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« on: September 06, 2007, 09:47:27 AM » |
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[...] Um ein fremdes Land anzugreifen, müssen nicht unbedingt Flugzeuge, Raketen oder Panzer eingesetzt werden: Das kleine Estland erlebte in diesem Frühsommer den weltweit bisher schwersten Hacker-Angriff. Mehr als 20 Tage lang wurden Computer von Regierung und Banken mit Millionen sinnloser Anfragen bombardiert und lahmgelegt. Als Drahtzieher verdächtigten die Esten ihren Nachbarn Russland. Moskau liegt seit dem Denkmal-Streit in Tallinn mit der estnischen Regierung im Clinch. Ins Fadenkreuz fremder "Cyber-Krieger" sind aber auch längst westliche Mächte geraten. Chinesische Militärexperten sollen versucht haben, Regierungsrechner in Deutschland, USA und Großbritannien anzuzapfen. Der Verfassungsschutz versichert, die Attacke sei erfolgreich abgewehrt worden. Die Regierung ist dennoch alarmiert und hat am heutigen Mittwoch die Umsetzung eines nationalen IT-Schutzplans auf den Weg gebracht. "IT-Angriffe gehören zum Instrumentarium moderner ausländischer Dienste. Als Industriestaat sind wir sehr verwundbar und sollten unsere IT-Strukturen schützen", sagt der frühere BND-Chef August Hanning, der heute im Bundesinnenministerium für die Innere Sicherheit zuständig ist. "Finstere dritte Mächte" seien unterwegs, um mit Spähprogrammen (Trojaner) an sensible Daten heranzukommen. Der Bund gibt jährlich rund 70 Millionen Euro zum Schutz seiner 400 Behörden aus. Jetzt sollen die Sicherheitssysteme optimal vernetzt und Notfallpläne einstudiert werden. Die Experten des Innenministeriums glauben, dass Deutschland beim IT-Schutz international neben den USA führend ist. Die Supermacht musste aber schmerzlich erfahren, dass es vollkommene Sicherheit nicht gibt. US-Verteidigungsminister Robert Gates räumte ein, dass nach einem IT-Angriff auf das Pentagon rund 1500 Computer abgeschaltet werden mussten. Betroffen waren auch Teile des E-Mail-Systems mit nicht vertraulichen Mails in seinem Büro. China wies Anschuldigungen zurück, die Volksbefreiungsarmee stecke hinter der Attacke. Nach Angaben von Fachleuten hat China seine Hacker-Aktivitäten massiv ausgeweitet. Neben Wirtschaftsspionage gehe es dabei vor allem um militärischen Datenklau. Peking habe in der Vergangenheit zu erkennen gegeben, dass bei einem möglichen Taiwan-Konflikt das satellitengestützte Navigationssystem GPS angegriffen werden könnte, um die US-Kriegsflotte technisch aus dem Verkehr zu ziehen, schreibt das Handelsblatt. Mit dem Angriff auf das Pentagon hätten die Chinesen ihre IT-Stärke unter Beweis gestellt. Die Bundesregierung will nicht nur ihre Behörden, sondern auch strategisch wichtige Infrastrukturen wie Telekommunikation, Strom- und Gasnetze, Bahn, Flughäfen und Börsenplätze vor elektronischen Störenfrieden schützen. Deshalb arbeiten bei der Umsetzung des IT-Schutzplans große Konzerne und Branchenverbände mit. Manager sagen, ein Hacker-Angriff zum Beispiel auf das Stromnetz sei theoretisch denkbar. Ein Ausfall der Versorgung könnte dann weite Teile des öffentlichen Lebens ausschalten und zu Chaos führen. Doch die meisten Attacken, die über das Internet gestartet werden, haben ein ganz anderes Ziel: Geld. Kaum eine Bank kann beim Online-Banking auf Schutzmaßnahmen wie TAN- und PIN-Listen verzichten, um das Geld ihrer Kunden vor Hacker-Programmen zu schützen. Der Bundesverband deutscher Banken hält die Systeme der Institute selbst für sicher. Die IT-Kriminellen attackierten mit gefälschten Mails vor allem Privatkunden, weil deren Computer am schlechtesten abgeschirmt seien. (Tim Braune, dpa) / (vbr/c't) 5. September 2007 19:31 "Finstere dritte Mächte" seien unterwegs.... Arschtorte (mehr als 1000 Beiträge seit 24.12.06)
> "IT-Angriffe gehören zum Instrumentarium moderner ausländischer Dienste. > Als Industriestaat sind wir sehr verwundbar und sollten unsere IT-Strukturen > schützen", sagt der frühere BND-Chef August Hanning, der heute im > Bundesinnenministerium für die Innere Sicherheit zuständig ist. > "Finstere dritte Mächte" seien unterwegs, > um mit Spähprogrammen (Trojaner) an sensible Daten heranzukommen.
hehehe..der meint damit bestimmt den Schäuble, Beckstein, Merkel und Konsorten
:-) 5. September 2007 19:35 wer nichts zu verbergen hat, braucht sich doch auch nicht zu schützen... telefax (211 Beiträge seit 03.12.04)
[...] 5. September 2007 22:05 Cyberkrieg CoolAllo (mehr als 1000 Beiträge seit 19.06.03) Stufe 1: Spam, Phishings nutzen um Würmer zu verbreiten. Stufe 2: offene Angriffe Stufe 3: nach Blockade greifen die Würmer nun automatisch von innen einander an, und kein Netzblock kann mehr als vertrauenswürdig gelten. Stufe 4: Die Würmer DoSn alles nicht infizierte Stufe 5: Die Würmer löschen möglichst viel Daten auf ihrem PC, und zerstören dann das OS. 6. September 2007 2:00 Re: Cyberkrieg marder553 (43 Beiträge seit 19.03.04)
eigentlich mag ich dazu nichts schreiben, ausser: dein szenario ist unlogisch
6. September 2007 9:46 Echelon ? (kwT) HOSTess (191 Beiträge seit 08.03.01)
Mike 6. September 2007 10:19 Wir in Deutschland sind doch sicher .. Erdie (261 Beiträge seit 30.03.00)
.. denn wir haben das Problem rechtzeitig erkannt und die für solche Angriffe nötigen Werkzeuge verboten. Seht ihr jetzt, wie intelligent der Hackerparagraph war? Politiker sind doch nicht so doof, wie wir alle dachten.
;) Aus: ""Cyber-Krieg" in vollem Gange" (05.09.2007) Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/95552
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« Last Edit: June 25, 2009, 10:15:33 AM by Textaris(txt*bot) »
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« Reply #1 on: May 15, 2008, 09:02:30 AM » |
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[...] Die NATO richtet in der estnischen Hauptstadt Tallinn ein Forschungszentrum für Cyber-Angriffe ein. Vertreter des nördlichsten Landes im Baltikum, das seit 1999 dem westlichen Militärbündnis angehört, sowie weiterer sechs NATO-Länder unterzeichneten am heutigen Mittwoch in Brüssel ein entsprechendes Abkommen. Im "Center of Excellence Cyber Defense" von Tallinn sollen sich künftig gut zwei Dutzend Spezialisten der Erforschung und dem Training elektronischer Kriegsführung widmen. Im Mittelpunkt steht dabei die Abwehr von Angriffen auf Computernetze von NATO-Mitgliedern. Bei den Staaten, die sich zur Mitarbeit in dem Zentrum in Tallinn verpflichten, handelt es sich um Deutschland, Italien, Spanien, die Slowakei, Litauen und Lettland.
