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« on: October 28, 2007, 04:42:52 PM » |
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"Aber Sprache dichtet und denkt nicht nur für mich, sie lenkt auch mein Gefühl, steuert mein ganzes seelisches Wesen, je selbstverständlicher, je unbewußter ich mich ihr überlasse. Und wenn nun die gebildete Sprache aus giftigen Elementen gebildet oder zur Trägerin von Giftstoffen gemacht worden ist? Worte können sein wie winzige Arsendosen: sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da."
Wörter sind in erster Linie bedeutungstragend, ornamentiert mit Emphase, Hybris oder Pathos werden sie erst in der jeweiligen Kommunikationsgegebenheit. Ändert sich die Gegebenheit, sei es durch Wechsel des Milieus, durch Veränderung sozialer Strukturen oder schlicht durch temporäre Faktoren, so erfahren auch Lexeme entweder regressive oder progressive Veränderung, beziehungsweise sie zeichnen sich durch Kontinuität ihres Konnotats aus. Welche Bedeutung haben in diesem Zusammenhang Schlagwörter? [...] "Die methodologisch notwendige Einfühlung in die jeweilige Zeit erfordert im Grunde Kenntnisse von Sprache, Literatur, Kultur, öffentlicher Kommunikation, Rezeptionsbedingungen, Politik, Theologie, Geschichte – Kenntnisse, die ein einzelner Wissenschaftler allein kaum in einer Person vereinen mag."4 Sich angesichts dieser Erkenntnis trotzdem einer solchen Herausforderung zu stellen, läßt sich nur mit der Faszination erklären, welche die unerwarteten Erkenntnisse durch die hermeneutische Vorgehensweise hervorrufen. "Vorreformatorische Schlagwörter - Spiegel politischer, religiöser und sozialer Konflikte in der frühen Neuzeit" (Inaugural-Dissertation) - zur Erlangung der Doktorwürde der Philosophischen Fakultät der Universität Trier von Patrick Honecker aus Bonn (2002) http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=97281275x&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=97281275x.pdf
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« Last Edit: October 29, 2007, 03:38:07 PM by Textaris(txt*bot) »
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« Reply #1 on: October 28, 2007, 06:13:03 PM » |
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Der Begriff wird auch als politischer Kampfbegriff benutzt, um Kritiker zum Schweigen zu bringen oder kritische Berichterstattung in ein negatives Licht zu...
politische Kampfbegriffe hätten es an sich, zunächst als leere Signifikanten zu funktionieren. In einem zweiten Schritt käme es darauf an...
politischer Kampfbegriff, Kampfprojekt, Ideologie...
Insofern ist "Differenz" ein Kampfbegriff der...
"Geistiges Eigentum" ist für sie gar nur ein "politischer Kampfbegriff"...
Das ist ein politischer Kampfbegriff mit fatalen Folgen. Deutschland befindet sich nicht im "Krieg gegen den Terrorismus"....
Organisierte Kriminalität - Ein politischer Kampfbegriff...
Die Globalisierung ist also, da sie zur politischen Niederlage führen kann, für Barbier ein politischer Kampfbegriff...
das, was der Begriff „Faschismus“ immer war: ein politischer Kampfbegriff...
Das Konzept des Multikulturalismus war in der Bundesrepublik Deutschland hauptsächlich ein politischer Kampfbegriff...
Genozid ist ein politischer Kampfbegriff", sagt...
Ein Blick auf die Geschichte des Antiamerikanismus als politischem Kampfbegriff zeigt, dass diese Keule...
hauptsächlich ein politischer Kampfbegriff, der von deutschen Intellektuellen...
Der Totalitarismus-Begriff sei ausschließlich ein politischer Kampfbegriff zur...
Politischer Kampfbegriff und ethisches Leitbild...
Das Wort Rassismus dient als politischer Kampfbegriff seit seiner Prägung in den...
Genozid ist ein politischer Kampfbegriff", sagt...
Ist "kulturelle Vielfalt" international also nur ein politischer Kampfbegriff, hinter dem sich...
Das ist ein politischer Kampfbegriff, den man vermeiden sollte. Aber aus Einsicht in seine Herkunft und Funktion...
Doch „Kultur“ als politischer Kampfbegriff ist deutlich älter und kaum ein CDUler wird wohl ahnen, dass das verwendete Kulturkonzept...
Die Kategorie "Links" ist ein politischer Kampfbegriff. Derlei Richtungsbegriffe kommen aus...
Schon immer war der »Imperialismus« mehr ein politischer Kampfbegriff als eine analytische...
Islam-Faschismus ist ein politischer Kampfbegriff, der eine differenzierte Sicht...
