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« Reply #135 on: December 17, 2008, 04:34:21 PM » |
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[...] Ahmad-Sobair O. schweigt zum Prozessauftakt. Um die Frage, ob Vorsatz und Heimtücke bei der blutigen Tat im Spiel waren, ob sie als Mord oder Totschlag zu werten ist, und um die Frage der Schuldfähigkeit des 24-jährigen Autohändlers dürfte sich der Prozess in den kommenden Wochen drehen.
...
Aus: " Eine Tat ganz ohne Ehre" Von Insa Gall (17. Dezember 2008) Quelle: http://www.welt.de/welt_print/article2890472/Eine-Tat-ganz-ohne-Ehre.html-.- [...] In der Tat werden psychologische Gutachter in den zehn geplanten Prozesstagen wohl eine große Rolle spielen. Denn der Angeklagte gilt als eine hochproblematische, notorisch gewaltbereite Persönlichkeit. Als Kind kleinwüchsig und deshalb offensichtlich traumatisiert, neigt er zu Gewaltausbrüchen, kann Widerspruch nur schwer dulden. Ein vom Gericht in Auftrag gegebenes Gutachten bescheinigt ihm nach Bliwiers Angaben, psychisch krank zu sein und sein Verhalten nicht steuern zu können.
[...] Mehrmals soll der Bruder sie bereits vor der tödlichen Attacke zusammengeschlagen haben. Wegen dieser Zwischenfälle aus den Jahren 2006 und 2007 muss er sich in dem nun beginnenden Prozess auch wegen Bedrohung und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Stets warf der 24-Jährige seiner Schwester einen angeblich unzüchtigen Umgang mit Männern vor, verurteilte ihren Kleidungsstil und verdächtige sie sogar, als Prostituierte zu arbeiten. Sie habe einen "völlig falschen Umgang" gehabt und er hoffe, dass sie tot sei, soll er nach der Tat einem Taxifahrer anvertraut haben, in dessen Wagen er flüchtete. Nach seiner Festnahme wiederholte er sein Geständnis bei der Polizei.
Aus: "Mord-Prozess Morsal O.: Der Bruder steht vor Gericht" Von Thomas Krause (16. Dezember 2008) Quelle: http://www.stern.de/panorama/:Mord-Prozess-Morsal-O.-Der-Bruder-Gericht/649247.html-.- [...] Der Wortwechsel, den der Staatsanwalt nun acht Monate später in seiner Anklageschrift zitiert, ist kurz. Der heute 24J ahre alte Ahmad O. habe seine Schwester gefragt, ob sie als Prostituierte arbeite. Sie habe geantwortet, ihn gehe das "einen Scheißdreck" an. Das Messer hinter seinem Rücken sah sie nicht. 23 mal stach Ahmad O. auf seine Schwester ein. Noch als sie zu fliehen versuchte, ließ er nicht ab. Dann lief er davon. In der nächsten Stunde kämpfte ein Notarzt auf dem Parkplatz am Berliner Tor, nahe dem Hauptbahnhof, vergeblich um das Leben seiner Schwester. Am nächsten Tag ließ Ahmad O. sich ohne Widerstand festnehmen und gestand die Tat. Nun sitzt der schmächtige Mann reglos vor der Großen Strafkammer des Hamburger Landgerichts. Mit dünner Stimme macht er knappe Angaben zur Person, nennt seinen Geburtsort Kabul, und dass er als Import-Export-Kaufmann arbeitete. Sein Anwalt Thomas Bliwier sagt für ihn, dass er keine Angaben zur Sache machen wird. [...] Anfang der Neunziger war zunächst der Vater, dann die Familie aus Afghanistan nach Hamburg gekommen. Vor allem dem Vater, so heißt es, sei es schwer gefallen, sich einzufinden. Als kleines Mädchen nach Hamburg gekommen, fühlt sich Morsal dagegen wie selbstverständlich heimisch. In der Schule fällt das temperamentvolle Mädchen mit ihrem sozialen Engagement auf. Sie lässt sich zur Streitschlichterin ausbilden, und es wird als Modell für gelungene Integration gefeiert, als sie 2005 mit Mitschülern einen Preis für ihr Engagement bekommt. Ahmad O. fällt bald durch aggressive Gewalttaten auf. Er bleibt klein, wird mit Wachstumshormonen behandelt, beansprucht aber die traditionell dominante Rolle des ältesten Sohns. Schnell füllen seine Straftaten eine Polizeiakte: Raub, Körperverletzung, man führt ihn als Intensivtäter. Er wird zu Freiheitsstrafen verurteilt, zunächst auf Bewährung. 2006 ruft Morsal zum ersten Mal die Polizei, weil sie geschlagen worden ist. Das Jugendamt wird benachrichtigt. Immer häufiger alarmiert sie nun die Polizei. Sie sagt auch aus, dass ihre Eltern sie schlagen. Typisch erscheint die Geschichte einer Anzeige vom Januar 2007. Die Polizei nimmt auf, dass Ahmad sie wegen ihrer Kleidung geschlagen haben soll. Einen Monat später will sie dazu keine Angaben mehr machen. Für einige Monate wird das Mädchen nach Afghanistan gebracht. Sie sollte verheiratet werden, heißt es. Nach ihrer Rückkehr wird sie wieder angegriffen. Der Bruder schlägt sie im Beisein von Polizisten. Kurz vor ihrem Tod kommt sie in ein Haus für junge Mädchen, die Gewalt erlitten haben, ein Land-Idyll Land in Schleswig-Holstein. Aber sie verlässt das Heim und kehrt nach Hamburg zurück. Am Tag, als Morsal stirbt, soll ihr Bruder eine lange Haftstrafe antreten. Anders als in ähnlichen Fällen sieht die Staatsanwaltschaft keine Verwicklung der Eltern in die Tat. Aber sie geht davon aus, dass Ahmad O. die Tötung gezielt plante. Seine Anwälte fechten den Mordvorsatz an. Er habe aus einem Affekt getötet. Sie sehen ihn zudem als vermindert schuldfähig an. Gleich am ersten Tag begann der für den Prozess offenbar zentrale Streit um zwei psychiatrischen Gutachten. Eines bescheinigt dem jungen Mann laut Bliwier eine "deutlich unterdurchschnittliche Intelligenz" und eingeschränkte Schuldfähigkeit. Gegen den anderen Gutachter stellte der Verteidiger einen Befangenheitsantrag. Er sieht Ahmad O. als voll schuldfähig an. ... 17.12.2008 11:45:38
xenia20:
Es ist einfach skandalös dass diese Ehrenmorde immer noch andauern, Warum wird nicht härter durchgegriffen und die Mädchen vor solchen durchgeknallten Mördern beschützt?
Im TV zerfloss der nur so vor Selbstmitleid, Sein Anwalt meinte er wäre schwer traumatisiert und handelte im Affekt, Im Affekt 23 mal zugestochen? Was will denn der uns erzählen bitte, Im Affekt sticht jemand villt 2 mal zu, Der wollte das Mädchen ausradieren, Blutdürstig war er, Diese ganze Familie sollte wegen der Planung des Mordes an ihrem Fleisch und Blut ins Zuchthaus gebracht werden, Es müssen endlich Zeichen gesetzt werden, Wieso haben die Sonderrechte?
17.12.2008 09:32:28
hannibal-karthago: Xenia20: Was sidn das für Menschen?
"Was sind das nur für Menschen die den Mord an ihrer Tochter beschliessen, und was ist das für ein Bruder, Was bilden sich diese Leute überhaupt ein und warum lässt man sie weiter gewähren? "
Das sind Menschen wie Du und ich. Das sind Mörder wie der Attentäter aus dem rechtsextremistichen Umfeld in Passau. Fürher waren die christlichen Deutschen noch brutaler als die Menschen, die heute in Deutschalnd leben. Da rottete man sich zusammen, zog Uniformen an und tötete gemeinschaftlich 5 Mio Russen. Das prädestinierte früher die Täter für höchste Staatsämter: Schmid, Filbinger, Strauss, Wischnewski, Herold, usw.