Estland, das seinen Bürgern kostenlosen Zugang zum Internet garantiert und ein Vorreiter bei der Umsetzung von E-Government-Anwendungen ist, hatte sich bereits im Jahr 2004 als Standort eines Cyber-Defense-Zentrums der NATO ins Gespräch gebracht. Verstärkt wurden die Bestrebungen im vergangenen Jahr, als das Land Ziel von massiven Computerangriffen war. Während eines Konflikts mit Moskau um ein Denkmal für Soldaten der Roten Armee in der einstigen Sowjetrepublik wurde die IT-Infrastruktur des Landes durch groß angelegte DDoS-Attacken weitgehend lahmgelegt. Die estnische Regierung beschuldigte zunächst die russische Regierung als Drahtzieher, konnte eine direkte Beteiligung Moskaus allerdings nie belegen. Später wurde bekannt, dass die Angriffe von weltweiten Bot-Netzen ausgingen.
Center of Excellence der NATO sind nicht in die Kommandostruktur des Militärbündnisses eingebunden, sondern erfüllen vor allem beratende Aufgaben. So wurde beispielsweise im Jahr 2005 in der türkischen Hauptstadt Ankara ein "Center of Excellence Defense Against Terrorism" eingerichtet, das sich der Entwicklung von Strategien im Kampf gegen den internationalen Terrorismus widmet. Die Bundesregierung gibt im Haushaltsplan 2008 einen Finanzmittelbedarf von 822.530 Euro für das Zentrum in Ankara an, von dem Deutschland 3,4 Prozent (28.000 Euro) trägt. Für das Cyber-Defense-Zentrum in Tallinn wurden von deutscher Seite zunächst 30.000 Euro eingeplant, doch dürfte dieser Betrag nach der heutigen Entscheidung deutlich steigen. (pmz/c't)
Aus: "Estland erhält NATO-Excellence-Center für Cyber Defense" (14.05.2008) Quelle: http://www.heise.de/newsticker/Estland-erhaelt-NATO-Excellence-Center-fuer-Cyber-Defense--/meldung/107879
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« Reply #2 on: July 22, 2008, 08:21:26 AM » |
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[...] Sie soll der dickste Posten im Geheimdienstbudget der Vereinigten Staaten sein. Aber die "umfassende nationale Cyber-Sicherheits-Initiative" (Comprehensive National Cybersecurity Inititaive, CNCI) ist offensichtlich so geheim, dass man nicht einmal erfährt, wie viel Geld ihr im Budget zugewiesen wird. Auch die übrigen Details des "massiven Programms" bleiben, wie die Washington Post heute den ständigen Ausschuss des Repräsentantenhauses für Geheimdienstliche Aufgaben zitiert, "vage und für Fragen offen". Mehrere Milliarden Dollar sollen dem CNCI-Projekt über mehrere Jahre aus dem amerikanischen Staatshaushalt zufließen, berichtet die Zeitung. Es gehe hauptsächlich darum, Computersysteme der Regierung gegen Manipulationen von außen zu sichern. Später soll der Cybersecurity-Plan dann auf kritische zivile Systeme ausgeweitet werden, um finanzielle, kommerzielle und andere für die Infrastruktur wichtige Daten zu schützen. Man legt Wert darauf, in der Gefahrenabwehr "proaktiver" vorzugehen, heißt es in einem Geheimdienstbericht. Es reiche nicht mehr, dass das Eindringen Unbefugter entdeckt und danach der Schaden behoben werde, es gehe vielmehr darum, solche Manipulationen dann zu verhindern, wenn sie geschehen – bevor sie einen größeren Schaden anrichten können. 90 Prozent der unbekannten Budgetsumme sollen vom entsprechenden Gremium des Repräsentantenhauses bereits genehmigt worden sein, heißt es. Bemerkenswert ist, dass im Ausschussbericht, der der Washington Post offensichtlich in Teilen bekannt ist, die Rede von einer "public-private partnership" ist. Es sei entscheidend, "dass die Regierung die Interessen und Sorgen von Bürgern, der amerikanischen IT-Industrie und anderen Elementen des privaten Sektors Rechnung trägt", zitiert die Zeitung. Nach ihren Informationen wird die Gründung eines Aufsichtsgremiums empfohlen, dass sich aus Abgeordneten, Vertretern der Exekutive und Repräsentanten des privaten Sektors zusammensetzt. Die Cybersicherheitsinitiative werde zwar von keinem der Präsidentschaftskandidaten wörtlich erwähnt, dennoch sollen beide ihren Aussagen zufolge dazu bereit sein, entsprechende Schutzmaßnahmen auszubauen. Barack Obama hat bereits angekündigt, den Posten eines "nationalen Cyber-Beraters" zu schaffen. (tpa/Telepolis) 0815x , 21. Juli 2008 12:47 Colossus und die Putzfrau
[...] Früher habe ich mal in einem größeren Unternehmen gearbeitet, immer spät abends fiel ein größerer Rechner aus für wenige Minuten, die Softies langsam dem Wahnsinne nahe. Was konnte das nur sein?
Es stellte sich dann heraus, eine auch sonst recht durchsetzungskräftige Putzdame reiferen Alters fand für ihren Staubsauger keine Steckdose und zog einfach einen anderen Stecker heraus, um für sich selbst eine zu schaffen und gründlich wie sie war, steckte sie danach alles wieder korrekt ein.
Kein Scherz.
Aus: "USA: Milliardenschwere Verstärkung der Cybersicherheit" (21.07.2008) Quelle: http://www.heise.de/newsticker/USA-Milliardenschwere-Verstaerkung-der-Cybersicherheit--/meldung/113082
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« Reply #3 on: August 06, 2008, 09:10:33 AM » |
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[...] Der Bundesnachrichtendienst (BND) wurde von einer Firma technisch betreut, die auch mit dem US-Auslandsgeheimdienst CIA zusammenarbeitet. Dadurch könnten Informationen aus dem BND an die USA geflossen sein, berichtet der Stern. Beim deutschen Auslandsgeheimdienst gehe die Angst um, dass die US-Amerikaner sensible Daten über BND-Mitarbeiter gewonnen haben könnten. Die Bochumer Firma wurde Anfang 2004 von dem US-amerikanischen Unternehmen Viisage übernommen, das heute L-1 Identity Solutions heißt. Es beliefert die CIA und andere US-Behörden, zu ihren Managern zählen ehemalige hochrangige CIA-Beamte. Die Bochumer Firma hatte das 2003 eingeweihte BND-Quartier in Berlin mit einer Gesichtskontrolle für den Zugang ausgestattet. BND-Chef Ernst Uhrlau behauptet laut Bericht, die Zusammenarbeit mit der Firma sofort nach der Übernahme durch die US-Amerikaner beendet zu haben. Das widerspreche den Aussagen mehrerer direkt Beteiligter, schreibt der Stern. Der BND sei erst Ende 2005 misstrauisch geworden, als der frühere langjährige CIA-Chef George Tenet Direktor bei Viisage wurde. L-1 bestreite, dass Informationen über BND-Mitarbeiter an die CIA abgeflossen sein könnten. Allerdings könnte die Angelegenheit noch politische Folgen haben. Der frühere BND-Chef August Hanning und sein Nachfolger Uhrlau haben nämlich das Parlamentarische Kontrollgremium des Bundestages (PKG) nie über die Sorge um ein mögliches Sicherheitsleck unterrichtet, obwohl dieser über alle "Vorgänge von besonderer Bedeutung" informiert werden muss. Der grüne Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele, Mitglied des PKG, meint, über einen "so gravierenden Sachverhalt" hätte das Gremium informiert werden müssen. (anw/c't) 5. August 2008 15:57 Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten.
