COMMUNICATIONS LASER #17
May 22, 2012, 12:47:43 PM *
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Author Topic: [Zum Biologismus... ]  (Read 203 times)
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« on: June 22, 2011, 11:17:19 AM »

Quote
[...] Der Biologismus (gr. βíος bíos „Leben“ und logos/ismus) ist eine philosophische und weltanschauliche Position, die menschliche Verhaltensweisen und gesellschaftliche Zusammenhänge vordringlich durch biologische Gesetzmäßigkeiten zu erklären versucht.

... Viele politische Strömungen (u. a. der Faschismus) haben biologistische Erklärungsmodelle für ihre Zwecke instrumentalisiert, indem sie Biologismen zur Rechtfertigung sozialer Ungleichheit, Ausbeutung und Unterdrückung verwendeten. Diskriminierungen gehen häufig einher mit einer biologistischen Argumentationsweise, der drei Funktionen zukommen:

    Unterscheidung: Der Unterschied zwischen der diskriminierenden und der diskriminierten Gruppe wird durch vermeintlich biologisch gegebene, also angeborene Merkmale festgeschrieben.

    Unveränderbarkeit: Dieser Unterschied wird als unveränderbar behauptet, die Möglichkeit einer diesbezüglichen Veränderung durch sozialen Wandel wird verneint.

    Rechtfertigung: Ein tatsächlich gegebenes oder behauptetes Faktum der Natur wird zur Rechtfertigung bestimmter gesellschaftlicher Verhältnisse benutzt.

...


Aus: "Biologismus" (10. Juni 2011)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Biologismus


-.-

Quote
[...] "Im Zeitalter der Aufklärung begann man zu sagen, Frauen können nicht Staatsbürgerinnen sein wie Männer weil ihr Körper auf das Reproduktionsgeschäft ausgelegt ist", beschreibt Sarasin eine klassisch, biologistische Aussage. Zudem habe der Biologismus die Ausprägung charakterlicher und geistiger Fähigkeiten bestimmten Völkern zugeschrieben, woraus schließlich die Rassentheorie resultiert sei. Mit bekannten Folgen: Kolonialismus und die Ausbeutung ganzer Völker bestimmten das 19. Jahrhundert.

...



Aus: "Die Folgen des Biologismus - Tobias Oelmaier im Gespräch mit dem Historiker Philipp Sarasin" (02.09.2010)
Quelle: http://wissen.dradio.de/wissenschaft-die-folgen-des-biologismus.33.de.html?dram:article_id=5198

-.-

Quote
[...] Einst postulierten die Nazis eine genetische Gemeinsamkeit aller Juden, sie bauten eine Rassenideologie auf, die einzelne Volksgruppen wie Juden, Sinti und Roma aber auch Homosexuelle und Behinderte abwertete und ihnen mindere Fähigkeiten zusprach. Daraufhin setzten sie eine fanatische Vernichtungsmaschinerie in Gange, die Millionen Menschen das Leben kostete.

...


Aus: "Gute Menschen, schlechte Menschen" (01.09.2010)
Quelle: http://wissen.dradio.de/populismus-gute-menschen-schlechte-menschen.33.de.html?dram:article_id=5144

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« Reply #1 on: June 22, 2011, 11:30:36 AM »

Quote
...

Quote
21. Juni 2011 22:52
Dumme sind Dreck
Mario Schmid

und werden auch so behandelt.

So sieht die Realität aus, Sonntagsreden und Menschenrechtsgeplapper
bedeuten in der  Praxis gar nichts.

Wer hart arbeitet /Disziplin , Willsensstärke) und die genetischen
Anlagen mitbringt (IQ), der soll natürlich auch die Früchte seines
Tuns ernten.
Der Rest wird sich mit den Krümeln abfinden müssen oder muß - auf die
eine oder andere Art - verrecken.

Glücklicherweise für die Doofen ist Deutschland zivilisatorisch ganz
vorn im Vergleich mit der aktuellen und historischen Restwelt und
erpreßt von den klugen fkleißigen Menschen Lebenszeit und Mühe, um
sie den Versagern als Sozialhilfe/HArtz4 einfach so zu schenken. Und
natürlich sind die inkompetenten  Beschenkten dafür auch noch
undankbar und fordern mehr Raub an den Fleißigen und Klugen.