Heute lassen wir uns solche Morde nicht mehr gefallen und stellen die Täter vor Gericht. Heute haben wir Gesetze wie den §129a die schon die Mitgliedschaft in der Weh rmacht mit Haftstrafe bestraft hätte.
"Du sollst nicht töten´!" wird heute vom Rechtsstaat härter verfolgt als zu reichsdeutscher Zeit. Aber welche Ideologie oder Pass die Täter haben, ist dabei relativ irrelvant, ob die Täter skurrile Ideen über "Ehre" haben, oder das Reich wieder haben wollen wie die verfassungswidrige NPD oder aus Lust am Terror Mneschen zerfetzen wie die RAF, ist für den Rechtsstaat egal: wir kriegen sie alle. Auch der Pass spielt keine Rolle: Mord ist Mord. Schmidt, Strauss und Filbinger hätten wir für die 5 Mio toten Russen auch nicht ausweisen können. Wer nimmt solch "Pflichterfüller" schon?
[...] 17.12.2008 12:50:50
hannibal-karthago:
Mensch wie du und schon gar nicht ich
"Hannibal Karthago, dieser Mörder ist kein Mensch wie du und schon gar nicht ich, So eine Tat käme für mich überhaupt nicht in Frage, Diese Islamisten spielen sich hier in Deutschland auf wie die Richter und Henker in einer Person, Das muss unterbunden werden, Verurteilt, Gefängnis und danach ab in die Heimat, So etwas brauchen wir hier nicht, "
Ich bin da anderer Ansicht. Hemlmut Schmdt udn Franz-Josef Strauss fanden nach ihrer "Pflichterfüllung", durch die 5 Mio Russen den Tod fanden, auch in die Mitte der Gesellswchaft zurück. So gar ganz ohne Strafe. Nach heutigen Gesetzen würden die Schmidts und die Straussens, die als Volk ohen Raum in Rusland 5 Mio Menschen töteten, schwere Gefängnisstrafen bekommen. Wie andere Mörder und Kriegsverbrecher auch. Das Berufen auf Ehre und Pflichterfüllung und andere abstrusen Konstrukte, um gegen Fundamentalverbote zu verstossen, wird heute nirgendwo mehr geduldet, weder für die Wehrmacht/NATO, noch die RAF noch Einzeltäter.
Mir ist nicht ganz klar, warum sie Mörder je nach Pass unterschiedlich bestrafen wollen. Ich habe es lieber einfach: gleiches Recht für alle und das durchsetzen. Das ist ja auch der globale Trend. In Belgien wurden Nonnen vor Gericht gebracht, die in Belgien gar keine Straftaten begangen hatten. Völlig unabhängig vom Pass. Mord ist Mord. Achu Bush gehört vor Gericht wie Göring. Und nicht fein differenziert nach Pass und Sonderbehandlung, wie Sie sie vorschlagen.
"Diese Islamisten spielen sich hier in Deutschland auf wie die Richter und Henker in einer Person"
Da unterscheiden Sie sich nicht von anderen Verbrechern. Bei den deutschen Rechtsextremisten scheint das jetzt auch so zu sein. Was nutzt dem Passauer Polizeipräsident die Unterschiedung des Passes oder der Religion bei seinem Attetäter? Nichts. Dann braucht man sie auch nicht zu machen, dann ist sie heisse Luft.
"Du sollst nicht töten!" Ist eigentlich eine überschaubare Aussage.
Ansonsten sind das Mesnchen wie Du und ich. Schmidt z.B, ist eigentlich mit seinen 90 Jahren sogar sympathisch. Dem sieht man auch nicht mehr an, dass der als mit Orden und Ehrezeichen behangen, die er im Russlandfeldzug erdient hat, in militärischer Uniform geheiratet hat. Ausgezeichneter Offizier, Oberleutnant. Dazu wird man nicht gezwungen. Aber so sind wir halt.
Aus: "Fall Morsal O. vor Gericht - Sie wollte nur in Freiheit leben" (16.12.2008) Er wollte sie mit Gewalt erziehen, sie wollte sich schminken und Miniröcke tragen: Jetzt steht Ahmad O. vor Gericht - wegen Mordes an seiner 16-jährigen Schwester. Auf der Anklagebank schweigt er. Von Jens Schneider Quelle: http://www.sueddeutsche.de/panorama/81/451790/text/
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« Reply #136 on: January 20, 2009, 09:51:17 AM » |
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[...] Ein Graffitisprayer hat ihm an der Werkstatt neben der Templiner Stadtmauer ein letztes Denkmal gesetzt: „Stippi K.“ steht da in Schwarz. Bernd „Stippi“ K. starb am 21.Juli 2008 in dem verfallenen Klinkerbau ...
Aus: "Mordprozess - „Stippi" K. und die Neonazis von Templin" Von Uta Keseling (19. Januar 2009) Quelle: http://www.welt.de/politik/article3051829/Stippi-K-und-die-Neonazis-von-Templin.html-.- [...] Templin ist der Fläche nach die größte Stadt im Landkreis Uckermark im Norden des deutschen Bundeslandes Brandenburg.
Durch viele Eingemeindungen im Zuge der Gebietsreform in Brandenburg (bis 2003) wurde Templin zur der Fläche nach sechstgrößten Stadt Deutschlands (Stand: Januar 2009).
...
Kultur und Sehenswürdigkeiten:
...
# Gedenkstein von 1946/47 am Ende der Dorfstraße des Ortsteils Groß Väter für die Opfer des Faschismus, aus einem Relikt von Görings „Waldhof Karinhall“ umgestaltet
# VVN-Ehrenmal von 1961 für antifaschistische Widerstandskämpfer in der Templiner Bahnhofstraße
# Gedenkstein auf dem Hügel hinter dem Senioren-Clubhaus an der Bahnhofstraße zur Erinnerung an den zerstörten Jüdischen Friedhof von Templin
# Thälmann-Ehrenmal an der Prenzlauer Allee vor dem Stadtbad zum Gedenken an den im KZ Buchenwald ermordeten Arbeiterführer
...
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Templin (18. Januar 2009) -.- [...] Der 22-jährige Christian W. und der 19-jährige Sven P. sind angeklagt, in der Nacht zum 22. Juli 2008 in Templin den alkoholkranken Arbeitslosen Bernd K. ermordet zu haben – „aus Verachtung für den am Rande der Gesellschaft lebenden Mann“, wie Clement vorträgt. Die rechte Motivation der beiden habe „eine entscheidende Rolle“ gespielt. Der Staatsanwalt hält Sven P. zudem „Mordlust“ vor: er habe sehen wollen, „wie ein Mensch stirbt“.
[...] Sie hätten das Opfer „arbeitsteilig“ und „auf brutale und menschenverachtende Weise“ misshandelt, „wobei sie seinen Tod zumindest billigend in Kauf nahmen“.
...
Aus: "Mord in Templin - Getreten, gewürgt, angezündet" Strafe für "Befehlsverweigerung“: Zwei Rechtsextremisten stehen wegen der Ermordung eines Obdachlosen in Templin vor Gericht." (Tagesspiegel vom 20.01.2009) Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/Brandenburg-Templin-Obdachlosen-Mord;art128,2710103-.- [...] Laut Anklage trinken Christian W. und Sven P. zwar Bier mit Bernd K., verachten ihn aber als "Penner". In der alten Werkstatt soll es dann zum Streit gekommen und Bernd K. zu Boden gegangen sein. "Insbesondere der Angeklagte P. soll auf den am Boden Liegenden mit großer Wucht im Kopfbereich eingetreten haben", sagt die Sprecherin des Landgerichts Neuruppin.
Als Uwe Liem am Morgen seinen Saufbruder Bernd K. in dessen Werkstatt besuchen wollte, lag der mit zertrümmertem Schädel in einer Blutlache. Ob es dem Gericht gelingt, seine Ursachen zu erklären, wird auch von Stephanie Z. abhängen. Sie ist 17 Jahre alt und ist in einem Plattenbau am Stadtrand aufgewachsen.