El Magnifico
Aus: "Bundesnachrichtendienst befürchtet Informationsleck" (05.08.2008) Quelle: http://www.heise.de/newsticker/Bundesnachrichtendienst-befuerchtet-Informationsleck--/meldung/113847
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« Reply #4 on: August 20, 2008, 11:24:58 AM » |
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[...] Der Cyberwar ist rhetorischer Kernbestand höchster politischer Diskurse. Mitte Juli erst betonte der amerikanische Präsidentschaftskandidat Barack Obama, unter seiner Ägide würde die "cyber security" die Priorität erhalten, "die ihr im 21. Jahrhundert zusteht". Die Bush-Administration habe "die Sache acht Jahre schleifen lassen", nun müssten Amerikas Netzwerke gegen terroristische Cyber-Attacken geschützt werden. Das klingt sehr zeitgemäß. Im Juni 2008 dringen nach Angaben des US-Abgeordneten Frank Wolf chinesische Hacker in mehrere Rechner des Kongresses ein. Es sei ihnen dabei um Listen mit politischen Dissidenten gegangen. Das chinesische Außenministerium weist die Anschuldigung zurück. Im Januar sollen nach Angaben der CIA Cyber-Terroristen bei Stromversorgern außerhalb der USA eingedrungen und das Licht ausgeknipst haben. Das US-Verteidigungsministerium teilte im Mai 2008 dem Geheimdienstausschuss mit, das Rechnernetz des Ministeriums werde täglich mehr als 300 Millionen Mal von außerhalb gescannt und angegriffen. An anderer Stelle ist von einer Million Zugriffen die Rede. Michael Chertoff vom Department of Homeland Security (DHS) sprach kürzlich von rund 13.000 Angriffen auf seine Behörde. Auch Deutschland ist davon nicht ausgenommen. Im Mai 2007 unterrichtete der Verfassungsschutz im deutschen Kanzleramt Staatssekretäre des Innen-, Außen-, Justiz- und Verteidigungsministeriums von einem Computerangriff. Spähprogramme aus Lanzhou infizierten Rechner verschiedener Ministerien. Vermuteter Angreifer: die chinesische Volksbefreiungsarmee - Dementi aus Peking. Der Höhepunkt, von Sicherheitsexperten als "erster Cyberkrieg" diskutiert: Im Frühjahr 2007 legen Hacker nahezu ganz Estland lahm, die Nato beschäftigte sich mit der Angelegenheit. Hinter der Attacke soll der russische Geheimdienst stehen. Im militärischen Nato-Hauptquartier in Mons, Belgien, am Nato Computer Incident Response Capabilitys Technical Center (NITC), arbeiten rund 120 Militärs und zivile Computerexperten. Sie schützen die Kommunikationsinfrastruktur der Bündnisstaaten. Übergeordnet ist die Nato-Agentur für Informationssysteme (NCSA) unter der Leitung des deutschen Generalleutnants Ulrich Wolf. Die Fachzeitschrift Janes Defence Weekly bezeichnet diese Agentur als eines der wichtigsten des Militärbündnisses. In diesem Monat fährt deren neu geschaffenes Center of Excellence Cyber Defense in der estnischen Hauptstadt Tallinn seine Rechner hoch. Auch Deutschland ist daran beteiligt. Doch während sich in Tallinn gerade mal 30 Experten mit elektronischer Kriegführung beschäftigen, sind entgegen Obamas Expertise die Amerikaner um Lichtgeschwindigkeit schneller. Der amerikanische Präsident George W. Bush hat erklärt, mit einer zweistelligen Summe im Milliardenbereich eine "Cyber-Initiative" für die nächsten sieben Jahre flankieren zu wollen - ein neues "Manhattan Project", wie Michael Chertoff vom Department of Home Security betont. Chertoff begründet das gigantische Vorhaben mit den neuen digitalen Gefahren, einer "verheerenden Kriegführung", die "Zerstörungen der schlimmsten Art" nach sich ziehen könnte. Schon durch die namentliche Anlehnung verleihen die Falken dem Programm eine Bedeutung, die eine Zeitenwende markieren soll: Das "Manhattan-Projekt" war 1942 der Tarnname der Amerikaner zur Entwicklung und zum Bau der Atombombe. In einer ultravernetzten Welt klingt es plausibel, wenn der digitale Krieg als Szenarion entdeckt wird. Er fügt sich in das Konzept asymmetrischer Auseinandersetzungen, in dem Gefährder mit minimalem Einsatz maximalen Schaden anrichten. Die digitale Aufrüstung wirkt da wie ein nötiges Sicherheits-Update der Web-2.0.-Informationsgesellschaft. Tatsächlich wird der schon morgen drohende Cyberkrieg bereits seit fast zwei Jahrzehnten beschworen. Doch etwas, was die kriegerische Wortwahl rechtfertigen würde, ist in Real World 1.0 empirisch ausgeblieben. Bisher war nicht ein einziges Todesopfer etwaiger Computerkriege zu beklagen. Belegbar ist hingegen Folgendes: Was als Cyberkrieg firmiert, entstammt der Retorte einer militärischen Diskurspolitik der Amerikaner, die von konservativen Think-Tanks vorbereitet wurde. Der Zeitpunkt der Geburt dieses virtuellen Babys ist aufschlussreich: nahezu nahtlos anschließend an das Ende des Kalten Krieges. Seit dem Wegfall der Blockkonfrontation mussten Militärs um den Verlust des klassischen Gegners fürchten. Sie erfanden den digitalen Krieg. 1991 generierte der Sicherheitsexperte Winn Schwartau die für Amerikaner historisch nachhallende Formulierung des "electronic Pearl Harbor". Eine Bezeichnung, die Geheimdienstchefs und Verteidigungsminister nun seit siebzehn Jahren wiederholen. 1992 schuf das Pentagon mit der Direktive TS-3600.1 den Begriff des "Information Warfare", des "Informationskrieges". 1993 veröffentlichte der einflussreiche Publizist John Arquilla einen Artikel über den Cyberwar. In seriösen Zeitungen wie der Times oder der Washington Post tauchen seither diese plakativen Keywords auf. Ein Effekt von Rückkopplung und Verstärkung: Militärische Studien über die Verletzbarkeit der Informationsgesellschaft nehmen rasant zu, Journalisten berichten über das Phänomen. In Washington wurde 1994 die School for Information Warfare and Strategy gegründet. 1996 begann die Clinton-Regierung systematisch mit dem Schutz der US-Infrastruktur vor Hackerangriffen. Seit 1997 beschäftigt sich die National Security Agency (NSA) in Querschnittsabteilungen aus Geheimdiensten und Militärs mit dem Thema. Immer wieder steht der Cyberwar bevor. Derzeit besonders en vogue: der "digitale 11. September". Der Friedensforscher Ralf Bendrath beschäftigt sich seit Jahren mit den Debatten um den Cyberwar. Er analysiert den Cyberwar als eine Selffulfilling Prophecy. Dass nun auch hochrangige Nato-Militärs den akut drohenden Krieg aus dem Netz im Munde führen, ist für Bendrath ein Alarmsignal. Gefährlich werde es, "wenn die Nato von einer defensiven zu einer offensiven Strategie umschwenkt. Es gibt dann ein gegenseitiges Hochschaukeln." Wenn das Hacken von Internetseiten oder der Einsatz von Trojanern zum Cyberkrieg erklärt werden, so Bendrath, befasse sich plötzlich der Nato-Rat damit. "Es ist ein strategisches Pushen, um sich weitergehende Befugnisse wie Abhörerlaubnisse zu beschaffen, doch zum Teil ist es einfach auch Dummheit und Unverständnis." Das interdisziplinäre Forschungszentrum Jülich veröffentlichte im vergangenen Jahr eine umfassende Studie, der eine komplexe Simulation strategischer Angriffe auf das Internet zugrunde lag. Dabei