Recent Posts

Pages: [1] 2 3 4 5 6 ... 10
1
Quote
[...] Der Bundesverband der Tafeln hält es für problematisch, Lebensmittel auf für die Bauern auskömmlichen Preise zu erhöhen. "Einfach nur höhere Lebensmittelpreise zu fordern, ist zu einfach. Das würde die Kundenzahl bei den Tafeln in die Höhe treiben", sagte der Verbandsvorsitzende Jochen Brühl der Neuen Osnabrücker Zeitung. Zwar sei das Anliegen von Landwirten und einigen Vertretern der Politik verständlich. Aber: "Auch Menschen, die wenig haben, müssen sich gesund ernähren können."

Die Zahl derer, die sich bei den 940 Tafeln mit Lebensmitteln versorgen, sei gegenüber dem vergangenen Jahr um zehn Prozent gestiegen und liege bei 1,65 Millionen. Besonders groß sei die Nachfrage älterer Menschen, sagte Brühl. "Die Zahl der Rentner unter den Tafelkunden ist innerhalb eines Jahres um 20 Prozent auf 430.000 gestiegen."

Es koste viel Energie, Armut zu verstecken. Diese Kraft hätten ältere Menschen oftmals nicht mehr. Sie "kommen dann zu uns". Viele Tafeln hätten zudem spezielle Angebote für ältere Menschen gestartet, etwa Senioren-Nachmittage. "Das senkt vielleicht die Hemmschwelle" und sei auch ein Beitrag gegen Alterseinsamkeit.

Brühl forderte deshalb die Unterstützung der Politik. "Bislang sind unsere Lager und Kühlfahrzeuge ausschließlich spendenfinanziert. Wir geraten an Kapazitätsgrenzen." Um noch mehr zu leisten, müsse aufgestockt werden. "Das Geld will uns aber niemand geben. Stattdessen werden wir von der Politik mit Schulterklopfern abgespeist. Das reicht nicht", sagte er.

Er gehe nicht davon aus, dass die derzeit diskutierte Grundrente Probleme grundsätzlich lösen werde. "Grundrente klingt so, als werde damit die Altersarmut in Deutschland abgeschafft. Das ist natürlich Quatsch." Eine effektive Bekämpfung der Altersarmut beginne im Erwerbsleben oder noch früher. "Unter unseren Kunden sind auch 500.000 Kinder und Jugendliche. Deren Zahl übersteigt also noch die der Rentner, die unsere Angebote nutzen."

Brühl beklagte, die Gesellschaft verdränge, unter welchen Bedingungen viele Menschen lebten. "Ich glaube zwar nicht, dass Menschen hierzulande hungern." Aber gerade ältere Menschen berichteten, dass sie die Heizung im Winter nicht anstellten aus Sorge, die Heizkostenabrechnung im Frühjahr nicht mehr bezahlen zu können.

Die gemeinnützigen Tafeln sammeln Lebensmittelspenden von Händlern und Herstellern und verteilen diese regelmäßig an bundesweit mehr als 1,6 Millionen bedürftige Menschen.


Aus: "Tafeln: "Auch Menschen, die wenig haben, müssen sich gesund ernähren können"" (7. Dezember 2019)
Quelle: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-12/altersarmut-tafeln-lebensmittel-anstieg-nachfrage-kunden
2
Quote
[...] Man könnte nun denken: Na und? Was sagt es schon aus, dass ich gestern um 19.36 Uhr das letzte Mal bei Facebook eingeloggt war? Der Whistleblower Edward Snowden beschreibt die Problematik in seiner Biografie Permanent Record ziemlich anschaulich: "Metadaten können Deinem Überwacher verraten, wo du letzte Nacht geschlafen hast und wann Du heute Morgen aufgestanden bist. Sie vermerken jeden Ort, an dem Du Dich aufgehalten und wie viel Zeit Du dort verbracht hast. Sie offenbaren, mit wem Du Kontakt hattest und wer mit Dir." Der Metadatenspur, die wir im Alltag hinterlassen, können Ermittlerinnen problemlos folgen. ...


