COMMUNICATIONS LASER #17
May 21, 2012, 07:17:34 PM *
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Author Topic: [Ein randalierender Haufen... (Brutalität, Mob)]  (Read 875 times)
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Textaris(txt*bot)
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Subfrequenz Board Quotation Robot


« on: May 20, 2008, 11:51:42 AM »

[Suchmaschienen Textfraktale Ansammlung]:

...

Einen randalierenden Haufen bezeichnet man als "Mob" und ...

„mob“ für Meute, randalierender Haufen („to mob“ heißt pöbeln, über jemanden her-. fallen, angreifen, attackieren). Die Thematik ist heute lediglich erneut...

Heute ist Freitag und ich frage mich, in welchem Ort und aus welchem Grund heute ein Mob randalieren wird? (Glossar, Anhang, Referenzen auf Seite 4) ...

Wenn ein randalierender Mob durch die Straßen zieht und Menschen allein aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit zu den Han-Chinesen umbringt, ...

Welche Fans randalieren, aus welchen Motiven? ... allzu pauschalisierend das Bild eines allzeit bereiten, randalierenden "Mob" in den Fan-Kurven gezeichnet. ...

Randalierende Mobs machten weiterhin mit außergewöhnlicher Brutalität Jagd auf Ausländer, die Zuflucht in Gemeindezentren, Kirchen und Polizeirevieren...

Ein randalierender Mob, brennende Häuser, mehrere Tote und zum ersten Mal seit Ende des Krieges wieder Ausgangssperre - das ist die Bilanz eines...

Im karelischen Kondopoga hat ein randalierender Mob faktisch alle Kaukasier aus der Stadt getrieben. Wir fragten Moskauer, was sie vom dortigen Pogrom und...

Die Hysterie des islamistischen Mobs gegen ein paar kritische Karikaturen ist erschreckend...

Mobbing kommt vom englischen "mob" für Meute, randalierender Haufen; "to mob" heißt pöbeln. Doch nicht jeder Krach, jede Streiterei, Schikane oder...

einzige Alternative zum bestehenden und vergehenden System, und halt die Chaoten als prügelnder und randalierender Mob einer aussterbenden Zeit.

Nacht für Nacht streift jugendlicher randalierender Mob fremdländischer Provenienz durch die Straßen, zündet Autos, Häuser und öffentliche Gebäude an...

Randalierender Mob auf den Straßen deutscher Städte, der "Türken und Fidschis ins KZ" prügeln möchte, Randexistenzen der Scientific Community...

die Öffentlichkeit, die es nicht mag, wenn ein randalierender Mob durch die Straße hetzt. Auf der anderen Seite...

Konfrontation mit einer Protestbewegung, die man vorher als randalierender Mob zu diffamieren versuchte....

Henze würde den randalierenden Mob am liebsten ohne Federlesen in die Flucht schießen, Kalberg hat Mühe ihn zurückzuhalten und vergattert ihn aufs...

Was sagt das wohl über dich aus, dass du kein Wort über einen randalierenden und körperverletzenden 40-Mann-Mob verlierst, wohl aber gegen diejenigen hetzt...

Natürlich hat das sicher auch einige Unschuldige getroffen, das ist bei einem pöbelnden und randalierenden Mob einfach nicht auszuschliessen. ...

Randalierende Mobs töteten in Armenvierteln von Johannesburg seit Freitag zwölf Menschen. Beobachter sprechen von einer außergewöhnlichen Brutalität der ...

Mädchens im Haus eines Kurden gefunden wurde, zog ein randalierender rechter Mob durch die Straßen, schrie "Susurluk wird das Grab der Kurden!

Ein Toter US-Botschaft in Flammen. Mit Metallstangen und Stöcken stürmt ein randalierender Mob die ...

40 Angehörige randalieren nach Tod einer Patientin - Krawall im Krankenhaus...

Kein randalierender Pogrom-Mob, nein, sondern ein ordentlicher Vorgang mit Sonderzügen und einem vorschriftsmäßig ausgefüllten Ausweisungspapier...