Die "Berliner Republik" war ein Kampfbegriff.
Gleichwohl kritisiert Lindemann den Paragrafen scharf: "Das ist ein politischer Kampfbegriff um Leute zu kategorisieren."...
Wie aus einer wirtschaftspolitischen Konzeption ein inhaltsleerer, deshalb aber umso wirksamerer politischer Kampfbegriff geworden ist...
...an ein kolonialistisch belasteter, politischer Kampfbegriff gewesen.
PC ist zu einem emotional aufgeladenen ultrarechten Kampfbegriff geworden zur Verleumdung linker und liberaler politischer, sozialer und kultureller...
...wird ‚Stalinismus’ von den Rechten als politischer Kampfbegriff verwendet.“
Dabei ist „Europa" ein politischer Kampfbegriff, und keine geographische...
ist und bleibt der sogenannte Antifaschismus ein politischer Kampfbegriff, der sich wie kaum ein anderer zur Aufhebung einer freiheitlichen...
Marktversagen ist ein politischer Kampfbegriff. Es werden dem Phänomen...
Auch das Konzept der „Mode“ kann als politischer Kampfbegriff zum Zwecke des Abwürgens missliebiger Diskussionen...
...der Begriff der "de-regulation" in den USA und in Großbritannien ein politischer Kampfbegriff.
aber von verbohrten Rassisten als politischer Kampfbegriff nachdrücklich verwendet...
Schulmedizin ist zumeist ein politischer Kampfbegriff, der. eingesetzt wird, um...
Elite als politischer Kampfbegriff. Elite ist kein bloßer Beschreibungsbegriff, sondern ein historisch gewordenes...
»Sympathisant« war ein politischer Kampfbegriff, der eine Distanzierung von der RAF...
War "Faschismus" gar nur ein politischer Kampfbegriff, untauglich für wissenschaftliche Erkenntnis und...
Nur wenige theoretische Konzepte wurden so kontrovers diskutiert und so häufig als politischer Kampfbegriff eingesetzt wie der Neoliberalismus...
Ein politischer Kampfbegriff der Lizenzdemokraten zur Unterscheidung in “guten” und “schlechten” Islam...
Das ökonomisch definierte, jedoch als politischer Kampfbegriff eingesetzte Stichwort lautet "Flexibilisierung"....
Fundamentalismus ist ein politischer Kampfbegriff geworden; dient auch zur politischen. Mobilisierung...
„Feministisch“ wurde als politischer Kampfbegriff von der. neuen Frauenbewegung eingeführt, um ihre Option für die...
Heimat leider auch als "politischer Kampfbegriff" ge- und mißbraucht werde. Politische Studien Sonderheft 2/2003...
Für die Nazis dagegen war Heimat ein politischer Kampfbegriff, was letztlich dazu führte, dass die meisten Deutschen plötzlich keine Heimat mehr hatten und...
Die Hinzufügung des Begriffes "radikal" ist ein neuzeitlicher, politischer Kampfbegriff, den es im ursprünglichem Parlament eben überhaupt nicht...
Der Soziologe Sighard Neckel schreibt: "In der Öffentlichkeit dient »Neid« als politischer Kampfbegriff, den (...) vor allem besser Gestellte benutzen...
Andererseits fungierte (und fungiert) er als politischer Kampfbegriff in kulturkämpferischen Auseinandersetzungen um das Verhältnis von Religion und Politik...
„Terrorismus" als politischer Kampfbegriff wie z.B. durch. Mugabe in Simbabwe. Ohne eine Präzisierung dessen,was. jeweils unter Terrorismus verstanden wird...
sich damit als innenpolitische Entsprechung des weltweiten Kriegs gegen den Terror und beweist, dass "Terrorismus" ein politischer Kampfbegriff ist...
wurde die Bezeichnung "schwul" später im Rahmen der Emanzipationsbewegung von der Schwulenszene selbst, auch als politischer Kampfbegriff...
"wissenschaftlich" - "ideologisch" ist in diesem Fall nicht sonderlich fruchtbar, weil der Ideologie-Vorwurf ein politischer Kampfbegriff...
Dann stellt sich die Luege von der angeblichen CO2-Freiheit als politischer Kampfbegriff interessierter Kreise heraus....
Andererseits taugt Hybridität aber doch als politischer Kampfbegriff: gegen das...
Vielleicht liegt das Problem im Begriff des Kapitalismus selbst, der sich zur Analyse schon deshalb schlecht eignet, weil er ein politischer Kampfbegriff...
Der Begriff ‚Querfront' ist ein politischer Kampfbegriff mit festem historischen Bezug in die Endphase der Weimarer Republik...