Aus: "Wenn grenzenlose Verbrecherjagd zur Bedrohung wird" Lisa Hegemann (7. Dezember 2019)
Quelle: https://www.zeit.de/digital/internet/2019-11/e-evidence-verordnung-elektronische-beweismittel-daten-digitalisierung-usa/komplettansicht

3
Wortbrocken Cafe / [Kiel Gaarden... (Notizen, Fraktales Logbuch)]
« Last post by Textaris(txt*bot) on December 05, 2019, 12:41:25 PM »
Quote
[...] Die Farbe der open air Gaarden Gallery ist gerade getrocknet. Am Samstag, den 23. November werden die bemalten Fassaden und Poller eingeweiht. Die Rede ist vom Café Jupiter und von der Trinkhalle Hempels und elf Poller, an der Kreuzung Medusastraße und Kaiserstraße in Kiel-Gaarden. Um 14 Uhr gibt es zum Auftakt eine Führung, um 15 Uhr spielt das Bedahé Trio.

... Vorausgegangen ist eine Aktion, bei der 600 Zeichnungen angefertigt wurden. Sie wurden an die Fassade der Trinkhalle Hempels angebracht und übermalt. Die Kunden des Hempels hatten großes Interesse an der Aktion und freuen sich über die Aufhübschung der vormals tristen Fassade. (Die Trinkhalle ist eine feste Institution in Gaarden – ein Ort an dem Alkoholiker und Obdachlose im Warmen sitzen und Bier trinken dürfen. )

Frau Ju Hyun Lee, eine südkoreanische Künstlerin und Besitzerin des Café Jupiter, hatte die Idee zur Gaarden Gallery. Sie träumt schon lange von einer “Kultur-Gasse”, wie sie sagt, da gleich zwei Galerien in der Nähe sind, das K34 und OnSpace, außerdem das Kulturzentrum Medusa. Jetzt ist diese Ecke von Gaarden auf jeden Fall die Bunteste und Kreativste, mit zwei Parklets und vier bemalten Gebäude. Neben den in dieser Aktion bemalten Gebäude, haben auch schon der Growshop Buschwerk und die neueröffnete Kinderboutique Krümel & Monster bemalte Fassaden. Sieht alles richtig gut aus. Irgendwie psychedelisch.


Aus: "Gaarden Gallery Einweihung" UrsulaS (22. November 2019)
Quelle: https://kielaktuell.com/2019/11/22/gaarden-gallery-einweihung/
4
Quote
[...] Mögen sie sich oder mögen sie sich nicht? Diese Frage stellt man sich bei den Royals-Frauen Meghan Markle und Kate Middleton schon, seid die einstige „Suits“-Darstellerin offiziell zur Partnerin von Prinz Harry wurde. Jetzt wurde das Geheimnis offenbar gelüftet.

Schon ihren Royals-Männern Prinz Harry und William sagt man seit der Afrika-TV-Dokumentation nach, dass sie sich nicht mehr so nahe sind wie früher, als Harry den geerbten Ring seiner Mutter Diana für die Verlobung von William opferte.

Aber was ist mit den Herzoginnen?

Ein Vertrauter der Royals verriet gegenüber „People“, dass diese ganze öffentliche Rivalität, die Meghan Markle und Kate Middleton nachgesagt wird, Einfluss auf die beiden hätte. „Was wirklich schwierig ist, ist, dass sie gegeneinander ausgespielt werden. Das war eine Herausforderung für beide“, so der Insider.

„Meghan ist sich durchaus bewusst, dass Kate die Königin sein wird. Ihre Rollen sind klar definiert.“ Meghan habe ihr Leben, Kate ihres.