Insoweit besteht der Bildungswettbewerb nur zwischen denen, die Klug
und Fleißig sind: darum, wer die nimmersatten Mäuler der Faulen und
Dummen am besten stopfen kann: Durch harte Arbeit in Medizin,
Wissenschaft, Technik werden immer bessere und
Lebensqualitätssteigernde Produkte erdacht und produziert, um sie
dann dem Heer der erpresserischen Sozialparasiten geschenkt
überlassen zu müssen.

Faulheit und Dummheit haben in besseren Zeiten den Abschaum aus der
Evolution eliminiert. Heute sind Faulheit und Dummheit reproduktiv
eine Erfolgsstrategie in Deutschland, was man an allerlei Indikatoren
- nicht zuletzt dem wahrgenommenen Fernsehangebot und dem Anwachsen
linker leistungsfeindlicher aber Ansprüche stellender Ideologie
empirsch nachvollziehen kann.

Teure Autos,die hart erarbeitet wurden und bei ihrer Bezahlung
riesige GEldmengen in die Sozialsysteme spülen, werden angekratzt und
abgefackelt.
Wohlstand muß sich verstecken, sonst wird er attackiert.
Demgegenüber gibt es grenzenloses Verständnis mit "sozial
benachteiligten" Gewaltverbrechern, Drogenschluckern und sonstigen
wertlosen Selbstzerstörern.

Hier läuft einfach zu viel schief mittlerweile.


...

Quote
22. Juni 2011 01:37
Als entlarvende Karikatur zu schlecht...
schopy

...als echte Meinungsäußerung nicht glaubwürdig.

Was willst du mit deinen Beiträgen eigentlich.


...

Quote
22. Juni 2011 01:05
Das Leben ist kein Ponyhof
Mario Schmid

Außerhalb engster Familienbande bekämpfen sich alle MEnschen.
Sie kämpfen um hochwertigere Fortpflanzungspartner, bessere Chancen
für ihren Nachwuchs, für eine höhere Position in der sozialen
Hackordnung (je weiter oben, desto mehr Geld unn weniger
Arbeit/Streß), um individuelle Sicherheit und Macht.

Natürlich stinkt es den Untüchtigen, daß sie verlieren und auf die
eine oder andere Weise eliminiert werden. Die Siegreichen jedoch sind
umso stärker.

Alles ist erlaubt, wenn es nur erfolgreich ist.

...


Quote
22. Juni 2011 01:31
Re: Dumme sind Dreck
schopy

Mario Schmid schrieb am 21. Juni 2011 22:52
> Hier läuft einfach zu viel schief mittlerweile.

Sag das deinem Wärter, damit er dir ab morgen zwei
Gabelstaplerladungen Medikamente bringt, und abends die
Bett-Fixierung etwas straffer anzieht. Es kann doch nicht sein, dass
die sich nachts immer lockert und du so weit (nach rechts)
verrutschst, dass du den Eindruck bekommst, es "laufe einfach zu viel
schief mittlerweile".


Quote
22. Juni 2011 01:53
Re: Dumme sind Dreck
swashbuck

Ja, ich hab das auch manchmal. So wie Du jetzt schreibst, an manchen
Tagen.
Da fühl ich mich auch wie Agent Smith aus der Matrix.
Da will ich auch den roten Knopf drücken und alle Idiotie aus der
Welt nuklear ausradieren.

Aber dann schlaf ich nomma drüber, am nächsten Tag gehts meist
wieder.


Quote
22. Juni 2011 06:10
Re: Dumme sind Dreck
Member of the Inner Party

Mario Schmid schrieb am 21. Juni 2011 22:52

> Wer hart arbeitet /Disziplin , Willsensstärke) und [...]

Wer keine ordentlichen Klammern setzen kann, "Willsensstaerke" statt
"Willensstaerke" schreibt und Deppenleerzeichen vor Kommata setzt,
ist auch dumm. Per Definition bist du Dreck. Weg mit dir!

O'Brien


Quote
22. Juni 2011 08:29
Leute wie du haben Ausschwitz möglich gemacht
DerWaechter

indem sie andere Menschen als Dreck angesehen und auch so behandelt
haben haben.


Quote
22. Juni 2011 10:44
Faschismus kam auch schon mal subtiler daher ...
djadmoros

... hier sehen wir die nackte Fratze. Nein, nicht sperren - aus
dokumentarischen Gründen stehenlassen ...