Soziale Gerechtigkeit und Teilhabe dürfen nicht als politische Kampfbegriffe missbraucht werden, fordert Ilse Falk. Die Politik müsse auch einmal Nein sagen...
Das Wort Völkermord ist ein politischer Kampfbegriff geworden, der an...
Der Standort Deutschland markiert als politischer Kampfbegriff in Deutschland demnach...
Der "Staatsbürger" als Gegensatz zum "Untertan" war eigentlich ein politischer Kampfbegriff der Befreiungskriege...
..."Integration" ist ein politischer Kampfbegriff geworden.
politische Kampfbegriffe. »Demokratisierung«, »Gleichheit«, »Emanzipation«, »Anti-. faschismus« oder »Betroffenheit« wurden nicht nur zum politischen...
politische Kampfbegriffe. »Demokratisierung«, »Gleichheit«, »Emanzipation«, »Anti-. faschismus« oder »Betroffenheit« wurden nicht nur zum politischen...
Einmal wird Volk als politischer Kampfbegriff verwendet: als Gegenbegriff zu...
Dies erfordert eine Bestimmung des ´nationalen Interesses´ - des außenpolitischen Gemeinwohls – jenseits seiner Funktion als politischer Kampfbegriff der...
„Pflegenotstand“ ist zwar auch ein politischer Kampfbegriff, aber diese Selbstbeschreibung der Pflege ist ernst zu nehmen...
Das Schlagwort „Antifaschismus“ als politischer Kampfbegriff hat die Bundesrepublik...
Diese Formel ist in politischer Kampfbegriff, dem es nicht um die Philosophie geht...
etc.
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« Last Edit: October 29, 2007, 03:27:11 PM by Textaris(txt*bot) »
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« Reply #2 on: October 28, 2007, 06:20:31 PM » |
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[...] Mit Begriffsbesetzung oder Besetzen von Begriffen bezeichnet man die bewusste Benennung von Erscheinungen mit einem dem eigenen Interesse nahe liegenden Wort oder „Begriff“.
Aus: "Begriffsbesetzung" (10/2007) http://de.wikipedia.org/wiki/Begriffsbesetzung
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« Reply #3 on: October 28, 2007, 07:42:25 PM » |
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[...] Gutmensch ist in der politischen Rhetorik ein Kampfbegriff zur Abwertung von Personen, die als Vertreter der politischen Korrektheit angesehen werden. Dieser Neologismus wird von „guter Mensch“ abgeleitet, wendet aber die positive Bedeutung des Ausdrucks ins Gegenteil, ist also eine Pejoration.[1] In Bedeutung und Benutzung lehnt sich der Begriff – je nach Kontext – an das Wort Weltverbesserer[2] an.
Benutzer des Begriffs unterstellen Personen oder Personengruppen mit betont moralischer Grundhaltung fehlgeleitetes bzw. zweifelhaftes Verhalten.[3] Der Begriff bezieht sich auch auf den Unterschied zwischen 'gut gemeint'[4] und 'gut gemacht'. Ein Gutmensch hat gute Absichten, möchte bestimmte Probleme lösen oder die Welt verbessern. Seine Handlungen oder die verwendeten Mittel gelten aber in den Augen derer, die Gutmensch als Kampfbegriff verwenden, als zweifelhaft, meist wegen einseitiger Betrachtung eines Problems, mangelnder Objektivität oder Unkenntnis der Faktenlage. Gutmensch wird oft mit Begriffen wie Pharisäer und Heuchler, seit Mitte der 1990er Jahre auch mit der Politischen Korrektheit verbunden und als Anklage verstanden, die drastisch als „Terror der Gutmenschen“ erscheint. Im öffentlichen Sprachgebrauch dient der Begriff durchweg als eine negativ konnotierte Fremdbezeichnung. Eine wenn auch oft ironische, aber ernstgemeint „liebevolle“ Verwendung findet sich zumeist nur in persönlichen Gesprächen, z. B. für „das Herz am rechten Fleck haben“, großzügiges Verhalten oder für „übertriebenen“ Altruismus.