Ob Konkret oder Jungle World – einig ist man sich dort, dass ein ‚randalierender islamistischer Mob‘ nur den Anlass brauchte, den Scharon mit seiner...

Der Einsatzleiter vor Ort verhandelte quälend lange mit dem randalierenden Mob, statt wie bei nichtigeren Anlässen üblich, mit Gewalt den Weg für die ...

Diese müssen, obwohl in dicht besiedelten Wohngebieten „eingezwängt", von außen für Nicht-Juden erkennbar gewesen sein. Der randalierende Mob hielt sie ...

... der auf beiden Seiten von einem randalierenden Mob unterstützt wurde, eskalieren und zettelten einen militärischen Konflikt an. ...

Denn wo ist die chinesische Polizei bei dem randalierenden chinesischen Mob?...

Die Regierung setzte die Nationalgarde und die Armee ein, um den randalierenden bourgeoisen Mob zur Räson zu bringen. Insgesamt forderten die Krawalle, ...

Den mit Sympathie und Unterstützung auch deutscher Linker randalierenden Mob kann man mit Recht als die letzten noch tätigen SS- Banden mit dem Ziel der ...

Molotow-Cocktails, brennende Wohnungen, Menschen in Todesgefahr und auf der Flucht vor einem randalierenden rechtsradikalen Mob. Rostock-Lichtenhagen 1992. ...

Wer Pogrome für ausländerfreie Zonen in Rostock-Lichtenhagen oder Hoyerswerda nicht dulden wollte und nach der Staatsgewalt gegen den randalierenden Mob ...

Der randalierende Mob gehört anscheinend auch zur Antifa und ist insgesamt nicht viel besser als Nazis. ...

Polizei ihrer Meinung nach schuld ist, tobt längst schon der islamistische Mob, ...

Allerdings währe nicht nur dieser "Erfolg" wünschenswert, sondern auch, das sich bestimmte "Linksfaschisten" (nichts anderes ist der randalierende Mob aus ...

Das Forum „Faschos randalieren in Leipzig“ auf FOCUS Online bietet Diskussionen zum Thema ... Der linke Mob randaliert in Connewitz nicht nur zu Silvester. ...

... und muß sich häufig im symbolischen Handlungsraum der Filme gegen einen randalierenden Mob oder die Auswüchse politischer Korruption geschlagen geben. ...

Das von einem randalierenden Mob im Namen des Glaubens vorgetragene Spektakel diskreditiert den Islam in meinen Augen viel mehr. ...

... in welchem Verhältnis der randalierende Mob zu den friedfertigeren Teilen der Protestierer besteht -, wird aus dem Film nicht verständlich. ...

ist zwar ot aber das fiel mir dazu ein: randalierender Mob zündet Bäckerei an wegen zu wenig Broten??

Jetzt werden sich wieder die Leute aus dem Forum melden, die den randalierenden Mob kleinreden.

Randalierende Mobs, brennende Fahnen – und schlimmer – Botschaften und internationale Einrichtungen, Morddrohungen, Fatwas und auch tatsächliche Morde die ...

"Um einen randalierenden Mob zu bändigen, muss man gut trainierte Stiefel auf dem Boden haben." Und in einer Sprache, die an die Schutzgeldaktivitäten eines Mafiabosses erinnert, ...

Der Endpunkt dieser Entwicklung ist ein Zustand totalitäre Gedankenkontrolle, in der die "mündige" Masse der Zeitungsleser zum randalierenden Mob ...

Schon im vergangenen Jahr probte der randalierende Mob den gewalttätigen Angriff auf die Polizei, auf das Eigentum der Bürger und Einrichtungen der ...

Den Fernsehbildern des randalierenden und lynchenden Mobs fehlte diesmal jede Exotik.


