COMMUNICATIONS LASER #17
May 21, 2012, 06:19:43 PM *
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Author Topic: [Frischfleisch & Sexuelle Dienste inklusive... ]  (Read 5454 times)
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« Reply #15 on: January 04, 2009, 07:07:45 PM »

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[...] A new law has come into force in Norway making the purchase of sex illegal.

Norwegian citizens caught paying for prostitutes at home or abroad could face a hefty fine or a six-month prison sentence, authorities say.

The prison sentence could be extended to three years in cases of child prostitution. The Norwegian authorities say they want to stamp out sex tourism and street prostitution by targeting clients rather than prostitutes. "We think buying sex is unacceptable because it favours human trafficking and forced prostitution," deputy Justice Minister Astri Aas-Hansen was quoted as saying by the AFP news agency.

Wire-tapping

The tough new measures go further than similar ones introduced by other Nordic countries such as Sweden and Finland. Norwegian police have been authorised to use wire-tapping devices to gather evidence. There has already been a visible decrease in women working on the streets of central Oslo, local media report. Prostitutes will be offered access to free education and health treatment for those with alcohol or drugs problems. The government had already launched a publicity campaign before the law came into force. Critics of the new regulations say prostitution will simply be driven underground and will be more difficult to control.


From: "New Norway law bans buying of sex" (1 January 2009)
Quelle: http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/7806760.stm

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« Reply #16 on: February 10, 2009, 02:49:53 PM »

Quote
[...] Kristin Davis, Chefin eines Nobel-Bordells nahe der Wallstreet, veröffentlicht nächste Woche ein pikantes Buch. Ihre Kunden, Angestellte der bekanntesten US-Banken, zahlten nicht selten mit Firmenkreditkarten.

[...] Ihre Kundenliste, die sie vergangene Woche dem TV-Sender ABC zur Einsicht überliess, ist ein veritables Kompendium New Yorker Banker. Unter den Klienten ihres illegalen Anbahnungsgeschäfts mit dem sinnigen Namen «Carlyle Trust» an der Williams Street in Manhattan befanden sich unter anderem ein Managing Director der Deutschen Bank («er rief an, um Nataly wieder zu sehen») sowie Banker von Goldman Sachs, Lehman Brothers, Merrill Lynch und JPMorgan. Davis behauptet, die Freier hätten teils ihre Firmenkreditkarten zur Begleichung der Rechnungen benutzt. Top-Damen kosteten 2000 Dollar die Stunde, bis zu 200'000 Dollar die Woche brachte das Geschäft ein.

Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang die Frage, ob die Banken besser dastünden, wenn nicht die Freier, sondern ihre Damen die Geldgeschäfte betrieben hätten. So verweist der «New York Times»-Kolumnist Nicholas Kristof gleich auf drei Studien, denen zufolge zu viel Testosteron dem Geschäft abträglich ist. Im «Journal of Economic Theory» schreiben Lu Hong und Scott Page etwa, es gebe «eine klare Übereinstimmung, dass unterschiedlich zusammengesetzte Gruppen bessere Problemlösungen erzielen».

Mit anderen Worten: Wenn Frauen fehlen, drehen Männer durch. In einer weiteren Studie, im Vorjahr in den «Proceedings of the National Academy of Sciences» publiziert, wurde der Speichel von Aktienhändlern in den Morgenstunden untersucht. «Wir fanden heraus, dass der Testosteronspiegel am Morgen die Profitabilität des gesamten Tages bestimmt», schreiben die Autoren. Hoher Testosteronspiegel äusserte sich in einer erhöhten Risikobereitschaft – und mehr Profit. Rationale Entscheidungen aber könnten durchaus unter der erhöhten Risikobereitschaft leiden, warnt die Studie.

Ebenfalls beunruhigend ist ein 2008 publizierter Beitrag im angesehenen Wissenschaftsjournal «Evolution and Human Behaviour», wonach Männer besonders riskante Entscheidungen fällen, wenn sie unter finanziellem Druck stehen und dabei von anderen Männern aus der gleichen Schicht umgeben sind: Jeder Maker möchte das Alpha-Männchen sein. Zu viel Testosteron ist demnach eine tickende Zeitbombe, wenn es um Geld geht, und die Mega-Pleite des Bankensektors hätte sich womöglich vermeiden lassen, wenn mehr Frauen in führenden Positionen gewesen wären.


Aus: "Wallstreet-Banker zahlten im Puff bis zu 200'000 Dollar" Von Martin Kilian,Washington (09.02.2009)
Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/dossier/finanzkrise/WallstreetBanker-zahlten-im-Puff-bis-zu-200000-Dollar/story/27196209

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« Reply #17 on: May 07, 2009, 09:54:40 AM »

Quote
[...] Als 16-Jährige wurde Manuela in einem Leipziger Bordell gefangengehalten. Mehr als 15 Jahre später soll sie Licht in dunkle Affären bringen - denn ihre Geschichte ist in größere Zusammenhänge verstrickt.

[...] Während des Geschlechtsverkehrs, berichtet Manuela, habe sie im Stillen immer von 1 bis 17 gezählt. So viele Holzstreben hatte der dekorative Fächer, der an der Wand über dem Bett hing. Es war Manuelas Methode, sich über die Erlebnisse zu retten, die sie im Schlafzimmer der Leipziger Zwei-Raum-Wohnung erleiden musste. Wie viele Männer ihr dort zusetzten, weiß sie nicht mehr - doch an einige ihrer Gesichter meint sich Manuela noch zu erinnern.

Heute sitzt die mittlerweile 31-Jährige an dem langen, hölzernen Küchentisch eines hübsch restaurierten Weinbauernhäuschens in Westdeutschland. An den Wänden hängen Fotos mit strahlenden Kindergesichtern, auf der Anrichte steht ein aus Schiefer gemeißeltes Herz. Manuela, deren Namen wir aus Rücksicht auf ihre Familie geändert haben, ist mit einem Handwerker verheiratet und hat zwei Söhne.

Draußen vor der Küchentür streicht die Frühlingssonne über die ersten Knospen des Rosenbogens. Leipzig scheint weit weg zu sein, die Ereignisse liegen 15 Jahre zurück. Drinnen am Küchentisch aber sitzt zitternd eine hübsche junge Frau, während sie über jene Monate im Winter 1992/93 erzählt, als sie zusammen mit einer Handvoll anderer Mädchen in einem illegalen Bordell an der Merseburger Straße in Leipzig zur Prostitution gezwungen wurde: "Es war eine immer wiederkehrende Vergewaltigung", sagt sie.

Den Horrortrip aus ihrer Mädchenzeit hatte Manuela jahrelang gut abgekapselt hinter fröhlichen Gardinenstoffen und bunt verputzten Wänden. Jetzt ist plötzlich alles wieder gegenwärtig. Das hat mit den Skandalmeldungen über Leipziger Immobilien-Manager, Justizbedienstete und Polizeibeamte zu tun, die unter dem Stichwort "Sachsensumpf" bekannt wurden. Ausgelöst durch eine Datensammlung des sächsischen Verfassungsschutzes, werden im Freistaat seit einigen Monaten längst abgeschlossen geglaubte Ermittlungen wieder überprüft: Da geht es um fragwürdige Gerichtsurteile und mögliche Erpressbarkeiten unter Richtern und Staatsanwälten, um Unregelmäßigkeiten bei Leipziger Häusergeschäften und vielleicht auch um anstößige Sexgeschichten mit Minderjährigen.