Obendrein gäbe es zwischen beiden den Unterschied, dass Meghan als „fertige Person“ mit einer eigenen Karriere in die Royals-Familie aufgenommen wurde, Kate dagegen in jungen Jahren in die Familie kam und auf die Rolle als Royal über Jahre hinweg vorbereitet wurde.

Aus diesem Grund hätten die Frauen auch jeweils eine andere Sicht auf viele Dinge. Von Streitigkeiten ist bei dem Insider aber keine Rede.


Aus: "Meghan Markle: Insider verrät krasses Detail – „Was wirklich schwierig ist...“" Jessica Hellwig (23.11.2019)
Quelle: https://www.derwesten.de/panorama/promi-tv/meghan-markle-insider-packt-aus-so-ist-es-wirklich-royals-harry-id227720393.html

5
Quote
[...] Lasziv haucht sie ihre extravagante Weihnachts-Wunschliste ins Mikrofon und wirft Superstar Robbie Williams schmachtende Blicke zu: Die Chemie zwischen Schlagerkönigin Helene Fischer und dem Briten stimmt im Musikvideo zu ihrem Duett des Weihnachtsklassikers "Santa Baby", das am heutigen Mittwoch veröffentlicht wurde. [...] Kennengelernt hatten sich die beiden vor über zehn Jahren auf einer Preisverleihung. Seither konnte Williams die deutsche Schlagerkönigin anscheinend einfach nicht mehr vergessen.

"Sie ist eine liebevolle und hinreißende Person. Sie ist seitdem nie ganz von meinem Radar verschwunden", gibt der Entertainer unumwunden zu und adelt seine Kollegin: "Sie ist sehr kreativ und arbeitet unglaublich hart. Viel härter, als ich es zum Beispiel tue."

Doch die Bewunderung der beiden füreinander ist sicher nur platonisch. Schließlich ist Fischer noch relativ frisch verliebt in ihren Thomas Seitel. Und Williams' Frau Ayda Fields plauderte erst vor Kurzem aus, dass sie sich sogar noch ein viertes Kind mit dem Sänger wünscht.

Allerdings: Auch zwischen Williams und Nicole Kidman, mit der er einst Duett "Somethin' Stupid" schmetterte, soll es gefunkt haben. Aber das ist nun schon fast 20 Jahre her. Da gab es weder eine Ayda in seinem Leben noch einen Thomas in dem von Helene.


Aus: "Williams und Fischer schmachten sich an" (Mittwoch, 20. November 2019)
Quelle: https://www.n-tv.de/leute/Williams-und-Fischer-schmachten-sich-an-article21407151.html
6
Quote
[...] Lange kannte man Gina-Lisa Lohfink nur als nicht ganz waschechte Blondine. Gemeinsam mit ihren auffälligen Tattoos und den langen Fingernägeln waren die blonden Haare so etwas wie ihr Markenzeichen. Im Oktober war damit dann Schluss. Die ehemalige "Germany's Next Topmodel"-, Dschungelcamp- und "Adam sucht Eva"-Teilnehmerin präsentierte sich plötzlich mit langer, schwarzer Mähne.

"Ich brauchte mal was Neues! Ich möchte jetzt ein Latina-Schneewittchen sein. Der Look gefällt mir so gut, voll edel", wurde sie damals von der "Bild"-Zeitung nach dem Umstyling zitiert. Doch so richtig happy war sie mit der Entscheidung wohl nie, denn nun ereilte sie der Wunsch nach Veränderung ein weiteres Mal. Wieder konnten ihre Follower per Instagram-Story an ihrem Make-Over teilhaben. Ab sofort glänzen die Haare der 33-Jährigen in einem dunklen Rotton.

