COMMUNICATIONS LASER #17
May 18, 2012, 05:57:12 AM *
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Author Topic: [The Lordship of Moneygaming... ]  (Read 19660 times)
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« Reply #195 on: November 10, 2010, 09:59:11 AM »

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[....] Bisher seien knapp 5000 gefälschte Anträge entdeckt worden. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft wurden inzwischen insgesamt 17 Personen angeklagt, unter ihnen sechs feste Angestellte des Holocaust-Fonds. Die amerikanische Bundespolizei FBI habe im Vorjahr die Ermittlungen aufgenommen, als anderen Angestellten des Fonds zwei Anträge von verschiedenen Personen mit "bemerkenswert ähnlichen" Begründungen aufgefallen waren.

"Fonds, die von der deutschen Regierung geschaffen und finanziert wurden, um Holocaust-Opfern zu helfen, wurden von den Gierigen abgeschöpft - und nicht wie geplant an die Bedürftigen ausgezahlt", sagte die New Yorker FBI-Chefin, Janice Fedarcyk. Nach Angaben der Ermittler geht es um zwei Geldtöpfe. Der Hardship Fonds sieht eine Einmalzahlung in Höhe von 3600 Dollar (etwa 2600 Euro) an NS-Opfer vor, die während der Gewaltherrschaft Adolf Hitlers aus ihren Wohnorten vertrieben wurden.

Der sogenannte Artikel-2-Fonds unterstützt Holocaust-Überlebende, die weniger als 16.000 Dollar (etwa 11.500 Euro) im Jahr zur Verfügung haben, mit etwa 411 Dollar pro Monat. Bislang seien 4957 Fälle identifiziert worden, in denen betrügerische Anträge auf Hilfe aus dem Hardship Fonds gestellt worden seien, teilten die Ermittler weiter mit. Der Schaden betrage etwa 18 Millionen Dollar. In vermutlich 658 Fällen sei der Artikel-2-Fonds missbraucht und um insgesamt 24,5 Millionen Dollar betrogen worden.

Zwölf der Angeklagten wurden am Dienstag festgenommen, fünf weitere befinden sich bereits seit längerem in Gewahrsam. Nach Angaben der Behörden bekannten sich bereits vier Angeklagte schuldig. Den mutmaßlichen Betrügern drohen bis zu 20 Jahre Gefängnis.

...


Aus: "Deutsche Holocaust-Entschädigungsgelder: FBI deckt Millionenbetrug auf" (10.11.2010)
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/deutsche-holocaust-entschaedigungsgelder-fbi-deckt-millionenbetrug-auf-1.1021665

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« Reply #196 on: January 07, 2011, 12:00:03 PM »

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[...] Karriere - Sie suchen spannende Projekte, innovative Produkte, vielseitige Herausforderungen und exzellente Karrieremöglichkeiten? Auf den folgenden Seiten finden Sie umfassende Informationen über die BayernLB, wen wir suchen und welche Einstiegsmöglichkeiten wir Ihnen bieten.

Ihr Arbeitgeber - Erfahren Sie mehr über die BayernLB und was uns als Arbeitgeber auszeichnet.

...


Aus: "BayernLB - Karriere" (Stand 01/2011)
Quelle: http://www.bayernlb.de/internet/de/meta/Karriere/Karriere.html


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Quote
[...] Der frühere Bayern LB-Manager Gerhard Gribkowsky ist heute verhaftet worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft München mit. Gegen den Ex-Vorstand wird wegen der ungeklärten Herkunft seines Vermögens in Höhe von 50 Millionen US-Dollar ermittelt.

...


Aus: "BayernLB: Ex-Vorstand Gribkowsky verhaftet" (05.01.2011)
Quelle: http://www.br-online.de/aktuell/bayern-lb-landesbank-skandal-ID1294046424639.xml

-.-

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« Reply #197 on: January 08, 2011, 01:00:14 PM »

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[...] Hans Christoph Binswanger: ... Uns muss klar sein, dass viele Werte am Finanzmarkt fiktiv sind. Es sind Luftbuchungen, die an den Märkten gehandelt werden, die aber keinen realen Gegenwert besitzen. Wenn das Geld plötzlich weg ist, staunen die Leute: Wer hat denn jetzt mein Geld? Die Antwort ist: niemand. Es war ja nie wirklich da.

...


Aus: "Geldpolitik: "Wir sind wie ein Alkoholkranker"" Von Philip Faigle (7.1.2011)
Quelle: http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-01/interview-binswanger

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« Reply #198 on: April 20, 2011, 10:29:12 AM »

Pfahl verweigert jede Aussage zur Flucht
Nach Pfahls-Festnahme: Suche nach den Helfern (17.07.2004)
http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Nach-Pfahls-Festnahme-Suche-nach-den-Helfern_aid_54923.html

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Er galt als Ziehsohn von Franz Josef Strauß, war Verfassungsschutzpräsident und Staatssekretär im Verteidigungsministerium: Kaum ein anderer deutscher Spitzenbeamter ist so tief gefallen wie Ludwig-Holger Pfahls. Jetzt schreibt die bayerische Justiz die Geschichte fort: Pfahls muss sich voraussichtlich abermals vor Gericht verantworten - wegen Bankrotts in 93 Fällen, Betrugs und Erpressung.