Über das Ausmaß des Skandals ist ein unerbittlicher Streit in Sachsen ausgebrochen, nicht nur unter Politikern, Ermittlern und Justizangestellten, auch zwischen Journalisten. Während die einen alles für "heiße Luft" erklären, meinen andere, einen Abgrund an Fehlentwicklungen zu entdecken. Beteiligte überziehen sich gegenseitig mit Straf- und Verleumdungsanzeigen, Staatsbedienstete wurden vorübergehend vom Dienst suspendiert oder mit Disziplinarverfahren belegt.

Insgesamt mehr als 30 Ermittlungs- und Prüfverfahren hat die Staatsanwaltschaft schon eröffnet. Freilich ist auch sie nicht von Kritik verschont: Zeugen klagen über rüde Verhörmethoden, Anwälte werfen den Ermittlern vor, sie würden Willkür bei der Akteneinsicht walten lassen und manchen Beschuldigten großzügig Einblick gewähren, anderen hingegen weniger. "Das ist", sagt ein sächsischer Jurist "wie ein Stück aus dem Tollhaus."

Auch Manuela ist in den letzten Wochen zweimal schon stundenlang von den Staatsanwälten vernommen worden, stets ging es um die Frage, wer der Freier namens Ingo gewesen sein könnte: ein städtischer Immobilien-Manager in Leipzig, ein ehemaliger Richter am Landgericht der Messestadt oder vielleicht doch nur ein unbekannter Geschäftsmann aus Hamburg?

Wenn Manuela in ihrem Gedächtnis kramt, fallen ihr ein paar Details ein, die sie mit "Ingo" verbindet - zum Beispiel ein schwarzer Ledergürtel, "das Leder war wülstig wattiert mit auffälliger Silberschnalle". Auch eine Brille ist ihr gegenwärtig, "mit sehr feinem Rahmen, so etwas kannten wir damals im Osten nicht". Und sie meint auch einen markanten Herrenduft zu erinnern - "ich glaube, ich würde ihn am Geruch erkennen", behauptet Manuela.

Eine andere junge Frau, die in den letzten Wochen vernommen wurde, machte ähnlich belastende Aussagen. Doch wie verlässlich sind Erinnerungen? Kann das Gehirn nicht zuweilen der Psyche ein Schnippchen schlagen oder die Psyche dem Gehirn? Die Ereignisse in der Merseburger Straße haben tiefe Verletzungen bei Manuela hinterlassen. Zusammen mit einer Freundin landete sie im Herbst 1992 in dem Etablissement. Die beiden Leipziger Mädchen, 13 und 16 Jahre alt, waren aus Angst vor ihren Stiefvätern von zu Hause ausgerissen und hatten nach einer Schlafmöglichkeit gesucht.

Mit Alkohol oder K.-o.-Tropfen außer Gefecht gesetzt, strandeten sie nachts in der Merseburger Straße. Am Morgen versuchte Manuela die Wohnung zu verlassen, doch Micha, der Zuhälter, habe sie brutal geschlagen - und kurz darauf zum ersten Mal vergewaltigt, berichtet sie. Später sei sie immer mal wieder mit Schlagstock, Peitsche und Elektroschocks traktiert worden, nach einem vergeblichen Fluchtversuch habe der Zuhälter ihr ganze Haarbüschel ausgerissen. "Ich musste ihm sogar die Schuhe ablecken", erzählt Manuela.

Mittels Anzeigen in Bild wurden die Freier rekrutiert: "Jasmin, süßer Stundenservice", lautete der Hinweis auf die minderjährigen Mädchen. "Die Kundschaft war zum Teil sehr zahlungskräftig", gab der Zuhälter Micha später zu Protokoll. Auch die Mädchen erinnerten sich im Polizeiverhör an "Nadelstreifenhosen, Aktenkofferträger, Schlipstypen".

Der Zuhälter hatte vorgesorgt und einen Ordnungshüter in die Geschäfte mit einbezogen. Der führte dem Etablissement eine 15-jährige Ausreißerin zu, mit der er zuvor im Polizeigewahrsam intim geworden war. Raue Sitten, doch im Prozess, der im Januar 1994 stattfand, gab es milde Strafen: Der Polizist bekam eine Bewährungsstrafe, der Zuhälter erhielt vier Jahre, obwohl man ihm in einem Fall sogar Menschenhandel nachweisen konnte. Noch besser erging es den Freiern - sie wurden gar nicht erst ermittelt.

[...] Im Prozess über das Etablissement in der Merseburger Straße einigte sich der Richter 1994 mit den Vertretern von Anklage und Verteidigung auf ein mildes Strafmaß, weil er "den Kindern eine traumatisierende Befragung in Gegenwart des Täters ersparen" wollte, wie er heute erklärt. Mindestens zwei der Mädchen aber wurden doch eingehend befragt, eine davon war Manuela.

Auf dem Küchentisch malt sie jetzt eine neue Skizze. Da sitzt sie einsam auf dem Zeugenstuhl, gegenüber auf dem Richterpodium, wo der Vorsitzende seinen Platz hatte, zeichnet sie einen dicken blauen Kreis: "Da saß Ingo!" Sie sei völlig irritiert gewesen, als sie im Gerichtssaal ihren einstigen Peiniger wiedererkannt habe, erklärt Manuela. Der frühere Richter weist ihre Behauptungen entschieden zurück: "Ich bin niemals im Bordell Jasmin gewesen, weder privat noch beruflich."

Im Gerichtssaal war auch Manuelas späterer Ehemann zugegen gewesen. "Sie hat gezittert und geweint", erinnert er sich, "von dem Richter hat sie mir damals nichts gesagt". Erst 1999 will Manuela sich einem Psychologen offenbart haben, der sie wegen Essstörungen und anderer Probleme behandelte. Der Therapeut hat die Gespräche dokumentiert, mag sein, dass er das Rätsel lösen könnte. Doch die Staatsanwälte haben ihn nicht zur Vernehmung vorgeladen, sie wollen das Verfahren jetzt schnell beenden.

...

Quote

02.04.2008 14:51:05

trobare:

Tja, das hochgelobte "Elitedenken" und "Networking" macht's möglich.


Quote

02.04.2008 13:40:53

dietel40: Sumpf?

Das ist wohl nicht die richtige Bezeichnung. Der beschriebene Mann hat jetzt, also wenn der gemeint ist, die Vorwärtsverdeitigung gewählt. Er will über 200 000 € vom Staat!

Das passiert nur in einer Gesellschaft die den ganzen Sklavenhandel offiziell, vor allem für und durch diese kranke Sippe zuläßt. Beißende Verhöhnung des Grundgesetzes.

