Die Polizei beschlagnahmte sechs Fahrzeuge, mehrere Schlagstöcke, Pyrotechnik und andere gefährliche Gegenstände. Natalie Neuen von der Kölner Staatsanwaltschaft sagte, in den nächsten Tagen werde geprüft, "inwiefern wir Haftbefehle beantragen". Kripo-Leiter Becker zufolge gibt es Hinweise, dass die Kölner Störer von polizeibekannten Personen aus der Dortmunder Szene unterstützt wurden. Polizei und Justiz müssten auf "zunehmende Radikalisierung" reagieren. "Sonst haben wir bald keine Fußballspiele mehr, sondern befassen uns nur noch mit Gewalt im Fußball."

Der 1. FC Köln betonte, er verurteile Gewalt "ohne Wenn und Aber". Das habe man wiederholt zum Ausdruck gebracht und daran habe sich nichts geändert. "Nach unseren derzeitigen Informationen waren an den Vorfällen offenbar auch Personen beteiligt, die vom 1. FC Köln bereits mit einem Stadionverbot belegt sind", hieß es in einer Stellungnahme. "Das zeigt: Außerhalb des Stadions und abseits unserer Spiele sind die Vereine im Kampf gegen Gewalt auf Polizei und Justiz angewiesen."

Die Kriminalpolizei untersucht die Vorfälle nun mit einer Sonderermittlungsgruppe Paul, da sich die Ausschreitungen "Auf dem Paulsacker" ereigneten. Schwere Straftaten wie Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr und Verstöße gegen das Versammlungsgesetz stehen im Raum, wie der Kölner Kripo-Leiter Klaus-Stephan Becker in der Pressekonferenz sagte. Alle Festgenommenen zeigten sich bisher "vollkommen unkooperativ". Ihre Handys würden ausgewertet.

Die Beamten werden bei ihren Ermittlungen auch alle 77 Insassen des Berliner Fanbusses überprüfen. Man habe das Fahrzeug zum Präsidium eskortiert und dort alle Personalien festgestellt, sagte Becker. Es werde unter anderem der Frage nachgegangen, ob die Angriffe nicht nur unter den Kölnern zuvor abgesprochen waren, sondern es möglicherweise auch Verabredungen zur Gewalt zwischen Kölnern und Berlinern gab.

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matotope #1.3

Der Proll schwört auf MMA.


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matotope #3

Für Stein- & Flaschenwürfe bekamen einige nach G20 bis zu drei Jahre aufgebrummt, mal sehen wie das hier ausgeht.


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Martin Köster #5

wenn ich mir das durchlese, wenn ein bestimmter teil der bevölkerung noch nicht mal in frieden mit einem konkurrierenden fußballverein leben kann, dann muß man sich nicht wundern welche aggression den flüchtlingen und schutzsuchenden entgegenschlägt.
auf den schützenfesten prügelt man sich sogar mit den bewohnern des nachbardorfs, weil die "die anderen" sind.
da laufen primitivste biochemische vorgänge in den hirnen ab ...

richtig absurd wird es aber, wenn diese hooligans sich dann im rechtsextremen milieu wiederfinden, als verteidiger unseres "vaterlands" ...

meiner meinung geht es immer nur darum einen ideologischen grund zur ausübung seiner sadistischen und gewaltaffinen triebe zu finden; mit vaterland oder überfremdung hat das sehr wenig zu tun ... es geht nur um den rausch und primitivste machtausübung moralisch/ethisch kompromittierter seelen am rande eines pathologisch zu nennenden befundes ...


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vincentvision
#8  —  vor 27 Minuten 3

Bezeichnend, dass diejenigen, die beim G20-Gipfel und seinen Gewaltexzessen den Untergang des Abendlandes verorteten, angesichts solcher und ähnlicher Exzesse sehr still sind.

Denn Woche für Woche müssen Hunderschaften an Polizei ausrücken, um durchgeknallte Hooligans voneinander zu trennen und die Fans von x Fußballspielen in ihren Zügen und Fankurven zu sichern und zu separieren.

Oft genug auch unter Gewalt und Auschreitungen. ...


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Huanaco #17

Es zeigt sich, dass Fanprojekte offenbar bei einigen sogenannten Fans nichts fruchten. Vor lauter Langeweile verabredet man sich zu einer Prügelei, weil man mit sich und der Welt nichts anzufangen weiß. Ausgeschlagene Zähne, gebrochene Nasenbeine, blutende Platzwunden dienen als Beweis einer Männlichkeit, die das genaue Gegenteil von LGBT verkörpern und in eine Zeit zurück will, als der Mann noch als ganzer Kerl zählte, der sich wie einst auf mittelalterlichen Ritterturnieren um die Huld eines Weibes prügelte. "Der will nur spielen", heißt es, wenn ein gemeiner Straßenköter sich in meine Jeans verbeißt. Das können wir den Prügelnden nicht durchgehen lassen. "Denn sie wissen nicht, was sie tun." Nehmen Sie es biblisch oder mit James Dean. Ob Prügelei oder verbotenes Autorennen. Die Ursachen sind m. E. die gleichen. Es gilt wieder als männlich, "sein Recht" in die eigene Hand zu nehmen. Notfalls eben auch, indem das Recht des/der anderen missachtet wird. Man hat keine Argumente, aber Fäuste. Und die Eltern kennen oft nicht einmal "die Freunde" ihres Sohnes (die aus der Wirklichkeit, die bei fatzebuk ohnehin nicht). Ob Strafen die Prügelnden erreichen, weiß ich nicht. Noch gilt es in den Fangruppen als cool, wie ein Märtyrer in den Knast zu kommen. ...


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Aus: "Polizei sieht in Angriff auf Fanbus neue Dimension der Gewalt" (14. August 2018)
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