[...] The film may have attempted to tell us something interesting but it has failed on all fronts. Sure, the controversial nature of the subject matter was enough to get the film noticed, but ultimately is has nothing interesting to say - not even as soft-core porn. ...
From: "The Night Porter (Il Portiere di notte) " (Date ???)
Quelle:
http://www.blackstarreview.com/rev-0106.html-.-
[...] Als Liliana Cavanis intelligent angelegtes, provozierendes Drama in den frühen Siebzigerjahren in die Kinos kam, war das Publikum geschockt, der Skandal groß. Die Geschichte einer sadomasochistischen Liebe zwischen einem Nazi und einem KZ-Opfer landete aufgrund seiner expliziten Szenen in vielen Ländern auf dem Index und blieb lange Zeit verboten. Noch heute erstaunt Cavanis psychologische Studie, die stark mit Rückblenden arbeitet, besonders durch das brillante und kühle Spiel des Hauptdarsteller-Duos, das schließlich an seinem Verlangen wie an einer Drogensucht zerbricht. Charlotte Rampling seinerzeit über ihre Rolle: "Ich liebe es, in meinen Filmen das Alltägliche zu verlassen. Was im Schatten passiert, hat mich immer mehr interessiert, als das, was das Licht offen zeigt. Jemanden zu lieben, heißt ja nicht unbedingt, dass man sich damit einen Idealzustand schafft. Die Frau, die sich in die Hände des Nachtportiers begibt, weiß, dass sie niemanden mehr so lieben wird wie ihn. Diese Liebe richtet sie zugrunde. Aber sie will es so."
Aus: "Der Nachtportier (Il portiere di notte)" (Prisma, 2006)
Quelle:
http://www.prisma-online.de/tv/film.html?mid=1973_der_nachtportier-.-
[...] Der Nachtportier ist ein umstrittener italienischer Spielfilm der Regisseurin Liliana Cavani aus dem Jahr 1974. Der Film schildert die sadomasochistische Beziehung einer Überlebenden der Konzentrationslager mit ihrem ehemaligen SS-Peiniger.
[...]
Kritiken:
* „...so anstößig wie schmierig, ein verabscheuungswürdiger Versuch, uns durch die Ausschlachtung der Erinnerung an Verfolgung und Leiden angenehm zu erregen.“ Chicago Sun Times[1]
[...]
* „Cavani zeigt anschaulich den Horror der Lager in ein paar grausigen Sequenzen und ist gleichermaßen in der Lage, Schrecken in ruhigeren Szenen zu vermitteln ... Noch beunruhigender im Kontext des Films sind die geschickt eingefangenen Momente von Zärtlichkeit und friedvoller Liebe. ... es steckt Wahrheit in [des Films] düsterer Erforschung der menschlichen Natur. Er argumentiert, dass die Zerstörung der Konzentrationslager nicht das Ende des Wahnsinns und der Grausamkeit dieser Zeit bedeutete und ganz sicher nicht die Narben der Opfer geheilt hat. So gesehen, ist der "Nachtportier" eine intensive Erinnerung an unangenehme, aber unvermeidliche Wahrheiten.“ Channel 4[3]
Aus: "Der Nachtportier" (10/2007)
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Nachtportier-.-
[...] Ich wurde gebeten, im Zusammenhang mit dieser Tagung einige zentrale Thesen aus meinem Buch „Sadiconazista – Faschismus und Sexualität im Film“ (1999) vorzustellen, um etwas Licht auf ein hierzulande wenig bekanntes, nichtsdestotrotz aber international etabliertes Phänomen des exploitativen Films zu werfen. Doch zunächst ein paar einleitende Worte zum Rahmen meiner Forschung.