Das ganze Verfahren gehört in völlig neutrale Hände und alle die sich hier mehr oder wenig an der Vernichtung von Akten beteiligt haben, müssen sofort und ohne Entschädigung entlassen werden, inklusive Berufsverbot. Die Täter gehören lebenslang hinter Gitter ohne Wenn und Aber. Man bekommt das kalte Grauen wenn man den Artikel liest.


Quote

02.04.2008 11:11:08

Pepowski: Dunkelstes Mittelalter

Es läuft einem kalt den Rücken runter, wenn man sich vortstellt, dass der Täter in Robe vor einem sitzt. Ob dieser Fall aufgeklärt wird, daran werde ich die Rechtsstaatlichkeit in unerem Land messen.


Quote

02.04.2008 09:49:08

Legis:

Ich kenne einen Hauptkommissar aus Chemnitz. Dem erzählte ich letztes Jahr von dem Artikel der Süddeutschen Zeitung "Letzte Ausfahrt Stollberg!"

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/427/103324/

Wir hatten den Spiegel zur Hand, Ausgabe 20/14.5.07, Seite 56, "Sachsens Verfassungsschutz deckt Korruptionssumpf auf".

Er kannte beide Fälle und sagte: "Das ist noch lange nicht zu Ende. Was hier unter den Teppich gekehrt worden ist, ist eine Katastrophe! Selbst die Justiz und die Polizei hängt mit in diesem Sumpf - und die aus dem Westen nach der Wende zu uns kamen - sind die schlimmsten!"

Wenn ich mir jetzt den SZ-Artikel ansehe, hat er wohl recht!

Ich hoffe sehr, daß dieser Sumpf endlich aufgedeckt wird. Denn wie bekannt, hat sich der sächsische Innenminister und sächsische Ministerpräsident gegen diese Untersuchungskommission gewehrt! Beide keinen Untersuchungsausschuß zum Sachsensumpf und der Verwicklung des Verfassungsschutzes!

Tja, die Mafia.....





Aus: "Eingeholt vom alten Schrecken - Justiz-Affären in Sachsen"
Eine Reportage von Christiane Kohl (02.04.2008)
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/panorama/74/437818/text/

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« Reply #18 on: July 30, 2009, 09:05:29 AM »

Quote
[...] Letztes Jahr haben die Frauen die Organisation Femen gegründet. Die meisten Mitglieder sind Studentinnen, es gibt aber auch Schülerinnen und sogar ein paar Männer. Die Mission: Kampf gegen Sextourismus und Prostitution - und das mit krawalligen Aktionen. Verkleidet als Krankenschwestern und mit Spritzen im Gepäck zogen die Frauen zum Beispiel vor die türkische Botschaft. Anna Hutsol, Gründerin und Leiterin von Femen, sagt: "Das war symbolisch gemeint. Wir wollten die Sexsucht einiger Ausländer heilen." Denn die Ukraine habe sich zum Reiseziel für Sextouristen entwickelt - aus allen westlichen Ländern.

Nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums gibt es etwa 12.000 Prostituierte in der Ukraine. Jede Achte ist einer Umfrage des Kiewer Soziologischen Instituts zufolge Studentin oder Schülerin. In der Hauptstadt sei der Anteil noch höher, so Anna Hutsol: "Wir schätzen, dass 60 Prozent der Prostituierten in Kiew Studentinnen sind." Hohe Arbeitslosigkeit, niedrige Einkommen und Lebenshaltungskosten wie in Westeuropa trieben viele Studentinnen in die Prostitution. Laut offizieller Statistik lag das Durchschnittseinkommen 2008 in Kiew bei 300 Euro monatlich. Wegen der Wirtschaftskrise sind die Gehälter in diesem Jahr gesunken, Tausende haben ihren Job verloren. Dabei sind Lebensmittel oder Kleidung etwa so teuer wie in Deutschland. Die Inflation soll in diesem Jahr auf 20 Prozent galoppieren; gepfefferte Studiengebühren machen Studenten zusätzlich das Leben schwer.

Die schlechte Wirtschaftslage und lockere Einreisebestimmungen seien ein Nährboden für Sextourismus, sagt Femen-Sprecherin Tania Kozak. Zusammen mit dem Kiewer Soziologischen Institut hatte Femen eine Umfrage unter 1200 Studentinnen gestartet. 70 Prozent erklärten, schon einmal Sex-Angebote von Ausländern erhalten zu haben - in Discotheken, Bars oder einfach so auf der Straße.

[...] Mit einer Kampagne will Femen die Menschen sensibilisieren. So versammelten sich mit dem dem Slogan "Die Ukraine ist kein Bordell" Studentinnen auf dem Platz der Unabhängigkeit in Kiew, zogen sich aus und steckten sich Dollarscheine in den BH. Gründerin Anna Hutsol: "Würden wir in Schlabberlook rumlaufen, würde uns doch niemand wahrnehmen." Ein anderes Mal hatten sich die Studentinnen auf der Straße mit Schlamm beworfen, um gegen die "politische Schlammschlacht in unserem Land zu protestieren", so Hutsol. Wegen des Dauerzwistes zwischen Präsident Juschtschenko und Premier Timoschenko sei das Land wie gelähmt, viele Menschen seien politikverdrossen - "und wir wollen die Leute wachrütteln".

Femen sei keine feministische Organisation, betont Abiturientin Nastia: "Ich mag es, wenn mir ein Mann die Tür aufhält oder mich zum Essen einlädt." Studentin Alexandra wirft ein: "Trotzdem benehmen sich manche Männer wie Chauvinisten." Alexandra studiert an der Universität in Chmelnitsk Finanzmanagement. Im April hatte sie für landesweite Aufregung gesorgt, als sie dem Schriftsteller Oljes Buzina bei einer Buchvorstellung eine Sahnetorte ins Gesicht schleuderte. Viele Frauen waren zornig über Buzinas zuvor veröffentlichte Traktat mit dem Titel "Frauen zurück in den Harem". Seine sonderbaren Ansichten: Frauen gehörten an den Herd und hätten sich jederzeit für Sex bereit zu halten.

"Nach dem Tortenwurf wurde er gewalttätig, benahm sich wie ein Hooligan und sprühte den anwesenden Journalisten Reizgas in die Augen", erzählt Alexandra. Buzina kann die Empörung über sein Buch nicht verstehen. "Es wurde über 10.000 Mal verkauft. Frauen haben mich um Autogramme gebeten", schreibt er in seinem Blog. Für Alexandra hatte die Tortenattacke keine schlimmen Folgen. Auf dem Polizeirevier habe sie eine Strafe von 85 Griwna (ca. 8,50 Euro) zahlen müssen, damit sei die Sache erledigt gewesen. "Sogar die Polizisten hatten Verständnis mit mir."