Anklage gegen Ex-Staatssekretär - Der tiefe Fall des Ludwig-Holger Pfahls (20.04.2011)
http://www.sueddeutsche.de/politik/anklage-gegen-frueheren-staatssekretaer-der-tiefe-fall-des-ludwig-holger-pfahls-1.1087351

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Pfahls soll heimlicher Millionär sein (23.12.2010)
http://www.sueddeutsche.de/bayern/staatsanwaltschaft-augsburg-pfahls-soll-heimlicher-millionaer-sein-1.1040014

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Quote
[...] Ex-Staatssekretär Pfahls gibt Auslandskonten zu

Augsburg (dpa) - Der frühere Verteidigungsstaatssekretär Ludwig-Holger Pfahls hat nach eigenen Angaben ein Millionenvermögen im Ausland versteckt.

Die Summe von rund 2,1 Millionen Euro müsse auf Konten auf den Bahamas, in der Schweiz und in Luxemburg liegen, gab der 68-Jährige am Mittwoch zu Beginn seines Prozesses vor dem Landgericht Augsburg über seinen Anwalt zu. Pfahls steht unter anderem wegen Bankrotts, falscher Versicherung an Eides statt, Steuerhinterziehung und Erpressung vor Gericht.

Nach Überzeugung der Ermittler hat der einstige CSU-Politiker frühzeitig begonnen, sein Vermögen von mehr als vier Millionen Euro in Sicherheit zu bringen. Einer seiner Gläubiger war der Fiskus, dem er laut Anklage rund 3,7 Millionen Euro schulden soll - eine Summe, die Pfahls allerdings in dieser Höhe bestreitet. Neben ihm stehen noch acht weitere Angeklagte vor Gericht, darunter seine Ehefrau und der Geschäftsmann Dieter Holzer. Ihnen wird vor allem Beihilfe angelastet.

Pfahls räumte allerdings nur einen Teil der Vorwürfe ein. «Ich will reinen Tisch machen», ließ er erklären. Den finanziellen Schaden, den er angerichtet habe, wolle er so weit wie möglich begleichen. Er gab zu, dass ihm ein Anwesen im bayerischen Sengenthal gehört, das rund 500 000 Euro wert sein soll. Ferner habe er eine Million Euro in eine Immobilienfirma investiert.

Eine wichtige Rolle spielte nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft eine Villa in Südfrankreich, die Pfahls mit Hilfe Holzers an einen Strohmann verkauft haben soll. Als das Haus später tatsächlich veräußert wurde, ließ Pfahls den Erlös von mindestens 2,7 Millionen Euro nach Ansicht der Ermittler auf das Konto seiner Ehefrau leiten. Den Scheinverkauf räumte der Ex-Staatssekretär ein. Er habe aber nur rund 2,2 Millionen Euro erhalten.

Laut Anklage wickelte der Jurist seine Transaktionen auch über Depots und Gesellschaften im Ausland ab. Pfahls habe aus Gewinnsucht gehandelt und um sich einen hohen Lebensstil zu finanzieren, sagte Staatsanwalt Marcus Peintinger. Neben Schmuck für seine Ehefrau habe er sich auch ein teures Auto gegönnt. Dem Gericht gegenüber habe er sich indes als völlig mittellos dargestellt. Außerdem soll er einen privaten Gläubiger so massiv bedroht haben, dass dieser seine Forderung von 5000 Euro fallen ließ - ein Vorwurf, den Pfahls jedoch bestreitet.

Pfahls war 1999 untergetaucht, nachdem im Zusammenhang mit dubiosen Rüstungsgeschäften des Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber der Verdacht auf Schmiergeldzahlungen aufgekommen war. 2004 wurde er in Paris gefasst und 2005 in Augsburg wegen Vorteilsannahme und Steuerhinterziehung verurteilt. Wenig später kam er frei, weil ihm die Untersuchungshaft angerechnet wurde. Im Rahmen der Ermittlungen rund um Schreiber war auch die CDU-Spendenaffäre ans Licht gekommen. Pfahls, seine Frau und weitere Personen waren Ende 2010 kurz vor Weihnachten verhaftet worden.


