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« on: February 20, 2007, 11:05:11 AM » |
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[...] Eine Person, ein Tier oder eine Sache gilt als verwahrlost, wenn es die Erwartungen, die die Gesellschaft an ihn oder es stellt, nicht oder nicht mehr erfüllt.
Die Auslegung ist dabei sehr subjektiv, kann aber auch sehr eng gefasst werden. Der Begriff ist soziologisch, zunehmend auch ökonomisch determiniert.
Verwahrloste Menschen verhalten sich nicht normgerecht, wirken, als hätten sie keine Kontrolle mehr über sich, halten die Gesetze nicht ein oder missachten Staatsbürgerpflichten. So gelten in einigen Ländern Nicht-Wähler schon als verwahrlost. In Deutschland galten bis in die 70er Jahre Jugendliche mit langem Haarschnitt bereits als verwahrlost. Nach der derzeitigen Bundesstatistik gelten Obdachlose, Langzeitarbeitslose, Personen ohne Ausbildung oder Bettler als verwahrlost, wenn mindestens eine zusätzliche Bedingung hinzutritt, wie Alkoholabhängigkeit oder Zugehörigkeit zu bestimmten Volksgruppen oder Religionen oder Strafauffälligkeit. In einigen US-Bundesstaaten, z.B. in Florida, gelten Straftäter ohne zusätzliche Bedingung als verwahrlost und verlieren damit ihre Staatsbürgerrechte.
[...] In der Psychologie und Psychiatrie wird der Verwahrlosungs-Begriff enger gefasst. Verwahrlosung ist dort nicht jede, sondern nur generalisierte und persistente Dissozialität (allgemeines, fortgesetztes Sozialversagen) (vgl. z. B. Klaus Hartmann, 1977). Nach einschlägigen empirischen Untersuchungen kommen als Ursachen besonders Vernachlässigung und Misshandlung in der frühen Kindheit in Betracht. Neueste neuropsychologische Forschungsergebnisse lassen psychotraumatisch erzeugte hirnorganische Schädigungen vermuten (vgl. www.agsp.de). Diese Form der Dissozialität erweist sich als ziemlich therapieresistent.
[...] Daneben gibt es den Begriff der Wohlstandsverwahrlosung (auch: Luxusverwahrlosung). Dieser Begriff beschreibt Kinder und Jugendliche, denen es an persönlicher Zuneigung und Zuwendung der Eltern fehlt. Die Eltern versuchen die fehlende Zeit für die Erziehung der Kinder oft durch vermehrte materielle Zuwendungen auszugleichen. Die Kinder leiden unter zunehmender Vereinsamung, sind oft nur auf sich selbst gestellt, verlieren jedes Gemeinschaftsgefühl.
Eine besondere Form der Verwahrlosung ist die Anstaltsverwahrlosung, das heißt die Vernachlässigung und Vereinsamung von Kindern, Alten, Behinderten, Kranken und Schwachen in Institutionen (Frühverwahrlosung, Hospitalismus, Deprivation, anaklitische Depression). Der Mangel an ausgebildetem Personal und der Zeitmangel bei der Betreuung in Heimen, Krankenhäusern und Anstalten führt regelmäßig zu Deprivations- und Frustrationserscheinungen bei den Patienten.
Wissenschaftliche Untersuchungen betrachten die Verwahrlosung als eines der größten Probleme der Zukunft.
Aus: "Verwahrlosung" (02/2007) Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Verwahrlosung
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« Reply #1 on: February 20, 2007, 11:45:46 AM » |
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[...] Fürth - Die ein, drei und fünf Jahre alten Kinder waren etwa zwei Tage allein in der Dachgeschosswohnung, berichtet eine Polizeisprecherin. Da sie die Wohnungstür nach dem Klingeln der Beamten nicht selbst öffnen konnten, brach die Feuerwehr den Zugang auf.
In der Wohnung fanden die Polizeibeamten verdorbene Lebensmittel. Die Wände seien mit Kot beschmiert gewesen. Das ein Jahr alte Baby lag nach Polizeiangaben in Exkrementen im Kinderbettchen. Nachdem der Notarzt festgestellt hatte, dass die beiden Mädchen und der Junge nach äußerem Anschein gesund sind, wurden sie zu einer Tante gebracht.
Ungeklärt war der Verbleib der Mutter. Die Polizei hatte kurz mit der 27-Jährigen telefoniert. "Sie stand dabei offenbar unter Alkoholeinfluss", sagte die Polizeisprecherin. Ihren Aufenthaltsort wollte die Gesuchte nicht nennen. Die Kriminalpolizei ermittelt gegen die Frau wegen Vernachlässigung der Fürsorge- und Erziehungspflicht.