Stephanie Z. war mit Christian W. zusammen. Am Morgen nach dem Mord soll er in ihrer Küche mit Sven P. über die Tat gesprochen haben. Sie hat das der Bildzeitung erzählt, die beiden Angeklagten wurden festgenommen. Ob Stephanie Z. noch einmal sprechen wird, ist ungewiss. Sie hält sich bei ihrer Mutter versteckt, es hieß, sie werde von Rechtsextremisten bedroht.
...
Aus: "Gewaltexzess in der Werkstatt" (19.01.2009) Quelle: http://www.sueddeutsche.de/panorama/511/455188/text/6/?page=1
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« Reply #137 on: February 03, 2009, 02:17:26 PM » |
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[...] Die Ermittlungsbehörden gehen nach eigenem Bekunden in diesem Fall allerdings nicht von einer rassistischen Tat aus. Die mutmaßlichen Täter im Alter von 16, 19 und 29 Jahren hätten unter Drogen- und Alkoholeinfluss gestanden. "Sie waren so berauscht, dass wir Rassismus als Motiv ausschließen können", sagte Carabinieri-Hauptmann Emanuele Gaeta dem Fernsehsender SKY TG24. Das Opfer überlebte den Überfall mit schweren Verbrennungen an den Beinen.
Auch Innenminister Roberto Maroni sagte vor Journalisten, es handele sich nicht um einen rassistischen Angriff. Die Tat sei Ausdruck eines Mangels an fundamentalen Werten in der Gesellschaft. Und das sei noch viel schlimmer. Die drei Verdächtigen wurden nach Angaben der Polizei festgenommen.
Angesichts des Zustroms tausender Flüchtlinge und Berichten über Kriminalität unter Eingewanderten haben in den vergangenen Jahren in der italienischen Öffentlichkeit fremdenfeindliche Parolen zugenommen. Die Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi leistet mit ihrem harten Vorgehen gegen illegal Eingewanderte dieser Stimmung in der Bevölkerung noch Vorschub, wie Bürgerrechtler kritisieren.
Aus: "Jugendliche zünden Obdachlosen an - Italien diskutiert über Rassismus" (02.02.2009) Quelle: http://www.rp-online.de/public/article/panorama/ausland/668633/Italien-diskutiert-ueber-Rassismus.html
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« Reply #138 on: February 04, 2009, 11:20:34 AM » |
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[...] Der 41-jährige Andrew Warren war von September 2007 bis Oktober 2008 Leiter der CIA-Station in Algerien. Dann wurde er in die Heimat zurückgeschickt, weil zwei Frauen ihn bei der amerikanischen Botschaft der Vergewaltigung angeklagt haben. Das machte am Donnerstag der amerikanische Fernsehsender ABC News öffentlich – und löste ein grosses Echo in den USA und in Algerien aus.
Warren soll eine der Frauen bei einem Empfang der amerikanischen Botschaft mit Drogen in einem Glas Whisky-Cola betäubt haben. Am nächsten Morgen sei sie nackt und missbraucht im Haus des Agenten aufgewacht, wie sie bei der Anklage geltend machte. Die Klage der zweiten Frau ist ganz ähnlich – ohne, dass sie vom ersten Fall wusste.
Seit Oktober geht nun das amerikanische Justizdepartement der Anklage nach. Die Ermittler haben im Haus von Warren laut ABC bei den Untersuchungen K.O.-Tropfen und ein Heft gefunden, in welchem er notierte, wie er Sex mit seinen «muslimischen Hündinnen» hatte. Seit ausserdem Videos auftauchten, auf denen Warren beim Sex mit weiteren Frauen zu sehen ist, ermitteln die Behörden auch in Ägypten und Jordanien, wo Warren früher stationiert war.
Die algerischen Medien sind empört. «Es fehlte nur noch genau ein solcher Skandal, damit die Algerier begreifen, dass die CIA im Land ist», schreibt die bekannteste französischsprachige Zeitung «El Watan» und fragt: «Haben die algerischen Behörden eigentlich ihr Einverständnis zu dieser Stationierung gegeben? Falls ja, so wurde die Öffentlichkeit nicht darüber informiert.» Die Wahl des Präsidenten Abd Al-Aziz Bouteflika steht vor der Tür, und die Medien verlangen aufgebracht Rechenschaft über die amerikanische Präsenz im Land und bedauern, dass gerade jetzt, zu Barack Obamas Amtsantritt, der Ruf der USA in der muslimischen Welt einen herben Schlag erleide.
Auch der amerikanische Sender «MSNBC» warnt: Die Anklage werde Obamas Bemühungen, die Beziehungen zur arabischen Welt zu verbessern, schaden. Und der CIA-Experte des US-Magazins «Time» widmet den CIA-Skandalen der letzten Monate einen grossen Hintergrundartikel und meint trocken, es sei ein grosser Fehler gewesen, den umstrittenen Warren nach Algerien zu entsenden. Kollegen hätten ihn schon immer als «impulsiv» bezeichnet und davor gewarnt, ihn an exponierte Posten zu setzen.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)
Aus: "CIA-Chef in Algerien der Vergewaltigung angeklagt" Von Olivia Kühni. Aktualisiert am 03.02.2009 Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/CIAChef-in-Algerien-der-Vergewaltigung-angeklagt/story/17713154
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« Reply #139 on: February 10, 2009, 10:49:50 AM » |
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[...] Bokholt/Itzehoe - Der in der Vergangenheit oft als "Brückenteufel" bezeichnete Dirk A. bleibt in der psychiatrischen Klinik. Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Itzehoe ordnete am Montag an, dass der 42 Jahre alte Mann zum Schutz der Allgemeinheit bis auf weiteres in einer geschlossenen Abteilung unterzubringen ist.
Am 7. Oktober hatte der wohnungs- und arbeitslose Mann, der seinerzeit im Freien in der Nähe seines Elternhauses in Brande-Hörnerkirchen lebte, von der Brücke über die A 23 in Bokholt-Hanredder ein Beil auf die Autobahn geworfen. Das 40 Zentimeter lange und 1,4 Kilogramm schwere Werkzeug durchschlug die Windschutzscheibe eines Hyundais, dessen Fahrer wie durch ein Wunder unverletzt blieb, und landete auf dem Beifahrersitz.
Seit der Tat ist Dirk A., der dabei beobachtet wurde und sofort gefasst werden konnte, in der geschlossenen Abteilung des Krankenhauses Neustadt. Das Gericht folgte dem Sachverständigen aus Neustadt, der dem Täter bescheinigte, seit Jahren an paranoider Schizophrenie zu leiden. "Er ist gefährlich für die Allgemeinheit. Das Risiko ist hoch, dass er weitere Gewalttaten verübt, wenn er in Freiheit lebt", urteilte Gutachter Kay Arne Schiffke.
Die seelische Erkrankung sei zu lange unbehandelt gewesen und habe dazu geführt, dass Dirk A. sozial verwahrloste und völlig isoliert lebte. Er leide hochgradig unter Verfolgungswahn und befand sich "ständig auf der Flucht vor seinen Verfolgern", stellte der Gutachter fest. So trieb sich Dirk A. seit etwa zehn Jahren ohne festen Wohnsitz herum und wurde 19-mal wegen Diebstahls, Betruges, Sachbeschädigung und Körperverletzung verurteilt. Im März 2008, ein halbes Jahr vor dem Beilwurf, hatte er von derselben Brücke ein Fahrrad auf die A 23 geworfen, was ohne Folgen blieb. Für seinen Pflichtverteidiger Jörg Ruhland war dies eine Art Hilferuf, weil Dirk A. merkte, dass er alleine nicht zurechtkam. "Er hatte den simplen Gedanken, dass es ihm im Gefängnis besser geht."
Die Kammer kam zu dem Schluss, dass Dirk A. wegen seiner "krankhaften seelischen Störung" die Einsicht in sein Handeln fehlt. Vor Gericht gab er zu, das Beil geworfen zu haben. Er habe aber niemanden verletzen wollen. Offenbar war er dann selber überrascht, als er ein Auto traf. Eine Zeugin sah noch, wie er sich nach dem Beilwurf "stolz grinsend" aufs Fahrrad setzte und davon radelte. Kurz darauf hielt ihn Streifenpolizist Ronald Brunke an, dem der "wild aussehende Typ" mit dem Irokesen-Schnitt aufgefallen war. "Er zitterte und schwitzte stark."