Aus: "Ex-Staatssekretär Pfahls gibt Auslandskonten zu" (05.10.2011)
Quelle: http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1214256

« Last Edit: October 05, 2011, 02:51:46 PM by Textaris(txt*bot) » Logged
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« Reply #199 on: May 12, 2011, 08:35:40 AM »

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[...] Etliche ehemalige Börsenhändler, hochrangige Manager und Anwälte sollen untereinander börsenrelevante Informationen ausgetauscht haben.

Rajaratnam hatte nach Ansicht der Jury in der Finanzmetropole und darüber hinaus ein dichtes Netz an Informanten aufgezogen; seine Kontakte reichten bis ins Management großer US-Konzerne. Die Beteiligten wussten immer den entscheidenden Moment früher als der restliche Markt über Quartalsberichte oder interessante Fusionspläne von Schwergewichten wie IBM, Google oder Intel Bescheid. Damit war gutes Geld zu machen: Nach Berechnung der New Yorker Staatsanwaltschaft hat Rajaratnam insgesamt 63,8 Millionen Dollar erschwindelt.

... 46 Männer und Frauen stehen unter Verdacht, Komplizen gewesen zu sein; 34 davon sind mittlerweile verurteilt. Rajaratnam selbst leugnete seine Schuld bis zuletzt. Er sagte, er habe sich die Informationen auf legalem Wege beschafft. Die Ermittlungen zu dem Insiderhandel dauerten mindestens sechs Jahre. Bislang tat sich die Justiz bei komplizierten Finanzdelikten schwer, den Verantwortlichen ihre Taten nachzuweisen. Von den Bankchefs, die die Finanzkrise mitverschuldeten, laufen alle noch frei herum. Im Fall Rajaratnam setzte die Staatsanwaltschaft nun Methoden ein, die sie sonst eher für die organisierte Kriminalität benutzt: Tonbandaufnahmen.

Ermittler hatten Verdacht geschöpft und Rajaratnams Telefon angezapft. Vor Gericht spielten diese Mitschnitte eine zentrale Rolle. Auf den Bändern war zu hören, wie Rajaratnam mit seinen Kontaktleuten spricht und sich streng vertrauliche Firmeninterna beschafft, etwa die neuesten Geschäftszahlen oder Übernahmepläne.

...


Aus: "US-Milliardär Rajaratnam soll ins Gefängnis" (11.05.2011)
Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,762023,00.html

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« Reply #200 on: September 15, 2011, 04:16:03 PM »

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[...] Ein UBS-Händler verbrennt im Alleingang zwei Milliarden Dollar ...

Die Verluste seien durch einen "Händler mit beträchtlicher krimineller Energie" im Aktienhandel in London entstanden und erst am Mittwochnachmittag entdeckt worden.

... Noch rätselt die Fachwelt darüber, wie genau und über welchen Zeitraum die Verluste bei der UBS entstanden sind. Mit Details halten sich die Verantwortlichen zurück. Die UBS bemüht sich vor allem um Schadensbegrenzung. In einer E-Mail von Konzernchef Oswald Grübel heißt es laut der "NZZ", es handele sich um eine "bedauerliche Nachricht". Allerdings werde die "fundamentale Stärke unseres Unternehmens dadurch nicht beeinträchtigt". Die Konzernleitung fordert die Mitarbeiter auf, "sich weiterhin auf Ihre Kunden zu konzentrieren".

...


Aus: "Finanzkonzernen droht neue Gierdebatte" Von Yasmin El-Sharif (15.09.2011)
Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,786394,00.html

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« Reply #201 on: September 19, 2011, 12:29:09 PM »

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[...] Die Schweizer Großbank Credit Suisse zahlt den deutschen Behörden 150 Millionen Euro, um die Ermittlungen gegen das Unternehmen wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu beenden. Dies sei das Ergebnis einer Einigung mit der Staatsanwaltschaft Düsseldorf mit Blick auf Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Credit Suisse, teilte die Bank mit.

Damit könne "ein für alle Beteiligten komplexer und langwieriger Rechtsstreit vermieden werden", hieß es in der Mitteilung der Bank. Gleichzeitig schaffe die getroffene Lösung "wichtige Rechtssicherheit".

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hatte im März 2010 Ermittlungen gegen 1.100 Kunden der Credit Suisse wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung sowie gegen Mitarbeiter der Schweizer Bank wegen Beihilfe dazu aufgenommen. Bei einer Razzia im Juli 2010 wurden Filialen und Repräsentanzen der zweitgrößten Schweizer Bank in 13 deutschen Städten durchsucht.

Die Mitarbeiter der Credit Suisse wurden verdächtigt, als Repräsentanten der Großbank Beihilfe eine grenzüberschreitende Kundenbetreuung geführt zu haben. Die Ermittler hatten sogenannte Cross-Border-Geschäfte untersucht. Ihnen waren auch vertrauliche Unterlagen zugespielt worden. Die Dokumente legten den Verdacht nahe, dass Lebensversicherungen auf den Bermudas genutzt wurden, um darin unversteuertes Geld zu verstecken.