Sprecherin Tania Kozak beschreibt Femen als politisch unabhängig. In einem Café in der Nähe des Unabhängigkeitsplatzes planen die Frauen Kampagnen, beschriften Plakate, entwerfen Flugblätter. Über soziale Netzwerke im Internet trommeln sie ihre Mitglieder zusammen und bringen das Geld für die Kampagnen aus eigener Tasche auf.

Unterstützung aus Deutschland erhielt Femen vor kurzem von Helmut Geier alias DJ Hell. "Ich bin durch einen Zeitungsartikel auf die Gruppe aufmerksam geworden", erzählt er. Auf eigene Kosten flog der Musiker in die Ukraine und inszenierte mit den Studentinnen eine Performance - mitten in der Innenstadt von Kiew. Modedesign-Studenten hatten aufwändige Kostüme entworfen, an denen symbolische Preisschilder hingen. Während die Musik von DJ Hell über die Straßen fegte, ließen sich die Studentinnen von Männern auf den Boden werfen. "Das sollte demonstrieren, welche Erniedrigung die Frauen durchmachen müssen", so der DJ.

Femen rechnet mit weiter wachsendem Sextourismus in die Ukraine. 2012 soll die Ukraine gemeinsam mit Polen die Fußball-Europameisterschaft ausrichten. Nicht alle Fans werden sich nur für Sport interessieren, ahnt Femen und will für die EM einen besonderen Aktionsplan entwickeln. Für Ausländer haben die Frauen noch einen Tipp parat: "Lassen Sie sich nicht mit Prostituierten ein. Besuchen Sie lieber das Museum unseres Nationaldichters Michail Bulgakov."

...


Aus: "UKRAINISCHE STUDENTINNEN - Mit Krawall gegen Sextourismus" (30.07.2009)
Quelle: http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,639108,00.html

-.-

http://www.myspace.com/femenukraine

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« Reply #19 on: December 02, 2009, 11:00:49 AM »

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[...] Wir haben kaum seriöse Sendungen über Sex im Fernsehen, wie sollen wir dann über Prostitution sprechen? Immerhin wagt Sandra Maischberger mit einer Sendung zum Thema "Sex als Ware: Sollen wir Prostitution verbieten?" einen Versuch.

Doch in dieser Fragestellung steckt im Kern schon das Problem - Maischberger greift das Thema ohne besonderen Anlass auf. Prostitution ist seit 2002 in der Bundesrepublik legal und nicht länger sittenwidrig. 2007 wurde das Gesetz umfangreich evaluiert und 2008 bestätigt. Huren können heute legal ihre Rechte einklagen, zum Beispiel ihr Honorar von einem Freier. Warum dieses Gesetz noch in Frage stellen? Man stelle sich eine Sendung zum Thema vor "Sollen wir die Menschenrechte lieber doch abschaffen?"

Immerhin kommt als erstes eine Prostituierte zu Wort, Laura, die erklärt, man dürfe sie auch Hure, aber auf keinen Falle Nutte nennen. Sie sei über ihre Tante, die Domina sei, zur Prostitution gekommen. Als Einzelhandelskauffrau hätte sie nie das Geld verdienen können, was sie in der Prostitution erwirtschaften konnte. Seit sechs Jahren lebt sie in einer festen Beziehung, seit drei Jahren hat sie einen Sohn. Weil sie für das Kind keinen Krippenplatz bekommen konnte, beschloss sie abends wieder anschaffen zu gehen.

Bei Anke Christiansen im Geizhaus, einem von Frauen geführten Bordell in Deutschland. Bei Christiansen arbeiten die Frauen selbstbestimmt, können Männer ablehnen und müssen keinen Alkohol oder andere Drogen konsumieren.

Da sitzen sie nun, bereit über alles zu reden und es kommt dennoch kein rechtes Gespräch zustande, denn mit im Studio sitzt Sabine Constabel, die erzählt, sie arbeite seit 18 Jahren mit Prostituierten zusammen. Offensichtlich ist sie nicht mal eine Sozialarbeiterin, sondern sitzt in irgendeinem kommunalen Gesundheitsamt. Sie vertritt die Meinung, Männer sollten Sex nicht käuflich erwerben dürfen und unterstellt jedem Freier eine menschenverachtende Einstellung.

Und dass obwohl Andreas Marquardt vor ihr sitzt, vormals bekannt als einer der brutalsten Zuhälter in Berlin-Neukölln. Er berichtet wie er sich labile Frauen ausguckte und sie sich gefügig machte. Nachdem er eine Prostituierte halb tot geschlagen hatte, ging er ins Gefängnis, wo er sich mit seiner Vergangenheit konfrontierte. Er musste mit seiner Mutter schlafen bis er 14 Jahre alt war, danach unterband sie seine Kontakte zu gleichaltrigen Mädchen, er wurde zum Frauenhasser und lernte Kampfsport.

So eine Biographie sitzt also vor ihrer Nase und für Constabel sind die Frauen immer noch die alleinigen Opfer. Hier wäre es hilfreich gewesen, Sandra Maischberger hätte vermittelt. Aber die interessierte nur der Aspekt der Frauenunterdrückung.

Dann kommt noch Manfred Paulus ins Spiel, der ehemalige Kriminalkommissar, der sagt, jede Prostituierte sei ein Opfer. Es ist ihm auch gleichgültig, dass die Prostituierte Laura und Frau Christiansen ihm da widersprechen. "Sie sind Ausnahmen", kanzelt er die beiden ab.

Ein konstruktives Gespräch ist das nicht gerade, dazu gehen auch zu viele Themen in dieser Sendung durcheinander. Paulus spricht ziemlich nebulös von Frauenhandel. Hilfsorganisationen schätzen diesen Schatten-Wirtschaftszweig weltweit als den drittgrößten nach Drogen- und Waffenhandel ein. Dann geht es um Prostituierten-Selbstbestimmung, wovon in Wirklichkeit niemand etwas wissen will. Jedenfalls werden die beiden Vertreterinnen wenig gefragt. Es geht um die Komplexe Missbrauch durch die Mutter und Gewalt im Milieu.

Das reicht für eine ganze Serie. Sie fehlt im deutschen Fernsehen, eine Serie, die jedem der Themen eine gut aufgearbeitete Sendung widmet. Damit wir mal weg kommen von dem miefigen Image von Sex und Prostitution.