wurde ein Angriff auf die Backbones - die Hauptstränge eines Netzwerks - und die Exchange Points - die zentralen Netzknoten des Internets - einer virtuellen Regierung getestet. Grundsätzliches Ergebnis: "Terrorismus gegen den Cyberspace darf keinesfalls auf große Erfolgschancen hoffen. Das Internet ist, wie von seinen Erfindern gewollt, relativ flexibel und resilient." Die Studie kommt noch zu einem anderen Ergebnis: "Es gibt keinen Staat oder eine Organisation, die exakt definiert, wann ein Cyberangriff vorliegt. Daher sind Zahlen über Cyberangriffe bestenfalls Nährungswerte, im schlechtesten Fall gezielt gestreut." Gerade die Schwammigkeit solcher Begriffe wie Cyberwar macht sie so wertvoll. Sie lassen sich mit diffusem Wissen und Ängsten verknüpfen, mit neuen Bedeutungen aufladen und sind aktualisierungsfähig. Das macht sie profitabel und für Lobbyisten interessant. Der Erfinder des "Cyberwar", John Arquilla, beriet Donald Rumsfeld und arbeitet für RAND, eine Pentagon-nahe Denkfabrik. Der Professor an der Naval Postgraduate School in Californien verdient sein Geld unter anderem mit populärwissenschaftlichen Publikationen. Winn Schwartaum schreibt Science-fictionromane und betreibt die Security Awareness Company. Eine Sicherheitsfirma, die vor genau den Gefahren schützt, die er seit Jahren skizziert. Dass es ihm um bares Geld geht, verdeutlichte er auch juristisch: Als eine Firma den Slogan "InfowarCon" verwendete, kündigte er eine 3-Millionen-Dollar-Klage an. Unter demselben Namen hat Schwartau seit 1998 eine Sicherheitskonferenz etabliert. Der Nato-Oberste für den Cyberkrieg, Ulrich Wolf, betonte in einem Interview, was für ihn die "größte Herausforderung" ist: "die Manpower und Mittel, die wir von den Mitgliedsländern erhalten, aufzustocken". Im Haushaltsplan der Bundesregierung 2008 sind für das Cyber Defense Center in Tallinn gerade mal 30.000 Euro vorgesehen. Der Angriff auf Estland, der von sämtlichen Militärs als Nachweis des echten Cyberwar herhalten musste, ist unterdessen aufgeklärt. Wie die Fachzeitschrift Wired berichtet, waren es keine "Cyber-Krieger in Putins Geheimdienst. Es handelte sich um einen ethnischen Russen in Estland, der angepisst war. Ein Gericht verurteilte ihn zu 1.620 Dollar Strafe und ließ ihn ziehen." Der amerikanische Philosoph Paul Edwards hat die Wirksamkeit von Metaphern im Krieg analysiert. Er schreibt: "Der Kalte Krieg muss im Sinne von Diskursen verstanden werden, die Technologie, Strategie und Kultur miteinander verknüpfen. Der Kalte Krieg wurde buchstäblich in einem im Wesentlichen semiotischen Raum ausgefochten." 13.08.2008 09:12 Uhr: Von Paul Senkblei:
Es ist bedauerlich zu lesen, wie wenig Mühe sich der Autor bei der Recherche der Fakten gegeben hat. Dabei sind die Unterschiede zwischen Net Centric War , InfoOps, Elektronischem Kampf und Computer Network Operations sehr leicht herauszufinden. Wer darüber hinaus auch noch glaubt, es gäbe keinen Cyberwar, weil es noch keinen Toten gegeben habe, versteht von den Zielsetzungen solcher Auseinandersetzungen nicht die Bohne. Der mögliche wirtschaftliche Schaden bzw. Gewinn erfolgreicher Cyberattacken liegt doch im Milliarden Euro Bereich. Es geht doch um wirtschaftliche Erfolge und nicht um Menschenleben.
Aus: "Militärs im Netz - Das Phantom des Cyberwar" VON KAI SCHLIETER (11.08.2008) Quelle: http://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/das-phantom-des-cyberwar/
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« Reply #5 on: September 09, 2008, 08:50:31 AM » |
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[...] Es wäre ein Paradigmenwechsel: Statt wie bisher vor allem auf die Sicherung der eigenen Computersysteme zu achten, soll sich das Pentagon in Sachen Cyber-Kriegsführung offensiver orientieren, schlagen nach einem Bericht der Los Angeles Times "hochrangige Militärvertreter" vor. Die neue aggressivere Strategie soll demnach Ziele beinhalten wie die Übernahme des Kommandos über feindliche Drohnen, das Herbeiführen von Flugzeugabstürzen oder die gezielte Unterbrechung der elektronischen Versorgung von strategischen Anlagen wie z.B. militärischen Einrichtungen. Jahrelang habe man davor zurückgeschreckt zu militarisieren, was als Medium für Handel und Kommunikation gilt, schreibt die Zeitung, nun aber würden Experten sowie aktive und ehemalige höhere Dienstgrade im Militär eine "provokante neue Diskussion" im Pentagon forcieren, die die Gewichte verschieben will. Hatten bislang Aufklärung, Bespitzelung und Sicherung der eigenen Systeme Vorrang, so sollen die Kapazitäten von Cyberspace-Operationen künftig mit neuer Zielsetzung erheblich ausgedehnt werden. Das Umdenken habe durch Berichte über mögliche Cyberangriffe auf georgische Webseiten im Rahmen des Kaukasus-Konflikts neue Nahrung bekommen. Ein kürzlich vom Pentagon publizierter Artikel bestätigt zumindest, dass der kommandierende General des U.S. Northern Command, Air-Force-General Victor E. Renuart Jr., Cyber-Attacken auf Regierungswebseiten in Georgien und in Estland als wichtige "Lektionen" begreift, wobei Renuart allerdings sehr die Sicherung gegen solche Angriffe betont. Als wichtigste Grundlage für Diskussionen, die eine Strategieänderung im Sinn haben, nennt die Los Angeles Times den 2006 verfassten Bericht "National Military Strategy for Cyberspace Operations", der den Militärs "grünes Licht" für Weiterentwicklungen gegeben habe. Das Strategiepapier forderte größere Veränderungen in der Cyber-Kriegsführung, die der Luftwaffe eine besondere Rolle zuwiesen, zugleich lieferte der Bericht erstmalig eine weitreichende Definition des Verteidigungsministeriums von "Cyberspace" als "ein sehr wirklicher physischer Bereich, der elektronische Systeme und Netzwerke beinhaltet, die elektromagnetische Energie benutzen". Als der Chef des neugegründeten Air-Force-Cyberspace-Kommandos die Definition im April dieses Jahres ausweitete – "Wir definieren den Bereich als das ganze elektromagnetische Spektrum" – war das für Wired Grund zur spöttischen Annahme, dass künftig "alles von Mikrowellen über Funk, Laser und Röntgenstrahlen [..] und nicht nur Computersystemoperationen, sondern auch elektronische Kriegsführung, elektronischer Kampf und vielleicht sogar gerichtete Energie" zur neuen Domaine des Cyberspace gehören. Für Michael W. Wynne, der das Cyber-Command für die Air Force im Jahre 2007 ins Leben rief, ist die Cyberkriegsführung etwas eindeutiger. Laut Los Angeles Times hat er einen Soldaten im Sinn, der "invasive Werzeuge hat, mit denen er an eine Antenne feuert und dadurch Informationen eingibt, die Schäden verursachen". (tpa/Telepolis) 8. September 2008 15:06 Toll, wie im 21. Jahrhundert FrogmasterL (mehr als 1000 Beiträge seit 02.11.05)
immer noch jahrhundertealte Paradigmen verfolgt werden:
>Wir haben jetzt große Keulen, Grooks Sippe wird uns nie wieder angreifen
'Cheeeef, Grooks Sippe hat jetzt große Keulen mit Dornen!'