« Last Edit: May 20, 2008, 01:36:35 PM by Textaris(txt*bot) » Logged
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« Reply #1 on: May 20, 2008, 01:33:04 PM »

Quote
[...]  In den Townships und den heruntergekommenen Hochhäusern im Herzen von Südafrikas Wirtschaftsmetropole suchten Banden junger Männer nach Ausländern. Sie traten Türen ein, durchkämmten Häuser und Wohnungen, verlangten Ausweispapiere, achteten auf verdächtige Akzente und landesunübliche Haartrachten. Es unterliefen ihnen dabei auch Fehler: Unter den Toten und Verletzten der Hetzjagd befinden sich mehrere Südafrikaner.

Die jungen Männer in Johannesburg plünderten Läden, zündeten Autos an, prügelten, vergewaltigten, steinigten oder warfen ihre Opfer aus den Fenstern in die Tiefe. Andere zündeten sie bei lebendigem Leib an - in ihr Bettzeug geschnürt oder mit einem mit Benzin gefüllten Reifen um den Hals. So waren während des Kampfes gegen die Apartheid in Südafrika Verräter hingerichtet worden. Dem Todeskampf der Gepeinigten schauten sie lachend zu und skandierten dabei Hassparolen.

[...]  Übergriffe auf Ausländer sind in den südafrikanischen Armenvierteln nicht neu. Aber so mörderisch sind sie noch nie ausgefallen. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Seit der Wahlkrise in Zimbabwe - deren Existenz der südafrikanische Präsident leugnet - hat sich der Flüchtlingsstrom aus dem Nachbarland noch verstärkt. Insgesamt sollen rund 3 Millionen Zimbabwer in Südafrika leben. In den Hüttensiedlungen wird es noch enger, der tägliche Überlebenskampf noch härter.

Gleichzeitig drängen die explodierenden Lebensmittelpreise die Einheimischen an den Rand der Verzweiflung. Der Grossteil der Bevölkerung hat am wirtschaftlichen Erfolg Südafrikas keinen Anteil, rund 40 Prozent leben gar schlechter als vor der demokratischen Wende. Ihre ganze Frustration und Existenzangst projiziert diese Schicht nun auf die Ausländer.

Die südafrikanische Regierung hat die brutalen Attacken scharf verurteilt, zeigt sich im Übrigen aber hilflos. Präsident Thabo Mbeki ist als konkretere Massnahme lediglich die Anordnung einer Untersuchung eingefallen. Derweil wächst die Angst, dass die Unruhen von den Townships auf die Arbeitsplätze übergreifen könnten. Andere Landesteilen fürchten, ebenfalls zum Schauplatz fremdenfeindlicher Ausschreitungen zu werden. In einer Township in der Nähe von Kapstadt wurde am vergangenen Freitag ein somalischer Händler erschossen, am Sonntag erhielten 30 weitere Somalier Drohbriefe mit der Aufforderung, das Land umgehend zu verlassen.


Aus: "Hassgefühle wie zu Zeiten der Apartheid" Von Christine D'Anna-Huber (19. Mai 2008)
Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/ausland/871692.html


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Quote
[...] Mbeki kündigte die Einsetzung einer Untersuchungskommission an. Sie soll die Ursachen der Gewalt ergründen und herausfinden, "wer dahinter steckt". Bereits jetzt habe es mehr als 200 Festnahmen gegeben. Er sei zuversichtlich, dass der Polizei bald ein entscheidender Durchbruch im Kampf gegen die Gewaltkriminalität gelingen werde, fügte Mbeki hinzu. Jacob Zuma sagte: "Wir dürfen kein fremdenfeindliches Land sein Wir sollten das letzte aller Völker sein, das ein Problem mit der Haltung zu den Brüdern und Schwestern hat, die von außen kommen."

Laut dem südafrikanischen UNHCR-Vorsitzenden Tseliso Thipanyane seien die Spannungen länger bekannt; bereits 1999 seien zwei Ausländer in Pretoria aus einem Zug geworfen worden. "Es gibt ohne Zweifel einen Wettstreit um knappe Ressourcen, Häuser, Arbeit und andere Dienstleistungen", so Thipanyane. Dies werde auch dadurch deutlich, dass die Übergriffe vor allem in Armenvierteln verübt würden.