Das Opfer Hans Iversen verfolgte den Ausgang der Verhandlung bis zum Schluss. Er dachte erst an einen Steinschlag, bis er das Beil in der Windschutzscheibe entdeckte, sagte er. Dennoch habe ihn das Ereignis nicht traumatisiert. "Ich fahre weiter beruhigt unter Brücken hindurch", sagte der 65 Jahre alte Rentner, der immer noch mit demselben Hyundai unterwegs ist, in dem das Beil eingeschlagen war. Nur seine Frau Christa sagt: "Ich bin froh, dass ich nicht dabei war."
Aus: "Beilwerfer muss in die Psychiatrie - Gericht: Er ist eine Gefahr" Von Burkhard Fuchs (10. Februar 2009) Quelle: http://www.abendblatt.de/daten/2009/02/10/1043004.html
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« Reply #140 on: February 21, 2009, 12:53:00 PM » |
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[...] Die E-Mail von Thomas L. landete am heutigen Mittwoch aber nicht etwa bei der Polizei, sondern in der Online-Redaktion des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags. In dem Schreiben gab der 37-Jährige an, erpresst und bedroht worden zu sein. Er soll 930.000 Euro Schulden haben.
Presseberichten zufolge trat der Geschäftsmann mal als Unternehmensberater auf, führte eine Flensburger Werbeagentur und vermarktete den Fußballclub FC St. Pauli. Außerdem soll er Mitgesellschafter beim Handballverein SG Flensburg-Handewitt gewesen sein. Laut NDR gab es in der Beziehung des Paares jedoch Probleme. Kurz nach der Tat soll der 37-Jährige noch einen Freund angerufen und mit ihm ungezwungen geplaudert haben.
"Meine Tat ist nicht aus Beziehungsgründen geschehen - sondern nur aus Liebe und als Schutz vor dem, was alles auf meine Tochter und Frau zugekommen wäre", wird aus der Mail zitiert. Die Drohung und Erpressung richte sich gegen ihn, seine Frau und die Tochter. "Diesen Stress wollte ich meiner Familie nicht antun (da ich wusste, was passiert, wenn ich nicht darauf eingehe)." Die E-Mail endet mit den Worten: "Ich werde jetzt den Weg in den Wald antreten und zu meiner Frau und Tochter in den Himmel gehen - ich hoffe, da finden wir drei jetzt unsere Ruhe."
...
Aus: "Familienvater gesteht Doppelmord in einer E-Mail" (18.02.2009) Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,608545,00.html-.- [...] Erst vor wenigen Tagen hatte der gewaltsame Tod eines siebenjährigen Mädchens und seiner Mutter (36) in Harrislee die Menschen erschüttert. Familienvater Thomas L. (37) soll beide erstochen und danach das Haus in Brand gesetzt haben, um die Tat zu vertuschen. Seine Flucht endete am Freitag in Berlin. Polizisten nahmen ihn verletzt in einem Hotel fest, wo er offenbar versucht hatte, sich umzubringen.
Der Fall in Bad Bramstedt ist noch rätselhaft. Weil Rüdiger W. unentschuldigt drei Tage nicht an seinem Arbeitsplatz in Schenefeld erschienen war, hatte die Firma ihn als vermisst gemeldet. Daraufhin brach die Polizei die Wohnungstür auf und fand die Leichen. Oberstaatsanwalt Wick spricht von einem "familiären Hintergrund", ohne Details zu nennen. Möglicherweise war Geldnot der Auslöser für die Bluttat. Laut Psychologen sind es vor allem Männer, die sich aus Angst, dass ihre Familie in wirtschaftlicher Not versinkt, zu einer solchen Verzweiflungstat hinreißen lassen.
Rüdiger und Jennifer W. sowie die Kinder, die aus der ersten Ehe der Frau stammen, waren erst im Herbst von Bottrop (Nordrhein-Westfalen) nach Bad Bramstedt gezogen, um nach längerer Arbeitslosigkeit ein neues Leben zu beginnen.
Ein weiteres Familiendrama konnte die Polizei in Schleswig-Holstein verhindern. In Sprakebüll (Kreis Nordfriesland) drohte ein 35-jähriger Vater, seine dreijährige Tochter zu töten, wenn seine Frau nicht zu ihm zurückkehre. Ein Einsatzkommando nahm den Mann im Beisein des Kindes vor seiner Wohnungstür fest.
Aus: "Schock im Norden: Schon wieder Familie ermordet" Nach der Tragödie von Harrislee jetzt Drama in Bad Bramstedt. Polizei glaubt an einen "erweiterten Suizid"- aus Geldnot? Von Wolfgang Klietz und Florian Büh" (21. Februar 2009) Quelle: http://www.abendblatt.de/daten/2009/02/21/1058170.html-.- [...] Gleich zwei Familiendramen erschüttern Schleswig-Holstein in diesen Tagen. In Bad Bramstedt fand die Polizei am Freitag die Leichen einer vierköpfigen Familie. Weil sich das Ehepaar, Eltern zweier Kinder, seit Dienstag bei keinem seiner Bekannten mehr gemeldet hatte, waren mehrere Anrufe bei der Polizei eingegangen. Die Beamten ließen die Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Bad Bramstedt öffnen - und fanden den Vater, 38, die Mutter, 33, die zwölfjährige Tochter und ihren elf Jahre alten Bruder tot.
Nach Angaben der Kieler Staatsanwaltschaft handelt es sich um einen erweiterten Suizid. Demnach hat der Familienvater zunächst seine Frau und dann die Kinder getötet, ehe er sich selbst das Leben nahm. Die genauen Todesursachen müssten aber durch Obduktionen der Leichen noch festgestellt werden.
...
Aus: "Dramen in Schleswig-Holstein - Zwei Familien ausgelöscht" (Von R. Wiegand) Quelle: http://www.sueddeutsche.de/panorama/524/459169/text/
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« Last Edit: February 24, 2009, 10:46:12 AM by Textaris(txt*bot) »
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« Reply #141 on: February 23, 2009, 03:25:42 PM » |
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[...] NÜRNBERG (Eig. Ber./sto) - Mit einem Fleischklopfer ist ein 84-jähriger Mann aus Nürnberg erschlagen worden. Sein Enkel gestand die Tat.
Eine Tochter des Rentners hatte ihren Vater mit schweren Kopfverletzungen in seiner Wohnung im Stadtteil Gaulnhofen gefunden. Der eintreffende Notarzt konnte nichts mehr für den Mann tun. Weil die Wunden auf Gewalteinwirkung hindeuteten, nahm die Polizei die Ermittlungen auf, die sich schnell auf den 36-jährigen Enkel konzentrierten. Der gelernte Koch, Sohn einer weiteren Tochter, war von Nachbarn am Tatort gesehen worden, die zuvor Ohrenzeugen einer lautstarken Auseinandersetzung geworden waren.
Die Nacht über fahndete die Polizei nach dem Arbeitslosen. Sie beobachtete, ob er bei seiner Mutter oder anderen Verwandten auftauchen würde. Doch der Nürnberger war im Auto seiner Lebensgefährtin nach Hessen geflohen, wo diese lebt. Die Polizei hat den Fleischklopfer mittlerweile sichergestellt, den der Mann unterwegs aus dem Wagen geworfen hatte.
Aus: "Enkel erschlägt seinen Großvater: 84-Jähriger lag mit schweren Kopfverletzungen in seiner Wohnung" (23.2.2009) Quelle: http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=972883&kat=3
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« Reply #142 on: February 26, 2009, 11:57:52 AM » |
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[...] Athen - Wie die Behörden auf der griechischen Mittelmeerinsel mitteilten, hat sich die Tat in der Nacht zum Donnerstag in der Nähe der Hafenstadt Chania ereignet.