Kommentare:

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1. Lächerlich!
Dieser Artikel ist schlichtweg lächerlich und wenig objektiv. Die Realität ist einfach die, dass eine Prostituierte wie Laura zu den Wenigen gehört, die selbstbestimmt und ohne Zwänge ihrem Beruf nachgehen können. Frau Constabel hat alltäglich mit Frauen zu tun, denen es eben nicht so geht. Desweiteren ist Frau Constabel Diplom-Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin beim Gesundheitsamt in Stuttgart, was über das Internet leicht zu recherchieren gewesen wäre.
Und Herrn Marquardt als Oper hinzustellen ist eine Frechheit. Auch andere haben sexuellen Missbrauch in ihrer Kindheit durchstehen müssen und wurden deswegen nicht zu brutalen Frauenhassern.
Man kann sich eine Welt mit lauter glücklichen Huren vorstellen - wahr ist es deshalb aber noch lange nicht!!
Dieser Artikel ist schlichtweg lächerlich und wenig objektiv. Die Realität ist einfach die, dass eine Prostituierte wie Laura zu den Wenigen gehört, die selbstbestimmt und ohne Zwänge ihrem Beruf nachgehen können. Frau Constabel hat alltäglich mit Frauen zu tun, denen es eben nicht so geht. Desweiteren ist Frau Constabel Diplom-Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin beim Gesundheitsamt in Stuttgart, was über das Internet leicht zu recherchieren gewesen wäre.
Und Herrn Marquardt als Oper hinzustellen ist eine Frechheit. Auch andere haben sexuellen Missbrauch in ihrer Kindheit durchstehen müssen und wurden deswegen nicht zu brutalen Frauenhassern.
Man kann sich eine Welt mit lauter glücklichen Huren vorstellen - wahr ist es deshalb aber noch lange nicht!!
Dieser Artikel ist schlichtweg lächerlich und wenig objektiv. Die Realität ist einfach die, dass eine Prostituierte wie Laura zu den Wenigen gehört, die selbstbestimmt und ohne Zwänge ihrem Beruf nachgehen können. Frau Constabel hat alltäglich mit Frauen zu tun, denen es eben nicht so geht. Desweiteren ist Frau Constabel Diplom-Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin beim Gesundheitsamt in Stuttgart, was über das Internet leicht zu recherchieren gewesen wäre.
Und Herrn Marquardt als Oper hinzustellen ist eine Frechheit. Auch andere haben sexuellen Missbrauch in ihrer Kindheit durchstehen müssen und wurden deswegen nicht zu brutalen Frauenhassern.
Man kann sich eine Welt mit lauter glücklichen Huren vorstellen - wahr ist es deshalb aber noch lange nicht!!

geschrieben von Stephanie C. am 02.12.2009 um 08:01 Uhr


Quote
2. Hauptsache
es gibt wieder mal was zum diskutieren in der "Live aus dem Schlachthof-BlaBla"-Nation. Das Thema wird schon seit Jahren immer wieder durchgekaut und nichts ändert sich daran.

Huren wird es immer geben, den einen geht es gut, den anderen schlecht, wie der restlichen Gesellschaft auch. Und da seit tausenden von Jahren niemand etwas gegen Zuhälter und den ganzen Sumpf, der da mit dran hängt, macht, wird es immer so schön weitergehen...
es gibt wieder mal was zum diskutieren in der "Live aus dem Schlachthof-BlaBla"-Nation. Das Thema wird schon seit Jahren immer wieder durchgekaut und nichts ändert sich daran.

geschrieben von mir fällt keiner mehr ein... am 02.12.2009 um 09:02 Uhr


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3. wo solls hingehen?
für mich ist es mittlerweile unerträglich, wer hier tag für tag irgendwas verbieten will... wie soll denn die welt von all diesen rauchfreien, alkoholfreien, fettfreien,bordellfreien und was-weiß-ich-für- lasterfreien gesundbetern irgendwann mal aussehen? wie disneyland? nein, danke! personen wie frau constabel, bätzing & co. empfehle ich dringend aufzuwachen!

geschrieben von Han C. am 02.12.2009 um 09:08 Uhr


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4. Ein erster Schritt

Dieses Thema in einem seriösen Rahmen ist wichtig, damit die Tabuisierung ein Ende hat. Die Serienidee -aber dann im öffentlich rechtlichen TV- finde ich gut.

geschrieben von Bea Rau, Hessen am 02.12.2009 um 09:09 Uhr


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5. distanzlos

Schöne Grüße, Natalie Soondrum

@1. Ja, in der Tat ist Frau Constabel Sozialpädagogin. Erstaunlich war aber wie diastanzlos und unprofessionell sie sich zu dem Phänomen Prostitution geäußert hat. Die Frage ist, ob sie ihren Klientinnen wirklich eine professionelle Hilfe sein kann, wenn sie so eine einseitige fast klischeehafte Einstellung gegenüber der Prostitution hat.
Als ob Gewalt gegen Frauen und Alkoholismus nur in diesem Milieu vorkommen!
Und als ob man leugnen könnte, dass Freier und Zuhälter auch eine Geschichte mit sich herumtragen, die es wert wäre einmal anzuschauen!

Schöne Grüße, Natalie Soondrum

geschrieben von Natalie Soondrum am 02.12.2009 um 09:56 Uhr



Aus: "Huren und Opfer" Von Natalie Soondrum (02.12.2009)
Quelle: http://www.fr-online.de/top_news/2116449_TV-Kritik-Maischberger-Huren-und-Opfer.html

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« Reply #20 on: April 05, 2011, 01:41:22 PM »

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[...] Je höher der Status eines Mannes, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass er sich in der Wahl der Gefährtin irgendwann um ein paar Jahrzehnte verjüngt. ... noch jünger, noch schlanker, noch längere Beine.

Zwar würden die wenigsten so weit gehen wie Berlusconi und sich Minderjährige ins Bett legen, aber das mag nur daran liegen, dass das bei uns, anders als in Italien, doch zu Ächtung führen würde. Aber der Trend geht klar zur Jung-Frau und das eben nicht mehr im Verborgenen wie in den Jahrtausenden zuvor.

Die Frage ist: Warum machen attraktive Frauen das mit? Warum kann jemand wie Silvio Berlusconi landen? Nicht bei einer, sondern bei vielen Dutzend? Warum finden sich lauter Freiwillige, die ihm über die transplantierten Haare streichen, die gelifteten Wangen tätscheln, seinen Altmänner-Atem ertragen. Und ihn dabei, so vermute ich mal, beglückt ansehen. Als könnten sie sich nichts Schöneres vorstellen.

Die Antwort ist sehr einfach: weil der Nutzen größer ist als der Ekel. Weil es ganz unbestreitbar der einfachste Weg ist ans Licht. Der einfachste Weg, zu Wohlstand und Einfluss zu kommen, auf die Yacht, den roten Teppich, in die bunten Blätter. Ohne sich in Hörsälen und Prüfungen abzumühen, ohne je ein graues Büro betreten zu müssen. Es ist die Überlistung des Leistungsprinzips im knappen Rock. Es funktioniert so lange, bis die Nachfolgerin vor der Tür steht. Dann ist er schnell weg, der geliehene Glanz. Doch diese Erkenntnis kommt später.

...

Quote


Quote
air plane, 05.04.2011

... der ganze artikel hat eher schülerzeitung-niveau.
was für "sensationelle" erkenntnisse uns die autorin da anbietet!
frauen fühlen sich also von männern mit macht angezogen!
nee, sowatt!
lieschen müller entdeckt die welt!