[...] "Wir sprechen nicht von Fremdenfeindlichkeit, wir sprechen von Kriminalität", unterstrich Polizeisprecher Govindsamy Mariemuthoo. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen warnte, die Stadt steuere auf eine humanitäre Katastrophe zu. Die Opposition erneuerte indes ihre Forderung, das Militär zu entsenden, da die Polizei die Lage nicht mehr kontrolliere. Auch die Stiftung von Nelson Mandela beklagte die Exzesse. Der erste schwarze Präsident Südafrikas und Friedensnobelpreisträger hatte die Nation schon vor einer Woche vor einer "zerstörerischen Entzweiung" gewarnt.

Die meisten der Einwanderer in Südafrika kommen aus dem Nachbarland Simbabwe. Schätzungen gehen davon aus, dass rund drei Millionen Simbabwer wegen der dortigen politischen Gewalt, Arbeitslosigkeit und Inflation ihre Heimat verlassen haben. Die jungen Menschen in den verarmten südafrikanischen Townships werfen den Ausländern vor, sie nähmen ihnen Arbeitsplätze weg und seien kriminell.

 Die Exzesse hatten vor einer Woche im Township Alexandra begonnen. Dort leben seit Tagen rund 1000 Menschen aus Angst um ihr Leben im Schutz einer Polizeistation. Im Armenviertel Jerusalem wurden Polizisten mit scharfer Munition beschossen, als sie rund 500 Menschen daran hindern wollten, Geschäfte von Ausländern zu plündern. Das südafrikanische Rote Kreuz und andere Hilfsorganisationen baten um Geld zur Versorgung der in öffentlichen Einrichtungen Zuflucht suchenden Menschen. Ein freiwilliger Helfer eines Gemeindezentrums im Osten von Johannesburg sprach von 2000 Menschen, die in der Nacht hier Schutz gefunden hätten.


Aus: "Fremdenhass in Südafrika eskaliert" (Artikel vom 20.05.2008 10:50 | apa, dpa, afp, ap | sk )
Quelle: http://www.kurier.at/nachrichten/160890.php

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[...] In Diepsloot, Thokoza, Tembisa und Cleveland eskaliert die Gewalt. Captain Cheryl Engelbrecht von der Polizei in Cleveland zog am Sonntag nüchtern Bilanz: "Zwei Personen wurden verbrannt, drei wurden erschlagen. 50 weitere Menschen wurden mit Schusswunden oder Messerstichen in Krankenhäuser eingeliefert."

Die Zeitungen berichten am Montag von Menschen, die qualvoll verbrennen, während andere zusehen und das Leiden der Sterbenden lachend kommentieren.

[...] In Südafrika ist der Krieg Arme gegen Arme am Wochenende eskaliert. Inzwischen hat die Gewalt auch die Touristenmetropole Kapstadt erreicht. In den Slums von Fisantekraal wurden zwei Somalis ermordet, zwei andere schwer verletzt. Seitdem herrschen auch hier Angst und Schrecken.


Aus: "SÜDAFRIKAS SLUMS - Wütender Mob verbrennt Einwanderer" Von Karl-Ludwig Günsche, Kapstadt (19.05.08)
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,554004,00.html

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[...] Die Polizei sei hilflos: "Sie können nur reagieren, aber nicht schützen." Auch Bischof Paul Verryn, der in der Methodistenkirche in Johannesburgs Innenstadt über 1.500 meist simbabwische Immigranten beherbergt, geht davon aus, dass die Polizei die Situation nicht unter Kontrolle hat. Eine Gruppe von Schlägern hatte auch die Kirche aufgesucht, und mehr als 300 Immigranten flohen gestern früh auf die Straße. "Die Armen greifen die Armen an", sagt er. "Und es kommt ein kriminelles Element dazu. Man stiehlt das Eigentum der Ausländer, es gibt Plünderungen."