 "Ich bin jetzt rot, wie Arielle - eine Weihnachts-Arielle. Ich liebe es sehr, es passt doch so gut zur Adventszeit", so die Influencerin erneut zur "Bild"-Zeitung, die nach dem einschneidenden Ereignis mal wieder nachfragte. Diese Farbe habe sie sich aber nicht nur aus einer Laune heraus verpasst, erklärt Lohfink in dem Gespräch. Vielmehr habe sie sich für diesen festlichen Look auch wegen eines Weihnachtsgans-Essens für Obdachlose entschieden. "Weihnachten ist doch so eine schöne Zeit. Ich möchte für alle da sein. Auch für die Armen dieser Welt. Und helfen", meint sie. Gemeinsam mit anderen Promis wird sie am Donnerstag heimatlosen Menschen in den Römerhallen in Frankfurt ein festliches Adventsgericht servieren.

Erst vor Kurzem überraschte Lohfink mit einem ganz besonderen Tattoo auf ihrem ohnehin schon ziemlich dicht geschmückten Körper. Auf ihrer Oberschenkelrückseite prangt neuerdings nämlich das bekannte Logo einer Fast-Food-Kette inklusive des Werbespruchs "I'm lovin' it". Auf Nachfrage der "Bild"-Zeitung, warum sie das getan habe, antwortete die Ex-Blondine lapidar: "Weil ich es liebe. Es tat schon weh, aber ich würde es wieder tun." Hoffen wir, dass die Umfärbe-Aktion weniger schmerzhaft war. Zumindest ist sie schneller rückgängig zu machen, als eine Tätowierung.


Aus: "Passend zur Adventszeit: Gina-Lisa Lohfink ist jetzt rothaarig" (Mittwoch, 04. Dezember 2019)
Quelle: https://www.n-tv.de/leute/Gina-Lisa-Lohfink-ist-jetzt-rothaarig-article21436740.html
7
Quote
[...] Im großen Saal der Berliner Urania betritt Prof. Shoshana Zuboff vor mehr als 800 ZuhörerInnen die Bühne wie ein ewig attraktiv gebliebener Pop- oder Filmstar bei der Berlinale – mit überwältigender Löwenmähne, geblendet vom Scheinwerferlicht. Sie nimmt das Publikum mit Charme für sich ein, lobt Berlin für den Fall der Mauer in hohen Tönen. Am Ende hat sie mit einer in sich schlüssigen Gesamterzählung brilliert – allein durch die Kraft ihrer Worte, ohne Präsentationsunterstützung. Die Simultanübersetzung mit Kopfhörerset ist perfekt organisiert.

Es sind die vielen kleinen Geschichten, die Detailkenntnis, die unzähligen Quellen und das fundierte theoretische Wissen, die ihren Auftritt und das ihm zugrundeliegende jüngste Buch von ihr, "Zeitalter des Überwachungskapitalismus", so überzeugend machen. Die Autorin spricht langsam und ruhig mit didaktisch-dialektischer Formulierkunst: Um 2001 herum herrschte noch erstes begeistertes Staunen: Damals suchten und fanden wir Google – heute sucht und findet Google uns. Dann verwendet sie die "damals so – heute so"-Verkehrungen der Nomina einprägsam eine Zeitlang weiter. Waren fast alle NutzerInnen bis vor einigen Jahren noch völlig fasziniert von den technologischen Möglichkeiten und dem Komfort, den der "Zauber" in unser tägliches Leben und Kommunizieren gebracht hatte, so wendete sich vor kurzem das Blatt. Die Erkenntnis dämmerte zunächst und leuchtet heute immer mehr Menschen ein, dass wir für die bereitwillige Überlassung unserer Daten einen viel höheren Preis als jemals gedacht zu zahlen haben: Nämlich den unserer Demokratie und Freiheit. Es kam die Entwicklung der Fake News, (für die Betroffenen unmerklich) der gesteuerte Hass, die manipulierte Angst und systematische Verdummung, der Aufstieg des Populismus in Amerika und europäischen Ländern, die Aufdeckung von Cambridge Analytica als kommerzielle Steuerungsmaschinerie bei politischen Wahlen.