...
8. September 2008 15:10 Paradoxes Szenario... oder doch nicht?!? DrAD (777 Beiträge seit 05.09.02)
Irgendwie schallt es mir in den Ohren: "Der Irak hat Massenvernichtungswaffen, also müssen wir ihn angreifen, bevor er uns angreift..." Und schon "verteidigt" man sich gegen ein Land, indem man es aktiv angreift... Früher hiess es Angriffskrieg... bei den Amis heisst es "aktive Verteidigung"... ...ok... man findet keine Massenvernichtungswaffen, aber hey... es hätte ja sein können...
Und nun bereitet man also einen präventiven Cyber-Krieg vor um zum Beispiel die IT-Infrastruktur des Irans zu vernichten, weil die ja offensichtlich einen Cyberkrieg gegen die USA vorbereiten... hätten können... oder so...
...vielleicht könnte ja auch Deutschland und co auf der Zielscheibe der Amis auftauchen, weil ja bekanntlich Deutschland ein Land ist in welchem Terroristen Unterschlupf finden und sich an technischen Universitäten auf den Cyberkrieg gegen Amerika vorbereiten...
...und Schäuble und co werden den Bundestrojaner per Servicepack noch erweitern wollen, damit er auch als Cyperkrieger dienen kann.
8. September 2008 15:10 Cyberkrieg: von der Defensive zur Offensive in Second Life? BNDInformant (603 Beiträge seit 16.10.06)
Es wäre ein Paradigmenwechsel: Statt wie bisher vor allem auf die Sicherung der eigenen Computersysteme zu achten, soll sich das Pentagon in Sachen Cyber-Kriegsführung offensiver orientieren, schlagen nach einem Bericht der Los Angeles Times "hochrangige Militärvertreter" vor.
Der Vorschlag kam, nachdem man sich mit Second Life auf ein Kriegsfranchising geeinigt hatte. Sowohl Taliban, als auch das amerikanische Militär stimmten zu, nun auch reale Morde zu verzichten und statt dessen den Krieg in Second Life nachzuspielen. Auf diese Weise werden die Militärbudget geschont. Um den Schaden weiterhin real zu halten, werden auf beiden Seiten bei virtuellen Opfern, jeweils die gleiche Anzahl Bürger erschossen.
Die neue aggressivere Strategie soll demnach Ziele beinhalten wie die Übernahme des Kommandos über feindliche Drohnen, das Herbeiführen von Flugzeugabstürzen oder die gezielte Unterbrechung der elektronischen Versorgung von strategischen Anlagen wie z.B. militärischen Einrichtungen ohne die Gefährdung von militärischem Personal durchzuführen.
Jahrelang habe man davor zurückgeschreckt zu militarisieren, was als Medium für Handel und Kommunikation gilt, schreibt die Zeitung, nun aber würden Experten sowie aktive und ehemalige höhere Dienstgrade im Militär eine "provokante neue Diskussion" im Pentagon forcieren, die die Gewichte verschieben will.
Das Umdenken habe durch Berichte über mögliche Cyberangriffe auf georgische Webseiten im Rahmen des Kaukasus-Konflikts neue Nahrung bekommen. Ein kürzlich vom Pentagon publizierter Artikel bestätigt zumindest, dass der kommandierende General des U.S. Northern Command, Air-Force-General Victor E. Renuart Jr., Cyber-Attacken auf Regierungswebseiten in Georgien und in Estland als wichtige "Lektionen" begreift, wobei Renuart allerdings sehr die Sicherung gegen solche Angriffe betont.
Als wichtigste Grundlage für Diskussionen, die eine Strategieänderung im Sinn haben, nennt die Los Angeles Times den 2006 verfassten Bericht "National Military Strategy for Cyberspace Operations", der den Militärs "grünes Licht" für Weiterentwicklungen gegeben habe. Das Strategiepapier forderte größere Veränderungen in der Cyber-Kriegsführung, die der Luftwaffe eine besondere Rolle zuwiesen, zugleich lieferte der Bericht erstmalig eine weitreichende Definition des Verteidigungsministeriums von "Cyberspace" als "ein sehr wirklicher physischer Bereich, der elektronische Systeme und Netzwerke beinhaltet, die elektromagnetische Energie benutzen".
Als der Chef des neugegründeten Air-Force-Cyberspace-Kommandos die Definition im April dieses Jahres ausweitete – "Wir definieren den Bereich als das ganze elektromagnetische Spektrum" – war das für Wired Grund zur spöttischen Annahme, dass künftig "alles von Mikrowellen über Funk, Laser und Röntgenstrahlen [..] und nicht nur Computersystemoperationen, sondern auch elektronische Kriegsführung, elektronischer Kampf und vielleicht sogar gerichtete Energie" zur neuen Domaine des Cyberspace gehören.
Derzeit streiten sich die Taliban noch mit dem amerikanischen Militär, ob weiterhin Stablampen in der realen Welt benutzen zu seien, da diese als "elektronmagnetische Strahlung" zu zählen wären.
Für Michael W. Wynne, der das Cyber-Command für die Air Force im Jahre 2007 ins Leben rief, ist die Cyberkriegsführung etwas eindeutiger. Laut Los Angeles Times hat er einen Soldaten im Sinn, der "invasive Werzeuge hat, mit denen er an eine Antenne feuert und dadurch Informationen eingibt, die Schäden verursachen".
...
8. September 2008 15:19 Ja ne, ist klar... Die Troll-Nanny (mehr als 1000 Beiträge seit 18.10.07)
als wenn man nicht seit Jahren offensive Mittel erarbeitet hätte. Das ist sicher alles schon zu genüge erprobt. Man traut sich jetzt vielleicht nur offener darüber zu reden. Aber keinesfalls fängt man jetzt erst an sich offensiv zu orientieren.
8. September 2008 15:25 "Herbeiführen von Flugzeugabstürzen"? Z-Yeah (mehr als 1000 Beiträge seit 22.10.04)
Ein Schelm, wer böses dabei denkt...
8. September 2008 15:51 auch mal ein paar fiese Methoden für die GUTEN Perion (mehr als 1000 Beiträge seit 16.05.04)
Ich finds Klasse, wenn die Amis auch mal in die Offensive gehen, statt sich immer bloss gegen den Weltterrorismus zu verteidigen.
Rettet uns vor den Bösen!
Ich weiss auch schon wie. Die sollten so eine Organisation gründen, die auch Internet-Verkehr abhören kann. Und vielleicht auch Trojaner programmieren. Und vielleicht auch mal mit illegalen (für Normalbürger) an wichtige Daten kommen.
Vielleicht - lasst mich mal nachdenken - so eine nationale Sekuritäts Agentur, vielleicht eine NSA. Ja!
Und dann sollten sie die Echos der Bösen auffangen. Vielleicht mit so einer Art EchoLohn. Oder Echelon.