Nach Rembert Hüser ist die Bezeichnung Gutmensch als eine „Witzelei“ der „89-Generation“-Feuilletonisten und Autoren wie Rainer Jogschies, Matthias Horx und Klaus Bittermann entstanden, die „Anti-68er-Lexika“ in der Tradition von Eckhard Henscheids Dummdeutsch-Wörterbuch verfassten. Diese Wörterbücher stellen eine Mischung aus Bekenntnisliteratur und Unterhaltungsliteratur dar und unterscheiden nicht zwischen Worterklärung und Wortgebrauch. Im Nachwort seines Wörterbuches des Gutmenschen schreibt Bittermann: „Am Ende seiner gegen den ‚Versöhnungsterror der bundesrepublikanischen Provinz‘ gerichteten Glossen […] schrieb Karl Heinz Bohrer Anfang 92: ‚Vielleicht wäre es am besten, der Merkur legte in Zukunft ein kleines Wörterbuch des Gutmenschen an. Dahinein gehörten die Mauer im Kopf einreißen oder Streitkultur oder eigensinnig oder Querdenker.‘ Darauf haben wir mit Spannung, aber leider vergeblich gewartet. Die Situation wurde seither nicht besser, so daß wir uns gezwungen sahen, das Projekt selbst in Angriff zu nehmen.“[6]
Seit Mitte der 1990er Jahre etablierte sich der Begriff Gutmensch in politischen und ideologischen Debatten. In diesen wurde er oft zusammen mit dem Begriff Politische Korrektheit verwendet,[7] um den politischen Gegner und seine Ansichten als moralisierend zu kritisieren.[8]
Der Herausgeber des Merkur, Kurt Scheel, stellte die Behauptung auf, den Begriff in diesem Sinne als Erster verwendet zu haben.[9] Das Wort galt in den Feuilletons als modischer „latest critical chic“. Politische Korrektheit wurde zuweilen, etwa von Klaus Bittermann, „Gutmenschensprache“, „Betroffenheitssprache“, „Gesinnungskitsch“, „Gesinnungssprache“ und „Plapperjargon“ genannt.
Den Begriff „guter Mensch“ in einer ironischen Form mit negativer Konnotierung benutzte das Satiremagazin Titanic bereits Mitte der 1990er Jahre.
Heute ist der Begriff teilweise in die Alltagssprache eingegangen, wo er meist ironisch für Menschen gebraucht wird,
* die sich nur vorgeblich für moralische Ziele einsetzen, * die sich zwar tatsächlich für moralische Ziele einsetzen, denen dabei jedoch Realitätsverlust unterstellt wird, oder * deren uneigennütziger Einsatz für ein moralisch gut angesehenes Ziel als übertrieben oder naiv beschrieben werden soll.
Verwendung in der Politik: Verwendung findet der Begriff, mit unterschiedlicher Intention und Häufigkeit, im gesamten politischen Spektrum; allerdings ist der Begriff – als ideologisch besetzter Kampfbegriff in der Auseinandersetzung mit (tatsächlichen und vermeintlichen) Vertretern der politischen Korrektheit – vorwiegend im konservativen, rechtspopulistischen und rechtsextremen Bereich verbreitet.[10]
Verwendung des Begriffs innerhalb gesellschaftskritischer Kreise
Sich als gesellschaftskritisch verstehende Akteure üben damit mitunter ironische Kritik an vermeintlichen Mitstreitern, die zwar Kritik an der Gesellschaft formulieren, aber nicht bereit sind, sich selbst den vertretenen Ansprüchen zu stellen. So wird z. B. damit eine Kritik am Rassismus als rein symbolisch gewertet, wenn das eigene rassistische Verhalten nicht reflektiert wird. Diese Kritik meint, dass politische Äußerungen, die keine Konsequenzen verlangen, dem Sprecher und der Sprecherin allein dazu dienen, in einem „guten Licht“ dazustehen. Kritisiert werden dabei besonders Sonntagsreden von Politikern, wenn diese sich als Fürsprecher von „Opfern“ ausgeben. Dagegen wird von Betroffenen auch eine Festschreibung in einer Opferrolle entschieden zurückgewiesen.[11]
Ein besonderes Beispiel ist der gutmeinende „Fremdenfreund“, der aufgrund des humanitaristischen Grundsatzes davon ausgeht, dass alle Menschen gleich sind, ihm fremden Menschen jedoch „eigene Bedürfnisse, ethische oder moralische Vorstellungen und Ziele aufoktroyiert“ (Sabine Forschner).[12]
Verwendung in der politischen Rhetorik