Aus: "Kinder aus verwahrloster Wohnung befreit" (20. Februar 2007) Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,467316,00.html
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« Reply #2 on: April 19, 2007, 07:54:43 AM » |
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[...] "Ich kann meinen Mitarbeitern keinen Vorwurf machen", betonte Hans Grohe von der regionalen Arbeitsgemeinschaft (Arge). Der verhungerte 20-Jährige war am Sonntagabend in seiner Wohnung gefunden worden, in der er mit seiner ebenfalls arbeitslosen Mutter gelebt hatte. Die stark geschwächte 48-Jährige gab in einer ersten Befragung an, sie hätten kein Geld gehabt, um Lebensmittel zu kaufen.
Den beiden war von Oktober 2006 an schrittweise die finanzielle Unterstützung gestrichen worden, nachdem der Sohn wiederholt Termine für Arbeitsangebote und Untersuchungen versäumt hatte. Im Oktober 2006 sollte er psychologisch begutachtet werden, um seine Arbeitsfähigkeit abzuklären. Als er nicht darauf reagierte, sei mit der Kürzung begonnen worden. Das sei der vorgegebene Weg, betonte Grohe. Auf die Streichung der Mittel habe die Familie nicht reagiert. Die Arge habe vom Gesetzgeber aus nicht den Auftrag, in derartigen Fällen von sich aus aktiv zu werden, so Grohe.
Die Mutter hat den 20-Jährigen in der ersten Vernehmung als depressiv und phlegmatisch beschrieben. Warum die ebenfalls deutlich von Mangelerscheinungen gezeichnete Frau nicht Hilfe geholt hatte, ist bislang unklar.
Der Speyerer Bürgermeister Hanspeter Brohm (CDU) betonte, es habe keinerlei Hilferuf der Familie gegeben, auf den hätte reagiert werden können. Nach Angaben einer Polizeisprecherin hatten Mutter und Sohn sehr zurückgezogen, "fast schon isoliert" in ihrer Wohnung in einem ansonsten leer stehenden Zweifamilienhaus gelebt.
Nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis starb der 20-Jährige bereits in der vergangenen Woche, vermutlich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag. Seine Mutter hatte schließlich zu einem früheren Bekannten Kontakt aufgenommen, der die Polizei einschaltete.
Mutter und Sohn, die als Bedarfsgemeinschaft eingestuft worden waren, hatten vor der Kürzung ihrer Unterstützung insgesamt 621 Euro im Monat sowie die Miete für ihre Wohnung erhalten.
Aus: "Speyer: Behörden sehen keine Versäumnisse bei Hungertod" (18.04.2007) Quelle: http://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=2097788/1sdukl8/index.html
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« Reply #3 on: April 20, 2007, 07:49:44 AM » |
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[...] Berlin - Die wegen Totschlags angeklagte Bäckereiangestellte in einem Baumarkt soll im November vorigen Jahres bei der Geburt am Arbeitsplatz das Kind mit dem Kopf gegen das Toilettenbecken gepresst und dabei so schwer verletzt haben, so dass es elf Tage später an den Folgen schwerer Schädelverletzungen starb.
Dem Staatsanwalt zufolge sind derartige Schädelverletzungen bei einem Neugeborenen "nur mit erheblicher Gewalt" zu erklären. Bei der Polizei hatte die Frau ausgesagt, "eine Sturzgeburt" gehabt zu haben. Am 11. November 2006 hatte die Verkäuferin während ihrer Arbeitszeit auf der Toilette der Bäckerei in einem Schöneweider Baumarkt einen Sohn zur Welt gebracht. Vor Gericht sagte die 24-Jährige, sie habe die "Schwangerschaft verdrängt" und die Geburt als solche nicht wahrgenommen. Erst als die Feuerwehr das Neugeborene hinausgebracht habe, habe sie gesehen, dass es ein Junge gewesen sei.
Ihren Angaben nach war sie wegen "Unterleibsschmerzen" und "Übelkeit" auf Toilette gegangen. Sie habe "gedrückt und gedrückt", um die Beschwerden loszuwerden, sagte sie. Dann habe sie plötzlich "etwas in den Händen" gehabt, habe "ihre Schenkel zusammengedrückt" und sei aufgestanden. Das Kind fiel nach Angaben der Frau direkt ins Toilettenbecken.