Das wär mal was!
Aber nein. Die Amis sind zu gut und das wird bloss ein schöner frommer Wunsch bleiben.
8. September 2008 23:21 So wie in 1988 ? wa, wa@almesberger.net (mehr als 1000 Beiträge seit 13.01.00) Aus dem Artikel | [...] Herbeiführen von Flugzeugabstürzen [...] Etwa wie damals ? http://en.wikipedia.org/wiki/Iran_Air_Flight_655Nur waere das dann noch eine Spur diskreter, die anschliessenden peinlichen Fragen blieben aus, und man spart sich die USD 200k pro Untermensch ... - Werner 9. September 2008 07:24 Copyright für Cyberspace (Editiert vom Verfasser am 09.09.08 um 07:31) DMD (21 Beiträge seit 08.06.06)
... und da ist dann auch noch die Wirtschaftsspionage via WAN und der "Bundestrojaner". Der "Cyberwar" hat schon vor Jahren begonnen....
Aus: "Cyberkrieg: von der Defensive zur Offensive?" (08.09.2008) Quelle: http://www.heise.de/newsticker/Cyberkrieg-von-der-Defensive-zur-Offensive--/meldung/115619
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« Reply #6 on: February 08, 2009, 01:18:35 PM » |
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[...] Eine eigene Einheit der deutschen Bundeswehr soll laut einem Bericht des "Spiegel" ab 2010 bei Internet-Konflikten eingreifen können.
Derzeit habe die Abteilung Informations- und Computernetzwerkooperationen 76 Mitarbeiter, berichtete das Magazin am Samstag vorab. Der Aufbau der Spezialtruppe war vor Jahren angekündigt worden.
Die Einheit gehört laut Bericht zum Kommando Strategische Aufklärung in Rheinbach bei Bonn. Die vor allem aus den Fachbereichen für Informatik an den Bundeswehruniversitäten rekrutierten Soldaten beschäftigen sich demnach mit der Abwehr von Angriffen auf Computersysteme und mit der Auskundschaftung, Manipulierung und Zerstörung gegnerischer Netze.
Aus: "Bundeswehr rüstet sich für Cyber-Angriffe" (7. 2. 2009) Quelle: http://futurezone.orf.at/stories/1502352/
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« Reply #7 on: May 06, 2009, 11:00:42 AM » |
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[...] Alexander ist Leiter der Inlandsgeheimdienstbehörde NSA (National Security Agency - und zuständiger Befehlshaber im Pentagon für die Internet-Kriegsführung. Die Anhörung wurde kurz vor Veröffentlichung eines Berichts der Regierung von Präsident Barack Obama zur Internet-Sicherheit in den USA anberaumt.
Schon seit Wochen wird in den USA darum gerangelt, wer sich zukünftig an den Geldtöpfen der Regierung laben darf, wer die Oberhoheit über die Internet-Verteidigung des Landes übernehmen soll.
[...] Alexander erklärte, das neue Kommandozentrum für militärische Aktivitäten im Internet in Fort Meade im Staat Maryland werde so eingerichtet, dass es zentrale Netzwerke im Internet verteidigen könne. Das Heimatschutzministerium will sich unterdessen das notwendige Know-How zur Cyberverteidigung einfach einkaufen, sucht per Stellenanzeige nach zertifizierten Profi-Hackern, welche die sicherheitsrelevanten Netzwerke des Landes nach Schwachstellen absuchen sollen.
Und das scheint nötig, denn die Netze des Verteidigungsministeriums werden offenbar jeden Tag attackiert. Dabei habe sich nach Pentagon-Angaben die Zahl der Versuche, in die Rechner einzudringen, in jüngster Zeit verdoppelt. In den vergangenen sechs Monaten gab das Verteidigungsministerium 100 Millionen Dollar aus, um auf Angriffe zu reagieren, Schäden zu beseitigen oder andere Computerprobleme zu beseitigen.
mak/AP
Aus: "CYBERWAR - Gerangel um Internet-Verteidigung der USA" (05.05.2009) Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,622986,00.html
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« Reply #8 on: June 01, 2009, 10:01:27 AM » |
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[...] Schon heute investiert die US-Regierung jährlich rund zehn Milliarden Dollar in die Computersicherheit. In den kommenden Jahren sollen die Ausgaben nach Schätzungen von Experten rasant steigen. Das Interesse des Pentagon an der Cyberkriegsführung habe beinahe "religiöse Intensität" erreicht, sagte der Militärhistoriker Daniel T. Kuehl der Zeitung.
Nach Expertenschätzungen beschäftigt das Militär bereits jetzt bis zu 5.000 Spezialisten für Informationsoperationen, 50.000 bis 70.000 Soldaten sind in die elektronische Kriegsführung involviert. Diese Zahl solle auf über 88.000 steigen, zitierte die "New York Times" einen Militäranalysten.
S-Präsident Obama kündigte am Freitag die Einrichtung der Stelle eines Internet-Beauftragten im Weißen Haus an, der für die Abwehr von Cyberangriffen verantwortlich sein soll. "Der Wohlstand Amerikas wird von der Cybersicherheit abhängen", sagte Obama. Der Name des "Cyberzars" soll in der kommenden Woche bekanntgegeben werden.
Parallel dazu plant das US-Verteidigungsministerium laut "NYT" die Einrichtung eines Militärstabs zur Abwehr von Internet-Angriffen und zur Vorbereitung eines Angriffskrieges per Internet.
...
Aus: "Rüstungskonzerne rekrutieren für Cyberkrieg" (31.05.2009) Quelle: http://futurezone.orf.at/stories/1603851/ -.- [...]
Quellen
* www.nytimes.com: „Contractors Vie for Plum Work, Hacking for the United States“ (31.05.2009) englischsprachige Quelle * www.whitehouse.gov: „Remarks by the President on Securing our Nation's Cyber Infrastructure“ (29.05.2009) englischsprachige Quelle * futurezone.orf.at: „Rüstungskonzerne rekrutieren für Cyberkrieg“ (31.05.2009)
Aus: "USA bereiten sich auf „Cyberwar“ vor" (2. Juni 2009 ) Quelle: http://de.wikinews.org/wiki/USA_bereiten_sich_auf_%E2%80%9ECyberwar%E2%80%9C_vor-.- Neue Spezialeinheit bei der Bundeswehr: Hacker in Uniform (07.02.2009) http://de.wikinews.org/wiki/Neue_Spezialeinheit_bei_der_Bundeswehr:_Hacker_in_Uniform
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« Last Edit: June 03, 2009, 08:13:27 AM by Textaris(txt*bot) »
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« Reply #9 on: June 25, 2009, 08:48:25 AM » |
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[...] In den USA wird es künftig ein Cyberkommando geben, das das militärische Computernetzwerk vor Angriffen schützen sowie selbst Cyberwaffen gegen andere Staaten entwickeln soll. Nach einer Anordnung von Verteidigungsminister Robert Gates vom Dienstag (Ortszeit) soll das Kommando bis Oktober zusammengestellt und ein Jahr später voll einsatzfähig sein.
Mit der Leitung will Gates laut Medienberichten vom Mittwoch die National Security Agency (NSA) betrauen, die größte Geheimdienstbehörde der Welt auf dem Gebiet der elektronischen Spionage und Aufklärung.
Zumindest vorläufig soll die neue Stelle in das für atomare und Computer-Kriegsführung zuständige Strategische US-Kommando integriert sein. Experten erwarten aber, dass das Cyberkommando zu einem späteren Zeitpunkt unabhängig wird.