Quote
Wattläufer, 05.04.2011

Jung - alt

Das sind Binsenweisheiten.
Es geht den Frauen in erster Linie ums Geld und um die Sicherheit.
Es gibt ältere Männer, die sind trotz Falten und Bierbauch attraktiv und es gibt ältere Frauen, die haben soviel Sex, denen können jüngere Damen nicht mal ansatzweise das Wasser reichen.
Es gibt aber auch jüngere Männer, die sind total langweilig für Frauen und es gibt jüngere Frauen, die beschließen ein Baby zu bekommen und danach dick zu bleiben.


http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=32928


Aus: "Prinzip Geronto-Lover" Von Steffi Kammerer (05.04.2011)
Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,754941,00.html

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« Reply #21 on: May 19, 2011, 11:00:08 AM »

Quote
[...] „Die Rechnung ist in voller Höhe als Betriebsausgabe behandelt worden“, sagte ein Ergo-Sprecher. „Nach unseren bisherigen Prüfungen war das steuerrechtlich in Ordnung. Wir prüfen jedoch weiter, ob man eine andere Beurteilung vornehmen kann und wie wir die Angelegenheit bereinigen können.“ Bei der Veranstaltung für etwa 70 Versicherungsvertreter waren mindestens 20 Prostituierte anwesend, die den Gästen für sexuelle Kontakte zur Verfügung standen.

Auch wenn Exzesse wie in Budapest die Ausnahme sind, so ist es in deutschen Unternehmen durchaus üblich, Bordellbesuche über Firmenspesen abzurechnen. Das bestätigen sowohl zwei Konzernmanager als auch ein Mitarbeiter einer Eventagentur.

...


Aus: "Sex-Partys gehen auf Kosten der Steuerzahler" Autor: J. Eigendorf, P. Hedemann, S. Jost, L. Wiegelmann| (05/2011)
Quelle: http://www.welt.de/wirtschaft/article13400249/Sex-Partys-gehen-auf-Kosten-der-Steuerzahler.html

-.-

Quote
[...] Die im Ergo-Versicherungskonzern aufgegangene Hamburg-Mannheimer-Versicherung hat für ihre besten 100 Vertreter einem Zeitungsbericht zufolge eine rauschende Sex-Party in Budapest organisiert.

Am 5. Juni 2007 mietete die Versicherung die traditionsreiche Gellert-Therme und verwandelte die historische Anlage in ein Freiluftbordell, wie das Handelsblatt unter Berufung auf mehrere Teilnehmer berichtete.

"Am Eingang wurden ich und die anderen Teilnehmer durchsucht, wie bei einer Sicherheitskontrolle am Flughafen", versicherte einer der Gäste an Eides statt dem Handelsblatt. Es sei "bei Strafe verboten, Fotos oder Filme von der Veranstaltung zu machen".

Dann, so heißt es in der eidesstattlichen Versicherung eines anderen Teilnehmers, "kamen die Damen und zeigten uns, was sie hatten. Allen Beteiligten war klar, dass es sich um Nutten handelte."

Eine Ergo-Sprecherin bestätigte dem Wirtschafts- und Finanzblatt, dass es die Sex-Party gegeben hat. "Es ist richtig, dass es im Juni 2007 eine Incentive-Reise nach Budapest gegeben hat", sagte Alexandra Klemme, Leiterin Media Relations der Ergo-Versicherungsgruppe.

"Unsere Recherchen haben ergeben, dass bei einer Abendveranstaltung im Rahmen dieser Reise zirka 20 Prostituierte anwesend waren." Zu den Details der Reise machte die Sprecherin keine Angaben.

Nach Schilderungen von Teilnehmern hatte die Hamburg Mannheimer jedoch alles bestens organisiert. "Die Damen trugen rote und gelbe Bändchen", berichtete ein Gast in seiner eidesstattlichen Versicherung. "Die einen waren als Hostessen anwesend, die anderen würden sämtliche Wünsche erfüllen. Es gab auch Damen mit weißen Bändchen. Die waren aber reserviert für die Vorstände und die allerbesten Vertriebler."

Nicht äußern wollte sich die Versicherung auch zu laut Bericht rechts und links von den Quellen aufgestellten Himmelbetten, die dem Handelsblatt zufolge mit Tüchern verhängt waren. "Jeder konnte mit einer der Damen auf eines der Betten gehen und tun was er wollte", erklärte ein Teilnehmer demnach.

"Die Damen wurden nach jedem solcher Treffen mit einem Stempel auf ihrem Unterarm abgestempelt. So wurde festgehalten, welche Dame wie oft frequentiert wurde."

Heute bedauert die Ergo nach eigenen Angaben den Vorfall, der "einen gravierenden Verstoß gegen geltende Richtlinien des Unternehmens" darstelle und nicht toleriert werde. "Die verantwortliche Führungskraft und das verantwortliche Vorstandsmitglied sind für uns nicht mehr tätig", heißt es in einer Ergo-Stellungnahme. Teilnehmer allerdings berichteten, dass viele der damals anwesenden Generalrepräsentanten und Führungskräfte noch heute für das Unternehmen tätig seien.


Aus: "Die besten Damen für die Vorstände" (19.05.2011)
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/geld/x-ddam-offenbar-sex-skandal-bei-der-ergo-versicherung-laut-zeitungsbericht-rauschende-party-mit-prostituierten-in-budapest-sprecherin-bestaetigt-incentive-1.1099260

« Last Edit: May 29, 2011, 11:09:24 AM by Textaris(txt*bot) » Logged
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« Reply #22 on: August 30, 2011, 01:37:57 PM »

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[...] Bonn - In das intime Zweier-Verhältnis zwischen Freier und Frau mischt sich jetzt noch ein Dritter: In Bonn will auch die Stadt am horizontalen Gewerbe verdienen. Auf dem Straßenstrich müssen die Damen ab sofort vor Geschäftsbeginn täglich ein Ticket lösen. Mit den sechs Euro ist die Steuerlast pauschal abgegolten - eine Art Flat-Tax, wie sie Steuerexperten seit langem für alle Branchen fordern.

Die Summe wird unabhängig von der Zahl der Kunden fällig und soll der Bonner Stadtkasse jährlich 300.000 Euro bringen.

Der Zahl-Apparat für die Damen des Gewerbes ist ein umgerüsteter Parkscheinautomat, auf dem "Steuerticket-Automat" steht. Auf einem Display heißt es: "Die Nacht 6,00 Euro". Und wie beim Parkschein ist auch auf ihm eine Betriebszeit angeschlagen: Montag bis Sonntag 20.15 Uhr bis 6.00 Uhr.

Mit dem Apparat ist Bonn als Sexsteuer-Automaten-Aufsteller bundesweit ein Vorreiter. Es gehe, heißt es aus dem Rathaus, auch um Steuergerechtigkeit. Prostituierte in festen Etablissements, wie Bordellen, Eros-Centern oder Saunaclubs, seien auch steuerpflichtig.