Das Buch „Sadiconazista“ ist prinzipiell ein Abhandlung über die Macht des Kinos, Mythen zu etablieren. Der titelgebende Begriff leitet sich von der Bezeichnung für italienische Pulpliteratur der sechziger Jahre ab, in der sich bereits eine Verquickung von Sexualität, Grausamkeit und Politik abzeichnet. Dieser Begriff taugt also auch zur Kennzeichnung der filmischen Spielart, die eine – zweifellos unhistorische – Gleichung zwischen nationalsozialistischer Diktatur und sexuellem Sadismus anstrebt. Es muß in diesem Kontext, der vor allem die siebziger Jahre der Filmgeschichte umfasst, deutlich unterschieden werden zwischen höchst ambitionierten, aus ihrer Zeit heraus durchaus politisch und philosophisch inspirierten Produktionen – zu denen beispielsweise Luchino Viscontis Die Verdammten, Bernardo Bertoluccis Der große Irrtum, Liliana Cavanis Der Nachtportier, Lina Wertmüllers Sieben Schönheiten und Pier Paolo Pasolinis Die 120 Tage von Sodom zählen – und sensationsbetonten exploitativen Nachziehern, die das vermeintliche Erfolgsrezept der prominenten Vorgängerfilme in meist softpornografischem Kontext auflösen.
Einige Anmerkungen zum dem englischen Begriff exploitation, der wörtlich übersetzt „Ausbeutung“ bedeutet: Er umschreibt die Intention des Filmemachers, aus einem populären Thema mit reißerischem Potential ein Höchstmaß an spektakulären Effekten zu gewinnen. Als Themen bieten sich alle Sujets an, die Voraussetzungen für die explizite Darstellung von Gewalt- und Sexualakten garantieren: Prostitution, Halbwelt, Subkulturen, Gefängnisse, Gefangenenlager, Bürgerkriegssituationen, Sekten, Kannibalismus, Inquisition, Sklaverei; immer spielen von Dominanz und Unterwerfung geprägte Zwangssysteme eine Rolle. In den siebziger Jahren, die durch eine Lockerung der Zensurbestimmungen neue Voraussetzungen in der Filmwirtschaft geschaffen hatten, kam es regelmäßig zu ganzen Zyklen thematisch ähnlich gelagerter Exploitationfilme, die sich jeweils dem Erfolg eines aufwendiger produzierten Vorbildes anschlossen [...]
Aus: "Sadiconazista – Stereotypisierung des Holocaust im Exploitationkino" Von Marcus Stiglegger (Vortrag bei der Cinegraph-Jahrestagung „Cinematographie des Holocaust“, im Abi-Warburg-Haus, Hamburg, Januar 2001 | Dieser Vortrag basiert auf dem Buch Marcus Stiglegger: Sadiconazista. Faschismus und Sexualität im Film, Gardez Verlag 1999)
Quelle:
http://www.ikonenmagazin.de/artikel/sadiconazista.htm-.-
[...] Mit ihrem Film "Der Nachtportier" über den sadomasochistischen amour fou zwischen einem SS-Schergen und einem KZ-Opfer löste die italienische Regisseurin Liliana Cavani einen Skandal aus. Man warf ihr vor, die "Faszination des Bösen" auf einen sexualpathologischen Aspekt reduziert und den nationalsozialistischen Terror als eye catcher missbraucht zu haben. Diese Ansicht teile ich nicht.
Obwohl sich Liliana Cavani als Regisseurin einer Fernsehdokumentation mit dem "Dritten Reich" auseinandergesetzt hatte, ging es ihr in "Der Nachtportier" offenbar nicht um eine authentische Darstellung der Verhältnisse in einem nationalsozialistischen Konzentrationslager. Stattdessen zeigt sie etwas anderes: Der Irrsinn endete nicht mit dem Untergang des "Dritten Reichs"!
Auch wenn die physischen Verletzungen nach dem Zweiten Weltkrieg irgendwann verheilt waren und die Opfer inzwischen ein normales Leben zu führen schienen, konnten die psychischen Traumatisierungen jederzeit wieder aufbrechen. Liliana Cavani beschäftigt sich in "Der Nachtportier" nicht nur mit dem Schicksal eines Opfers, sondern auch mit dem eines Täters, eines schwachen Mannes, der im Konzentrationslager seine funktionale Machtstellung ausnutzt und sich an einer wehrlosen jungen Frau vergreift, der später von seiner Schuld nahezu erdrückt wird und schließlich der von ihm früher gequälten Frau bei einem zufälligen Wiedersehen erneut verfällt. Zwölf Jahre nach dem Krieg zerbrechen sowohl das Opfer als auch der Täter an ihrer im Konzentrationslager erlittenen psychischen Deformierung.