Häufiger benutzt die politische Rechte den Begriff, um den politischen Gegner zu diskreditieren: Indem sie „linke“ Ideale als „Gutmenschentum“ abwertet, unterstreicht sie den Anspruch, selbst realistisch und auf der Sachebene zu argumentieren, während den als Gutmenschen Bezeichneten damit Realitätsverlust, mangelndes Reflexionsvermögen, ein unrealistisch hoher moralischer Anspruch oder utopische Vorstellungen unterstellt werden.[13]
Die so Angegriffenen sehen darin einen rhetorischen Kunstgriff, der ihre Bestrebungen nach Humanität, Solidarität und sozialer Gerechtigkeit ins Lächerliche ziehen soll. Durch die Einordnung des Gegenübers als „Gutmensch“ werde die Diskussion auf eine persönliche und emotionale Ebene gezogen, um so einer inhaltlichen Auseinandersetzung auszuweichen.[14]
Sehr häufig wird der Begriff aber als aggressive Abwehrstrategie gegenüber Kritik an den eigenen Positionen verwendet. Potenzielle Kritik an (tatsächlichen oder vermeintlichen) rassistischen, homophoben, antisemitischen (und zunehmend auch antiislamischen) oder sexistischen Tabuverletzungen soll durch die Abwertung der Person mittels dieser rhetorischen Strategie entkräftet werden.[15]
Zur Strategie der Moralisierung
Politische Machtfragen erhalten durch die Verwendung des Begriffes „Gutmensch“ eine moralisch polarisierende Form, die dazu geeignet ist, die Achtung vor dem politischen Gegner zu mindern und ihn zu diskreditieren. In der politischen Rhetorik gibt es Strategien, politische Fragen entweder auf der Sachebene oder auf einer moralischen Ebene zu verhandeln. Mit Fremdzuschreibungen des politischen Gegners durch Stigmatisierungen wie „pc“ oder „Gutmensch“ wird die Kommunikation moralisiert. Damit ist die Position des politischen Gegners diskreditiert, und er ist gezwungen, sich auf die eine oder andere Seite zu stellen, wenn er sein Ansehen nicht (weiter) verlieren will. Besonders offensichtlich wird diese Strategie dort, wo es tatsächliche oder auch nur behauptete Tabus gibt. Die Kunst der Rhetorik besteht dann darin, mit stigmatisierenden Begriffen wie „Gutmensch“ oder „Moralkeule“, den politischen Gegner in der Auseinandersetzung in Situationen zu bringen, in denen die Alternative lautet: „meine Ansicht oder die tabuisierte“. Diese Rhetorik erweist sich oft als sehr wirkungsvoll, da hier nur unter schwierigen Umständen über Sachfragen analytisch gesprochen werden kann. Auf diesen Zusammenhang verweist der Sprachwissenschaftler Clemens Knobloch (Universität Siegen).[16]
Verwendung des Begriffs als ideologischer Code
Der Politikwissenschaftlerin Katrin Auer zufolge werden unter der Chiffre „pc“ (für engl. political correctness), für deren Aufkommen häufig „Gutmenschen“ verantwortlich gemacht würden, speziell in der Rechten Themen benannt, über die man nicht mehr laut und öffentlich reden könne, ohne dem „Terror der Gutmenschen“ zum Opfer zu fallen. Die so ausgemachten „Gutmenschen“ würden dabei bildhaft oft als Keulen schwingend dargestellt. Die Rede sei von „Moralkeule“, „Rassismuskeule“, „Faschismuskeule“, „Auschwitzkeule“ und ähnlichem. Generiert werde so eine Feindbild- und eine Tabu-Situation, in der insbesondere frauenfeindliche, rassistische und antisemitische Äußerungen als rebellisch und tabubrechend erscheinen. Der Begriff „Gutmensch“ wirke hier als Code, um in diesem Denkmuster sprechen zu können und verstanden zu werden, ohne die eigene Gesinnung deutlich formulieren zu müssen. Ein bekanntes Beispiel sei es, in antisemitischen Reden das Wort „Jude“ durch das Wort „Gutmensch“ zu ersetzen. Zuhörer, die sich gar nicht als Antisemiten verstünden, könnten diesen Reden bedenkenloser zustimmen.[17]
Semantisches Vorfeld des Begriffs und seiner Bedeutung * Umstritten ist, ob das Wort auf den französischen Ausdruck bonhomme, zurückzuführen ist, welcher manchmal in ähnlicher Bedeutung, aber ohne politischem Links-Rechts-Zusammenhang genutzt wird.
* Nach einer häufig geäußerten Auffassung wurde der Begriff von Friedrich Nietzsche geprägt.[18] In Nietzsches Werk finden sich zahlreiche verächtliche Äußerungen über den „guten Menschen“, nicht jedoch mit der Vokabel „Gutmensch“.