Der offenbar psychisch gestörte Polizist feuerte wahllos auf Autofahrer. Einen Mann tötete er mit einen Kopfschuss, ein weiterer Autofahrer wurde leicht verletzt, ein dritter, dessen Wagen von Kugeln getroffen wurde, alarmierte die Polizei.
Der Polizist hatte sich nach Dienstschluss hinter Bäumen versteckt und das Feuer eröffnet. Er konnte nach einem großen Polizeieinsatz in der Ortschaft Sougia festgenommen werden, ohne Widerstand zu leisten, berichtete das Staatsradio weiter.
Beim Täter handelt es sich um einen 32 Jahre alten Mann, der nach ersten Informationen aus Polizeikreisen psychische Probleme haben soll. Ein Motiv für das Verbrechen konnte er nicht nennen.
pad/dpa
Aus: "Polizist schießt wahllos auf Autofahrer" (26.02.2009) Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,609991,00.html
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« Last Edit: March 10, 2009, 11:14:47 AM by Textaris(txt*bot) »
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« Reply #143 on: March 10, 2009, 11:16:46 AM » |
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[...] Chicago - Während eines Sonntagsgottesdienst in der First Baptist Church in Maryville im US-Bundesstaat Illinois hatte ein Mann sich der Kanzel genähert und nach einem kurzen Wortwechsel das Feuer eröffnet: Der 27-Jährige, der dabei einen Baptisten-Pastor tötete, war aufgrund einer Borreliose offenbar schwer verhaltensgestört. Er sei als Teenager von einer Zecke gebissen und danach schwer krank gewesen, sagte seine Mutter schon vergangenes Jahr der Zeitung "St. Louis Post Dispatch", die damals einen Artikel über die Krankheit veröffentlichte.
Nachbarn berichteten, der junge Mann habe manchmal auf der Straße gestanden und ohne nachvollziehbaren Grund geschrien und geflucht. Die Polizei stellte einen Terminkalender sicher, auf dem der 27-Jährige den Sonntag als "Tag des Todes" markiert hatte. Die Staatsanwaltschaft im US-Bundesstaat Illinois leitete Ermittlungen wegen Mordes und schwerer Körperverletzung ein.
Nach der Tat hatte der Mann versucht, sich das Leben zu nehmen. Weil seine Pistole aber eine Ladehemmung hatte, zückte er ein Messer und verletzte sich selbst, berichtet der TV-Sender MSNBC.
Aus: "Todesschütze litt an Folgen von Borreliose" (10.03.2009, jjc/AFP) Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,612318,00.html
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« Reply #144 on: March 19, 2009, 10:34:28 AM » |
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[...] Hamburg - Die ersten Meldungen, die am Mittwochabend bei der Polizei eingingen, ließen das Schlimmste befürchten. Bewohner aus dem niedersächsischen Ort Hornsen bei Hildesheim hatten eine Schießerei wahrgenommen, in einem Wohngebiet. Für kurze Zeit war von einem Amoklauf die Rede. Was die Beamten dann tatsächlich vorfanden, ist kaum weniger dramatisch: Ein 40-jähriger Mann hatte seine Lebensgefährtin und einen gemeinsamen achtjährigen Sohn getötet und sich dann selbst erschossen. Weitere Kinder und Jugendliche, hieß es am Abend, seien verletzt worden.
Das Paar lebte mit vier Kindern in dem Einfamilienhaus in Hornsen, einem Ort der Gemeinde Lamspringe. Gegen 18.45 Uhr gingen bei der Polizei die ersten Meldungen von einer Schießerei ein. Auf dem Grundstück fanden die Polizisten zunächst zwei Leichen, die des Elternpaares. Der achtjährige Sohn der Familie wurde ebenfalls tödlich von einer Kugel getroffen. Zwei Mädchen, Töchter der Frau aus einer anderen Beziehung, wurden schwer verletzt, ebenso ein 15 Jahre alter Junge, der zu Besuch war. Über die Motive sagte die Polizei zunächst nichts, sie sperrte am Abend den Tatort ab und sicherte die Spuren. Medien berichteten, bei dem Täter habe es sich um einen Jäger gehandelt.
rtw
Aus: "Familiendrama bei Hildesheim - Mann tötet seine Frau, einen Sohn und sich selbst" (19.03.2009) Quelle: http://www.sueddeutsche.de/055383/952/2806174/Familiendrama-bei-Hildesheim.html-.- [...] Elf gezielte Schüsse, einmal lud der Forstwirt Christian H. nach: Ein 37 Jahre alter Mann bei Hildesheim hat seine Partnerin, ein gemeinsames Kind und sich selbst getötet sowie drei Kinder verletzt. Nur die sechs Jahre alte gemeinsame Tochter entkam dem blutigen Familiendrama am Mittwochabend körperlich unverletzt. Der Forstwirt habe zunächst seine vor dem Haus im Auto sitzende 40 Jahre alte Lebensgefährtin mit drei Schüssen getötet, sagte am Donnerstag der Leiter der Mordkommission, Guido Nolte, in Hildesheim. Als die Polizei das Haus in der kleinen Ortschaft Hornsen stürmte, entdeckten die Beamten die Leiche des Schützen. Der Mann habe nach den Schüssen auf seine Partnerin auf den gemeinsamen achtjährigen Sohn Niklas, die 14-jährige Tochter und den 16 Jahre alten Sohn seiner Lebensgefährtin sowie einen 15-jährigen Freund der Kinder gefeuert. Die Tochter sei inzwischen aus dem künstlichen Koma erwacht, und auch der Freund der Kinder sei offenbar "über den Berg“. Der 16 Jahre alte Sohn befinde sich aber noch immer in einer kritischen Verfassung, sagte ein Polizeisprecher. Die Mutter des Freundes habe sich mit den verletzten Kindern und der unverletzten Sechsjährigen aus dem Haus zu Nachbarn retten können, sagte Nolte. Wenige Minuten nach der dramatischen Flucht sei der Achtjährige in dem Nachbarhaus gestorben. Der Schütze hat nach ersten Ermittlungen bei der Bluttat nachgeladen. Die Tatwaffe hatte ein achtschüssiges Magazin, es seien aber elf Schüsse abgefeuert worden, sagte Oberstaatsanwalt Bernd Seemann am Donnerstag. Christian H. hatte insgesamt drei Waffen in seinem Haus. Neben der Tatwaffe - eine halbautomatische amerikanische Ruger- Pistole - hätten die Beamten eine Doppelflinte unter dem Bett des Paares und eine Signalpistole entdeckt, sagte Oberstaatsanwalt Bernd Seemann. Der Mann sei kein Jäger gewesen, und als Forstwirt habe er keine Schusswaffen mit sich führen dürfen. "Der Schütze hat einen Waffenschein beantragt, diese Waffen waren allerdings noch nicht eingetragen, so dass hier hier von illegalem Besitz auszugehen ist“, sagte Seemann. Der Mann wollte nach Angaben Seemanns offenbar Mitglied eines Sportschützenvereins werden. Gegen den Täter hatte die Polizei 1998 wegen Bedrohung ermittelt. Das Verfahren sei jedoch eingestellt worden und habe nach derzeitiger Kenntnis nichts mit der Tat zu tun, betonte Seemann. Die Hintergründe des Familiendramas seien zwar noch nicht geklärt. "Es gibt aber Hinweise auf Konflikte in der Beziehung sowie Eifersucht des Schützen und wirtschaftliche Schwierigkeiten innerhalb der Familie“, sagte Nolte. 19.03.2009 16:25:16
GenRugge: nur mal so zur Info.
Kleine Frage an die SZ-Moderatoren.
Wenn der Amokläufer ein Jugendlicher wäre würde das Thema dann bei euch wieder ganz oben stehen oder müßte man auch so weit nach unten scrollen um es zu finden? Ah und wo wie schon dabei sind; warum schreibt ihr nicht "Amok" sondern Drama, Blutbad, Familientragödie u.ä.?
Schütze zu alt?
Zu wenig Tote?