Wie uns smarte Animationen zur Vereinfachung, Verbesserung und Erleichterung hinter unserem Rücken fest im Griff haben, zeigt ein Beispiel: Ein Studienfreund von Ihnen ist Vater geworden und postet ein Selfie von sich und dem Baby. Das kleine Töchterchen sieht so niedlich aus, dass Sie das Foto liken. Schon bald wird Ihnen Aktionswerbung für einen Schnuller angezeigt – der das Logo Ihrer ehemaligen gemeinsamen Uni trägt – wer könnte bei diesem idealen Glückwunschgeschenk aus dem Uni-Shop widerstehen? Ein soziales Netzwerk hat dank maschinellen Lernens aus persönlichen Daten und Ihrem voraussehbaren Weiterklick-Verhaltens eine Provision erwirtschaftet.

Shushanna Zuboff beschreibt in der Berliner Veranstaltung die Anfänge der Digitalisierung als eine gefühlte Zeit wie "Alice im Wunderland". Doch die tiefgehende Analyse der Betriebsökonomin und Soziologin lässt – durchaus auf Marx’schen Spuren – nicht auf sich warten, wenn sie aufzeigt: Was einerseits etwas vollkommen Neues ist, folgt andererseits der klassischen Wachstumsdynamik des Kapitalismus. Dieser muss bekanntlich auf immer größerer Stufenleiter und globalerer Ausbreitung wachsen (oder braucht halt kriegerische Zerstörung für wieder neue Ausgangsbedingungen).

Das ihm innewohnende Profitstreben versucht den damit unweigerlich einhergehenden Existenzkrisen zu entkommen, indem Anspruch auf immer mehr Dinge erhoben wird, welche bisher außerhalb des Marktes existiert haben. Diese werden dann als zu kaufende und zu verkaufende "Waren" innovativ bestimmt, was mit zunehmender Abstraktion von ihrem Gebrauchswert einhergeht.

Mit den Algorithmen der sozialen Netzwerke wird eine neue Form des Kapitalismus befeuert, der unsere Welt immer stärker beherrscht und kontrolliert. Der gesellschaftliche Wohlstand wird dadurch konzentriert auf wenige Profiteure und dabei auch unsere früher immerhin noch bestehende (Kauf-)Kraft als Konsumenten unmerklich geschmälert. Das heißt, nicht nur die Unfreiheit, sondern auch die Ungleichheit und "Klassenspaltung" in der Gesellschaft wächst rapide.

Shoshana Zuboff ist keine Marxistin, aber sie analysiert marxistisch: Zu Beginn des Kapitalismus traf es massenhaft die Menschen selbst, die sich in Form ihrer "Arbeitskraft" als Handelsgüter auf dem Markt zu verkaufen hatten. Mit der Entwicklung des Finanz- bis hin zum "Casino"-Kapitalismus waren es die reinen Optionen auf spekulative Gewinn- und Verlusterwartungen. Im Überwachungskapitalismus wird wiederum etwas Neues zum Handelsgut erklärt: Er definiert nunmehr persönliche menschliche Erlebnisse und Verhaltensweisen, die bisher in der Privatsphäre vor Marktmechanismen geschützt waren, zum "freien Rohmaterial" von Daten. Diese werden in Produkte umgewandelt werden, die auf neuen Märkten gehandelt werden können.

Dem Gefühl, dass irgendwas falsch läuft mit der Art, wie die Digital-Giganten mit uns umgehen, hat Zuboff mit dem Titel ihres Buches von über 700 Seiten einen Namen gegeben: "Surveillance Capitalism – Überwachungskapitalismus" – mit seinen tiefgreifenden Veränderungen im Sozialen, Politischen, Privaten, Psychischen. Doch, so zeigt sich Zuboff zuversichtlich, unsere Hoffnung, die digitale Zukunft human gestalten zu können, sei noch nicht aufzugeben.