* Die Gesellschaft für deutsche Sprache gibt als erste ihr bekannte Fundstelle des Begriffes eine Ausgabe des englischsprachigen Forbes Magazine aus dem Jahr 1985 an, in der Franz Steinkühler, damals zweiter Vorsitzender der IG Metall, so bezeichnet wurde.[19]
* Der Deutsche Journalisten-Verband vermutet in Zusammenarbeit mit Sprachforschern des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung die Herkunft des Begriffes in der Zeit des Nationalsozialismus.[18] Demnach soll die Bezeichnung „Gutmensch“ bereits für die Anhänger von Kardinal Graf von Galen verwendet worden sein, die gegen die Euthanasie auftraten. „Gutmensch“ sei eine Ableitung vom jiddischen „a gutt Mensch“. Der DJV verweist auf Adolf Hitler, der in seinen Reden und seinem Buch „Mein Kampf“ die Vorsilbe gut wiederholt in abwertendem Zusammenhang verwendet hatte. So waren für ihn gutmeinende und gutmütige Menschen diejenigen, die den Feinden des deutschen Volkes in die Hände spielten.
„Good minds“ als rhetorische Figur in der US-Multikulturalismus-Debatte: Mit „Good minds“ – naive und unschuldige Gemüter – meinten die konservativen Reformgegner in den USA zu Anfang der 1990er Jahre Menschen, die der Sprache der politischen Korrektheit zum Opfer gefallen wären. Dazu wurden Bilder aus Orwells Roman 1984 bemüht, die Reformbefürworter mit Vorstellungen von einer „Gedankenpolizei“ stigmatisierte. So schrieb Mortimer Zuckerman von der U.S. News & World Report 1991: „Good minds have fallen prey to the petty tyranny of ‚political correctness’, a bizarre version of Orwellian Newspeak”. Die PC-Kampagne konnte mit solchen Bildern gesellschaftliche „Ur-Ängste“ vor „Zensur“, „Totalitarismus“ und „Stalinismus“ sowie „Faschismus“ mit dem Ziel wachrufen, normgebende konservative Vorstellungen einer common culture zu verteidigen.[20]
Aus: "Gutmensch" (10/2007) Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Gutmensch
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« Reply #4 on: October 28, 2007, 08:09:59 PM » |
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[...] Politische Korrektheit (häufig als Adjektiv politisch korrekt, engl.: Political Correctness [pəˈlɪtɪkəl kəˈrɛktnɪs] und politically correct, Abk. PC, P.C. und pc) ist ein aus dem angelsächsischen Raum stammendes politisches Schlagwort.
Es stand ursprünglich im positiven Sinne für Antidiskriminierungsbemühungen seitens der Neuen Linken in den USA. Heute dient die Bezeichnung vorrangig Konservativen und Rechten als Kampfbegriff gegen verschiedene sprachliche Konventionen und Verhaltensweisen, die nach Ansicht ihrer Befürworter den Abbau von Diskriminierung nach dem Geschlecht oder gegenüber sozialen, religiösen oder nationalen Minderheiten zum Ziel haben, nach Ansicht ihrer Gegner aber oft zumindest übertrieben oder unpraktikabel sind.
In Deutschland wurde der Neologismus von konservativer Seite importiert [1] und soll nach Elisabeth Noelle-Neumann als Indiz für einen "Konformitätsdruck" bei bestimmten "Themen gelten, mit denen die Gesellschaft noch nicht fertig geworden ist" und die deshalb als "heikel" empfunden werden, und so eine "Tabuisierung" begründen, die eine offene Diskussion verhindere.[2] 1996 etwa erschienen ihr die Themen "Asylanten, Juden, Hitler, das "Dritte Reich", Aussiedler, Neonazis, Türken" relevant zu sein.[3]
[...] 1996 wurde von Brigitta Huhnke und dem Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung die Entstehungsgeschichte des Begriffes in den deutschen Print-Medien nachvollzogen. [22]
Danach wurde der Begriff ab 1993 nach Deutschland „importiert“ und wird mit antiamerikanischer Rhetorik - als "politische Pest aus den USA" (FOCUS, Michael Stürmer) [23] - verbunden.
[...] Die Kritik an der mit „politischer Korrektheit“ bezeichneten Sprachpolitiken kann man im wesentlichen in einen primär linguistisch und einen dezidiert sprachpolitischen Zweig unterteilen.
Aus linguistischer Sicht weist etwa der Schriftsteller Max Goldt auf sprachliche Komplikationen bei der Verwendung einiger einschlägiger Stilfiguren hin; zum Beispiel sei die Formulierung „sterbende Studierende“ (im Falle eines Massakers an einer Universität) sprachlich widersinnig, da man nicht „gleichzeitig sterben und studieren“ könne.[35]
Des weiteren wird durch eine besonders ungewöhnliche Formulierung für den Leser/ Hörer der Sinn entweder nicht mehr ohne weiteres (z.B. „sterbende Studierende“) oder überhaupt nicht mehr (z.B. „mental herausgefordert“) zugänglich, oder es werden (da „politisch korrekte“ Begriffe oft für Missstände verwendet werden) gezielt Fakten bis zur Sinnentstellung verharmlost.