"Ich wollte es nicht wahrhaben", räumte die 24-Jährige ein. Deshalb sei sie weder beim Frauenarzt gewesen, noch habe sie sich Gedanken über einen Schwangerschaftstest oder eine mögliche Abtreibung gemacht. Von Freunden und Eltern auf ihre Gewichtszunahme angesprochen, hätte sie Krankheiten vorgeschoben. Auf Nachfrage gab die Verkäuferin im Prozess zu: "Ich wollte nicht schwanger sein." Nach der Trennung vom Kindesvater habe sie "Angst" gehabt, mit einem Baby "allein dazustehen" und "Freunde zu verlieren".
Eine Kollegin der Angeklagten hatte den Notdienst gerufen. Nach Angaben eines Beamten hatten die Einsatzkräfte zehn Minuten vor der Toilettentür gestanden, ohne die Schreie eines Babys zu hören. "Sonst wären wir sofort reingegangen", sagte er. Die Angeklagte habe anfangs erklärt, Durchfall zu haben.
(tso/ddp)
Aus: "Prozessbeginn: Baby starb bei Geburt auf Baumarkttoilette" (19.04.2007) Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/nachrichten/prozessbeginn-geburt-toilette/99986.asp
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« Reply #4 on: April 29, 2007, 05:09:04 PM » |
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[...] Die Küche wurde dem Augenschein nach seit Monaten nicht mehr benutzt. Die Toilette war total verdreckt und mit Kot bedeckt. Der Fußboden war von Müll, Unrat, verschmutzter Wäsche und Lebensmittelresten bedeckt. Ein Zimmer war kaum zu öffnen, da sich hinter der Tür nur Müll und Unrat befanden.
Im Flur entdeckten die Beamten Margarine und Toastbrot. Möglicherweise haben sich die Kinder davon ernährt. Die Mutter sei wohl ab und zu erschienen und habe den Kleinen fünf Euro zugesteckt, sagte ein Polizeisprecher. Von der Frau fehlt bislang jede Spur.
Berlin ist das einzige Bundesland mit einem eigenen Fachkommissariat für Delikte an Schutzbefohlenen. Die Zahl der Fälle in diesem Bereich steigt seit Jahren: Während 2004 noch 554 Fälle von Misshandlung von Schutzbefohlenen erfasst wurden, waren es ein Jahr später 672 und im Jahr 2006 bereits 753.
Aus: "HILFERUF BEIM JUGENDAMT: Kinder lebten fast ein Jahr allein in Berliner Wohnung" - Polizisten haben in einer völlig verdreckten Wohnung in Berlin vier Kinder zwischen acht und zwölf Jahren entdeckt, die dort seit Monaten allein lebten. Die Mutter soll die Kinder dort zurückgelassen haben, als sie zu ihrem Freund zog. Der älteste Sohn wandte sich in seiner Not ans Jugendamt (SPON; 27. April 2007) Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,479852,00.html-.- [...] Berlin - Joshua (12) ist erst zwölf, doch für seine Geschwister war er Vater, Lehrer und Ernährer. Der Sechstklässler (Notendurchschnitt 1,8) musste für seinen Bruder (8) und seine Schwestern (9 und 11) die Mutter ersetzen. Gabriele B. (46), gelernte Erzieherin, kümmerte sich offenbar mehr um ihren neuen Freund als um ihre vier Kinder.
[...] Gabriele B., deren Kinder nun zusammen ins Heim kamen, hatte zu DDR-Zeiten bis 1990 als Kindergärtnerin in Oranienburg gearbeitet. Am Freitagabend, nachdem ihre Kinder aus der Wohnung geholt wurden, meldete sie sich bei der Polizei. Die Leiterin des Fachkommissariats für Delikte an Schutzbefohlenen beim LKA Berlin, Gina Graichen: "Ich fürchte, es ist ihr nicht richtig bewusst, was sie getan hat." Gabriele B. sei auf freiem Fuß und halte sich bei ihrem Freund auf. Ermittelt werde wegen Verletzung der Fürsorge und Erziehungspflicht. Ihr drohen bis zu drei Jahre Haft. Das Jugendamt müsse entscheiden, ob der Mutter ein Teil des Sorgerechts entzogen wird. Ein schlechtes Gewissen hat sie jedenfalls nicht. Der Berliner Tageszeitung "B.Z" sagte Gabriele B.: "Vielleicht hatte ich einfach mal die Schnauze voll." Und weiter: "Der Vater meiner Kinder ließ mich sitzen, ich verlor meine Arbeit als Erzieherin. Aber auch wenn ich mich nicht gekümmert habe, meine Kinder waren nicht verwahrlost. Ich sah sie vielleicht zwei Tage die Woche, habe Weihnachten und alle Geburtstage mit ihnen gefeiert. Sie wurden weder geschlagen, noch mussten sie hungern."
