[...] Schließlich scheuen Marktforscher keinen Aufwand, um zu erfahren, was den
Kunden wirklich treibt. Trendscouts streifen durch Diskotheken und Einkaufsviertel, Forscher sortieren die
Bevölkerung nach Alter, Geschlecht und Einkommen, teilen sie in Fokusgruppen auf und fahnden in
Umfragen nach ihren Wünschen. Doch obwohl allein in Deutschland rund 11000 angestellte Marktforscher
ihrem Gewerbe nachgehen, gilt noch immer das Diktum des Verkaufskönigs John Wanamaker, der im 19.
Jahrhundert erkannte, dass die Hälfte seines Werbebudgets falsch ausgegeben werde er wisse nur nicht
welche.
Aus: "Der Markt der Neuronen: Hirnforscher werden zu Werbefachleuten. Sie wollen enthüllen, was Käufer zum Konsum treibt" Von Ulrich Schnabel (DIE ZEIT 13.11.2003 Nr.47)
Quelle:
http://hermes.zeit.de/pdf/archiv/2003/47/Neuromarketing.pdf-.-
[...] Das international tätige Future Institute mit Deutschlandsitz in Berlin beschäftigt sich mit wirtschaftlichen Zukunftsszenarien. 1920 gegründet ist es heute weltweit führend in der Zukunfts- und Trendforschung. Seit 2000 bildet die "Trendscout-Academy & Future-University" die Talente von morgen in Studiengängen zu Trendscouts und Futuristen heran. Das Future Institut hat gerade den Trendreport 2007 auf den Markt gebracht. Die Studie zeigt Trends in Vertrieb und Marketing auf und gibt Unternehmen Checklisten an die Hand, mit deren Hilfe sie überprüfen können, welche Trends für ihr Unternehmen geeignet sind und inwieweit diese schon umgesetzt wurden. Die Liste ist aufgeteilt nach Ländern, Zielgruppen, Branchen und weiteren Faktoren.
Aus: "Titelstory: Kunden mit neuen Ideen ködern - Querdenken im Geschäft" von Steffanie Gohr (04.04.2007)
Quelle:
http://www.callcenterprofi.de/index.php?do=show&id=4216&alloc=198&site=cc-.-
[...] Der neunte Trendtag, der vergangene Woche in Hamburg stattfand, las die Zeichen der Zeit ebenso und versammelte sich unter dem Motto Konsumenten-Demokratie. Die neue Wertschöpfung der Mediengesellschaft. Hatte es noch auf dem vorletzten Trendtag geheißen, „Das Marketing muss Strategien finden, um die Freiheit der Kunden auf hohem Niveau weiterzuentwickeln“, so scheint das jetzt gelungen zu sein. Der Konsument wird endgültig als die letzte verantwortliche Instanz in dieser Gesellschaft, ja Welt erkannt, nach dem Verfall der Autorität der Kirche, des Nationalstaates und der großen Konzerne – wir berufen uns hierbei auf den Keynote-Speaker des Trendtages Kjell A. Nordström und bauen darauf, dass er im Ranking der „50 führenden Denker“ weltweit Platz 17 innehat.
Aus: "Mehr ist weniger" Denken am Gefrierpunkt: Auf dem Hamburger Trendtag bejubeln Marketing-Philosophen die künftige Konsumentendemokratie Von Wolfgang Kemp (DIE ZEIT 19.05.2004 Nr.22)
Quelle:
http://www.zeit.de/2004/22/Trendtag?page=1-.-
[...] Trendscouts sagen, dass im heutigen Leben zu viele Dinge der ständigen Bewegung unterliegen. Im Zeitalter von Lebensabschnitts-Begleitern, Lebensabschnitts-Jobs und Lebensabschnitts-Hobbys gönnt uns Retro die dringend benötigte Verschnaufpausen. Das Wiederaufleben alt bekannter Stile ist so vor allem der Sehnsucht nach Sicherheit (Cocooning) und Beständigkeit zu verdanken. Retro erinnert uns an eine Zeit, in der die Welt noch überschaubar war. Doch die Zeiträume zwischen Original und Retro werden immer kürzer. Was bislang nur die Teenies von heute leben, wird auch bald wieder Einzug in die Wohnzimmer halten: der 80er-Kult. Schwarz und Chrom und die zackigen Formen des Memphis-Stils erleben langsam, aber sicher ihr Comeback.
Aus: "Wo ist Mamas Tütenlampe?" (Vorwerk > Pressearchiv: 27. Oktober 2003)
Quelle:
http://www.vorwerk-teppich.de/sc/vorwerk/template/f87c62c0f2.html-.-
[...] Der smarte 36-Jährige mit der schwarzen Kastenbrille ist Geschäftsführer des Bereichs Kreation bei der Werbeagentur Jung von Matt. Der Firmensitz im hippen Hamburger Karolinenviertel erinnert an die Glanzjahre der New Economy: Lofts im coolen Industrielook mit gläsernen Büros, in denen junge Menschen in Jeans und adidas-Turnschuhen an Ideen basteln. „Die Devise für eine erfolgreiche Kampagne lautete immer: Sprich die 14- bis 29-Jährigen an, dann hast du alle“, erläutert Kreativmann Voss. Senioren traten in der vom Jugendkult beherrschten Werbewelt nur als Metapher für Gebrechen auf. Das hat sich geändert. Selbst Voss weiß inzwischen, dass die Alten in unserer Gesellschaft zahlenmäßig Oberwasser gewinnen; dass allein die Generation 60 plus über ein Vermögen von rund 1,5 Billionen Euro und eine jährliche Kaufkraft von 90 Milliarden Euro verfügen; und dass sie keineswegs vorhaben, das Geld bis an ihr Lebensende unter der Matratze zu horten.
Aus: "Miss Marple auf Trendjagd" - Mit Schirmmütze, Charme und Hörgerät: Senioren ermitteln für Konsumforscher, wie ihre Generation tickt - Von Mischa Täubner (DIE ZEIT 07.04.2004 Nr.16)
Quelle:
http://www.zeit.de/2004/16/Trendscouts