Zu: "Dumme sind Dreck" (21. Juni 2011 22:52)
Quelle: http://www.heise.de/tp/foren/S-Dumme-sind-Dreck/forum-203674/msg-20403954/read/

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« Reply #2 on: June 22, 2011, 12:04:25 PM »

Quote
[...] Die Euthanasiemorde in der NS-Zeit oder Aktion T4 ist eine nach dem Zweiten Weltkrieg gebräuchlich gewordene Bezeichnung für die systematische Ermordung von mehr als 70.000 Psychiatrie-Patienten und behinderten Menschen durch SS-Ärzte und -Pflegekräfte von 1940 bis 1941. Neben rassenhygienischen Vorstellungen der Eugenik sind kriegswirtschaftliche Erwägungen zur Begründung herangezogen worden. Gleichzeitig mit ersten kirchlichen Protesten wurden die Tötungen nach erfolgter „Leerung“ vieler Krankenabteilungen nicht mehr zentral, sondern ab 1942 dezentral, weniger offensichtlich fortgesetzt.

... Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden die Massentötungen unter der euphemistischen Überschrift „Euthanasie“ oder „Aktion Gnadentod“ vollzogen. Die „Aktion“ wurde auch als Vernichtung lebensunwerten Lebens, NS-Krankenmorde bekannt.

... Die „Aktion T4“ war Teil einer stufenweisen Verwirklichung von Kernzielen der nationalsozialistischen Ideologie, der „Aufartung“ oder „Aufnordung“ des deutschen Volkes. Hierzu gehörten verschiedene Maßnahmen – von harmlosen wie Ehestandsdarlehen, Kinderbeihilfen, Steuererleichterungen bis hin zur Zuweisung von Siedlerstellen und Erbhöfen zur Förderung von rassisch erwünschtem zahlreichem Nachwuchs. Jede „Beeinträchtigung des deutschen Volkskörpers“ sollte durch die gesetzlich geregelte „Verhinderung" der Fortpflanzung von Menschen mit einer echten oder angeblichen Erbkrankheit sowie von sozial und rassisch unerwünschten Menschen verhindert werden.


Aus: "Aktion T4" (20. Juni 2011)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_T4

-.-

Quote
[...] Auch wenn die kleinen Anfänge der anthroposophischen Heilpädagogik in den damaligen Zeiten kaum wahrgenommen wurden und die unheilvollen Geschehnisse der Ermordung von mehreren hunderttausend behinderter Menschen während des Nazi-Regimes nicht aufgehalten werden konnte, bildet sie doch – zusammen mit anderen humanistischen Strömungen – nicht nur ein inneres, sondern auch faktisches Gegengewicht zu den Stimmen von Biologismus und Euthanasie, die auch nach der Katastrophe der "Aktion T4" und des Holocaust im 20. Jahrhundert bis zu seinem Ende nie ganz verstummt sind.

Das haben auch Persönlichkeiten gesehen, die ansonsten der anthroposophischen Heilpädagogik keineswegs unkritisch gegenüber stehen. So schrieb der kürzlich verstorbene, bedeutende Schweizer Heilpädagoge Emil E. Kobi: "Steiner brachte ein radikal neue Sichtweise und Definition dessen, was die Gesellschaft, psychiatrischer Usanz gemäss, Schwachsinn nannte. Der Geistigbehinderte ist a priori, aus-sich-selbst-verständlich und vorbehaltlos Mensch und nicht ‹Auch-ein-Mensch›, ‹Trotzdem-ein-Mensch›, ‹Minus-Variante› und was derartiger Einklammerungen mehr sein mögen. Jeder Mensch ist ganzheitlicher Ausdruck des Seinsguten; jedes Leben ist als Schicksal und Auftrag sinnvoll" (Kobi 2004, 264).

...


Aus: "Zum Geburtstag der anthroposophischen Heilpädagogik" (17.06.2011)
Quelle: http://www.themen-der-zeit.de/content/Der_Lauenstein-Tag.1465.0.html

-.-

Quote
[...] ... "Was Sarrazin jetzt sagt, stand schon in dem Interview in Lettre International vor einem Jahr", sagt der Vorsitzende des Kreisverbands Spandau, Raed Saleh, der das erste, erfolglose Ausschlussverfahren mitinitiiert hatte. "Wenn wir dort schon angemessen reagiert hätten, könnten wir uns heute die Diskussion ersparen", sagte er.