"Der Nachtportier" ist ein atmosphärisch dichtes, verstörendes und von Dirk Bogarde und Charlotte Rampling sehr überzeugend gespieltes Filmkunstwerk.
Aus: "Liliana Cavani: Der Nachtportier" Von Dieter Wunderlich (2007)
Quelle:
http://www.dieterwunderlich.de/Cavani_nachtportier.htm-.-
[...] Amour fou ist die Bezeichnung für eine Liebesbeziehung, die aufgrund ihrer Intensität und Leidenschaft zerstörerische Formen annimmt. Allgemeinere Bedeutung: Eine Liebe, die nach gewöhnlichen Maßstäben nicht vernünftig ist, da sie entweder keine Aussicht auf Bestand hat, oder nicht erkennbar ist, was die Verliebten auf Grund ihrer Gegensätzlichkeit [...] miteinander verbindet. Der Begriff stammt aus dem Französischen und bedeutet verrückte Liebe.
Aus: "Amour fou" (10/2007)
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Amour_fou-.-
[...] Im KZ musste Lucia vor den SS-Schergen singen. Sie, die Gefangene, tritt auf wie eine Nachtclubsängerin. Lasziv und bestimmend. Offenbar genießen beide die Situation wie ein sadomasochistisches Machtspiel. 1974 war das ein Skandal. Es ist eine Schlüsselszene voll verzweifelter Obszönität, die mich jedes Mal wieder berührt.
Wenige Filme, meine ich, thematisieren den Eros der Gewalt so raffiniert und provozierend, wie dieser. Auf der DVD äußert sich die Regisseurin, Liliana Cavani, in einem kurzen Interview zu den Reaktionen auf den Film. Zweideutig, mehrdeutig, genau das ist "Der Nachtportier". Denn die beiden können nicht voneinander lassen. Offenbar waren die Misshandlungen von einst auch ein Wechselspiel, beiden - Täter und Opfer - zum sadomasochistischen Vergnügen. Das geht ans Eingemachte.
[...] Für mich lässt dieser Film viele Fragen offen.
[...]
Aus: "Perverses Glück - DVD-Diary: Liliana Cavani thematisiert in "Der Nachtportier" den Eros der Gewalt" Von Achim Podak (16.01.2007)
Quelle:
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/kulturzeit/tips/103074/index.html-.-
[...] Zeit: [...] In Liliana Cavanis Skandalfilm Der Nachtportier spielten Sie eine Holocaust-Überlebende, die nach dem Krieg eine sadomasochistische Beziehung mit einem SS-Offizier eingeht. Wollen Sie zeigen, dass es mehr Formen der Normalität gibt, als sich normale Leute vorstellen können?
Rampling: Oder dass es eine normale Unnormalität gibt.
... [...] Ich bin sehr englisch und hatte eine sehr strenge Erziehung. Als Tochter eines Offiziers ließ man mir nichts durchgehen, Disziplin war alles. Später schickte man mich auf eine Klosterschule bei Fontainebleau, und das war auch kein Zuckerschlecken. Wäre mein Leben ein wenig anders verlaufen, dann wäre ich wahrscheinlich eine zickige und verklemmte Engländerin geworden. Aber da ich schon so lange in Frankreich lebe, habe ich glücklicherweise einen etwas freieren Lebensstil und einige französische Manierismen und Marotten angenommen.
... [...] Ich denke einfach, dass der Tabubruch damals nicht immer eine individuelle Leistung war. Die normierte Überschreitung kann eben auch etwas Spießiges haben. Außerdem bin ich in dieser Beziehung furchtbar englisch. Ich war nie stolz auf etwas. „You don’t blow your own trumpet“, wie mein alter Vater zu sagen pflegte, „Rühme dich niemals selbst“. Bis heute konnte ich mich nicht von seinen Grundsätzen befreien: Bescheidenheit, Disziplin, Kontrolle.