Es sind jedoch nicht nur Ausländer, sondern die Gewalt richtet sich auch gegen Südafrikaner, die mit einem Nichtsüdafrikaner verheiratet sind oder die auf Zuruf nicht in einer der gängigen Sprachen wie Zulu antworten.


Aus: "Ausländerfeindlichkeit in Südafrika - Terror in den Townships" (taz, 20.05.2008)
Quelle: http://www.taz.de/1/politik/afrika/artikel/1/terror-in-den-townships/?src=AR&cHash=01298e98b0

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[...] In der Presse wird bemängelt, dass sich bisher weder Präsident Thabo Mbeki noch eines seiner Kabinettsmitglieder an einem der Brennpunkte sehen ließ: Vor allem, wo nicht nur die zunehmende Zahl der Flüchtlinge, sondern auch die Probleme der Regierung bei der Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung für die wachsende Ausländerfeindlichkeit verantwortlich gemacht werden. Nach den Worten des Direktors des südafrikanischen Konsumenten-Forums, Thami Bolani, sind die jüngsten Übergriffe in erster Linie auf die Verarmung weiter Teile der Bevölkerung infolge eskalierender Lebensmittelpreise zurück zu führen: "Was wir derzeit erleben, könnte der Beginn höchst gefährlicher Armutsaufstände sein", sagte Bolani.


Aus: "Jagd auf Ausländer in Südafrika" VON JOHANNES DIETERICH" (18.05.2008)
Quelle: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?sid=af9ddb891193b356c4c72155c90c0437&em_cnt=1336179

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Quote
[...] Im Verteilungskampf um knappe Güter werden Einwanderer zu unerwünschten Konkurrenten. Die Devise lautet: Jetzt kommen erst mal wir Südafrikaner dran, wir haben lange genug gelitten.

[....] Seit Ende der neunziger Jahre nimmt der Hass auf Ausländer in erschreckendem Ausmaß zu. Weil er sich fast ausschließlich gegen Schwarzafrikaner richtet, sprechen die Sozialwissenschaftler von einer regelrechten Negrophobie. Wegen des unverständlichen Klangs der Zuwanderer Sprachen nennt man sie abschätzig kwerekwere. Einer der Marodeure fasst die Ressentiments der Einheimischen in einem Satz zusammen: »Sie stehlen unsere Jobs, unsere Häuser, unsere Frauen.« So werden die Migranten zu Sündenböcken für hausgemachte Versäumnisse.

[...] Das zweite Versagen der Regierung Mbeki hat mit dem Nachbarland Simbabwe zu tun, in dem der Despot Robert Mugabe das eigene Volk unterdrückt und aushungert. Drei Millionen Simbabwer sind in den vergangenen acht Jahren nach Südafrika geflohen, jeden Tag werden es mehr. Aber die zuständigen Staatsorgane, allen voran das Innenministerium, haben das Problem bislang ignoriert oder kleingeredet. Zugleich verstärkt die Appeasement-Politik der Regierung den Massenexodus aus Simbabwe. »Die Weigerung von Präsident Mbeki, die Krise in Simbabwe überhaupt als solche wahrzunehmen, und seine Freundschaft mit Mugabe haben diese Menschen zu uns getrieben«, schreibt Justice Malala, einer der einflussreichsten Kommentatoren Südafrikas. Immerhin dürfte Mbeki nicht entgangen sein, dass sich die Pogromstimmung in den Armenvierteln zuallererst an entwurzelten Simbabwern austobt. »Wo sollen wir nur hin?«, fragt ein verzweifelter Flüchtling. »Hier in Südafrika können wir nicht mehr bleiben, und wenn wir heimkehren, töten sie uns dort.«

Die Aids-Katastrophe, der Zusammenbruch in Simbabwe, die Treibjagd auf Einwanderer – Thabo Mbeki und seine Minister bekommen derzeit die Folgen einer Politik des fortgesetzten Leugnens und Verdrängens zu spüren. Zwei Jahre vor der Fußballweltmeisterschaft schlittert Südafrika in die schwerste Führungskrise seit dem Ende der Apartheid.