Der Pentagonchef machte seine Anweisung in einem Memorandum an leitende Militärvertreter publik. Darin betonte er, das Kommando werde dem Ministerium dabei helfen, "die Freiheit der Aktion im Cyberspace" zu sichern. Die wachsende Abhängigkeit von Computernetzwerken mache die USA verwundbar.
(dpa)
Aus: "USA: Cyberkommando gegen PC-Attacken" (24.06.2009) Quelle: http://futurezone.orf.at/stories/1608176/
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« Reply #10 on: July 20, 2009, 08:37:27 AM » |
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[...] Die DDoS-Attacken vom 4. Juli auf die USA und Südkorea haben gezeigt, wie angreifbar gerade jene Staaten sind, die über eine vergleichsweise breitbandige Infrastruktur verfügen.
Diese asymmetrische Bedrohung kommt von weltweiten Bot-Nets ab einer gewissen Größe, wobei die bekannten Zombie-Netze momentan (noch) allesamt als Infrastrukturbetreiber für andere Kriminelle fungieren.
In dieser volatilen Welt der einander betrügenden Betrüger, die weltweit Millionen Rechner kontrollieren, aber mischen Militärgeheimdienste mit. Die USA wie Russland oder China haben den Einsatz derartiger Mittel bereits in ihrer Militärdoktrin verankert.
...
Aus: "Clinton soll die Bot-Nets stoppen" (20.07.2009) Quelle: http://futurezone.orf.at/stories/1619826/
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« Reply #11 on: August 20, 2009, 11:20:42 AM » |
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[...] Wer mitspielen will, muss allerdings Linux benutzen, denn es sei "logistisch zu kompliziert, Windows als Client-Desktop zu benutzen", heißt es in den FAQ. Die verschiedenen Cyber-War-Einheiten der US-Militärs benutzen ein von der National Security Agency entwickeltes "gehärtetes" Linux, und die NetWars sind nun einmal dazu da, an den Oberklassen von Highschools und an Colleges Nachwuchs zu rekrutieren. Sie sind nur eines von drei Programmen der US Cyber-Challenge, denn das Department of Defense Cyber Crime Center veranstaltet parallel dazu ein weiteren Wettbewerb, der sich in etwa an dasselbe Publikum richtet. Forensiker und Cyper-Patrioten Für die Dc3 Digital Forensics hatte das Verteidigungsministerium Stände auf der DefCon, der größten Hackerveranstaltung in den USA, eingerichtet. Inzwischen fanden sich über 900 Teams zusammen, um eine Reihe von zunehmend komplexer aufgebauten virtuellen Netzen forensisch zu untersuchen und zu analysieren. Der dritte Wettbewerb der Cyber-Challenge läuft unter dem Titel CyberPatriot High School Cyber Defense Competition. Er steht unter dem Patronat der Air Force und ist - wie der Name sagt - an eine jüngere Zielgruppe gerichtet. In Fünferteams muss der Cyber-patriotische Nachwuchs simulierte Firmennetzwerke gegen Angreifer verteidigen, die von der Air Force bzw. der Science Applications International Corporation (SAIC) gestellt werden. Neben dem Center for Infrastructure Assurance & Security ist auch SAIC beteiligt, beides zusammen ergibt das übliche Bild. Wenn man die Informationen nämlich zusammenzählt, dann ist klar, dass hier eine weitere "Agency" mitmischt, die wie üblich hinter den Kulissen bleibt. Zum einen ist "Information Assurance", wozu auch die Netzwerksicherheit gehört, eine der beiden Kernaufgaben der National Security Agency (NSA). SAIC wiederum ist mit knapp acht Milliarden Dollar (rund 5,62 Mrd. Euro) Jahresumsatz nicht nur einer der größten Militärzulieferer und -Consulter. Personell ist das Unternehmen auch eng mit der NSA verbandelt, seit den frühen 90er Jahren wechselten zahlreiche hochrangige NSA-Mitarbeiter bis hin zu Direktoren der Agentur wie Bobby Ray Inman zu SAIC und manche sogar auch wieder zurück. Zu allerhand Nebenpreisen werden die siegreichen Teams bzw. die besten Einzelkämpfer in den drei Wettbewerben zur alljährlichen Cybercrime-Konferenz des Verteidigungsministeriums eingeladen. Aber: "Man muss nicht unter den Ersten sein, um angeben zu können. Alle, die gut und fair spielen, erfahren Anerkennung, viele bekommen einen Preis." Ziel der gesamten Cyber-Challenge ist die Rekrutierung "von 10.000 jungen Amerikanern, die Fähigkeiten mitbringen, um die Reihen von Sicherheitsfachleuten, Forschern und Kriegern zu füllen. Manche davon werden zu den 'Top Guns' im Sicherheitsbereich aufsteigen", prophezeit die Ausschreibung. (futurezone / Erich Moechel) Netzkrieg
at6alf, vor 1 Stunde, 50 Minuten
Eigentlich ist es eh schon ein alter Hut. Der nächste Krieg beginnt im Netz!. Wenn man einen Gegner schwächen will muss man nur genug Zombierechner haben, man greift damit seine Energieversorgung an, seine Kommunikation,und spioniert die Nutzer aus. Somit hat man alles was man braucht um einen gewaltigen Vorsprung zu bekommen. Der Gegner ist faktisch wehrlos. Keine Logistik,kein Strom oder Benzin,Keine Kommunikation. Noch nicht einmal grundlegende Bedürftnisse wie Essen oder Wasserversorgung sind dann noch zu Befriedigen. Wir sind zu abhängig von dieser Technik. Und besser wird es bestimmt nicht.
Aus: "Netzkrieg als Triathlon für Hacker" (20.08.2009) Quelle: http://futurezone.orf.at/stories/1624445/
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« Reply #12 on: March 25, 2010, 09:25:17 AM » |
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[...] China wirft dem Suchmaschinenbetreiber Spionage für die US- Regierung vor. US-Medien wie die New York Times zitierten am Mittwoch das Zentralorgan der kommunistischen Regierung, People's Daily: "(Googles) Kooperation und heimliche Absprache mit amerikanischen Geheimdienst- und Sicherheitsbehörden ist wohlbekannt." Die USA hätten in den vergangenen Jahren große Anstrengungen in Richtung Internet-Krieg unternommen ...
...
(dpa) / (jk)
Aus: "China verschärft Auseinandersetzung mit Google" (24.03.2010) Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/China-verschaerft-Auseinandersetzung-mit-Google-963219.html
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« Reply #13 on: November 16, 2011, 09:31:01 AM » |
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[...] Für 2012 wird das Budget für "Cyberwar-Forschung" des Militärs fast verdoppelt, Schwerpunkt ist "Offensivkraft". Damit sind vor allem neue Supertrojaner vom Typ Stuxnet oder aktuell Duqu gemeint.
"Cyber-Offensive" reicht von gezielter Spionage auf ausgewählten Rechnern, über massive Desinformationskampagnen, zu kruden, aber temporär sehr effizienten Überlastungs-Attacken (DDoS) auf gegnerische Server. Seitens des österreichischen Abwehramts zeigte man sich über den jüngsten Spionagefall gegen UN-Organisationen mit dem "Duqu"-Trojaner jedenfalls "nicht überrascht".
Die Administration Barack Obama plant rund 400 Milliarden Dollar an Einsparungen, quer durch die Militärbudgets. Die Gelder für diverse neue Waffensysteme wurden bereits zusammengestrichen, weitere Schnitte stehen bevor.