Zeit: Schwingt die Offizierstochter auch in Ihren Filmen mit? In Liliana Cavanis Der Nachtportier behalten Sie selbst als Masochistin die Kontrolle. Auch in Swimming Pool halten sie am Schluss alle Fäden in der Hand.
Rampling: Ich scheine einfach für alle Zeiten ein Prototyp zu sein. Das Image des coolen Vamps werde ich jedenfalls nicht los. Egal, wie viele Neurotikerinnen ich spiele, ich bleibe diejenige, die die Kontrolle hat. Das ist umso erstaunlicher, als ich schlimme Krisen durchlebt und stets offen darüber gesprochen habe. Mir war wirklich nie am Bild des unnahbaren, überlegenen Stars gelegen. Aber die Leinwand hat auf ihre Weise recht. Die Bilder sind stärker als ich.
Aus: "„Die Bilder sind stärker als ich“" (DIE ZEIT 14.08.2003 Nr.34)
Quelle:
http://zeus.zeit.de/text/2003/34/Rampling-Interview-.-
[...] Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Lars, du läßt deine Filmfiguren Höllenqualen durchleiden, bist du ein Sadist?
Lars von Trier: Keine Ahnung, und wenn schon, es wäre mir auch egal. Ich weiß nur, daß jegliche Art von psychischer oder physischer Folter in einem Film dramaturgisch gesehen großartig ist. Der Schriftsteller Alexandre Dumas empfahl allen werdenden Autoren: "Quäle die Heldin!" Diesen Rat kann ich nur weitergeben.
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: [...] Nicole Kidman sieht in "Dogville" so schön aus wie nie zuvor. Seltsam, auf der Theaterbühne sehen Schauspieler nie so schön aus, nicht einmal Kidman.
Lars von Trier: Darüber hab' ich auch schon nachgedacht. Es ist eine der genialen Eigenschaften von Filmen, erotische Menschen zu schaffen. Und zwar erotischer, als wenn man ihnen in Fleisch und Blut gegenübersteht. Erinnerst du dich an Catherine Deneuve in Bunuels "Belle de Jour" oder Charlotte Rampling in Cavanis "Der Nachtportier"? Die Ausstrahlung dieser Frauen ist schon erstaunlich. Vielleicht liegt es auch nur an den Kameraleuten, deren Talent darin bestehen muß, die sinnlichen Seiten eines Schauspielers zu erkennen.
Aus: "Interview: Lars von Trier: „Der Mensch ist ein krankes Tier“" (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 19.10.2003, Nr. 42 / Seite 27)
Quelle:
http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EF88C5B4AA26F47B08091FAFBF80CAB22~ATpl~Ecommon~Scontent.html-.-
[...] "Mit der Figur von Max gibt Frau Cavani ihr Psychogramm des SS-Mannes: ein Versager, homosexuell belastet, spielt er den Onkel Doktor. Ein kleiner Junge mit einer starken Mutterbindung an die Nazi-Gräfin Stein, eine Wagner-Walküre. Sonst aber hat er Angst vor Frauen, und eben deshalb wählte er Lucia als sein "kleines Mädchen", benutzt sie als Puppe, die er anzieht und auszieht, schlägt und quält... Diese spezifische Mischung aus Impotenz und Machtrausch, Mordlust und Todessehnsucht, Brutalität und Obszönität, Wissenschaft und Irrationalismus, Barbarei und Kulturrudimenten diagnostiziert die Filmemacherin als Grundsubstanz für den Faschismus. Ein Muster, das – weil eben nicht rational – Millionen Menschen faszinierte, ein Netz, in dem sich - weil weit gespannt - Professoren und Arbeiter, Soldaten und Dichter verfingen. So wird sichtbar und einsichtig gemacht, was noch so viele Daten und Dokumente, die die Nazi-Vergangenheit nur historisch-politisch in Statistiken erfassen und zu den Akten legen, nicht erklären können." (Phelix/Thissen)
Aus: "Progamm - retrospektiv: Der Nachtportier" (Datum ?)