Fest steht: Der Mutter drohte offenbar die Zwangsräumung wegen Mietschulden. Sie kam in den vergangenen zehn Monaten nur gelegentlich vorbei und ließ etwas Geld da. Oft aber nur fünf Euro für einen Wocheneinkauf. Die Kinder, die alle regelmäßig zur Schule gingen, mussten wahrscheinlich immer wieder hungern. Über den Vater, einen Mosambikaner, liegen der Polizei noch keine Erkenntnisse vor. Er soll die Familie schon vor Jahren verlassen haben.
Ans Tageslicht kam der Fall nur durch den Hilferuf von Joshua, der sich seinen Lehrern anvertraut hatte. Als die Polizei anrückte, hingen in der Vierzimmerwohnung überall Spinnweben. Im Kühlschrank befanden sich "eine undefinierbare, verfaulte Masse und sowohl lebende als auch tote Fliegen".
Kindgerechte Nahrung gab es nicht. Die Toilette war verdreckt und mit Kot bedeckt. Der Fußboden war von Müll, verschmutzter Wäsche und Lebensmittelresten bedeckt.
Warum griffen die Behörden nicht früher ein? Jugendstadträtin Christine Keil (Linkspartei): "Die Familie war bekannt, das Jugendamt hat verantwortlich gehandelt." Seit 1998 habe die Familie einige Hilfsangebote wahrgenommen. Für heute sei ein Termin mit der Mutter geplant. dpa, AP, HA
Aus: "Ich hatte einfach die Schnauze voll" (30. April 2007) Quelle: http://www.abendblatt.de/daten/2007/04/30/732930.html -.- [...] Mitarbeiter des Landeskriminalamtes und des Neuköllner Jugendamtes griffen am Nachmittag in Neukölln ein, nachdem ein Hinweis auf eine stark verdreckte Wohnung eingegangen war, in der Kinder leben sollen.
In der Zweizimmerwohnung trafen die Beamten eine 39 Jahre alte deutsche Mutter, ihre 15-jährige Tochter, ihren 18 Monate alten Sohn sowie eine Katze an. Nach Polizeiangaben wohnt die Familie seit Anfang 2005 in dieser Wohnung.
Die Räume waren kaum zu betreten, zwischen Müllansammlungen existierten nur noch Trampelpfade. Für das Kleinkind gab es keine angemessene Schlafstätte, das Bett der Tochter war nicht benutzbar, weil dort Bekleidung und Müllsäcke abgelegt worden waren. In der Küche fanden die Ermittler verschimmeltes Geschirr und Essensreste, im Kühlschrank standen neben frischen auch verdorbene Lebensmittel. In der Badewanne wurden Säcke mit Katzenstreu und -kot entdeckt.
Beide Kinder kamen in die Obhut des Jugendamtes. Gesundheitliche Schäden wurden bei ihnen jedoch nicht festgestellt. Das Fachkommissariat hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Verletzung der Fürsorge und Aufsichtspflicht aufgenommen.
Aus: "Verwahrlosung: Polizei befreit Kinder aus zugemüllter Wohnung" Von Peter Oldenburger (15. Mai 2007) Quelle: http://www.morgenpost.de/desk/872822.html
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« Last Edit: May 15, 2007, 08:50:05 AM by Textaris(txt*bot) »
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« Reply #5 on: July 05, 2007, 10:36:37 AM » |
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[...] Hunderttausende Kinder in Deutschland werden nach einer Studie von ihren Eltern brutal geschlagen, misshandelt oder vernachlässigt. «Das sind mindestens 30.000 Jungen und Mädchen eines Jahrgangs», sagte der Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universitätsklinik Ulm, Jörg Fegert, der Nachrichtenagentur dpa. Dies gehe aus Zahlen einer bundesweiten Kindergesundheitsuntersuchung des Robert Koch Instituts hervor.
Aus: "Tausende Eltern misshandeln brutal ihre Kinder" (05. Jul 2007) Quelle: http://www.netzeitung.de/vermischtes/688870.html-.- [...] In Deutschland werden einer Studie zufolge Hunderttausende Kinder von ihren Eltern brutal geschlagen, misshandelt oder vernachlässigt. Nur selten dringe das Leiden der Kleinen an die Öffentlichkeit.
[...] "Frühe Misshandlung und Vernachlässigung von Kindern beschränkt sich nicht auf spektakuläre Einzelfälle wie etwa im Fall "Kevin"", mahnte Fegert. Gewalt gegen Kinder sei vielmehr "eine gesellschaftliche Herausforderung".