Die Ermittlungen beruhten auf einer Steuer-CD, die das Land Nordrhein-Westfalen für 2,5 Millionen Euro von einem Informanten gekauft hatte. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatten die Credit-Suisse-Kunden insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro in der Schweiz angelegt. Gegen einen leitenden Mitarbeiter der Bank sei außerdem die Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen Zahlung von 250.000 Euro beantragt worden, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit.

Ganz ausgeräumt sind die Folgen der früheren Steuerpraktiken aber noch nicht. Deutschland und die Schweiz haben ein Steuerabkommen ausgehandelt, das dem deutschen Fiskus Steuerzahlungen und Steuernachzahlungen auf die im Nachbarland verwalteten Vermögen sichert. Kreisen zufolge soll das Abkommen in dieser Woche unterschrieben werden. Wenn auch die Parlamente der beiden Länder zustimmen, dürfte es 2013 in Kraft treten.

Im deutschen Bundesrat hatte es jedoch zuletzt Kritik an dem Abkommen gegeben. Kepler-Analyst Dirk Becker rechnet damit, dass das Abkommen zu massiven Abflüssen aus der Schweiz führen wird. Die Vereinbarung regelt aber auch, dass Deutschland von der Verfolgung von Bankmitarbeitern bei neuen Steuerdelikten absieht.



Aus: "Illegale Geldanlage - Credit Suisse kauft sich aus Steuerverfahren frei " (19.9.2011)
Quelle: http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2011-09/credit-suisse-steuerhinterziehung

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« Reply #202 on: October 18, 2011, 08:37:40 AM »

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[...] Im vergangenen Dezember eröffnete in der Vergnügungsmetropole im US-Bundesstaat Nevada das riesige Casinohotel Cosmopolitan, das der Deutschen Bank gehört. 3,9 Milliarden Dollar soll das Institut für den Bau des Luxus-Casinos ausgegeben haben - diese Zahl wurde bereits anlässlich der Eröffnung kolportiert. Allerdings wurde die Bank nicht ganz freiwillig Eigentümer des Cosmopolitan: Der ursprüngliche Investor konnte im Zuge der Finanzkrise 2008 einen Kredit nicht zurückzahlen; das Projekt fiel an die Deutsche Bank, die das Casino lieber zu Ende bauen ließ, als es als Investitionsruine abzuschreiben.

Dem Bericht der "Financial Times" zufolge war dies aber nicht das ganze Ausmaß des Engagements der Deutschen Bank auf dem US-Zocker-Markt: Eine weitere Milliarde Dollar Kredit gab die Bank demnach einem Unternehmen namens Station Casinos, das mehrere Glückspieltempel rund um Las Vegas betreibt. Das Geldhaus ist laut dem Bericht auch mit 25 Prozent an dem Casinobetreiber beteiligt.

Dabei laufen die Geschäfte in Las Vegas derzeit äußerst schlecht: Die Rezession und die Immobilienkrise haben das sogenannte Spielerparadies besonders hart getroffen. Viele Amerikaner verzichten seitdem auf den Trip in die Wüstenstadt. Von 2007 bis 2010 fielen die Umsätze in den Spielhallen um mehr als eine Milliarde Dollar oder rund 15 Prozent - was laut britischem "Telegraph" drei große Casinos in den Ruin trieb. Laut Angaben der US-Regierung ist die Arbeitslosenquote nirgendwo im Land höher als in Las Vegas, das vor der Finanzkrise als Amerikas Boomtown galt. Es ist fraglich, ob die Stadt sich jemals wieder auf das Vorkrisenniveau erholen wird. Das Cosmopolitan jedenfalls soll operativ tief in den roten Zahlen stecken.

Dass das Geldhaus damit zu einem der größten Player im amerikanischen Glücksspielmarkt aufgestiegen ist, ist umso pikanter, da die Summe von 4,9 Milliarden Dollar fast dem Betrag entspricht, mit dem die Deutsche Bank in den europäischen Krisenstaaten wie Griechenland und Spanien engagiert ist - laut dem Bericht liegt er bei 5,1 Milliarden Dollar. Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte zu den Zahlen keine Stellung nehmen.

Festzustehen steht: Das Institut sucht nach einem Käufer für das Casino und ist offenbar nicht bereit, zu einem Schleuderpreis zu verkaufen. Als strategisches Investment hat man das Projekt, in das man eher hineingerutscht ist, wohl ohnehin nie gesehen. Man sei weiterhin "kein Hotelbetreiber, sondern primär eine Bank", ließ das Geldhaus zur Eröffnung des Cosmopolitan mitteilen.

lgr/fdi


Aus: "Deutscher Bank droht Milliarden-Verlust in Las Vegas" (17.10.2011)
Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,792180,00.html

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