Aus: "Arme gegen Ärmere" Von Bartholomäus Grill (DIE ZEIT, 21.05.2008, Nr. 22)
Quelle: http://www.zeit.de/2008/22/Suedafrika?page=1

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Quote
[...] Nach den tagelangen ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Südafrika sollen nun die Streitkräfte die Gewalt beenden. Präsident Thabo Mbeki habe einer Bitte der Polizei stattgegeben, Soldaten in und um Johannesburg einzusetzen, hieß es in einer Stellungnahme seines Büros. Eine Polizeisprecherin sagte, die Armee werde die Sicherheitskräfte sowohl mit Truppen als auch mit Geräten bei bestimmten Einsätzen unterstützen.

[...] Bei den seit mehr als einer Woche andauernden fremdenfeindlichen Angriffen hat es nach Polizeiangaben inzwischen 42 Tote gegeben. 16.000 Menschen seien aus den Townships von Johannesburg vertrieben worden, hieß es weiter. Viele der verfolgten Ausländer - allen voran Flüchtlinge aus Simbabwe, Mosambik und Malawi - haben in Notunterkünften Schutz gesucht. Die Südafrikaner in den Elendsvierteln werfen den Einwanderern vor, ihnen Arbeit und Wohnraum wegzunehmen.



Aus: "Südafrika - Armee soll brutale Angriffe auf Ausländer stoppen" (22. Mai 2008)
Quelle: http://www.welt.de/politik/article2021774/Armee_soll_brutale_Angriffe_auf_Auslaender_stoppen.html

« Last Edit: May 22, 2008, 08:38:14 AM by Textaris(txt*bot) » Logged
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« Reply #2 on: May 20, 2008, 02:27:47 PM »

Unter der dünnen Schicht aus Intellekt, Bildung und Gediegenheit regieren archaische Reflexe. ...

In Krisenzeiten kommen doch ab und zu wieder archaische Reflexe zum Vorschein . . ." "In den Wäldern herrscht das Faustrecht. Einige sind geneigt, dasselbe ...

Diese Position entspricht einerseits gewissermaßen einer Embryohaltung, andererseits wissen wir, daß alte archaische Reflexe bestimmten Teilen unseres ...

Die Autoren der Studie der Universität Witten/Herdecke haben die Erfahrung gemacht, dass in deutschen Unternehmen archaische Reflexe zum Vorschein kommen ...

Aufgrund dieser Wahrnehmungsmuster, die von Wissenschaftlern auf archaische Reflexe zurückgeführt werden, sind Menschen mit hoher, dünner Stimme im ...


Geblieben sind die archaischen Reflexe bei Anspannung: Adrenalin wird ausgeschüttet, Adern verengen sich, das überschüssige Cholesterin lagert sich ...

Wir helfen Ihnen Ihre archaische Reflexe festzustellen. Sie werden fähig, in der Gegenwart zu leben und die Vergangenheit als wertvolle Erfahrung anzusehen. ...

Unter gewissen Umständen (organische Schädigung der später entwickelten Regionen des Gehirnes, ungewöhnlicher Streß) können die archaischen Reflexe ohne ...

Alle Parteien folgten irgendwelchen archaischen Reflexen; Worte wie: Ehre, Abstammung, Blut und Boden etc. waren bei Serben, Kroaten und Albanern ...

Die Gehirnarbeit verlagert sich jetzt Schritt für Schritt vom archaischen Hirnstammbereich auf den Bereich des Kortex. Wenn ein Reflex sich ...

Die Ursache für so viel Ungerechtigkeit vermuten Wissenschaftler in archaischen Reflexen: So hat beispielsweise in Schimpansengruppen das Leittier meist die ...

Sie haben archaische Horden-Reflexe mobilisiert bei den Angehörigen des westlich-christlichen Kulturkreises: Feuer, Qualm und Steinschlag vom Himmel, ...