Aus: "Studie prangert Kinderleid in Deutschland an" (dpa,Financial Times Deutschland, 07/2007) Quelle: http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Studie%20Kinderleid%20Deutschland/222123.html
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« Reply #6 on: July 15, 2007, 09:14:50 PM » |
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[...] Die Sucht ihrer Eltern nach Videospielen hat zwei Kleinkinder in den USA beinahe das Leben gekostet. Das elf Monate alte Mädchen und der 22 Monate alte Junge waren fast verhungert und stark verwahrlost, als Sozialarbeiter sie gerade noch rechtzeitig ins Krankenhaus brachten, wie die Zeitung „Reno Gazette-Journal“ unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtete. Der 23-jährigen Mutter, einer Lagerarbeiterin, und ihrem zwei Jahre älteren Mann, einem arbeitslosen Bankangestellten, droht nun eine Haftstrafe von bis zu zwölf Jahren. Nach Polizeiangaben litten beide Kinder unter massiven gesundheitlichen Problemen. Der Junge habe kaum laufen können. Staatsanwältin Kelli Ann Viloria sagte, zwar seien Lebensmittel im Haus gewesen, die Eltern hätten ihre Kinder aber nicht versorgt, weil sie zu beschäftigt mit Online-Videospielen gewesen seien. Den Gerichtsakten zufolge soll der 25-jährige Vater eine Erbschaft in Höhe von rund 50.000 Dollar (36.000 Euro) in Computer-Ausrüstung und einen großen Plasma-Fernseher investiert haben. 15.07.2007 13:26:14
blariog: Pachinko
In Japan hat eine Pachinko-süchtige Frau vor Jahrenden ihre Kinder im Auto in der prallen Sonne verdursten lassen. Was will ich damit sagen? Eine Sucht übernimmt den Körper des Menschen, mal mehr, mal weniger. Es mögen eigentlich ganz normale, ganz liebe Menschen sein, denen sowas passiert. Was tun? Jegliche Suchtmöglichkeit verbieten, ist Blödsinn, von der Gesellschaft mehr Engagement fordern stets gern gehört und billig obendrein. Isolation der Städte durchbrechen...
Aus: "Wegen Videospielen beinahe verhungert: Online-Helden vergessen ihre Kinder" (15.07.2007) Quelle: http://www.sueddeutsche.de/,ra13m3/computer/artikel/702/123528/
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« Reply #7 on: August 16, 2007, 11:59:34 AM » |
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[...] Das Baby lag abgemagert und apathisch auf einem verdreckten Schlafsofa. Im selben Zimmer hausten drei von Flöhen und Würmern befallene Katzen. Die gesamte Wohnung war voll von gebrauchten Windeln, Katzenkot und verschimmelten Lebensmitteln. Im Kinderbettchen stapelte sich bis zum Gitterrand Müll. "Überall in der Wohnung herrschte ein Geruch von Urin, Tierkot und Müll", sagt Bernt Münzenberg, der Direktor des Amtsgerichts Neu-Ulm. Wie erst jetzt bekannt wurde, haben die Behörden im März im schwäbischen Illertissen einem zehn Wochen alten Kleinkind im letzten Moment das Leben gerettet - und zwar durch Zufall, weil ein Nachbar in der Wohnung der völlig überforderten Eltern die drei verwahrlosten Katzen gesehen hatte. Der Katzenfreund verständigte die Polizei - und als die Beamten wegen des Verdachts auf Tierquälerei das 30-Quadratmeter-Apartment betraten, stockte ihnen gleich in zweifacher Hinsicht der Atem: erstens wegen des Gestanks, zweitens wegen des vor sich hin siechenden Kindes, von dem niemand gewusst hatte. "Die Männer waren fix und fertig", sagt Bernt Münzenberg. Sheila Selina, so heißt das Mädchen, wurde sofort vom Jugendamt in Obhut genommen und ins Krankenhaus gebracht. Die Ärzte stellten eine lebensgefährliche Austrockung sowie einen "desolaten Versorgungs- und Ernährungszustand" fest, wie es Richter Münzenberg ausdrückt. "Die Reaktionen des Kindes lagen nicht im Normbereich." Inzwischen hat sich das Kind erholt, Pflegeeltern versorgen es. Den vorbestraften und drogensüchtigen Eltern im Alter von 21 und 22 Jahren wird wegen Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht sowie wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz Mitte September vor dem Amtsgericht Neu-Ulm der Prozess gemacht. Seit März hat das