Kontrolleure des städtischen Steueramts sollen nun die Einhaltung der Ticketpflicht überprüfen. Wer kein Ticket vorweisen kann, dem droht zunächst eine Verwarnung, der Bußgeldzahlungen und Platzverweise folgen könnten.

jbr/dpa


Aus: "Prostituierten-Steuer in Bonn - Zahlungsverkehr auf dem Straßenstrich" (29.08.2011)
Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,783213,00.html

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« Reply #23 on: December 12, 2011, 12:56:57 PM »

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[...] Nur die Besten durften mit. "Die Incentive-Reise nach Rio de Janeiro war eine Ehrung für besonders verdiente Vertriebsmitarbeiterinnen und Vertriebsmitarbeiter, die sich gleichzeitig in mehreren Vertriebsdisziplinen ausgezeichnet hatten", schreibt die Wüstenrot in ihrer Stellungnahme, die sie am Montagmorgen verschickt. Den Brief an die Öffentlichkeit hält die Bausparkasse für nötig, weil unangenehme Details über die Firmenreise bekannt wurden, die 2010 stattfand: Ihre freien Vertreter sollen nicht nur den Zuckerhut und das berühmte Maracana-Fußballstadion besichtigt haben, sondern auch einen Nachtclub, in dem Prostituierte auf Freier warten.

Kundschaft sollen die Damen einem Bericht des Handelsblatts zufolge auch in den Reihen der Wüstenrot-Vertreter gefunden haben. Im April vergangenen Jahres besuchten demnach zwischen 14 und 20 freie Handelsvertreter das Lokal "Barbarella". Mindestens drei Außendienstler, darunter auch Führungskräfte, hätten sich Prostituierte mit aufs Zimmer genommen. Auf den Hotelfluren habe "munteres Treiben" geherrscht, berichtete ein Reiseteilnehmer der Zeitung.

"Die Bustüren gingen auf und etwa die halbe Gruppe stieg aus, inklusive Führungskraft", wird ein anderer Teilnehmer zitiert. "Ich habe nur gedacht: Das kann ja wohl nicht sein, dass uns die Wüstenrot hier zum Puff kutschiert."

Illegal ist das nicht, es verstößt aber gegen den Verhaltenskodex der Wüstenrot. Dort heißt es, Mitarbeiter sollten Situationen vermeiden, in denen "persönliche Interessen und Aktivitäten außerhalb der geschäftlichen Tätigkeit negative Rückschlüsse auf Wüstenrot oder andere Konzerngesellschaften bieten". Mitarbeiter sollen auch versucht haben, die Vorgänge in Rio vor der inneren Revision zu verschleiern. Die Reise soll mehr als 200.000 Euro gekostet haben.

Das Unternehmen beteuert, dass der Abschluss des Abends im Bordell weder offiziell noch inoffiziell ein Teil des Reiseprogramms gewesen sei.

Veranstaltet wurde die Reise laut Unternehmen von der Leitung der Direktion Baden-Württemberg der Wüstenrot Bausparkasse AG und einer externen Dienstleistungs-Agentur. Insgesamt hätten etwa 50 Mitarbeiter teilgenommen.

Der Wüstenrot droht ein Image-Debakel, das an den Fall der Ergo-Versicherung erinnert. Die war im Frühjahr in die Schlagzeilen geraten, weil sich Vertreter des Unternehmens 2007 in einem Bad in Budapest mit Prostituierten vergnügt hatten.

Wüstenrot teilte mit, man unterstütze, organisiere oder finanziere keine Aktivitäten, die gegen den Kodex verstoßen. Die Vorfälle in Rio prüft das Unternehmen nach eigenen Angaben "intensiv". Wegen "eindeutiger Ausschweifungen während einer Dienstreise" würden Mitarbeiter diszipliniert werden. Möglicherweise werde es sogar "personelle Konsequenzen" geben.

Einen ersten Schritt hat das Unternehmen bereits angekündigt: Ab 2012 komme nur noch Deutschland als Ziel für Incentive-Reisen in Frage.


Aus: ""Kann ja nicht sein, dass uns die Wüstenrot hier zum Puff kutschiert"" (12.12.2011)
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/vertreter-der-bausparkasse-besuchten-brasilianischen-nachtclub-kann-ja-nicht-sein-dass-uns-die-wuestenrot-hier-zum-puff-kutschiert-1.1232258

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« Reply #24 on: March 29, 2012, 08:37:14 AM »

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[...] In einem ausführlichen SMS-Austausch mit einem Unternehmer hat der frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn Teilnehmerinnen der Sex-Partys, die ihm derzeit juristische Probleme bereiten, als "Material" bezeichnet. Das meldet die französische Zeitung "Le Monde". Der Empfänger der SMS soll die Sex-Partys mitorganisiert und mitfinanziert haben.

Der einstige Hoffnungsträger der französischen Sozialisten räumte dem Bericht zufolge Ende Februar im Polizeigewahrsam ein, dass diese Wortwahl "ungehörig und unangemessen" gewesen sei. Strauss-Kahn fügte demnach zu seiner Entschuldigung hinzu, in einer SMS sei es eben praktischer, nur "ein Wort zu verwenden statt einer Liste von Vornamen". DSK, wie er in Frankreich genannt wird, will nun Anzeige wegen der Veröffentlichung von Informationen aus einem Verhörprotokoll erstatten.

Strauss-Kahn widersprach laut "Le Monde" den Aussagen eines Callgirls, wonach sie bei einem der Abende im Dezember 2010 in Washington gegen ihren Willen zu Sex-Praktiken gezwungen worden sei. Es habe "nie Verkehr unter Zwang" gegeben, versicherte der frühere IWF-Chef demnach. Strauss-Kahn sprach dem Bericht zufolge von "Lüge" und "Fehler". Die Frau, die sich belgischen Ermittlern gegenüber geäußert hatte, erstattete nie Anzeige. Auch eine weitere Frau beschrieb laut "Le Monde" gewalttätige und "bestialische" Praktiken bei den Partys.

Die Staatsanwaltschaft im nordfranzösischen Lille wirft Strauss-Kahn "organisierte Zuhälterei" vor und eröffnete deshalb am Montagabend ein Ermittlungsverfahren. Strauss-Kahn hat lediglich zugegeben, an einer Reihe von Sex-Partys in Paris, Brüssel und Washington teilgenommen zu haben.

Strauss-Kahn blieb im Polizeiverhör laut Tageszeitung "Le Monde" bei seiner Verteidigungsstrategie, derzufolge er nicht wusste, dass die Teilnehmerinnen bei den Sex-Partys Prostituierte waren: "Was mich betrifft, ich frage die Leute nicht über ihr Privatleben aus." Er sei bei den Partys "naiv" gewesen, zitierte die Zeitung aus den Verhörprotokollen.

Wegen "offensichtlicher Verletzung seiner Rechte" will Strauss-Kahn nun Anzeige erstatten, wie seine Anwälte ankündigten. "Le Monde" habe nur bruchstückhaft aus den Verhörprotokollen zitiert. Es müsse herausgefunden werden, wie diese Informationen durchsickern konnten.


Aus: "Frauen für DSK nur "Material"" (28. März 2012)
Quelle: http://www.n-tv.de/panorama/Frauen-fuer-DSK-nur-Material-article5893581.html

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« Reply #25 on: April 18, 2012, 09:39:53 AM »

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[...] Collins sagte, es seien 20 oder 21 Frauen nachts von den amerikanischen Männern mit auf das Hotelzimmer genommen worden.