Aus: "Drei Tote bei Hildesheim - Kaltblütig nachgeladen" (19.03.2009) Quelle: http://www.sueddeutsche.de/panorama/639/462258/text/
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« Last Edit: March 19, 2009, 04:42:55 PM by Textaris(txt*bot) »
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« Reply #145 on: March 21, 2009, 10:15:56 AM » |
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[...] Mössingen/Tübingen - In einer Wohnung im baden-württembergischen Mössingen haben Polizisten am Freitagnachmittag zwei tote Mädchen im Alter von sieben Jahren und 14 Monaten entdeckt. Die Tübinger Polizei sprach von einem Familiendrama. Die Mutter der Kinder wurde unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Eine Obduktion der Kinder sei für Samstag geplant, sagte ein Polizeisprecher. Laut Polizei war die Mutter am Nachmittag in einem apathischen Zustand zu einer Nachbarin gelaufen und hatte diese gebeten, die Polizei anzurufen. Daraufhin durchsuchten Beamten die Wohnung der Frau und entdeckten die toten Kinder.
dpa
Aus: "Polizei entdeckt zwei Kinderleichen" (21.03.2009) Quelle: http://www.sueddeutsche.de/558389/290/2809472/Polizei-entdeckt-zwei-Kinderleichen.html
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« Reply #146 on: March 24, 2009, 09:17:27 AM » |
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[...] [...] DER FALL DES FLORIAN N.
Jan Ove S., 1944 in Schweden geboren, studierter Entwicklungsingenieur, Vater eines Sohnes, kam 1972 nach Deutschland. Dort lernte er Hanna W.* kennen, mit der er ein Haus in Großerlach bei Stuttgart baute. Im Jahr 1992 trennte sich das Paar, S. beginnt eine neue Beziehung zu Reinhild C.*, mit der er bis 1997 zusammen bleibt. S. galt in der Familie und unter Bekannten als gebildeter, kluger, freundlicher und interessierter Mensch, der vier Sprachen beherrschte. Der Wendepunkt in seinem Leben kam mit einem Überfall, bei dem er Anfang 1997 schwer verletzt wurde. Sein rechtes Bein blieb danach gelähmt, er hatte psychische Probleme, fing an zu trinken und musste seinen gut dotierten Job aufgeben. Ende 1997 lernte er die Transsexuelle Manuela E. kennen, mit der er bis 2001 zusammenlebte. E. stirbt im Jahr 2003. Kurz darauf lernte der Schwede Florian N. in einer Gaststätte am Frankfurter Bahnhof kennen und machte zunehmend homoerotische Erfahrungen. Zeugen berichten, dass er häufig bestohlen wurde und die eigenen Sachen dann aus Gutmütigkeit von den Dieben zurückkaufte. Am 11. April 2008 wird S. von Florian N., dem er eine unerwiderte Zuneigung entgegenbrachte, in seinem Haus in Großerlach brutal getötet. *Name von der Redaktion geändert
[...] Stuttgart - Es gibt Kriminalfälle, die haben von allem zu viel. So viel, dass sie wirken wie ein schlecht inszenierter Film, voller grotesker Übertreibungen und monströser Verwicklungen. Die Geschichte des Florian N. ist so ein Fall. [...] Am Abend des 10. April 2008 fährt der 26-Jährige mit seiner Mutter von Frankfurt nach Großerlach bei Stuttgart. Dort wohnt sein Bekannter Jan Ove S., dem er seit Jahren für Geld sexuell gefällig ist. Florian möchte seinen Freier an dessen 64. Geburtstag überraschen - und dann töten. [...] Die Fragen, die sich angesichts des Tathergangs stellen, liegen auf der Hand: Ist N. ein rasender, ein wahnsinniger, ein psychisch gestörter Freak oder ein habgieriger, kaltblütiger Räuber? Was ist das für eine Mutter, die mit ihrem Sohn schläft und seelenruhig zusieht, wie er jemanden zu Tode foltert? Wie sollte die Justiz mit solchen Tätern umgehen? [...] "Warum haben Sie Ihrem Opfer nicht einfach die Augen verbunden, ihn gefesselt und sich dann den Tresor geschnappt? Wieso mussten Sie S. foltern und töten?" N. schweigt irritiert. Wenn die Fragen drängend werden, schmunzelt er verhalten, so dass es aussieht, als würde er gleich losprusten vor Lachen. "Eine schwer gestörte Persönlichkeit mit einem hohen Gefährlichkeitspotenzial" nennt ihn der psychologische Gutachter im Verfahren. Warum also die Folter? "Ich konnte ihn einfach nicht mehr ertragen. Er war so eklig, das war wie ein Film im Kopf", bricht es aus N. heraus. War sein Opfer also letztlich nur ein Sündenbock, einer, der für die Prügel durch den besoffenen Vater und den Missbrauch durch die Großmutter herhalten musste? [...] Ob Jan Ove den Tod verdient habe? "So halb-halb", windet sich der Gefangene. Er hatte also das Recht, den Mann zu töten? N. legt den Kopf ein wenig schief und schaut fragend durch die Glasscheibe. Dann schüttelt er schweigend und zögernd den Kopf, wie ein Kind, das unbedingt die richtige Antwort geben will, die Frage aber gar nicht verstanden hat. "Manchmal passieren Dinge, mit denen man nicht klarkommt, die aus dem Ruder laufen", versucht er eine Erklärung und beißt sich mit dem Eckzahn auf die Unterlippe. [...] Der Gutachter im Verfahren, der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie Peter Winckler vom Universitätskrankenhaus Tübingen, attestierte dem Täter eine schwere Persönlichkeitsstörung mit Borderline-Komponente - obwohl "er so schwer gestört ist, dass man ihn eigentlich gar nicht in die klassischen Subtypen einer solchen Krankheit einordnen kann." Die Mutter-Sohn-Beziehung beschreibt er SPIEGEL ONLINE als "ein durch und durch kaputtes Verhältnis". Der Inzest sei die Folge einer pathologischen Nähe - allerdings einer Nähe ohne Bindung. "Ich würde St. im Kern als eher asexuelles Wesen bezeichnen", sagte die Anwältin der Mutter, Heidi Riediger, SPIEGEL ONLINE. Ihre Mandantin habe das inzestuöse Verhältnis zum Sohn nicht als dramatisch empfunden, sondern "einfach so hingenommen". Auch, dass Florian in die Fußstapfen seines verstorbenen Vaters trat und die Mutter mitunter massiv schlug, scheint diese auf Grund einer "hohen Anpassungsfähigkeit und der Schwierigkeit, sich anderen gegenüber abzugrenzen" geduldet und verheimlicht zu haben, so Winckler. "Sie hatte mindestens so wenig Mitleid mit sich selbst wie mit dem Opfer - es war der totale Mangel an Empathie", ergänzt Riediger. [...] Die schaurige Gefühllosigkeit scheint über Generationen gewachsen: Schon der Großvater habe seine Kinder komplett ignoriert und sei "emotional total verkrüppelt", die Großmutter alkoholkrank und so aggressiv, dass sie noch vor Gericht auf ihre Tochter Gabriele St. losging. "Wo man hinschaut, bricht man in den Sumpf ein", sagt Gutachter Winckler. Der Anwalt des Täters, Jens Rabe aus Waiblingen, empfand seinen Mandanten als "emotional so weit runtergefahren", dass er die Tat ohne jede Gefühlsregung begangen habe, "als würde er ein Kaugummi klauen". [...] Gabriele St. ist laut ihrer Anwältin mit der Unterbringung in der Strafvollzugsanstalt Frankfurt-Preungesheim "hochzufrieden". Dass sie bei guter Führung nach etwa 15 Jahren freikommt, gilt als wahrscheinlich. Dann wird sie sich vermutlich jenen Wesen widmen, zu denen sie die einzig innige Beziehung ihres Lebens pflegt - den Katzen. Auch Jan Ove S. hatte vier davon in seinem Haus. Die Polizei fand die Tiere nach der Tat halbverhungert im Dachgeschoss. Sie hatten die Leiche angefressen. Aus: "GEFÄNGNISBESUCH BEI EINEM GEWALTTÄTER - Wie Florian zum Foltermörder wurde" Von Annette Langer, Stuttgart (24.03.2009) Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,613873,00.html
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« Reply #147 on: April 19, 2009, 07:58:57 AM » |
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[...] Der Notruf erreichte die Polizei am Karfreitag um 10.42 Uhr. Mit weinerlicher Stimme und völlig aufgelöst berichtete der 18-jährige Andreas, dass er vier tote Familienangehörige im Mehrfamilienhaus seiner Eltern in Eislingen gefunden habe. Mit dabei war sein 19-jähriger Freund Frederik. Nun stellt sich genau eine Woche später heraus, dass die beiden Schüler den Ermittlern zufolge die Familie ausgelöscht haben.