arbeitlose, unverheiratete Pärchen seine gemeinsame Tochter noch kein einziges Mal besucht. "Obwohl wir das zigfach angeboten haben", sagt Münzenberg. "Angesichts dieser Zustände fragt man sich schon, ob eine Zwangsuntersuchung von Babys solche Ausnahmefälle verhindern könnte", sagt der Amtsgerichtsdirektor. Sheila Selina ist das vierte vernachlässigte oder misshandelte Kind, das in den vergangenen Wochen im Großraum Augsburg/Ulm Gerichte und Öffentlichkeit beschäftigt. In Bobingen lungerte ein Fünfjähriger tagelang unbeaufsichtigt auf der Straße herum, in Landsberg wurde eine Sechsjährige von ihrer Mutter geschlagen und gezwungen, ihr Erbrochenes aufzulecken. In Ursberg wurde ein Mädchen von Geburt an fast acht Jahre lang versteckt und eingesperrt. Rudolf Winkler, Chefarzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Augsburger Krankenhaus Josefinum, erklärt diese aktuelle Häufung mit der Arbeit der Behörden: "Die Polizei und das Jugendamt werden besser." Eine gleichzeitige Verrohung der Gesellschaft schließt Winkler nicht aus, er betont jedoch, dass es bei Kindstötung oder -misshandlung keine signifikante Steigerung gebe. Andererseits beobachtet er in seiner Klinik "eine Erhöhung der Fälle von Vernachlässigung". Im Fall der inzwischen achtjährigen Anja, die ihr Leben lang in einem verdunkelten Zimmer eines Bauernhauses in Ursberg (Landkreis Günzburg) eingesperrt war, dauern die Ermittlungen an. Die Staatsanwaltschaft Memmingen wartet auf Gutachten zur Schuldfähigkeit der Mutter und zum medizinischen Zustand des Kindes. Beide Expertisen werden frühestens im Oktober erwartet. Zwei Monate nach Anjas Entdeckung tritt allmählich das gesamte Ausmaß der Tragödie zu Tage: Die Entwicklung des Mädchens ist um Jahre verzögert, offenbar hat die Achtjährige erst jetzt in der Therapie richtig laufen gelernt. Wie sehr ihre Intelligenz unter der lebenslangen Tortur gelitten hat, ist derzeit noch nicht absehbar. Der Günzburger Familienrichter Klaus Mörrath entzog der Mutter das Sorgerecht und ernannte eine Verwandte zum Vormund. Als er sich vor seiner Entscheidung mit Anja unterhalten wollte, war kein Gespräch möglich. ,,Sie hat meine Fragen sicherlich verstanden‘‘, berichtet Mörrath, ,,aber Antworten habe ich keine erhalten.‘‘ 15.08.2007 09:34:27 UweStucken:
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14.08.2007 17:04:29 BIG BOY: Verrohung
Die Gesellschaft verroht nicht, sie weiss es nur jetzt besser. Früher hat sich kein Mensch um solche Fälle gekümmert. Ich selbst wurde von meinem Vater mit Wissen meiner Mutter in eine Pflegefamilie "vergeben", mit sieben Jahren durfte ich ein Jahr lang in einem Bett im Keller hausen, ohne Licht, Mein Vater zahlte auch noch dafür, mein "Gastgeber" hatte ein Haus gebaut musste seine Hypothek bezahlen, und da kam ihm das Geld gerade Recht, und meine Eltern waren mich los.
Das Dorf wusste es, keiner hat sich drumm gekümmert bis ich mich an einem Wochenende weigerte dorthin zurückzukehren, da halfen auch die Prügel nix und die Androhungen von Kindererziehungsanstalten.
Das war in den siebzigern, und die anderen Kinder bewarfen mich mit Steinen weil ich aus einem Scheidungshaushalt kam. Zu einem Kindergeburtstag lud uns nie jemand ein.
Danach war ich noch mal zehn Jahre Schlüsselkind und ass im Supermarkt zu Mittag.
Das hat alles keinen Schwanz interessiert, mein Vater konnte sogar noch eine Unterbringung in ein Erziehungsheim ankurbeln, ohne dass jemand nach dem warum gefragt hat. Dies konnte eine Intervention eines Familienmitglieds gerade noch verhindern.
Frage? Wie vielen anderen geht es jetzt so, und keiner weiss es oder alle schauen weg? Wo ist die Grenze der psyischen Belastbarkeit eines Kindes, und was wird es lebenslang mit sich herumtragen? Diese Fälle verjähren strafrechlich meist schon bevor man noch daran denkt sie anzuzeigen, was häufig auch schon dehalb nicht geschieht weil man sich nicht traut gerade 18 geworden seine eigene Familie (die einen ja unterhalten muss) auch noch anzuzeigen.
