[...] Computerkriminalität ist im engeren Sinne die Bezeichnung für Straftaten besonders der Wirtschaftskriminalität, bei denen der Computer als Tatmittel oder als Gegenstand der deliktischen Handlungen eine wesentliche Rolle spielt. Der Begriff wird umgangssprachlich im weiteren Sinne auch für im Zusammenhang mit Computern stehende Handlungen verwandt, die zwar keine Straftaten, jedoch rechtswidrige Handlungen darstellen. Dabei hängt die Zuordnung zu den jeweiligen Bereichen insbesondere davon ab, ob am entsprechenden Tatort einschlägige Strafvorschriften existieren.
Nach der polizeilichen Kriminalstatistik zählen im engeren Sinne zur Computerkriminalität (bezogen auf Deutschland):
* Betrug mittels rechtswidrig erlangter Kreditkarten mit PIN
* Computerbetrug (§263a StGB)
* Betrug mit Zugangsberechtigungen zu Kommunikationsdiensten
* Fälschung beweiserheblicher Daten, Täuschung im Rechtsverkehr bei Datenverarbeitung (§§ 269, 270 StGB)
* Datenveränderung, Computersabotage (§§ 303a, 303b StGB)
* Ausspähen von Daten (§ 202a StGB)
* Softwarepiraterie (private Anwendung z.B. Computerspiele)
* Softwarepiraterie in Form gewerbsmäßigen Handelns
* Herstellen, Überlassen, Verbreiten oder Verschaffen sogenannter „Hacker-Tools“, welche darauf angelegt sind, „illegalen Zwecken zu dienen“, („Hackerparagraf“ § 202c StGB)
Zur Computerkriminalität im weiteren Sinne zählen (bezogen auf Deutschland):
* alle Delikte, bei denen die EDV zur Planung, Vorbereitung oder Ausführung eingesetzt wird
Aus: "Computerkriminalität" (09/2007)
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Cybercrime-.-
[...] Der Generalsekretär der internationalen Polizeiorganisation Interpol Ronald K. Noble sieht Handlungsbedarf bei der Vermeidung von und der Bekämpfung von Cybercrime. In seiner Eröffnungsrede zur International Conference on Cybercrimes in New Delhi forderte er gestern die Strafermittlungsbehörden der einzelnen Länder auf, so genannte National Central Referenz Points (NCRP) einzurichten. Untereinander zu einem Kommunikationssystem (I-24/7) vernetzt würden sie es überall und jederzeit auf der Welt einer örtlichen Polizei ermöglichen, mit Hilfe anderer Polizeistellen auf Anzeichen von Verbrechen zu reagieren.
Noble forderte auch die privaten Unternehmen und Institutionen dazu auf, sich mehr an der Polizeiarbeit gegen Cybercrime zu beteiligen. Den Menschen, die dafür gesorgt haben, dass das Internet eine derart wichtige Rolle im täglichen Leben einnimmt, komme eine besondere Bedeutung dabei zu, es auch sicherzuhalten, meint der Interpol-Generalsekretär. Daher müssten Behörden und Privatunernehmen enger zusammenarbeiten. Die Polizei benötige zudem die Hilfe der Experten aus Privatunternehmen, um mit der raschen Fortentwicklung der Technik Schritt halten zu können.
Mögliche Kooperationen des öffentlichen und des privaten Sektors sowie Partnerschaften zwischen Interpol, den G8-Staaten, dem United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC) und Europol sind Thema der Konferenz, die noch bis morgen läuft. Außerdem soll über, Online-Kindesmissbrauch, Betrug, Cyber-Forensik und die Nutzung des Internet durch Terroristen beraten werden. (anw/c't)
13. September 2007 11:21
Also ehrlich mal!
hallimasch (271 Beiträge seit 24.06.07)
Kriminalität gibt es auf so gut wie jeder Ebene und in jedem Bereich.
Mittlerweile bekomme ich das Gefühl, dass das Internet zum Sumpf der
Menschheit degradiert werden soll.
Das Problem der Kriminalität ist doch aber nicht das Internet an
sich, sondern der Umgang mit diesem Medium. Wenn ich mein Haus
verlasse, schließe ich doch auch nicht nur die Türen, sondern drehe
zusätzlich den Schlüssel um. Und wenn mir dann auf dem Weg zur Arbeit
mit dem Auto ein Unfall passiert, ist wiederum nicht das Auto,
sondern entweder ich selbst oder jemand (etwas), was den Unfall
verursacht hat, schuld.
Das Thema Internet ist zu einem künstlichen Reizthema geworden. Aber
nicht, weil die Kriminalität dort ebenso stattfindet, wie überall
sonst auch, sondern weil man das Internet nicht versteht, sich die
Technik zu schnell entwickelt, Kommunikation fast in Echtzeit rund um
den Globus stattfinden kann, Informationen aller Art frei verfügbar
sind, etc. und man einfach keine Kontrolle darüber erlangt.
Dieses Medium ist schlecht, weil es MACHT in Gefahr bringt.
Ich denke, das ist gut so und sollte auch so bleiben.
Und selbstverständlich sollen die Vorzüge und Stärken des Internets
auch denen zu Gute kommen, die Bemüht sind, *Verbrechen* aufzuklären.
Aber nur, wenn sie dabei nicht selber zum *Verbrecher* werden!
p.s.
Und wer meint, mitten auf der A1 Würstchen verkaufen zu müssen,
sollte wissen, dass er dabei überfahren werden kann.
Aus: "Interpol ruft zu mehr Aktivitäten gegen Cybercrime auf" (09/2007)
Quelle:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/95917