Bei der Bezeichnung diskriminierter Personengruppen kollidieren aus Sicht der Kritiker die Ansprüche der „Politischen Korrektheit“ bisweilen mit sich selbst: Zum Beispiel werde die weibliche Form fast ausschließlich bei positiv besetzten Gruppen ausdrücklich genannt; trotz der Existenz von Terroristinnen werde zum Beispiel bei „Terroristen“ oft ohne Widerspruch auf das Binnen-I verzichtet. Bei gemischt-geschlechtlichen Opfergruppen würden bei Nachrichten dagegen Frauen oft extra hervorgehoben, in Tätergruppen jedoch nicht erwähnt. [36]
Der Philosoph Slavoj Žižek weist darauf hin, dass sich „politisch korrekte“ Begriffe abnutzten (die Ersatzbegriffe erben mit der Zeit die Bedeutung des Wortes, das sie ersetzen sollten), wenn sie nicht mit einer Veränderung der sozialen Wirklichkeit einhergingen. So sei allein durch eine fortwährende Neuschöpfung von Ersatzbegriffen (wie in dem US-amerikanischen Beispiel Negro – black people – coloured people – African-Americans) noch keine Veränderung erzielt, wenn nicht den Worten eine tatsächliche soziale Integration folge. Die rein sprachliche Prägung immer neuer Begriffe enthülle die Unfähigkeit, die tatsächlichen Ursachen von Rassismus und Sexismus allein durch Sprachpolitik zu überwinden. Zudem entstehe durch die laufende Neuschaffung von Begriffen eine exzessive Struktur, da jeder Begriff durch den folgenden seinerseits unter Diskriminierungsverdacht gestellt und entwertet werde. Laut Žižek versuche die Geisteshaltung der „politischen Korrektheit“ durch ihre zirkuläre Selbstbezogenheit alle Spuren der Begegnung mit „dem Realen“ (Lacan) zu beseitigen (vgl. Sexuelle Belästigung, Abschnitt Kritik).
Aus: "Politische Korrektheit" (10/2007) Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Politische_Korrektheit-.- [...] Die Funktion des Metadiskurses zur "political correctness" ist die Bildung eines Modelles, anhand dessen das Wesen, d.h. Inhalte, Ideologie und Methode von "pc" identifizierbar gemacht werden sollen. Es werden ausschließ- lich Denkbilder verwendet, deren soziale Bewertung und Verurteilung im Alltagswissen hegemonial ist. Denkbilder mit totalitären und diktatorischen Eigenschaften sind im Anti-"pc"- Diskurs ebenso stark zu finden wie religiöse und ethische Metaphern. "Political correctness" wird dann u.a. als "Dogma", "Inquisition", "Zensur", "Meinungsterror", "Hetze", "Relikt des Dritten Reiches", "sprachlicher Benimmkodex", "pharisäisch", "Blockwartsystem", "Diskursapartheid", "Balkanisierung des Denkens", "totale(r) rhetorisch-diskursive(r) Vernichtungswille", "Gedankenpolizei", "Diktatur" oder "Gesinnungsterror" bezeichnet.
Mit Hilfe dieser Denkbilder werden Inhalte und politische Zielsetzungen ausgeblendet und heruntergespielt, während an deren Stelle ihre angeblich intolerante und totalitäre Theorie und Praxis gesetzt werden. Bei den meisten totalitä- ren Denkbildern handelt es sich zudem um solche, die seit 1945 im revisionistischen und revanchistischen Wortschatz der extremen Rechten gebräuchlich sind. In diesem Fall kann eine eindeutige Einflussnahme bzw. Nutzung der Anti-"pc"-Begrifflichkeiten durch rechtsextreme Diskurse festgestellt werden.
"Die Diktatur hat einen neuen Namen: Political Correctness. Sie kennt keinen Diktator. Nur Diktatoren. Sie ist die Herrschaft der Minderheit über die Mehrheit. Die Minderheit der Political Correctness terrorisiert mit ihrem einseitig erklärten Tugendkanon, erstickt in Deutschland die Meinungsfreiheit. Die Einhaltung des Kanons wird unerbittlich im Namen des Guten, der ewigen Gerechtigkeit gefordert. Mit dem allen Diktaturen eigenen Anspruch auf Alleingüte. Was nicht dieser Gütenorm gerecht wird, was sich nicht fügt und anpaßt, wird diffamiert und ausgegrenzt. Widerspruch wird nicht geduldet, Unpassendes verschwiegen oder schöngelogen. Diktaturen benutzen stets die gleichen Mittel. (...) Erst wenn das wahre Gesicht der Diktatoren erkennbar wird, werden auch die Absichten, die Helfer und die Hilfsmittel sichtbar. Im Fall der Political Correctness wird dann deutlich werden, wie eng die Grenze der Meinungsfreiheit in diesem Land inzwischen gezogen wurde, wie alltäglich die Diktatur der Political Correctness geworden ist. Dieses Buch will helfen, die Strategien der Political Correctness zu erkennen." (Groth 1996, 9 f.)