[...] Der Leiter der Sonderkommission "Familie", Armin Reutter, teilt die Tat in zwei Abschnitte ein: In eine erste Phase am Gründonnerstag bis Mitternacht, in der die Töchter erschossen wurden, und eine zweite Phase am frühen Karfreitag, in der die Eltern getötet wurden. Gegen 21.00 Uhr verlassen nach seiner Schilderung die Eltern die Wohnung in Eislingen, um in eine Gaststätte zu gehen. Die Töchter seien zu Hause geblieben. Andreas und sein Freund verlassen dessen Wohnung, um ebenfalls in die Gaststätte zu gehen. Doch dort kommen sie laut Reutter erst um 23.00 Uhr an.
Zwischen 23.00 Uhr und 23.30 Uhr sind die beiden Schüler zusammen mit Andreas' Eltern in der Kneipe. Der Heilpraktiker und seine Frau unterhalten sich noch mit ihren späteren mutmaßlichen Mördern. Es gibt keine Auffälligkeiten, wie es später heißt. Zu diesem Zeitpunkt ahnen die Eltern nicht, dass ihre Töchter vermutlich schon tot sind. Als die jungen Frauen später gefunden werden, liegen sie im Bett, der Fernseher läuft noch. Bei Annemarie werden zehn und bei Christine neun Einschüsse aus Kleinkaliberpistolen festgestellt.
Als die Eltern die Kneipe schließlich gegen.00.30 Uhr verlassen, haben sie nur noch kurze Zeit zu leben. "Die Eltern wurden direkt im Eingangsbereich angegangen", berichtet Reutter weiter. Sie wurden brutal niedergestreckt, wobei aber keiner der Nachbarn etwas hörte. "Die Tat fand im Stillen statt", sagt Reutter. Wahrscheinlich setzten die Mörder Schalldämpfer ein. Insgesamt wurden in der Wohnung 31 Hülsen aus zwei Kleinkaliberpistolen gefunden. Die Waffen stammen mit hoher Wahrscheinlichkeit aus einem Einbruch in den örtlichen Schützenverein aus dem vergangenen Jahr. Andreas war bis zuletzt dort Mitglied, sein Kumpel Frederik, mit dem zusammen er das Gymnasium besuchte, war früher ebenfalls Mitglied, war aber inzwischen ausgetreten.
...
Aus: "Geständnis im Vierfachmord von Eislingen: "Wir waren das zusammen"" Oliver Schmale/AP (17.04.2009) Quelle: http://www.stern.de/panorama/:Gest%E4ndnis-Vierfachmord-Eislingen-Wir/661210.html-.- [...] Ulm - "Er hat den Tatbeitrag vor Gericht eingeräumt", sagte sein Anwalt, Hans Steffan, am Ende des sechsten Verhandlungstages in Ulm. Der 19-Jährige habe allerdings nicht selbst die tödlichen Schüsse auf seine Eltern und beiden Schwestern abgegeben. Andreas H. sei bei der Tatplanung klargeworden, dass er dies nicht könne und habe deswegen seinen Schulfreund Frederik B. darum gebeten, seine Familie zu töten. Sein Mandant habe Hemmungen gehabt, sagte der Verteidiger.
Ende des Schweigens: Der Sohn der getöteten Familie hat erstmals eine Beteiligung an dem kaltblütigen Vierfachmord von Eislingen gestanden. Der 19-Jährige will allerdings nicht selbst auf seine Eltern und seine Schwestern geschossen haben.
Ulm - "Er hat den Tatbeitrag vor Gericht eingeräumt", sagte sein Anwalt, Hans Steffan, am Ende des sechsten Verhandlungstages in Ulm. Der 19-Jährige habe allerdings nicht selbst die tödlichen Schüsse auf seine Eltern und beiden Schwestern abgegeben. Andreas H. sei bei der Tatplanung klargeworden, dass er dies nicht könne und habe deswegen seinen Schulfreund Frederik B. darum gebeten, seine Familie zu töten. Sein Mandant habe Hemmungen gehabt, sagte der Verteidiger.
Frederik B. hatte bereits gestanden, in der Nacht auf Karfreitag alleine auf Bitten von Andreas H. dessen Familie mit 30 Schüssen ermordet zu haben. Ähnlich habe sich auch Andreas H. geäußert, sagte sein Verteidiger. Unterschiede habe es lediglich in der Frage gegeben, wo der Sohn war, als sein Schulfreund seine Familie umbrachte. Nach seinen Angaben war er zwar im Haus, aber in einem anderen Raum, gab der 19-jährige Schüler laut seinem Anwalt zu Protokoll. Frederik B. habe hingegen gesagt, Andreas H. habe bei der Tat direkt hinter ihm gestanden.
Das Motiv der Bluttat blieb auch am Mittwoch weiter unklar. "Der Initiator war aber Andreas H.", sagte sein Verteidiger. Sein Mandant habe die familiäre Situation als Grund angeführt, sei dazu aber bislang nicht intensiver befragt worden. Der 19-Jährige habe sich irgendwann vor der Frage gesehen: entweder die oder ich.
Frederik B. hatte vor einigen Wochen schon ausgesagt, Andreas H. habe sich in seiner Familie nicht mehr wohlgefühlt und schon 2008 solche Tötungsabsichten entwickelt. Dem habe er sich nicht entziehen können. Die Ermittler gingen bislang aber davon aus, dass die beiden jungen Männer die Familie gemeinsam aus Habgier ermordet haben. So habe der zur Tatzeit 18-jährige Andreas H. 256.000 Euro seiner Mutter erben und seinen Freund daran beteiligen wollen.
Vergangene Woche hatte Andreas H. vor Gericht bereits die ihm und seinem Schulfreund ebenfalls angelasteten Diebstähle gestanden. So sollen die beiden Angeklagten unter anderem im Oktober 2008 die beiden Tatwaffen und 15 weitere Waffen bei einem Einbruch in das Eislinger Schützenheim gestohlen haben.
Der Vierfachmord wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt. Nur wenige Journalisten sind zugelassen. Diese müssen allerdings bei der Vernehmung der Angeklagten den Saal verlassen. Nur die Eltern von Frederik B. durften erneut der Aussage folgen. Das Urteil war bislang für Ende Januar vorgesehen. Doch die Vernehmung der beiden Angeklagten dauerte länger als geplant. Und so zieht sich der Prozess voraussichtlich noch bis Ende März hin.
jdl/dpa
Aus: "Sohn legt Geständnis ab" (02.12.2009) Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,664869,00.html-.- [...] trotz intensiver Zeugenbefragung - rund 50 Nachbarn, Freunde der Familie, Lehrer sagten vor Gericht aus - blieb vor allem die Person Andreas H. schemenhaft. Er galt als charmant, extrovertiert, lebhaft, tat sich in der Schule beispielsweise als Laiendarsteller hervor - und soll doch zutiefst unter der dominanten Art des Vaters gelitten haben.
Dieses Verhältnis war im Prozess intensiv erörtert worden. Der Vater soll über seine Familie tyrannisch geherrscht haben, von ihm wollte sich Andreas laut Verteidigung befreien. In Situationen, in denen es zum Kräftemessen zwischen Vater und Sohn kam - vor allem eine Schneewanderung im Allgäu wurde angeführt, bei der Hansjürgen H. seine Angehörigen bei schweren Witterungsbedingungen herrisch zu einem Gewaltmarsch zwang - stellten sich Mutter und Schwestern gegen den Sohn und Bruder.