Was wir als attraktiv wahrnehmen, hat mit archaischen Reflexen zu tun, die tief in unser Hirn eingegraben sind. Und glatte Haut ist da immer ...

Sie löst Reflexe aus, die ihr und ihrem Thema das Leben nicht leichter machen - aber sie in der Debatte ... Der Frauenhass der Männer ist für sie archaisch. ...

Zusammen mit dem archaischen Reflex, sich für Notzeiten zu mästen, sorgt also das die Konsumtionstätigkeit begleitende Moment sozialer Befriedigung ...

Dieser archaische Reflex lässt uns gerade bei grausamen Verbrechen. zweifeln, ob unsere zivile Gesellschaft. ...

Der Mensch reagiert bei der Gegenüberstellung mit Gruppenfremden, Andersartigen und Andersdenkenden mit archaischen, tribal-territorialen Reflexen, ...

Wenn Sie sich über andere Verkehrsteilnehmer aufregen oder sich gar auf Zweikämpfe einlassen, pumpt Ihr Körper (einem archaischen Reflex folgend) durch den ...

unserer Person sind letztendlich aus Reflex- und Instinktprogrammen entwickelt, kommen als ...

... illustriert einen bisher unveröffentlichten Text der DDR- und Theaterlegende Peter Hacks«, stand da zu lesen und löste einen archaischen Reflex aus, ...

mit archaischen Eigenschaften. Instinkte, Triebe und Reflexe bleiben neben der. Technikbeherrschung die wichtigsten Qualifikationen des Soldaten. ...

Durch verschiedene archaische Reflexe erfolgt automatisch eine partielle Umschaltung in entwicklungs-geschichtlich alte Gehirnbereiche, also in einen ...


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« Reply #3 on: August 18, 2011, 09:40:21 AM »

Quote
[...] Was ist los in London? Eine Nachricht auf Twitter beschreibt es so: »Die Jugend im Nahen Osten erhebt sich für ihre Grundrechte. Die Jugend in London erhebt sich für einen 42-Zoll-Plasma-Fernsehbildschirm.«

Man sieht in diesen Tagen viele schreckliche Bilder aus der Millionenstadt: Fotos von ausgebrannten Autos, Videos von Jugendlichen in Kapuzenpullis, die Steine werfen und Geschäfte plündern. Das schlimmste Video aber zeigt weder Gewalt noch Feuer.

Ein Junge liegt auf dem Boden und blutet. Mehrere junge Männer gehen auf ihn zu und helfen ihm auf die Beine. Der Junge ist erst misstrauisch, lässt sich dann aber humpelnd von den Fremden führen. Nachdem sie ein paar Schritte gegangen sind, greift einer in den Rucksack des Jungen. Er zieht einen Gegenstand heraus, man kann nicht erkennen, was. Der Junge ist zu schwach, um sich zu wehren, die Diebe schlendern davon.

Der Clip ist 75 Sekunden lang. Das reicht, um zu sehen, dass den Plünderern von London alles scheißegal ist. Es geht ihnen nicht um Mark Duggan, der vergangene Woche von einem Polizisten in Tottenham erschossen wurde: Sein Gedenken haben sie geschändet. Sie rebellieren auch nicht im Namen jener ärmeren, schwarzen Community, deren Stadtviertel sie abfackeln. Was sie zertrümmern, ist ihre eigene Community und ihr eigenes Leben.

Man will diese Leute am liebsten packen, ihnen die Kapuzen herunterziehen und rufen: Was fällt euch ein?! Wieso seid ihr so wütend? Wieso seid ihr so hoffnungslos? Man müsste dabei die eigene Wut gegen sie unterdrücken: Jugend ist auch ein Versprechen, aber dieses Versprechen haben die Plünderer von London weggeworfen.

...




Aus: "Krawalle in London: Es brennt " Von Khuê Pham (10.8.2011)
Quelle: http://www.zeit.de/2011/33/01-England-Jugend-Proteste-Gewalt

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