Es wird Zeit diese Vorgänge wie in Illertissen langzeitig zu verfolgen, die Entwicklungen dieser geschädigten Kinder zu analysieren, und ggf. die Eltern lebenslang zu einem Schadenersatz zu verpflichten, sie können es mit Geld zwar nicht mehr gutmachen, aber wenigstens dafür geradestehen, dass ihre Kinder nicht lebenslang den anderen hinterherschauen müssen. Oder erwartet man, dass die deart behandelten Kinder Gymnasium, Univerität, und dann Beruf gleich in gleich mit den anderen Menschen erleben? Wohl eher kaum.
Diese Fälle gibt es nicht nur in Deutschland oder in Wohlstandeuropa, es ist aber ein Unterschied ob man weiterhin wegschaut, oder nun wo man es weiss und die Mittel hat zu forschen diesen Vorgehen sowohl straf- wie zivilrechtliche Grenzen auf.
14.08.2007 16:06:31 jennya: stimmt nachdenklich
Beiträge wie diese häufen sich in letzter Zeit eklatant. Der Autor schreibt, dass die Rate der Kindstötung und/oder Misshandlung nicht angestiegen sei. Nun muss man aber mal nachdenken, ob man in der heutigen Zeit Zustände wie im Mittelalter( nur die Rate der Statitik gesehen) akzeptieren muss, oder ob es nicht wirklich zu einer Verrohung der Gesellschaft kommt. Meine Frage wäre es dann, wie man am Besten damit umgehen soll? Schließlich ist dies ein heikles Thema. Darf man dazu übergehen zu prüfen, in welche Familie die Kinder hineingeboren würden? Und darf man dann noch festlegen, wieviele Kinder in einem Haushalt leben dürfen? Nützt ein Führerschein für Eltern? Haben die Menschen sowenig Verstand und Moral, dass selbst ein Kinderleben nichts wert ist? Was ist falsch an dieser Zeit?
Aus: "Kindsvernachlässigung in Schwaben: Das Baby aus der Müllhölle" Von Stefan Mayr (14.08.2007) Quelle: http://www.sueddeutsche.de/,ra13m3/bayern/artikel/262/128054/
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« Reply #8 on: August 16, 2007, 01:43:07 PM » |
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[...] 20 Prozent aller einjährigen Kinder sitzen einer repräsentativen Studie zufolge regelmäßig vor dem Fernseher. Bei den Dreijährigen sind es sogar fast 90 Prozent. Das ergab eine Umfrage eines Münchner Forschungsinstituts, wie die Zeitschrift "Eltern" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet. Die Mütter setzten sich mit ihrem Nachwuchs vor die Flimmerkiste, weil sie beim Fernsehen das gemeinsame Kuscheln genießen wollten. Das wurde als häufigster Grund genannt. Der zweithäufigste Grund lautet: Die Mütter wollen ihre Hausarbeit erledigen, die Kinder werden vor dem Bildschirm "geparkt". Die Studie ist nach Angaben des zuständigen Forschungsinstituts die erste Umfrage zum Fernsehkonsum von Einjährigen in Deutschland. Das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) in München hatte bundesweit knapp 750 Mütter von Kindern im Alter zwischen 0 und 5 Jahren befragt.
Aus: "Bedenkliche Studie: Einjährige vor Glotze "geparkt"" (Dienstag, 14. August 2007) Quelle: http://www.n-tv.de/839207.html
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« Reply #9 on: November 22, 2007, 02:24:21 PM » |
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[...] Nach Angaben des Vermieters, der Schweriner Wohnungsbaugesellschaft, war es in dem Haus immer wieder zu Streit zwischen der jungen Familie und den überwiegend älteren Nachbarn gekommen. Grund dafür seien die beiden Hunde von Stefan T. und Nicole G. sowie die mangelnde Sauberkeit im Treppenhaus gewesen.
[...] Aber was wusste, was ahnte die Hausgemeinschaft? Das abendliche Klingeln des Reporters bei den unmittelbaren Nachbarn von Lea-Sophie verhallt unbeantwortet. Schließlich, nach einer ganzen Weile, krächzt eine Frauenstimme aus der Gegensprechanlage. "Wir können und wir wollen nichts sagen. Gehen Sie weg!"