Aus: "Prof. Shoshana Zuboff: Wie Technologie-Giganten die Demokratie bedrohen (Teil 1): Was ist Überwachungskapitalismus?" Gita Neumann (03.12.2019)
Quelle: https://hpd.de/artikel/ueberwachungskapitalismus-teil-1-17479

8
Gedankenschleuder und Fraktal Texte / [Das Wort der Woche (KW49/2019)... ]
« Last post by Textaris(txt*bot) on December 04, 2019, 01:35:29 PM »
Quote
[...] Und wenn sie über Bier schreibt, dann klingt es so, dann „wölbt sich aus dem Bouquet der malzige Körper des Bieres, bevor Zunge und Rachen allmählich die Erfrischung der Hefe spüren“. Okay? So was kann Marie Schmidt. Muss man im Kopf behalten, wenn man ihre Literaturkritik liest, die natürlich nicht eng an den Buchseiten klebt, sondern eher so etwas ist wie eine Kritik des Narrativs der Gegenwart, unserer kulturellen Obsessionen, da geht es womöglich um die Bespiegelung von Analrosetten in den sozialen Medien oder eine Lynn-Hershman-Leeson-Retrospektive, die das Werk der feministischen Performance-Künstlerin, Jahrgang 1941, zeigt oder um einen Film über super harte junge Frauen, jedenfalls wird alles in ihrem klaren, fast nüchternen, oft ruhigen Stil analysiert, der vornehmlich freundlich daherkommt und dann gnadenlos auf sein Ziel zurauscht.


Aus einer Laudatio von Susanne Mayer, Quelle: https://www.boersenblatt.net/2019-03-24-artikel-denkabenteuer_ohne_geweihhakeln_-alfred-kerr-preis_fuer_literaturkritik_2019__laudatio.1627734.html (24. März 2019)
9
Quote
[...] Eine Betriebsordnung, die es Mitarbeitern untersagt, während der Arbeitszeit zu trinken, erregt in der Gewerkschaft die Gemüter. Als "menschenunwürdig" bezeichnete Barbara Teiber, Vorsitzende der GPA-djp, die betreffenden Passagen der Betriebsordnung, die in einer Kärntner Filiale einer österreichweit tätigen Drogeriemarktkette angeschlagen ist. Auch das Kauen von Kaugummis wird dieser zufolge untersagt. Ebenso werden die Beschäftigten aufgefordert, Arztbesuche grundsätzlich in die Freizeit zu verlegen.

Der Name der betroffenen Drogeriemarktkette wurde von der GPA nicht genannt. Sie hat allerdings keinen Betriebsrat. Damit kommen die Ketten Dm und Bipa nicht infrage, da es bei diesen einen Betriebsrat gibt.

"Trinken ist aber dringend notwendig, und deshalb ist das ganz klar sittenwidrig", sagt Jutta Brandhuber, Geschäftsführerin der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) in Kärnten. Vielen Arbeitnehmern sei nicht bekannt, dass laut Allgemeinem Bürgerlichen Gesetzbuch ein Vertrag, der gegen die guten Sitten verstößt, nichtig sei.

Die Gewerkschaft prüft ihr zufolge nun, ob es sich dabei um einen Einzelfall innerhalb der Kette handelt oder ob mehrere Filialen von dieser Betriebsordnung betroffen sind. Brandhuber kündigte an, Gespräch mit der Geschäftsführung suchen zu wollen, um diesen Missstand zu beseitigen. Inzwischen soll die Geschäftsführung zugesagt haben, dass die Betriebsordnung "sofort geändert" werden soll.

...

 (red, APA, 3.12.2019)


Quote
legastehniker

...und in unserer Firma gibts kostenloses Obst, Pfirsich-/Orangen-/Apfelsaft, Mineralwasser, Kaffee, Tee usw.

Da stellts einem die Nacken Haare auf wenn man liest wie asozial und geizig andere Unternehmen sind...