Quelle:
http://ajz-bielefeld.de/cgi-bin/ajz-alt.pl?Termin=2407-.-
[...] "Es genügen Blicke - umwerfend schon die wortlose Szene des Wiedererkennens an der Hotelrezeption." ("Kundenmeinung")
"Ja, es ist einer der Filme, die den Faschismus und Sexualität zusammenbringen. Aber dieser Film verhöhnt niemanden, verharmlost nichts und auf der anderen Seite moralisiert er nicht und zeigt auf niemanden mit dem Finger." ("Kundenmeinung")
Aus: "DVDs: Dirk Bogarde" (Datum ?)
Quelle:
http://www.informationen-bilder.de/s/b/Dirk-Bogarde-asd.htm-.-
[...] Der Plot der wegen ihres Erfolgs seriell produzierten Stalag-Romane war immer derselbe: Ein alliierter Soldat, zumeist ein US-Pilot, wird in einem deutschen Stammlager gefangen gehalten und von sadistischen weiblichen SS-Offizieren gedemütigt und vergewaltigt. Am Schluss kann sich der Soldat befreien und bestraft die SS-Frauen, indem er sich selbst an ihnen vergeht.
Geschrieben wurden die Heftchen von Autoren mit Namen wie Mike Longshot oder Archie Berman, die selbst die Helden der Geschichten waren - was den Romanen den Anschein der Authentizität gab. Die New York Times sieht in ihnen Israels "schmutziges kleines Geheimnis".
[...] Leni Riefenstahl, Ilse Koch als "Hexe von Buchenwald" und schließlich Adolf Eichmann waren weitere Vorbilder für die Romanfiguren, die hauptsächlich von 1961 bis 1963 über die Ladentische gingen. Heute erinnert man sich in Israel ungern an die Stalags.
Der Dokumentarfilm wirft die Frage auf, wie der Holocaust heutzutage jungen Israelis vermittelt wird - abseits der bizarren Weise in den frühen sechziger Jahren -, aber teilweise von schlecht informierten Lehrern. Er zeigt jüdische Schulklassen in Auschwitz, deren Lehrerin mit Genuss am Horror Geschichten von hübschen Jüdinnen erzählt, die deutschen SS-Leuten als "Feldhuren" zur Verfügung gestanden hätten. Libskers Kronzeugin, die Schriftstellerin Ruth Bondie, versucht diesen offenbar weitverbreiteten Mythos zu widerlegen. Die jüdische Lagerprostituierte sei erfunden worden, um den alltäglichen Horror der jungen Mütter in den Lagern in den Hintergrund zu drängen, so Bondie.
Für Libsker ist die Gier nach Schockierendem in Verbindung mit dem Holocaust ein Grund für die Existenz und den Erfolg der Stalag-Romane. Für die israelische Filmemacherin Tal Sterngast, die in der taz den Film beleuchtet, sind sie etwas anderes: "So schrill, vulgär und respektlos die Stalag-Romane auch gewesen sein mögen - sie durchbrachen das Schweigen derer, die den Lagern entkommen waren."
"Stalags - Holocaust und Pornographie" lief im Juli auf dem Filmfestival in Jerusalem und kommt im Oktober in die israelischen Kinos.
Aus: "Stalag-Romane: Von der Gier nach dem Schock" (sueddeutsche.de, 18.09.2007)
Quelle:
http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/412/133165/3/-.-
[...] "It is no accident that 'stalagim' began to appear in 1961, in the shadow of the Eichmann trial in Jerusalem," Eshed writes. "The bitter and widely publicized testimony gave rise to a renewed public discourse on the Holocaust."
It was the exposure to this literary genre that led to Libsker's decision to make a documentary film to examine the phenomenon.
From: "Fictitious memory" By Nirit Anderman (Mon., January 29, 2007 )
Quelle:
http://www.haaretz.com/hasen/spages/817490.html-.-
[...] Der Begriff Lustschmerz umschreibt das Empfinden von sexueller Lust beim Erfahren von bestimmten körperlichen Schmerzreizen. Ein verwandter medizinischer Begriff ist Algolagnie (von griechisch algos (Schmerz) und lagneia (Wollust)). Andere Bezeichnungen dafür sind Algophilie und (modern-umgangssprachlich) Schmerzgeilheit.
Aus: "Lustschmerz" (10/2007)
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Lustschmerz