Familiäre Konflikte, die allerdings nach Einschätzung des Gutachters Winckler nicht allein eine so drastische Tat wie die von Eislingen erklären.
Wohl deshalb fiel für das Gericht nach 20 Verhandlungstagen maßgeblich der Umstand ins Gewicht, dass Andreas H. auf das Erbe der Familie H. spekulierte. Schon im Vorfeld der Tat hat er mit Frederik Pläne gemacht, wofür man das Geld ausgeben würde.
"Es ist kaltblütig, die eigene Familie wohlüberlegt zu erschießen, das monatelang vorzubereiten, den Eltern noch mal unter die Augen zu treten, unmittelbar bevor sie dann erschossen werden. Also ich denke, kaltblütig ist das richtige Wort dafür", sagte Staatsanwältin Brigitte Lutz. Sie bezog sich damit vor allem auf die Vorgehensweise der Schulfreunde am Tatabend.
Nachdem sie die beiden 22 und 24 Jahre alten Schwestern von Andreas erschossen hatten, gingen die Täter in eine Kneipe und setzten sich dort zu den Eltern an einen Tisch - so, als sei nichts gewesen. Erst nach einer halben Stunde in der Gaststätte kehrten sie zum Tatort zurück, warteten dort auf die Eheleute H. - und erschossen sie nach deren Rückkehr.
In seiner Urteilsbegründung rief Richter Gugenhan die Täter zu einer Therapie auf: "Sie beide haben eine schwere Schuld auf sich geladen. Sie können, müssen und sollen an ihren Persönlichkeitsdefiziten arbeiten."
H.s Verteidiger kündigte an, die Verurteilung zu lebenslanger Haft anzufechten, weil das Gericht einen Antrag auf einen Jugendpsychiater abgelehnt habe.
pad/dpa/afp
Aus: "Kaltblütig, habgierig, rätselhaft" (31.03.2010) Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,686705,00.html
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« Last Edit: March 31, 2010, 03:18:54 PM by Textaris(txt*bot) »
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« Reply #148 on: May 11, 2009, 08:24:18 AM » |
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[...] Bei einem Familiendrama in Baden-Württemberg sind zwei Kinder im Alter von vier und fünf Jahren getötet worden. Die Polizei fand ihre Leichen am Samstagnachmittag im Badezimmer des Hauses der Familie in Schorndorf (Rems-Murr-Kreis). Wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart am Sonntag mitteilte, ist die 42-jährige Mutter dringend tatverdächtig.
[...] Die Frau, die mit Schnittverletzungen im Krankenhaus liegt, verweigere die Aussage, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Die Kinder seien in der mit Wasser gefüllten Badewanne in einer Doppelhaushälfte tot gefunden worden. Sie hätten keine äußeren Verletzungen. Die Todesursache werde aber erst nach der Obduktion an diesem Montag feststehen.
Die Mutter habe mit Schnittwunden, die sich selbst zugefügt hatte, blutend im Kinderzimmer gelegen. Die Polizei geht von einem Selbstmordversuch aus. Die Frau sei außer Lebensgefahr. Die Polizei geht davon aus, dass kein Dritter an der Tat beteiligt war. Am Montag soll über einen Haftbefehl gegen sie entschieden werden. Über die Motive der mutmaßlichen Täterin herrscht noch Unklarheit. Es werde aber geprüft, ob psychische Probleme eine Rolle gespielt haben, sagte eine Sprecherin der Polizei.
Sie beschrieb die Familie als gut situiert. Es gebe keine Hinweise, dass finanzielle Schwierigkeiten eine Rolle gespielt haben könnten. Die Frau habe sich vor etwa einem Jahr von ihrem Mann getrennt, sei aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen und mit Sohn und Tochter in die Doppelhaushälfte in Schorndorf gezogen.
Der Vater wohnt in Norddeutschland. Er war es, der am Samstag die Polizei alarmierte: Er wollte nach Absprache mit seiner getrennt lebenden Frau die Kinder abholen. Doch niemand öffnete die Tür. Daraufhin drangen Polizeibeamte mit Hilfe eines Schlüsseldienstes in das Haus ein.
Die Eingangstür des Hauses sei von innen verschlossen gewesen und zusätzlich mit einer Kette gesichert, der Schlüssel habe gesteckt, hieß es. Einbruchsspuren gebe es nicht. Die Polizei geht deshalb von einer Familientragödie aus. (dpa/AP)
Aus: "Zwei Kleinkinder bei Familiendrama getötet" (nz, 10. Mai. 2009) Quelle: http://www.netzeitung.de/vermischtes/1351379.html
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« Reply #149 on: June 13, 2009, 11:29:33 AM » |
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[...] Laut dem "Ryan Report", der im Mai von einer unabhängigen Untersuchungskommission nach rund zehnjährigen Recherchen vorgelegt wurde, wurden in Irland über Jahrzehnte hinweg mehr als 2.000 Kinder in katholischen Schulen, Erziehungseinrichtungen und Heimen körperlich und seelisch misshandelt oder sexuell missbraucht. Am vergangenen Donnerstag hatten die 18 betroffenen Orden dem irischen Premierminister Brian Cowen zugesagt, sie seien zu einer höheren Beteilung an den Entschädigungssummen bereit. 2002 hatte die damalige Regierung eine Höchstgrenze von 128 Millionen Euro für kirchliche Regresszahlungen festgelegt. Die Ansprüche der Opfer werden gegenwärtig jedoch auf mehr als eine Milliarde Euro geschätzt.
...
Aus: "Irland: Bischöfe berieten über Missbrauchsskandal" (09.06.2009) Quelle: http://www.kathweb.at/content/site/nachrichten/database/26434.html-.- [...] Dublin - Das irische Parlament hat eine Mitschuld des Staates an den Missbrauchsfällen in kirchlichen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche eingeräumt. Auf einer Sitzung des Dail zum sogenannten Ryan Report entschuldigte sich Premier Brian Cowen "im Namen des Staates und aller Bürger" bei den Opfern für das "kollektive Versagen", rechtzeitig einzuschreiten. Der Premier nannte die Entschuldigung "überfällig". Cowen forderte die verwickelten Orden auf, mehr Schadenersatz zu zahlen. Am Mittwoch hatten Tausende Menschen in Dublin mit einem Schweigemarsch an die Missbrauchsopfer erinnert.
...
Aus: "Irland räumt Mitschuld ein" (13.06.2009) Quelle: http://www.sueddeutsche.de/o5N38O/2927570/Irland-raeumt-Mitschuld-ein.html-.- [...] Die Ryan-Kommission hat ihren Bericht ins Internet gestellt (www.childabusecommission.ie). Jeder kann ihn herunterladen. Die Kommission hat die Grausamkeiten ausgewertet, nach Art und Intensität, es gibt Statistiken, über Verbrechen, Schulen, Tätertypen. Tabellen listen auf: schwere Wunden, ausgeschlagene Zähne, verbrannte Haut, gequetschte Nieren, gebrochene Arme, Beine, Finger - alles, was man an einem Kind kaputtmachen kann.
Mädchen tauchen selten als Opfer auf, weil die Nonnen seltener zu Täterinnen wurden. Und die frommen Brüder kamen an die Mädchen nicht heran; vielleicht auch dafür mussten die Jungen bluten.
"Die Nächte waren das Schlimmste", so steht es im Ryan-Report. "Wenn sie dich nicht holten und schlugen, dann hörtest du, wie sie es anderen antaten. Bis zu vier Brüder kamen und holten einen aus dem Bett und schlugen ihn. Sie waren wie jagende Rudel."
[...] In der Verwahranstalt Daingean bewachten 25 Geistliche hinter den hohen Mauern der ehemaligen Kaserne 500 Jungs. John wurde zu Nummer 253. Er schob schwere Schubkarren durchs Moor, er grub Kartoffeläcker um, mistete Schweineställe aus. Der Orden verkaufte Torf, Kartoffeln und Fleisch, und auch die Kinder, als Leiharbeiter an Bauern. "Wir waren Sklaven."
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Aus: "IRLAND - "Wir waren Sklaven"" (08.06.2009) Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,628939,00.html
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