Die Sparmaßnahmen betreffen jedoch längst nicht alle Teile des Militärapparats der USA. In bestimmten Forschungsbereichen der Armee wird zum Beispiel nicht gespart, sondern verstärkt ausgegeben.
Vor einer Woche kündigte Regina Dugan, die Direktorin der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) an, dass die bestehenden jährlichen 120 Millionen für "Cyberforschung" auf 208 Mio USD erhöht werden.
Aus dem Verteidigungsministerium kam die Forderung, im Budgetentwurf 2012 zusätzlіche 500 Millionen über die nächsten fünf Jahre dafür locker zu machen.
Aufhorchen ließ, dass die DARPA-Direktorin erstmals Begriffe in den Mund nahm, die von den Militärs bis jetzt konsequent vermieden wurden.
Wörtlich heißt es in ihrer Erklärung: "Daher werden wir den Schwerpunkt unserer Cyber-Forschung auf die Erkundung offensiver Kapazitäten verlegen, um militärspezifische Anforderungen zu erfüllen."
... Wie komplex die Zuordnung von Netzangriffen ist, zeigt der aktuelle Supertrojaner Duqu. Seit Wochen ist weltweit das Re-Engineering dieser modular gebauten Schadsoftware in Gange, die besten Virenlabors beteiligen sich daran.
Nur nach und nach kommen weitere Details heraus: Nun sind es schon vier Kommandoserver, die angesteuert wurden. Wie es derzeit aussieht, wurde jeder erfolgreich angegriffene PC über eine eigene Command-Control-Struktur gesteuert. Dazu lädt Duqu immer wieder neue Module nach.
Das ist der Stand der Analyse einer höchst professionell programmierten Schadsoftware, die unbekannten, aber jedenfalls militärischen Ursprungs ist, nach drei Wochen Forschung rund um die Welt. Dass nur so wenige Rechner auf einmal betroffen waren, ist darauf zurückzuführen, dass eben nicht mehr PCs infiziert werden sollten.
Duqu sollte so lange wie möglich unter dem Radar der Virenscanner durchfliegen, um besondere Missionen wie Spionage in gut gesicherten Netzen durchzuführen. Die Vorgangsweise nennt sich "stealth" wie die gleichnamigen Tarnkappen-Bomber: nur nicht auffallen, ist das Motto.
Duqu hat aktuell vor allem Netze von einer oder mehreren UN-Organisationen in einer Reihe von Ländern angegriffen.
Ein Fundort ist Wien, drei Funde gab es im Iran sowie in mehreren anderen Ländern. Wie lange da spioniert wurde und wonach, ist ebenso unklar, wie der Zeitpunkt der Programmierung von Duqu, die jedenfalls mehrere Personenjahre in Anspruch nahm.
Die Entwicklung von Duqu hatte also ordentlich Geld gekostet. In Maßstäben, die für Schadsoftware gelten, ist das ein horrender Preis. Für die US-Militärs ist so ein Waffensystem, das obendrein wiederholt bis vielfach eingesetzt werden kann, ein Fall für die Portokasse.
...
Aus: ""Cyberwar": USA drohen Offensive an" Erich Moechel (16. 11. 2011) Quelle: http://fm4.orf.at/stories/1690506/
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« Reply #14 on: April 19, 2012, 08:06:30 AM » |
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[...] Regierungsvertreter aus Washington D.C. und Peking haben sich im vergangenen Jahr angeblich zweimal an "Cyberwar-Games" beteiligt. Ziel der Übungen sei es, eine Eskalation als Reaktion auf Angriffe übers Internet zu verhindern. Dies berichtet der britische Guardian unter Berufung auf das Centre for Strategic and International Studies (CSIS), eine Denkfabrik in der US-Hauptstadt. An den beiden Simulationen, die im Juni in Peking und im Dezember in Washington D.C. stattgefunden haben sollen, nahmen demnach Abgesandte des US-Außenministeriums und des Pentagon sowie ihrer chinesischen Pendants teil. Ein weiteres Treffen zum Durchspielen von Kriegsszenarien im Internet sei für Mai 2012 geplant. Jim Lewis, ein leitender CSIS-Mitarbeiter, erklärte dem Blatt, dass sein Institut die Zusammenkünfte inoffiziell gemeinsam mit den China Institutes of Contemporary International Relations organisiere. Dies erlaube es den Abgesandten der Regierungen, sich in einer vergleichsweise informellen Umgebung auszutauschen. Sie nähmen gleichsam als Beobachter teil, auch wenn sie im Rahmen der Sandkastenspiele nach und nach auch direkt miteinander interagierten. Im ersten Cyberkrieg-Szenario mussten beide Seiten Lewis zufolge beschreiben, wie sie auf die Attacke mit einem ausgefeilten Computervirus wie Stuxnet reagieren würden. Dabei sei alles glimpflich verlaufen. Beim zweiten Treffen sei es darum gegangen, was man unternehme würde, wenn bekannt geworden wäre, dass der Angriff von der anderen Seite gestartet worden sei. Diese Übung sei weniger gut ausgegangen, meinte der Koordinator, ohne Einzelheiten zu nennen. Generell hätten die Vertreter der USA immer wieder ihrem Ärger darüber Luft gemacht, dass China ihrer Ansicht nach mit Cyber-Angriffen Spionage betreibe und einen Diebstahl gewerblich geschützter Informationen im industriellen Ausmaß unterstütze. Die Diplomaten und Militärs aus dem Reich der Mitte seien sich dagegen ihrer neuen Stellung im internationalen Machtgefüge bewusst gewesen und hätten sich "angriffslustig" gezeigt. Allgemein sei die Haltung der Teilnehmer aus China so zu beschreiben, dass sie sich über Jahrhunderte vom Westen gedemütigt fühlten. Sie seien der Ansicht, sich gegen einen US-Imperialismus zur Wehr setzen zu müssen. China rüstet Beobachtern zufolge seit Jahren verstärkt für den Cyberkrieg auf. Aber auch das US-Militär flirtet mit einem digitalen Erstschlag. Vor zwei Jahren unterstrich das CSIS, an dem mittlerweile auch der EU-Koordinator für Internetfreiheiten, Ex-Minister Karl-Theodor zu Guttenberg, beschäftigt ist, die Verwundbarkeit der USA durch Cyber-Angriffe. Man wisse, dass etwa China und Russland bereits ausspionierten, wie man das Stromnetz der USA lahmlegen könnte. Die USA und ihre Wirtschaft bluteten zudem durch ständige kleinere Cyber-Attacken regelrecht aus. Das Ausspähen wichtiger Informationen und Übergriffe Cyberkrimineller schädigten Unternehmen und die Regierung. (Stefan Krempl) / (ssu) 18. April 2012 17:48 Echelon Zak McKracken (608 Beiträge seit 06.12.04)
sollte auch noch erwähnt werden, in diesem Kontext.
Die, die sich da so über Industriespionage beschweren, haben sie jahrzehntelang selbst betrieben, und zwar bei ihren eigenen Verbündeten. Wenn Europa mit der gleichen Rethorik reagiert hätte wie die USA jetzt auf China, gäbe es heute die NATO nicht mehr.
... und ich bin mir nicht sicher, ob die USA ihre Spioniererei tatsächlich eingestellt haben.
Ansonsten ist das alles ein schönes Beispiel dafür, wie Staaten und Menschen sich an die Erwartungshaltung ihrer Gegner anpassen, indem sie alles tun, sie zu erfüllen. Krass eigentlich.
Aus: "USA und China spielen Cyberkrieg" (18.04.2012) Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/USA-und-China-spielen-Cyberkrieg-1542151.html
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