Sarrazin wiederum ließ am Montag in einer Erklärung verlauten, er bedaure, dass er "Irritationen und Missverständnisse" ausgelöst habe. "Als ich sagte, dass ,alle Juden ein bestimmtes Gen teilen', habe ich mich nicht hinreichend präzise ausgedrückt."

... Der emeritierte Rechtsprofessor Uwe Wesel glaubt nicht, dass Sarrazins biologistische Äußerungen ausreichen, um ihn als Vorstandsmitglied der Bundesbank abzuberufen. "Dieser Blödsinn fällt noch unter die Meinungsfreiheit", sagte Wesel zur taz, "auch wenn es hart an der Grenze ist." Wesel hält Sarrazin für einen "gekonnten Opportunisten". Als Finanzsenator hätte er mühelos entlassen werden können. "Sarrazin hat mit seinem Unsinn so lange gewartet, bis er in der Bundesbank war, wo ihm nichts passieren kann."

Unterdessen erhält Sarrazin neue Stellenangebote. "Es würde mich freuen, wenn er als Berater dem NPD-Parteivorstand zur Verfügung stünde", sagte NPD-Parteichef Udo Voigt, "oder gar als Ausländerrückführungs-Beauftragter der NPD fungiert."

...

Quote
31.08.2010 15:06 Uhr:
von Steffi:

Also, dass Sarrazin blos darauf gewartet hat bis er in der Bundesbank war ist blödsinn. Er war schon als Berliner Finanzsenator so, hat öfters für Furore gesorgt. Deshalb war der Bundesbankvorstand damals auch gegen seine Nominierung. Aber der nette Herr Wowereit war dran mit dem vorschlagen und hatte keinen besseren. Oder vielleicht wollte er ihn loswerden? Wer weiss...

Und zum Thema Judengen: In der Haaretz schreiben sie dass der israelische Innenminister sogar so weit geht, dass wenn man zum Judentum konvertiert man dieses Judengen bekommt... naja.
http://www.haaretz.com/print-edition/features/jewish-gene-theories-make-waves-in-germany-go-unnoticed-in-israel-1.311182


Quote
31.08.2010 10:37 Uhr:
von Kemal:

Saranazzin spricht aus, was die Mehrheit denkt!
Beispiele? Vor kurzem hat meine Vermieterin, die im gleichen Haus wohnt, wie wir, zu meiner Frau gesagt:" Schade, dass ich meine Tochter nicht in einer anderen Grundschule anmelden kann. An unserer Schule gibt es doch zu viele Türken....". (Ich habe einen türkischen Namen und bin türkischer Herkunft, die Vermieterin weiß das auch).
Zwei Tage später sagte der Moderator eines Straßenfestes, das überwiegend von der alteingessesenen Mehrheitsbevölkerung besucht wird: "So, meine Damen und Herren, das war der türksiche Chor. Wie Sie bemerkt haben, tragen die Frauen nicht die typische Kopfbedeckung, das ist sehr gut. Und sie singen mit den Männern zusammen, auch sehr vorbildlich und europäisch."
Sarazzin kann ich abschalten, wenn mir die Kotze hochkommt. Aber die Vermieterin und der Moderator des Straßenfestes, die ihren Rassismus ungehindert ausleben können, gehören zu meiner eigenen kanakischen Realtität, genauso wie der Lehrer aus einer Schule in meiner Nachbarschaft, der einmal sagte: "Interkulturelle Trainings brauchen wir nicht. Wir haben keine Probleme mit ausländischen Schülern." Da kommt mir einiges hoch, aber hier kann ich nur schlucken.


Quote
31.08.2010 01:18 Uhr:
von tazitus:

Sah Thilo Sarrazin kurz bei "Beckmann". Da tat er mir irgendwie Leid. Herr S. wirkte wie eine Parodie auf Adolf Tegtmeier (J.v.Manger) Äährlich. Was ein paar Jahre Recklinghausen aus jemand machen können.



Aus: "Zirkus Sarrazani" VON U.HERRMANN & G.REPINSKI & A. Wierth (30.08.2010)
Quelle: http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/zirkus-sarrazani/

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