Neben den elf Agenten des Secret Service sind offenbar bis zu neun Angehörige des Militärs anwesend gewesen. Das geht aus einer vorläufigen Untersuchung des Verteidigungsministeriums hervor, berichtet die "Washington Post". Dabei seien Aufzeichnungen der Hotelkameras ausgewertet worden. Zuvor war man von fünf Angehörigen des US-Militärs ausgegangen.

...

fab/Reuters


Aus: "Obamas Agenten ließen sich 20 Frauen kommen" (17.04.2012)
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,828176,00.html


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« Reply #26 on: May 01, 2012, 09:15:29 AM »

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[...] Sugar Daddys werden Männer genannt, die eine sexuell geprägte längerfristige Beziehung zu jüngeren Frauen suchen. Diese wiederum erhalten Gegenleistungen. Geld. Miete. Geschenke. Manche sogar ihre Rente. "Es gibt auch viele junge Frauen, die sich mit einem Sugar Daddy ihr Studium finanzieren", sagt Croydon. Ist das nicht schon Prostitution? Croydon sagt: "Jede Beziehung ist eine Form von Prostitution."

... Croydon sagt, das Geld habe sie fasziniert, und ältere Männer mochte sie schon immer. Mit 18 Jahren hatte sie ihren ersten Freund - er war 33. Es war ein Cocktail aus Spaß und Sex und Glamour.

... Drei Jahre lang datete Helen Croydon über die Internetseite reiche Männer. Es waren meist Privatbanker, einmal traf sie sogar einen Multimillionär. Viele waren zum Arbeiten in London und kamen von überall aus der Welt. Wenn sie nicht arbeiteten, dann trafen sie sich abends mit Frauen wie Helen Croydon. Sie saß mit ihnen in den Lobbys Londoner Fünfsternehotels wie dem May Fair. Sie traf sich mit ihnen in Bars, die sie sich nie selbst hätte leisten können, oder in der fünften Etage des Luxuskaufhauses Harvey Nichols, wo man den Mojito mit Champagner trinkt. Sie hätte sich in dieser Zeit "wie ein Kind im Süßwarenladen gefühlt". Die Männer waren meist Berater, Manager, Geschäftsleute, so Mitte bis Ende fünfzig, wenn es ging, traf sie keine, die verheiratet waren, aber es ging nicht immer. Sie machte mit ihnen Reisen nach New York oder Malaysia. Sie hörte sich die Geschichten ihrer Scheidungen an, mit vielen hatte sie Sex, meistens in den Kingsize-Betten ihrer Hotels. Morgens brachte der Roomservice Champagner zum Frühstück. Die Männer standen auf und gingen ins Büro. Sie sagt, es habe ihr damals großen Spaß gemacht.

Golddigger, Prostituierte, Escort-Frauen, Callgirls, worin unterscheiden sie sich? Alles wird so unscharf wie die Konturen des Rummelplatzes bei einer Karussellfahrt. Sehnsüchte, Bedürfnisse, Gefühle, Berechnung. Wer will Sex, wer Liebe, wer Geld, wie viel und wann, für was? Für Außenstehende scheint es kompliziert, aber die Mitglieder der Systeme behalten den Durchblick, weil sie eigene Regeln haben.

Wer auf der Sugardaddy-Website eine Frau sucht, will keine Prostituierte finden, die gibt es schneller und billiger unter anderen Adressen. "Pro" dient als Codewort für Prostituierte. So warnen sich Mitglieder gegenseitig mit "Attention, this is a Pro". Eine Pro will niemand, eine Pro ist abgefuckt. Eine Pro fliegt aus der Datenbank, wenn sie auffliegt. Helen Croydon sagt, dass Business-Männer "Privatfrauen" bevorzugen. Die sind exklusiver.

... Durch das Geld der Männer konnte Croydon weniger arbeiten, sie schrieb in der Zeit ein Buch über ihre Erfahrungen. Es heißt "Sugar Daddy Diaries". Das Leben von Helen Croydon hatte sich verändert, aber die Treffen mit den Männern veränderten auch Helen Croydon selbst. Sie sagt, sie kannte irgendwann das Spiel: Anfrage, annehmen, verabreden, aufdonnern, annähern, aushandeln.

Sie hatte in den Jahren mehrere hundert Männer gedatet, die Gespräche wiederholten sich. Die Treffen bekamen eine Systematik. Es waren Männer mit ähnlichem Lebenslauf, ähnlichen Anliegen, nur statt Peter kam halt Paul. Sie war vor den Treffen nicht mehr aufgeregt. Sie war routiniert und kannte den Wert ihrer Brüste, Beine, Augen. Sie war zur Ware geworden.

Irgendwann, so sagt es Croydon, interessierte sie wirklich nur noch das Geld, nicht mehr ihr Gegenüber. Sie fühlte sich jetzt nicht mehr wie im Süßigkeitenladen, sondern eher wieder wie im Steuerbüro. Sie stellte die Datings ein. Sie hatte das Gefühl, alles erlebt zu haben. Sie kannte nun die Welt, deren Reiz vorher vor allem darin lag, dass nur wenige Zugang haben. Sie hatte zwar eintreten dürfen, war aber trotzdem ein Gast geblieben.

... Wenn man Helen Croydon fragt, ob sie ihrer Freundin empfehlen würde, sich auf sugardaddie.com anzumelden oder gezielt einen reichen Business-Mann zu daten, dann sagt sie lange nichts. Und dann: "Why not? It's fun!"

Zum Abschied sagt sie noch, dass sie bald ein Buch über das Ende der Monogamie schreiben möchte. Das klassische Modell von Liebe sei überholt. Sie wolle nicht heiraten. Sie wolle auch keine Kinder. Sie sagt das sehr fröhlich, es klingt sehr traurig.

...

Quote
Trend zum Ding
favela lynch gestern, 16:32 Uhr

... Interessant ist dieser Trend zum Ding. Denn er macht das Verkaufen erträglich.

http://forum.spiegel.de/f22/golddigger-london-suche-prada-biete-sex-59980.html#post10107322



Aus: "Golddigger in London - Suche Prada, biete Sex" Von Nora Gantenbrink (30.04.2012)
Quelle: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,828756,00.html

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« Reply #27 on: Today at 10:02:45 AM »

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[...] Ich habe zum Beispiel Paare aus Sugarmammas – so werden die weißen Sextouristinnen genannt – und Schwarzen kennengelernt und dabei gesehen, dass die weiße Frau den schwarzen Mann immer wie ein kleines Kind bevormundet. Dauernd sagt sie: "So musst du das machen." Und: "So ist's schon besser." Diese Erfahrung ist später eingeflossen in die Bettszene, in der Teresa Munga erklärt, wie er sie anfassen soll.

...


Aus: ""Auch Geld ist ein Stimulans"" Von Wenke Husmann (20.05.2012)
Quelle: http://www.zeit.de/kultur/film/2012-05/cannes-seidl-sextourismus

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