Quote
reformlutzer

Also, bei den nächsten Wahlen alle fleissig die türkisen "Leistungsträger" wählen, damit die neokapitalistischen Sklaventreiber sich noch freier fühlen, beim Erniedrigen und Schikanieren ihrer Untergebenen.


...
10
Quote
[...] Der weltweite Ausstoß von klimaschädlichem CO2 hat einer Studie zufolge auch in diesem Jahr weiter zugenommen. Der internationale Forscherverbund Global Carbon Project prognostizierte am Mittwoch am Rande der UN-Klimakonferenz in Madrid einen Anstieg der weltweiten CO2-Emissionen um 0,6 Prozent für 2019. Das ist zwar weniger als in den beiden Vorjahren, aber immer noch zu viel, um die Erderwärmung zu begrenzen.

Das UN-Umweltprogramm (Unep) hatte vergangene Woche angemahnt, die weltweiten Treibhausgas-Emissionen zwischen 2020 und 2030 jährlich um 7,6 Prozent zurückzufahren. Anderenfalls werde das im Pariser Klimaabkommen formulierte Ziel verpasst, die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.

Der verlangsamte Anstieg der CO2-Emissionen im Jahr 2019 ist nach Einschätzung der Forscher vom Global Carbon Project unter anderem auf das verlangsamte Wirtschaftswachstum und eine geringere Kohlenutzung in den USA und der EU zurückzuführen. Stattdessen sei aber mehr Erdöl und vor allem mehr Erdgas genutzt worden.

Die 25. UN-Klimakonferenz hat am Montag in Madrid begonnen. Umweltorganisationen dringen darauf, dass zumindest einige der Länder mit dem größten CO2-Ausstoß eine Anhebung ihrer Klimaschutzziele fest zusagen. Weitere Knackpunkte sind Hilfen für die Entwicklungsländer bei der Bewältigung klimabedingter Schäden sowie konkrete Regeln zur Einbeziehung des Emissionszertifikatehandels in die internationalen Klimaschutzbemühungen.

Das Jahrzehnt von 2010 bis 2019 war mit größter Wahrscheinlichkeit das heißeste seit Beginn der Messungen 1850, wie die Weltwetterorganisation (WMO) in Madrid mitteilte. Und auch im Jahr der großen Klima-Demonstrationen von Fridays for Future stieg der weltweite Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) Berechnungen zufolge weiter, wenn auch langsamer als in den Vorjahren.

Ein neues Rekordjahr war 2019 global betrachtet zwar wahrscheinlich nicht, es dürfte aber das zweit- oder drittwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen werden, berichtete die Weltwetterorganisation. Die Durchschnittstemperatur lag demnach etwa 1,1 Grad über dem Niveau des langjährigen Mittels der vorindustriellen Zeit (1850-1900).

Seit den 1980er Jahren sei jedes Jahrzehnt wärmer gewesen als das jeweilige davor. Die Temperatur der Ozeane sei im Schnitt ebenfalls auf Rekordwert, und die Ozeane seien 26 Prozent saurer als zu Beginn der Industrialisierung.

... Eine eindringliche Warnung an die Politik sandte [ ] die Europäischen Umweltagentur (EEA). Die Fortschritte im Kampf gegen Klimawandel und Artensterben in Europa reichen nach Ansicht der Experten längst nicht aus. Ein Kurswechsel sei dringend notwendig, um letztlich den Wohlstand der Zukunft zu sichern, erklärte die EEA zur Veröffentlichung ihres Fünfjahresberichts. Es bestehe aber auch Grund zur Hoffnung, da das öffentliche Interesse an Klima- und Umweltthemen sowie einer nachhaltigen Zukunft zugenommen habe.

...


Aus: "CO2-Ausstoß erreicht neuen Rekord" (04.12.2019)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/politik/alarmierende-zahlen-zur-klimakonferenz-co2-ausstoss-erreicht-neuen-rekord/25298080.html
Pages: [1] 2 3 4 5 6 ... 10