Aus: "TOD EINES KLEINKINDES: "Eigentlich war doch alles in Ordnung"" Von Jörg Diehl, Schwerin (21. November 2007) Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,518813,00.html-.- [...] CHRONOLOGIE - Wenn Kinder vernachlässigt werden
Februar 2004: Im schleswig-holsteinischen Hanerau-Hademarschen verhungert ein elf Monate altes Baby, die Eltern geben an, mit ihren zwei Kindern überfordert gewesen zu sein. Die mit im Haus lebenden Großeltern haben vom bedrohlichen Zustand ihres Enkelkindes nichts mitbekommen. Die Eltern kommen für mehrere Jahre ins Gefängnis.
Juni 2004: In der Kühltruhe der Eltern entdecken Ermittler die Leiche des sechsjährigen Dennis aus Cottbus. Die Mutter hatte die Leiche zweieinhalb Jahre lang in der Kühltruhe versteckt. Sie hatte noch weitere zehn Kinder. 2006 werden die Eltern des Jungen wegen Mordes zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt, sie legen Revision ein. Der Bundesgerichtshof wandelte das Urteil im September 2007 in Totschlag um, Dennis' Mutter muss nun 13 Jahre im Gefängnis verbringen, der Vater elf.
Januar 2005: Bei einer Zwangsräumung in Düsseldorf kommt der Tod der dreijährigen Pervin ans Licht. Sie war bereits im Oktober 2002 verhungert. Die Mutter gesteht später, die Tochter nach ihrem Tod zerstückelt und zwei Jahre lang auf dem Balkon gelagert zu haben.
März 2005: In Hamburg erstickt die siebenjährige Jessica qualvoll an Erbrochenem. Das extrem unterernährte Mädchen war von ihren Eltern in einem dunklen, ungeheizten Raum eingesperrt worden. Dort hatte es aus Hunger die Tapete von den Wänden gekratzt und Teppichflusen gegessen. Die Katze des Paares war dagegen gut ernährt und gepflegt.
Frühjahr 2006: Eingewickelt in eine Mülltüte entdecken Ermittler die stark verweste Leiche des zweijährigen Benjamin in Schlagenthin (Sachsen-Anhalt). Der Junge war ein Jahr zuvor an Unterernährung gestorben. Die arbeitslosen Eltern haben weitere fünf Kinder im Alter von einem bis acht Jahren.
Dezember 2006: Der knapp zehn Monate alte Leon aus Sömmerda in Thüringen verdurstet, weil seine Mutter ihn vier Tage lang allein in der Wohnung zurückgelassen hat. Sie sei überfordert gewesen, sagt die Frau später. Die zweijährige Schwester des Jungen kann in letzter Minute gerettet werden.
Frühjahr 2007: Im hessischen Ort Bromskirchen verhungert und verdurstet die 14 Monate alte Jacqueline. Das Kind wiegt vor ihrem Tod nur noch sechs Kilogramm, etwa halb so viel wie in diesem Alter üblich. Die Mutter bringt das Kind noch selbst zu einer Ärztin, doch es ist bereits tot. Beide Eltern sind drogensüchtig.
hei/dpa
Aus: "CHRONOLOGIE: Wenn Kinder vernachlässigt werden" (SPON, 21. November 2007) Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,518771,00.html
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« Last Edit: November 22, 2007, 02:26:51 PM by Textaris(txt*bot) »
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Subfrequenz Board Quotation Robot
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« Reply #10 on: April 16, 2008, 09:06:21 AM » |
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[...] Lea-Sophie Die Fünfjährige verhungerte qualvoll - Gestern begann in Schwerin der Mordprozess gegen ihre Eltern ...
[...] Er habe "keine enge Beziehung" zu ihr gehabt, liest sein Anwalt vor. "Ich konnte nicht richtig mit ihr spielen. Das hat Nicole getan." T. beschäftigte sich stattdessen mit Computern und den Fischen, Hunden, Katzen, Wellensittichen und Meerschweinchen, die mit in der Wohnung lebten. Als Lea-Sophie nach Justins Geburt anfing zu bocken, nicht mehr essen wollte, hätten sie mit ihr gesprochen. "Aber alle Appelle an die Vernunft halfen nicht." Überall in der Wohnung habe es Lebensmittel gegeben. "Ich dachte, dass sie sich mit Süßigkeiten versorgt." Wie dramatisch es um sein Kind stand, will Stefan T. nicht bemerkt haben. Erziehung und Verantwortung für seine Kinder habe er seiner Freundin überlassen. "Wir haben nie darüber geredet. [...]"
Aus: "... doch die Mutter sagt kein Wort" (16. April 2008) Quelle: http://www.abendblatt.de/daten/2008/04/16/869714.html
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