[...] Michael Behrens und Robert von Rimscha wiederum bezeichnen "political correctness" als "verbale Apartheid, die tausende Homelands schafft und aus diesen dann einen seggregierten Staat" bilde (Behrens/Rimscha 1995, 177). Ulrich Schacht spricht bei seinen Überlegungen zur "deutsche(n) Identität nach Auschwitz" ebenfalls vom "Blockwart-System der westdeutschen PC-Gesellschaft", in der für sein Empfinden eine "Diskurs-Apartheid" (Schacht 1994, 60) mit "totale(m) rhetorisch-diskursive(n) Vernichtungswillen" gegenüber der "eigenen nationalen Identität" herrsche, die "mit dem totalen Vernichtungswillen NS-Deutschlands gegen über dem jüdischen Volk" (Schacht 1994, 63) identisch sei.
[...] Welche Funktionen erfüllt nun der Begriff "political correctness" mitsamt seinen anti-demokratischen und anti-emanzipatorischen Zuschreibungen? Zwei Funktionen dominieren die Verwendung des Begriffes: Stigmawort und Feindbild.
[...] Die Unterscheidung zwischen Stigmawort und Feindbild ist notwendig, da mit der Fremddefinition "pc" nicht nur bestimmte inhaltliche Positionen bezeichnet werden, sondern auch eine Gruppe von Personen gemeint ist, die namenlos und in gewisser Weise auch gesichtslos imaginiert wird. Nämlich als unkonkrete, formenlose und unscharfe, aber doch machtvolle und bestimmende ideologische Kraft. Ein von konspiratorischen Ideen getragenes Feindbild wie das Konstrukt "political correctness" ermöglicht es nämlich, "Aggressionen, Haß und Energien, die aus einer unterdrückten Frustration erwachsen, (...) auf ein einheitliches Feindbild" den ideologischen "Sündenbock" zu fokussieren und so mit stabilisierender Funktion von den herrschenden Strukturen abzulenken (Petri 1998, 196). Die Feindbildkonstruktion einer "politisch korrekten" Die-Gruppe weist zudem in Struktur, Funktion und Intention auffallende Parallelen zu antisemitischen Verschwörungsmythen auf. Charakteristisch für die "pc"-Rezeption in der BRD und Österreich war/ist das absolute Fehlen einer real existierenden Gruppe, Institution oder ähnlichem, die sich das Etikett "politisch korrekt" selbst angeheftet hätte. Tatsächlich erfüllte der Begriff in erster Linie seine Funktion als Fremddefinition bzw. -zuschreibung, zu der die stigmatisierende und diffamierende Bedeutung hinzugefügt wurde. Somit war das sonderbare Phänomen zu beobachten, dass die KritikerInnen der "political correctness" auf keine GegnerInnen stießen, die sich selbst als "politisch korrekt" bezeichnet hätten. GegnerInnen mussten erst konstruiert werden, wobei auf die traditionellen Feindbilder der alten und neuen Rechten zurückgegriffen wurde. Dabei ist zu beobachten, dass dieser reaktionär dominierte Diskurs ebenso von Linken wie auch von Rechten geführt wird, die vor allem über ihre antifeministischen Positionen zusammenfinden und mit der abwertenden Formel "pc" Frauen lächerlich machen, "die zu sehr auf ihre Rechte pochen, mit dem schlichten Hinweis auf ihre politische Korrektheit" (Junge/Naumann/ Stark 1997, 17). Schon für die journalistische Inszenierung der negativen "pc"-Konstruktion in den USA wie auch in der BRD und in Österreich war primär charakteristisch, dass die Texte nicht auf die Reflexionsfähigkeit der LeserInnen abzielten, sondern Stereotype voraussetzten, bedienten und bestätigten.
Aus: "„Political Correctness“ – Ideologischer Code, Feindbild und Stigmawort der Rechten" - von Katrin Auer (2002) / Der vorliegende Text ist in der Österreichischen Zeitschrift für Politikwissenschaft (ÖZP , 31 (2002) 3, S. 291 – 303), Schwerpunktthema „Rechtspopulismus und Rechtsradikalismus in Europa“ (Hg. Erich Fröschl) erschienen. Quelle: http://www.renner-institut.at/download/texte/auer.pdf
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